Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu
15.04.2026 14:56
Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu
15.04.2026 14:56
Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu
Vor dem Besuch von Papst Leo XIV. in Kamerun haben separatistische Gruppen in den englischsprachigen Regionen des Landes eine dreitägige Waffenruhe angekündigt. Ziel sei es, während der Reise des Papstes eine sichere Passage für Zivilisten, Pilger und offizielle Delegationen zu gewährleisten.
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Wie ein Sprecher der separatistischen Allianz „Ambazonia Governing Council" an diesem Montag laut aciafrica mitteilte, solle vom 15. bis 17. April ein „sicherer Reisekorridor“ gelten. In dieser Zeit seien die Kämpfer angewiesen, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um eine freie und sichere Bewegung der Bevölkerung sowie des Papstes und seines Gefolges zu ermöglichen. Leo XIV. trifft an diesem Mittwoch in Kamerun ein.
Friedensgebet mit dem Papst in Konfliktregion
Im Fokus der lokalen Auseinandersetzungen steht die Stadt Bamenda im Nordwesten Kameruns, die als eines der Zentren des seit Jahren andauernden Konflikts gilt. Dort ist unter anderem ein Friedensgebet mit dem Papst geplant.
Der Konflikt in den anglophonen Regionen Kameruns dauert seit 2017 an. Separatistische Gruppen kämpfen dort gegen die Zentralregierung für die Unabhängigkeit eines eigenen Staates. Die Gewalt betrifft weite Teile der Bevölkerung, zahlreiche Menschen wurden vertrieben, und ganze Regionen leiden unter wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen.
Kirchliche Verantwortliche vor Ort rufen im Vorfeld des Papstbesuchs zur breiten Teilnahme an den geplanten Veranstaltungen auf. Die Reise des katholischen Kirchenoberhauptes nach Kamerun, insbesondere in den Norden, gilt in dem von Gewalt geprägten Land als Großereignis mit sowohl religiöser als auch politischer Bedeutung.
(aciafrica – gs)
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Klavierspielerin2 15.04.2026 19:09
Der Papst ist in Kamerun eingetroffen:
hansfeuerstein 16.04.2026 00:16
Man muss immer danach fragen, was diese "Konflikte" auslöst, sie fallen nicht einfach vom Himmel.😉
Autumn 16.04.2026 08:44
Kamerun war von 1884 bis 1919 als eine deutsche Kolonie.
Auch diese Zeit hat hat ihre Spuren und Narben hinterlassen.
Wie sieht es diesbezüglich mit unserem historischen Gedächtnis und Geschichtsbewusstsein aus?
Auch diese Zeit hat hat ihre Spuren und Narben hinterlassen.
Wie sieht es diesbezüglich mit unserem historischen Gedächtnis und Geschichtsbewusstsein aus?
Klavierspielerin2 16.04.2026 09:41
Vermutlich wissen das die wenigsten.
In wie weit Deutschland sich dort noch einbringt( muss) weiß ich nicht - bis zum jetzigen Papstbesuch war mir das nicht bekannt und so könnte es vermutlich auch anderen gehen. Viele afrikanische Länder hat man in der Weltöffentlichkeit tatsächlich vergessen.
Deren Bodenschätze aber nicht- insbesondere China beutet afrikanische Länder aus- unbemerkt von der Öffentlichkeit, die ja z.B.die seltenen Erden braucht, Kinder unter Tage, Warlords, die diese Regionen versuchen unter ihren Einfluss zu bringen - klar, es geht um Geld. Die Regionen sind auch deshalb von kriegen geschüttelt und die Menschen müssen flüchten, um ihr Leben zu retten.
Die stranden dann oft in Europa, ein christliches Europa...
Die Franzosen " bluten" heute für Ihre damalige Kolonialherrschaft - wer aus deren ehemaligen Kolonien in F leben will und dessen Nachkommen in F geboren werden, besitzen die franz.staatsburgerschaft und da sind auch viele Muslime dabei. Das führt natürlich zu einer ungewollten Islamisierung Frankreichs. Vor Jahrzehnten hat man das zwar bereits bemerkt, machte aber den Fehler, diese Menschen nicht zu integrieren, sondern in die Vorstädte zu " verbannen", die sog. Banlieus. Dort bildeten sich darum Parallelgesellschaften in denen sich ungestört Radikalismus bilden konnte.
Deutschland könnte von F einiges lernen im Umgang mit Migration. Nur die AfD will's nicht wahr haben und lullt ihre Anhänger ein mit nicht realisierbaren Versprechungen und Ignoranz gegenüber den französischen Erfahrungen.
In wie weit Deutschland sich dort noch einbringt( muss) weiß ich nicht - bis zum jetzigen Papstbesuch war mir das nicht bekannt und so könnte es vermutlich auch anderen gehen. Viele afrikanische Länder hat man in der Weltöffentlichkeit tatsächlich vergessen.
Deren Bodenschätze aber nicht- insbesondere China beutet afrikanische Länder aus- unbemerkt von der Öffentlichkeit, die ja z.B.die seltenen Erden braucht, Kinder unter Tage, Warlords, die diese Regionen versuchen unter ihren Einfluss zu bringen - klar, es geht um Geld. Die Regionen sind auch deshalb von kriegen geschüttelt und die Menschen müssen flüchten, um ihr Leben zu retten.
Die stranden dann oft in Europa, ein christliches Europa...
Die Franzosen " bluten" heute für Ihre damalige Kolonialherrschaft - wer aus deren ehemaligen Kolonien in F leben will und dessen Nachkommen in F geboren werden, besitzen die franz.staatsburgerschaft und da sind auch viele Muslime dabei. Das führt natürlich zu einer ungewollten Islamisierung Frankreichs. Vor Jahrzehnten hat man das zwar bereits bemerkt, machte aber den Fehler, diese Menschen nicht zu integrieren, sondern in die Vorstädte zu " verbannen", die sog. Banlieus. Dort bildeten sich darum Parallelgesellschaften in denen sich ungestört Radikalismus bilden konnte.
Deutschland könnte von F einiges lernen im Umgang mit Migration. Nur die AfD will's nicht wahr haben und lullt ihre Anhänger ein mit nicht realisierbaren Versprechungen und Ignoranz gegenüber den französischen Erfahrungen.
Klavierspielerin2 16.04.2026 09:52
Papstbesuch in Kamerun: „Menschen brauchen Gerechtigkeit“
Am ersten Tag seines Aufenthalts in Kamerun ist Papst Leo XIV. im Präsidentenpalast in Yaoundé mit staatlichen Autoritäten und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen. Der Besuch folgt auf eine vorangegangene Station in Algerien und ist Teil einer elftägigen Reise über den afrikanischen Kontinent.
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Das Kirchenoberhaupt definierte seine Rolle bei diesem Besuch als die eines „Hirten und Dieners des Dialogs, der Geschwisterlichkeit und des Friedens“. Er wolle jeden dazu ermutigen, am Aufbau des Gemeinwohls weiterzuarbeiten. In einer Zeit, in der „Resignation um sich greift und das Gefühl der Ohnmacht die Erneuerung zu lähmen droht“, verwies er auf das Bedürfnis der Menschen nach Gerechtigkeit, Teilhabe und Frieden.
Die Bedeutung der Jugend und der Frauen
Besonderes Augenmerk legte der Papst auf die jüngere Generation. Es sei sein Wunsch, „die Herzen aller zu erreichen, insbesondere die der jungen Menschen, die dazu berufen sind, einer gerechteren Welt Gestalt zu geben, auch in politischer Hinsicht“. An die Adresse der Frauen gewandt, betonte er: „Dankbar möchte ich die Rolle der Frauen hervorheben. Oft sind sie, leider, die ersten Opfer von Vorurteilen und Gewalt, und doch bleiben sie unermüdliche Friedensstifterinnen. Ihr Engagement in den Bereichen Bildung, Mediation und Wiederaufbau des sozialen Gefüges ist unvergleichlich und zügelt Korruption und Machtmissbrauch. Auch aus diesem Grund muss ihre Stimme in Entscheidungsprozessen voll und ganz anerkannt werden“. Mehrmals brandete nach den Worten des Papstes Applaus auf, doch besonders herzlich war er an dieser Stelle.
Würdigung der päpstlichen Botschaft
Der Präsident Kameruns, Paul Biya, schlug in seiner Ansprache ernste Töne an und verwies auf den schwierigen internationalen Kontext. Er zeichnete das Bild einer durch Kriege, wirtschaftliche Not und soziale Verzweiflung erschütterten Welt, in der Angst und Zweifel die Herzen der Menschen beherrschten. Inmitten dieses globalen Chaos fungiere die päpstliche Botschaft laut Biya wie eine „belebende Quelle“, die den Wunsch nach Harmonie stille und der Menschheit die verloren gegangene Hoffnung zurückgebe.
Der Besuch des Papstes in Kamerun dauert noch bis zum 17. April an, bevor die Reise in weitere afrikanische Staaten fortgesetzt wird.
(vatican news)
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https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-04/papst-leo-xiv-kamerun-autoritaeten-zivilgesellschaft-diplomatie.html
Am ersten Tag seines Aufenthalts in Kamerun ist Papst Leo XIV. im Präsidentenpalast in Yaoundé mit staatlichen Autoritäten und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammengetroffen. Der Besuch folgt auf eine vorangegangene Station in Algerien und ist Teil einer elftägigen Reise über den afrikanischen Kontinent.
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