Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 1, 16.18–21.24a
Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.
Kalenderblatt 19. März: Josef
19.03.2026 07:39
Kalenderblatt 19. März: Josef
19.03.2026 07:39
Kalenderblatt 19. März: Josef
In den Evangelien teilt Josef das Schicksal vieler biblischer Frauengestalten – er hat keine Sprechrolle. Und auch sonst erzählt die Bibel wenig über Josef: Johannes erwähnt ihn gar nicht und bei Markus tritt er nur im elterlichen Doppel mit Maria auf. Die Evangelisten Matthäus und Lukas zeichnen hingegen das Bild eines bemerkenswerten Mannes, der es nicht immer leicht hat: Josef wird als landloser Handwerker beschrieben, der "gerecht war" und seine schwangere Verlobte "nicht bloßstellen wollte'" (Mt 1,19). Um das Leben seines Adoptivkindes zu retten, floh er bis nach Ägypten (vgl. Mt 2,13ff). Als der zwölfjährige Jesus auf einer Pilgerfahrt einfach Reißaus nahm, suchte ihn der verzweifelte Josef "mit Schmerzen" (Lk 2,48). Später schmiss der Ziehsohn den väterlichen Beruf hin und wurde Wanderprediger (vgl. Lk 3,23) – für die meisten Eltern sicher keine Wunschvorstellung. Der Karrieresprung des Heiligen ließ lange auf sich warten: Erst 1479 erklärte Papst Sixtus IV. den 19. März zu Josefs offiziellem Festtag und bis zum 18. Jahrhundert musste Josef auf seine Aufnahme in die Allerheiligenlitanei warten. Seitdem aber ging es steil bergauf: Der Heilige gilt unter anderem als Patron der ganzen Kirche, zahlreicher Länder, der Handwerker – und natürlich der Familien.
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Klavierspielerin2 19.03.2026 07:41
Worte der Päpste
Das heutige Evangelium beschreibt eine menschlich unangenehme und widersprüchliche Situation: Josef und Maria sind verlobt; sie leben noch nicht zusammen, doch sie erwartet durch Gottes Wirken ein Kind. Josef ist angesichts dieser Überraschung natürlich bestürzt, aber anstatt impulsiv und strafend zu reagieren […], sucht er eine Lösung, die die Würde und Integrität seiner geliebten Maria respektiert. […] Doch der Engel des Herrn greift ein, um ihm zu sagen, dass die von ihm beabsichtigte Lösung nicht Gottes Wille war. […] An diesem Punkt vertraut Josef Gott völlig, er gehorcht den Worten des Engels und nimmt Maria zu sich. Gerade dieses unerschütterliche Vertrauen in Gott erlaubte ihm, eine menschlich schwierige und in gewissem Sinne unverständliche Situation zu akzeptieren. Josef versteht im Glauben, dass das im Schoß Marias gezeugte Kind nicht sein Kind ist, sondern der Sohn Gottes, und er, Josef, wird sein Hüter sein, indem er die irdische Vaterschaft voll annimmt. Das Beispiel dieses sanften und weisen Mannes ermahnt uns, den Blick zu erheben und weiter zu sehen. Es geht darum, die überraschende Logik Gottes wiederzuerlangen, die – weit entfernt von kleinen oder großen Berechnungen – in der Offenheit für neue Horizonte, für Christus und sein Wort, besteht. (Papst Franziskus, Angelus, 22. Dezember 2019)
Das heutige Evangelium beschreibt eine menschlich unangenehme und widersprüchliche Situation: Josef und Maria sind verlobt; sie leben noch nicht zusammen, doch sie erwartet durch Gottes Wirken ein Kind. Josef ist angesichts dieser Überraschung natürlich bestürzt, aber anstatt impulsiv und strafend zu reagieren […], sucht er eine Lösung, die die Würde und Integrität seiner geliebten Maria respektiert. […] Doch der Engel des Herrn greift ein, um ihm zu sagen, dass die von ihm beabsichtigte Lösung nicht Gottes Wille war. […] An diesem Punkt vertraut Josef Gott völlig, er gehorcht den Worten des Engels und nimmt Maria zu sich. Gerade dieses unerschütterliche Vertrauen in Gott erlaubte ihm, eine menschlich schwierige und in gewissem Sinne unverständliche Situation zu akzeptieren. Josef versteht im Glauben, dass das im Schoß Marias gezeugte Kind nicht sein Kind ist, sondern der Sohn Gottes, und er, Josef, wird sein Hüter sein, indem er die irdische Vaterschaft voll annimmt. Das Beispiel dieses sanften und weisen Mannes ermahnt uns, den Blick zu erheben und weiter zu sehen. Es geht darum, die überraschende Logik Gottes wiederzuerlangen, die – weit entfernt von kleinen oder großen Berechnungen – in der Offenheit für neue Horizonte, für Christus und sein Wort, besteht. (Papst Franziskus, Angelus, 22. Dezember 2019)
antonius34 19.03.2026 09:00
Miserando atpue eligendo,, aus
Barmherzigkeit erwählt,,
Wahlspruch von Papst Franziskus
Barmherzigkeit erwählt,,
Wahlspruch von Papst Franziskus
Klavierspielerin2 19.03.2026 17:58
Heilige Messe zum Hochfest des Heiligen Josef aus der Verkündigungs Basilika Nazareth

Jetzt
Der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben (Lk 1,32b)
Das Wort des HERRN erging an Natan:
Geh zu meinem Knecht David
und sag zu ihm: So spricht der HERR:
Wenn deine Tage erfüllt sind
und du dich zu deinen Vätern legst,
werde ich deinen leiblichen Sohn
als deinen Nachfolger einsetzen
und seinem Königtum Bestand verleihen.
Er wird für meinen Namen ein Haus bauen
und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen.
Ich werde für ihn Vater sein
und er wird für mich Sohn sein.
Dein Haus und dein Königtum
werden vor dir auf ewig bestehen bleiben;
dein Thron wird auf ewig Bestand haben.