Vater Unser
16.03.2026 17:04
Vater Unser
16.03.2026 17:04
Vater Unser
Beter: „Vater unser im Himmel…“
Gott: „Ja?“
Beter: „Unterbrich mich nicht! Ich bete!
Gott: „Aber du hast mich doch angesprochen!“
Beter: „Ich dich angesprochen? Äh… nein, eigentlich nicht. Das beten wir eben so: Vater unser im Himmel“
Gott: „Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht’s?
Beter: „Geheiligt werde dein Name…“
Gott: „Meinst du das ernst?“
Beter: „Was soll ich ernst meinen?“
Gott: „Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst?“ Was bedeutete denn das?
Beter: „Es bedeutet… es bedeutete… meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet. Woher soll ich denn das wissen?“
Gott: „Es heißt, dass du mich ehren willst, dass ich dir einzigartig wichtig bin, dass dir mein Name wertvoll ist.“
Beter: „Aha, hm, das verstehe ich. – Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden…“
Gott: „Tust du das wirklich?“
Beter: „Dass dein Wille geschehe? Natürlich! Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst, ich zahle Kirchensteuer, ich spende für die Mission, ich habe eine Patenschaft für ein Kind in Indien übernommen und für 'Weihnachten im Schuhkarton' sogar 2 Pakete gepackt.“
Gott: „Ich will mehr: dass dein Leben in Ordnung kommt. Dass deine Angewohnheiten, mit denen du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden, dass du von anderen her und für andere denken lernst: dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch dein Vermieter und dein Chef. Ich will, dass Kranke geheilt und Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden. Denn alles, was du diesen Menschen tust, tust du doch für mich.“
Beter: „Warum hältst du das ausgerechnet mir vor? Was meinst du wie viele stinkreiche Heuchler in der Kirche sitzen? – Schau sie doch an!“
Gott: „Entschuldige, ich dachte, du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsbereich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. – Erst wenn du dasselbe willst wie ich, kannst du ein Botschafter meines Reiches sein.“
Beter: „Das leuchtet mir ein. Kann ich jetzt weiterbeten? – Unser tägliches Brot gib uns heute…“
Gott: „Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.“
Beter: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern…“
Gott: „Und dein Arbeitskollege?“
Beter: „Jetzt fang auch noch von dem an! Du weißt doch, dass er mich öffentlich blamiert hat, dass er mir jedes Mal dermaßen arrogant gegenübertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äußert. Das weiß er auch! Er nimmt mich nicht ernst, er tanzt mir auf dem Kopf herum. Dieser Typ hat…“
Gott: „Ich weiß, ich weiß. Und dein Gebet?“
Beter: „Ich mein es nicht so.“
Gott: „Du bist wenigstens ehrlich. Macht dir das eigentlich Spaß, mit so viel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?“
Beter: „Es macht mich krank.“
Gott: „Ich will dich heilen. Vergib ihm doch und ich vergebe dir. Vielleicht vergebe ich dir auch schon vorher. Dann sind Arroganz und Hass seine Sünde und nicht deine. Vielleicht verlierst du Geld; ganz sicher verlierst du ein Stück Image. Aber es wird dir Frieden ins Herz bringen.
Beter: „Hm, ich weiß nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.
Gott: „Ich helfe dir dabei!“
Beter: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen...“
Gott: „Nichts lieber als das. Meide bitte Personen oder Situationen, durch die du versuchst wirst.“
Beter: „Wie meinst du das?“
Gott: „Du kennst doch deine schwachen Punkte. Unverbindlichkeit, Finanzverhalten, Sexualität, Aggression. Gib dem Versucher keine Chance!“
Beter: „Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je gebetet habe. Aber es hat zum ersten Mal etwas meinem alltäglichen Leben zu tun.“
Gott: „Schön! Wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.“
Beter: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“
Gott: „Weißt du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen wie du anfangen, mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachzufolgen und dann das tun, was mein Wille ist. Wenn sie merken, dass ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.“
Nach einer Idee von Clyde Lee Herring
(Bei "Vermieter" war ich raus und musste laut Lachen im Gottesdienst.)
Gott: „Ja?“
Beter: „Unterbrich mich nicht! Ich bete!
Gott: „Aber du hast mich doch angesprochen!“
Beter: „Ich dich angesprochen? Äh… nein, eigentlich nicht. Das beten wir eben so: Vater unser im Himmel“
Gott: „Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht’s?
Beter: „Geheiligt werde dein Name…“
Gott: „Meinst du das ernst?“
Beter: „Was soll ich ernst meinen?“
Gott: „Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst?“ Was bedeutete denn das?
Beter: „Es bedeutet… es bedeutete… meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet. Woher soll ich denn das wissen?“
Gott: „Es heißt, dass du mich ehren willst, dass ich dir einzigartig wichtig bin, dass dir mein Name wertvoll ist.“
Beter: „Aha, hm, das verstehe ich. – Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden…“
Gott: „Tust du das wirklich?“
Beter: „Dass dein Wille geschehe? Natürlich! Ich gehe regelmäßig zum Gottesdienst, ich zahle Kirchensteuer, ich spende für die Mission, ich habe eine Patenschaft für ein Kind in Indien übernommen und für 'Weihnachten im Schuhkarton' sogar 2 Pakete gepackt.“
Gott: „Ich will mehr: dass dein Leben in Ordnung kommt. Dass deine Angewohnheiten, mit denen du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden, dass du von anderen her und für andere denken lernst: dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch dein Vermieter und dein Chef. Ich will, dass Kranke geheilt und Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden. Denn alles, was du diesen Menschen tust, tust du doch für mich.“
Beter: „Warum hältst du das ausgerechnet mir vor? Was meinst du wie viele stinkreiche Heuchler in der Kirche sitzen? – Schau sie doch an!“
Gott: „Entschuldige, ich dachte, du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsbereich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. – Erst wenn du dasselbe willst wie ich, kannst du ein Botschafter meines Reiches sein.“
Beter: „Das leuchtet mir ein. Kann ich jetzt weiterbeten? – Unser tägliches Brot gib uns heute…“
Gott: „Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.“
Beter: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern…“
Gott: „Und dein Arbeitskollege?“
Beter: „Jetzt fang auch noch von dem an! Du weißt doch, dass er mich öffentlich blamiert hat, dass er mir jedes Mal dermaßen arrogant gegenübertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äußert. Das weiß er auch! Er nimmt mich nicht ernst, er tanzt mir auf dem Kopf herum. Dieser Typ hat…“
Gott: „Ich weiß, ich weiß. Und dein Gebet?“
Beter: „Ich mein es nicht so.“
Gott: „Du bist wenigstens ehrlich. Macht dir das eigentlich Spaß, mit so viel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?“
Beter: „Es macht mich krank.“
Gott: „Ich will dich heilen. Vergib ihm doch und ich vergebe dir. Vielleicht vergebe ich dir auch schon vorher. Dann sind Arroganz und Hass seine Sünde und nicht deine. Vielleicht verlierst du Geld; ganz sicher verlierst du ein Stück Image. Aber es wird dir Frieden ins Herz bringen.
Beter: „Hm, ich weiß nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.
Gott: „Ich helfe dir dabei!“
Beter: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen...“
Gott: „Nichts lieber als das. Meide bitte Personen oder Situationen, durch die du versuchst wirst.“
Beter: „Wie meinst du das?“
Gott: „Du kennst doch deine schwachen Punkte. Unverbindlichkeit, Finanzverhalten, Sexualität, Aggression. Gib dem Versucher keine Chance!“
Beter: „Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je gebetet habe. Aber es hat zum ersten Mal etwas meinem alltäglichen Leben zu tun.“
Gott: „Schön! Wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.“
Beter: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“
Gott: „Weißt du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen wie du anfangen, mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachzufolgen und dann das tun, was mein Wille ist. Wenn sie merken, dass ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.“
Nach einer Idee von Clyde Lee Herring
(Bei "Vermieter" war ich raus und musste laut Lachen im Gottesdienst.)
Kommentare
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Engelslhaar 16.03.2026 18:30
Ich denke schon, dass Gott uns auch in Versuchungen führen kann, um uns zu prüfen.
vertrauen2015 17.03.2026 09:17
...........nur GOTT kann nicht versucht werden
Jak. 1.13-15
Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand, sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
Jak. 1.13-15
Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand, sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
Engelslhaar 17.03.2026 10:00
Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt. (Ps 68 ...
Gott lässt uns also in Versuchung führen, begrenzt aber diese.
Gott lässt uns also in Versuchung führen, begrenzt aber diese.

Jetzt
Der Satz ".....und führe uns nicht in Versuchung" wird oft diskutiert.
Denn es heißt: "Gott ist Liebe" und ein Guter Gott.
Das Böse tut der Böse und Gott lässt es in einigen Fällen zu, warum?
Jedenfalls versuche ich, wenn ich daran denke seit geraumer Zeit: "....und führe uns aus der
Versuchung und erlöse
uns von allem Bösen" , zu beten und merke dann, das dieser Satz etwas bewirkt.
Möglicherweise ist es auch einfach ein Übersetzungsproblem.