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Straft Gott? Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Straft Gott? Das Gleichnis vom verlorenen Sohn
~17 min.
In seiner Predigtreihe über die Frage "straft Gott?" spricht Pfarrer Richard Kocher über das Gleichnis vom verlorenen Sohn und bezieht sich dabei auf folgende Bibelstelle aus Lukas 15,11–32:

Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe. © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart

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Kommentare

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antonius34 27.02.2026 22:24
👍⛪❤
 
hansfeuerstein 28.02.2026 12:44
Eine gute Predigt mit bedenkenswerten Einsichten. Wichtig wäre dabei zu ergänzen, dass der verlorene Sohn, dem all das angediehen ist, eben schon zuvor Sohn war. Er gehörte schon einmal zum engeren und familiären Kreis. Man sollte es also nicht als Freifahrtschein verkaufen, nach dem Motto: so wird es grundsätzlich und jedenfalls jedem Menschen geschehen.
 
hansfeuerstein 28.02.2026 12:46
...auch wenn es das ist, was die Aussenwelt gerne hören möchte.
 
antonius34 28.02.2026 12:48
Ja Frieden, Freude, Eierkuchen  werden die wenigsten erwarten dürfen ,hans .Das Gewissen  ist schon gerechter....
 
hansfeuerstein 28.02.2026 13:10
Die meisten Menschen verstehen nämlich das Gleichnis vom verlorenen Sohn dahingehend, dass es genauso beim Ableben eines jeden Menschen passieren wird. Die Heimkehr zum Vater.
 
(Nutzer gelöscht) 28.02.2026 14:19
Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! "
Das ist der springende Punkt: Der Sohn hat aufrichtig bereut, sich bei seinem Vater mit Demut  entschuldigt!
Dieses Gleichnis wurde aus psychologischer Sicht betrachtet, aber nicht aus der geistlicher Perspektive.
Insgesamt würde ich diese "Predigt" als einen psychologischen/esoterischen Vortrag durch gehen lassen.
Von diesem Pfarrer habe ich vor vielen Jahren bei Radio Horeb richtig gute, sehr geistlicher  Anhaltspunkte gehört.
Ich denke das dürfte er heute gar nicht mehr sagen im öffentlichen  Rundfunksender. 
Tja, er muss sich dem Zeitgeist beugen als Moderator und Priester.
Dementsprechend dünnflüssig auch  diese "Predigt", denke ich.
 
Klavierspielerin2 28.02.2026 15:03
Wie lautet denn sein Resümee zu der Frage " straft Gott?", FrauS ?
 
(Nutzer gelöscht) 28.02.2026 15:32
Mir fallen da folgende Gedanken zur Bibelstelle noch ein :

- der Sohn kehrte auch (nur) deshalb um ,weil er Jahre zuvor das Gute ( den Vater)  und das  Zuhause bereits mal  kannte !
( Mam muss also Gott schon mal gekannt haben um umzukehren)

- Welche Früchte bringt der verlorene Sohn mit ?
Eigentlich doch gar keine ,wenn man das Gleichnis mit dem Feigenbaum ernst nimmt !
( Hat der ältere Sohn nicht mehr Früchte gesammelt?)

- Straft Gott ist zweitrangig ,weil die Barmherzigkeit zuvor kommt ,aber ! Das Erbe wird erst verteilt sein wenn der Vater stirbt ,dh. die Löhne für beide Söhne die daheim weiterleben  stehen noch aus.

Cherub
 
(Nutzer gelöscht) 28.02.2026 15:38
Es lautet:" Gott straft nicht, sondern der Mensch straft sich selbst", Klavier.
Das ist Zeitgeist.
 
(Nutzer gelöscht) 28.02.2026 15:43
Das ist zudem die Lehre der Esoterik und der Psychologie.
So nach dem Spruch:" Alles kommt zurück was man aussendet".
Oder "Wie man es aus sendet", kommt es zurück.
Es fällt auf einen wieder zurück.
Fern von Geistlichkeit.
Ich könnte sehr viel dazu ergänzen/ schreiben, aber ich habe keine Zeit und ausserdem wäre das ja auch gar nicht gewünscht.
 
Klavierspielerin2 28.02.2026 16:40
Das ist eine ganze Predigtreihe.

" Straft Gott ? Der unfruchtbare Feigenbaum"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/162263/
 
Klavierspielerin2 28.02.2026 17:34
" straft Gott - Unglücke und Tragödien als Aufruf zur Umkehr zu Gott"
 
hansfeuerstein 28.02.2026 20:25
Es wird eben die Gerechtigkeit Gottes nicht nur angedroht, sondern auch vollzogen. Im AT wie im NT.  Das Kreuz ist nicht zuletzt ein Vollzug. War das Kreuz heilsnotwendig? Die alte Kirche, sagt ja. Wer heute allerdings sagt, dass letztlich alle Religionen in die selbe Richtung fahren würden, dann wäre das Kreuz das eben nicht. Da beisst es sich.
 
pieter49 06.03.2026 13:06
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