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Kalenderblatt: Gründonnerstag

Kalenderblatt: Gründonnerstag
Jesus wusste um seinen baldigen Tod und kam ein letztes Mal mit seinen Freunden zusammen. Doch statt ein Testament vorzutragen, hinterließ er seinen Jüngern ein ganz anderes Vermächtnis. Die synoptischen Evangelien (Markus, Matthäus und Lukas) berichten, dass Jesus nach dem jüdischen Pessach-Mahl das Brot brach, es seinen Jüngern reichte und als seinen Leib deutete. Ebenso reichte Jesus ihnen den Kelch mit Wein, den er als sein Blut bezeichnete. An die Stiftung dieses Neuen Bundes mit Gott sollen sich die Jünger immer erinnern: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" (Lk 22,19). Darum gedenkt die Kirche am Abend des Gründonnerstags in besonderer Weise der Einsetzung der Eucharistie. Der Evangelist Johannes setzt einen anderen Schwerpunkt und berichtet von der Fußwaschung: Nach dem Mahl legte Jesus sein Gewand ab, umgürtete sich mit einem Leinentuch und wusch seinen verwunderten Jüngern wie ein Sklave die Füße. "Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe." (Joh 13,15). Bis heute vollzieht auch der Papst jedes Jahr den Ritus der Fußwaschung (siehe Bild). Nach dem Mahl ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus und sprach zu ihnen: "Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!" (Mt 26,38). Und so wird es auch nach der Gründonnerstagsliturgie ganz still, viele Gläubige bleiben zur eucharistischen Anbetung zusammen: Die "heiligen drei Tage" (Triduum Sacrum) haben begonnen.

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Klavierspielerin2 02.04.2026 07:54
Lesung (Ex 12,1-8.11-14)
Die Feier des Paschamahles


In jenen Tagen
   sprach der HERR zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen,
er soll euch als der Erste unter den Monaten des Jahres gelten.
Sagt der ganzen Gemeinde Israel:

Am Zehnten dieses Monats
   soll jeder ein Lamm für seine Familie holen,
ein Lamm für jedes Haus.
Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein,
   so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn,
   der seinem Haus am nächsten wohnt,
   nach der Anzahl der Personen.
Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen,
   wie viel der Einzelne essen kann.
Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein,
das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.
Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren.
In der Abenddämmerung
   soll die ganze versammelte Gemeinde Israel
   es schlachten.
Man nehme etwas von dem Blut
   und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz
   an den Häusern, in denen man es essen will.
Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen.
Über dem Feuer gebraten
   und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern
   soll man es essen.

So aber sollt ihr es essen:
eure Hüften gegürtet,
Schuhe an euren Füßen
und euren Stab in eurer Hand.
Esst es hastig!
Es ist ein Pessach für den HERRN -
   das heißt: der Vorübergang des Herrn.

In dieser Nacht gehe ich durch das Land Ägypten
   und erschlage im Land Ägypten
   jede Erstgeburt bei Mensch und Vieh.
Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht,
ich, der HERR.
Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt,
   soll für euch ein Zeichen sein.
Wenn ich das Blut sehe,
   werde ich an euch vorübergehen
und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen,
   wenn ich das Land Ägypten schlage.

Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen.
Feiert ihn als Fest für den HERRN!
Für eure kommenden Generationen
   wird es eine ewige Satzung sein, das Fest zu feiern!
 
Klavierspielerin2 02.04.2026 07:55
Zweite Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther
1 Kor 11, 23–26

Schwestern und Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
 
Klavierspielerin2 02.04.2026 07:55
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 13, 1–15

Es war vor dem Paschafest Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.
Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern.
Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.
Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.
Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.
Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen.
Auch ihr seid rein, aber nicht alle.
Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Worte der Päpste
Hören wir noch einmal auf Jesus, den Herrn: Die Großen dieser Welt erschaffen sich Reiche durch die Macht und das Geld (vgl. Mt 20,25; Mk 10,42), „bei euch aber soll es nicht so sein“ (Lk 22,26). Gott handelt nicht so: Der Meister hat keinen Thron, sondern gürtet sich ein Tuch um und kniet sich zu Füßen eines jeden nieder. Sein Herrschaftsgebiet ist der kleine Raum, der ausreicht, um seinen Freunden die Füße zu waschen und sich um sie zu kümmern.
Das ist auch eine Einladung, um einen anderen Blickwinkel einzunehmen, um die Welt von unten aus zu betrachten, mit den Augen derer, die leiden, nicht mit der Sichtweise der Mächtigen; um die Geschichte mit den Augen der Kleinen zu betrachten und nicht aus der Perspektive der Einflussreichen; um die Ereignisse der Geschichte aus der Sicht der Witwe, des Waisenkindes, des Fremden, des verletzten Kindes, des Verbannten, des Flüchtlings zu verstehen; mit den Augen der Schiffbrüchigen, des armen Lazarus, der vor der Tür des reichen Prassers liegt. Sonst wird sich nie etwas ändern, und es wird keine neue Zeit anbrechen, kein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens.
So tut es auch die Jungfrau Maria im Magnificat, wenn sie ihren Blick auf die Bruchstellen der Menschheit richtet, dort, wo die Entstellung der Welt erfolgt, in der Gegenüberstellung zwischen Niedrigen und Mächtigen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Satten und Hungernden. Und sie wählt die Kleinen, sie steht auf der Seite der Letzten der Geschichte, um uns zu lehren, uns zusammen mit ihr einen neuen Himmel und eine neue Erde vorzustellen und zu erträumen. (Papst Leon XIV., Meditation, Gebetsvigil und Rosenkranz für den Frieden, 11. Oktober 2025)
 
Klavierspielerin2 02.04.2026 08:21
 
Engelslhaar 02.04.2026 09:39
 
Engelslhaar 02.04.2026 09:41
 
antonius34 02.04.2026 11:22
 
Klavierspielerin2 02.04.2026 17:29
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