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Kalenderblatt 20. April: Hildegund von Schönau

Kalenderblatt 20. April: Hildegund von Schönau
Schon im Mittelalter liebten die Menschen Erzählungen über vertauschte Geschlechterrollen in der Kirche – und Hildegund von Schönaus Lebensgeschichte verbreitete sich in kürzester Zeit: Hildegund (1170-1188) war die Tochter des Edelherren Harper von Helpenstein (heute Neuss). Nach dem Tod seiner Frau brach er mit der zwölfjährigen Hildegund zu einer Pilgerreise ins Heilige Land auf. Doch noch bevor er die ersehnten Stätten erreichen konnte, starb der Adlige in Tyros (heute Libanon) an Fieber. Ohne männliche Begleitung aber wäre seine Tochter Belästigungen und Angriffen schutzlos ausgeliefert. So gab er Hildegund auf dem Sterbebett einen letzten Rat: Sie solle Männerkleidung anziehen und den Namen Josef, nach dem Beschützer der Familien und Kinder, annehmen. Mit ihrer neuen Identität vollendete Hildegund nicht nur die Pilgerreise, sondern erlebte zahlreiche Abenteuer: "Josef" arbeitete etwa in geheimer Mission für einen Kölner Domherrn und entging in Augsburg nur knapp dem Galgen. Schließlich bat sie um Aufnahme in das Zisterzienser-Kloster Schönau bei Heidelberg. Hier leistete der auffällig zart gebaute "Jüngling Josef" harte Arbeit beim Ausbau des Klosters – vielleicht zu viel. Sie starb entkräftet am 20. April 1188. Erst bei der Leichenwaschung entdeckten die überraschten Mitbrüder ihr wahres Geschlecht. Hildegunds überlieferte Grabinschrift lautet: "Im Leben war sie scheinbar ein Mann, aber im Tod strahlt sie als Frau."

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Klavierspielerin2 20.04.2026 07:48
Lesung (Apg 6,8-15)
Sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen


In jenen Tagen
   tat Stéphanus,
   voll Gnade und Kraft,
   Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertíner
   und Kyrenäer und Alexandríner
   und Leute aus Kilíkien und der Provinz Asien
   erhoben sich, um mit Stéphanus zu streiten;
aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach,
   nicht widerstehen.

Da stifteten sie Männer zu der Aussage an:
   Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte.
Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf,
drangen auf ihn ein,
packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat.
Und sie brachten falsche Zeugen bei,
   die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf,
   gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden.
Wir haben ihn nämlich sagen hören:
   Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören
   und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.

Und als alle, die im Hohen Rat saßen, gespannt auf ihn blickten,
   erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.
 
Klavierspielerin2 20.04.2026 07:50
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 6, 22-29

In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.
Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Worte der Päpste
Stephanus, „voll Gnade und Kraft“ (Apg 6,8), [legt] im Namen Jesu eine neue Auslegung des Mose und des Gesetzes Gottes [vor], [die] das Alte Testament im Lichte der Verkündigung des Todes und der Auferstehung Jesu neu deutet. Diese Lesart des Alten Testamentes, die christologische Lesart, provoziert die Reaktionen der Juden, die seine Worte als Gotteslästerung empfinden (vgl. Apg 6,11–14). Aus diesem Grund wird er zum Tod durch Steinigung verurteilt. Der hl. Lukas übermittelt uns die letzte Rede des Heiligen, eine Zusammenfassung seiner Verkündigungstätigkeit. Wie Jesus den Emmausjüngern gezeigt hatte, daß das ganze Alte Testament von ihm, von seinem Kreuz und seiner Auferstehung spricht, so liest der hl. Stephanus, der Lehre Jesu folgend, das ganze Alte Testament unter christologischem Aspekt. Er zeigt, daß das Geheimnis des Kreuzes im Zentrum der im Alten Testament erzählten Heilsgeschichte steht, er zeigt, daß wirklich Jesus, der Gekreuzigte und Auferstandene, der Zielpunkt dieser ganzen Geschichte ist. Und er zeigt somit auch, daß der Tempelkult überholt ist und Jesus, der Auferstandene, der neue und wahre „Tempel“ ist. (Papst Benedikt XVI., Generalaudienz, 10. Januar 2007)
 
Engelslhaar 20.04.2026 09:50
 
Engelslhaar 20.04.2026 09:51
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