weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

📃 Für die Gemeinde gewünschte Macht

📃 Für die Gemeinde gewünschte Macht
Die Gemeinde von heute erwünscht sich Kraft. Ihr eigenes Zeugnis verdeutlicht dies genug Sie erkennt, dass sie nicht den Widerstand gegen die Flut von Sünde und Verderbnis in der Welt leistet, den sie leisten sollte, und gesteht diese Wahrheit auf verschiedene Art und Weise ein. Aber nicht weniger wahr ist es, dass ihr unbegrenzte Kraft zur Verfügung bereitsteht. Das zu leugnen hieße, die Grundlage des Christentums zu leugnen.

Diese Kraft ist die Kraft Gottes. CHRISTUS sagte Seinen Jüngern, als er sie für ihr göttliches Werk gegenüber der Menschheit beauftragte: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker ... was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." [MATTH. 28,18-20] [Nun] "alle Gewalt" [oder "alle Macht" wie in anderen Übersetzungen zu lesen ist] entspricht sicherlich dem an Kraft, das die Gemeinde sich erwünscht.

Es besteht also keine Notwendigkeit, dass die Gemeinde Pläne schmiedet, um mehr Kraft zu erlangen. Sie braucht nur die Kraft zu benutzen, die GOTT bereitstellt. Und da GOTT Seiner Gemeinde "alle Kraft" bereitgestellt hat, ist gewiss, dass die Gemeinde nichts Geringeres braucht als dies. Und es ist ebenso gewiss, dass die Gemeinde, wenn sie mit irdischen Mächten verhandelt und um Macht feilscht, nur das erhält, was unendlich weniger der Macht entspricht, die sie benötigt, um erfolgreich zu sein.

Aber GOTT gewährt Seine Macht nicht als bedingungsloses Geschenk. ER kann Seine eigene Allmacht nicht unabhängig von allwissender Weisheit wirken lassen. Der Gemeinde zu erlauben, allmächtige Kraft so zu gebrauchen, wie sie selbst es für am besten hält, würde den schlimmsten Zustand herbeiführen, der vorstellbar ist. Begrenzte Weisheit, die über unendliche Macht verfügt, wäre etwas Furchtbares.

Der Besitz dieser Macht hängt also von der Verbindung der Gemeinde mit GOTT ab. Das bestätigen auch die Worte Christi: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." CHRISTUS ist das Haupt der Gemeinde und dieses Haupt lenkt den ganzen Leib. Die Kraft, die durch den Leib wirkt, ist [also] ebenfalls die Seine. Aber es ist möglich, dass die Gemeinde - wie dies das Papsttum tat - sich von ihrem göttlichen Haupt trennt und ein anderes Haupt an dessen Stelle setzt. Es besteht die Möglichkeit, dass die Gemeinde sich mit der Welt verbindet und so von CHRISTUS getrennt wird. Aber so wie Enthauptung Tod bedeutet, wird die Gemeinde - hinsichtlich der Zweckbestimmung des Christentums - so zu einer toten Gemeinde.  Und da sie gegenüber CHRISTUS tot ist, fehlt ihr [natürlich auch] die Kraft Christi.

Es ist CHRISTUS - das Haupt der Gemeinde - DER in der Gemeinde wirkt, wenn sie mit IHM verbunden ist. Aber CHRISTUS ist Gott und der HERR im Einzelnen oder in Seiner Gemeinde bedeutet "Gottseligkeit." Die göttliche Kraft der Gemeinde ist die "Kraft der Gottseligkeit." Aber es gibt [auch] eine "Form der Gottseligkeit", welche die Gemeinde getrennt von der Kraft wahrer Gottseligkeit besitzen kann. Und der Apostel Paulus sagte [wie folgt], dass dies "in den letzten Tagen" so sein würde:

"Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unkeusch, wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott, die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide." [2. TIM. 3,1-5]

Alle Sünden, die in diesem Text aufgezählt werden, können mit einer "Form der Gottseligkeit" einhergehen, mit anderen Worten, sie können in der bekennenden christlichen Gemeinde existieren, aber mit ihnen vermag die Gemeinde nichts Anderes, als die "Kraft der Gottseligkeit" zu verleugnen. Wie Petrus seinen Herrn verleugnete, bezeugt sie - durch ihr Versagen, diese Kraft der Welt kundzutun - bezüglich dieser Kraft: "Ich kenne sie nicht." Und indem sie vorgibt, die Gemeinde Christi zu sein - jedoch die Kraft Christi nicht besitzt [bzw. offenbart], sagt sie im Grunde der Welt: "Diese Kraft existiert nicht."

Wenn die Gemeinde also feststellt, dass ihr Kraft fehlt, was ist dann der Grund? Es kann keinen anderen Grund geben, als dass sie, indem sie weltlich geworden ist, sich von CHRISTUS getrennt hat. Denn es ist gewiss, dass, solange ER mit der Gemeinde verbunden ist, diese "alle Macht" besitzt, "im Himmel und auf Erden."

Die Gemeinde erstrebt jetzt politische Macht, aber diese Macht entspricht nicht der Macht Gottes. In gewisser Weise kommt alle Macht von Gott, aber die Macht Gottes in Seiner Gemeinde muss sich in "Gottseligkeit" offenbaren und Streben nach politischer Macht bedeutet Verleugnung der "Kraft der Gottseligkeit."

Aber warum sucht die Gemeinde [überhaupt] politische Macht? Warum suchen Christen solche Macht? Die Gemeinde als auch der einzelne Christ sind beauftragt, das Evangelium zu predigen, als "Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt." [RÖ. 1,16] [SLT] Nichts als die "Kraft der Gottseligkeit" kann der Gemeinde bei irgendeinem Unternehmen - entsprechend ihrer göttlichen Berufung - genügen und nichts als "Gottes Kraft zur Errettung" ist ausreichend, irgendeinen Menschen von der Sünde zu erretten. Es gibt keinen Mangel an dieser göttlichen Kraft und GOTT ist nicht minder bereit, diese [auch] jetzt zu geben, als ER bereit war, sie zu Pfingsten über Seine Gemeinde auszugießen. Die einzige Frage ist: Wird die Gemeinde IHM Gelegenheit dazu geben?

( Alonzo T. Jones, Mai 1897 )

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
JesusComesBackSoon 25.02.2026 19:32
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
paloma 26.02.2026 00:53
Das sind sehr relevante Überlegungen für die Gemeinden in unserer Zeit .
Interessant finde ich dazu die Briefe Paulus an die Gemeinden seiner Zeit,denn da kann man über Stärken u Schwächen lesen.
Was sind in unserer Zeit die Hindernisse,in der Kraft Gottes zu handeln.
Da hast du bereits die Ausgießung des heiligen Geistes angesprochen,denn ohne ihn  geht's ja nicht.

Danke für den interessanten Artikel.
 
Palmeros 26.02.2026 07:45
Sendschreiben an Laodizea- Gemeinde unserer Zeit des Endes

Offbg. 3, 15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest!
16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
17 Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
 
vertrauen2015 26.02.2026 11:01
die Laodizea Gemeinde spiegelt unsere Heutige Endzeitgemeinde wider. Ist ein geistlicher Spiegel, den GOTT seiner Gemeinde zeigt.

Denn ohne echte Umkehr gibt es auch keine Sündenerkenntnis und das ist die Blindheit von der Vers 17 spricht: Arm, Blind und Nackt.
 
das Kaufen der Augensalbe: 
Zwar zu Wohlstand gekommen durch die Gnade GOTTES doch erkaltet in der Liebe und das Sehen, dass Alle Gaben und Segnungen durch den Schöpfer kommen.
 
paloma 26.02.2026 11:59
Ich verstehe Laodizea auch als Warnung für Gemeinden,aber auch einzelne Gläubige,denn wir sind die lebendigen Steine.
Wie oft geschieht es,dass wir uns auch im Glauben/ in der Gemeinde "einrichten",unseren Godie feiern u doch der Docht nur mehr glüht.
Aber er wird auch den glimmenden Docht nicht auslöschen. Wir sollen uns immer wieder von Gott erneuern lassen u in diese lebendige Beziehung einwilligen.Er zeigt uns oftmals Lauheiten auf od stellt uns Aufgaben vor Hände u Füße .
Jetzt denke ich manchmal: Ich bin schon zu alt für manche Dinge u nicht kräftig genug,sie zu vollbringen u das mag auch stimmen.Aber manchmal schenkt Gott neue Kräfte,wenn wir darum bitten u manchmal zeigt er uns,wo wir mit unserer kl Kraft wirken können u er stellt seine dazu. So sind die Älteren oft kräftige Fürbitter in ihrer Gmd u das schafft erst die Verbindung zu Jesus Kraft u einiges andere . 
Als ich neu in meine Gmd kam,hatte ich rasch ein paar geistliche Mütter,die sich meiner im gemeins.Gebet annahmen.Da bin ich noch heute sehr dankbar.
 
(Nutzer gelöscht) 26.02.2026 12:22
Johannes - Offenbarung spielt auf Hl.Polycarp an:

Offenbarung 3) und Polykarp von Smyrna. Während Laodizea für Lauwarmheit kritisiert wurde, war Polykarp der treue Bischof von Smyrna (einem anderen der sieben Sendschreiben), der als Schüler des Johannes den Märtyrertod starb.

Laodizea: Wird in Offenbarung 3,16 als "lauwarm" und "weder kalt noch warm" bezeichnet.
Polykarp: War Bischof in Smyrna, einer Gemeinde, die für ihre Standhaftigkeit gelobt wurde.
Verbindung: Er war Schüler des Apostels Johannes, der die Offenbarung schrieb, aber sein Wirken ist geographisch und inhaltlich von Laodizea getrennt.( KI)
 
(Nutzer gelöscht) 26.02.2026 12:25
Die Verbindung zwischen dem Sendschreiben an Smyrna (Offenbarung 2,8-11) und Polykarp von Smyrna ist eng, da Polykarp als Bischof dieser verfolgten Gemeinde gilt, die in der Apokalypse zur Treue bis in den Tod aufgerufen wird. Sein Martyrium um 155/167 n. Chr. in Smyrna, dokumentiert im „Martyrium Polycarpi“, erfüllt exemplarisch die Prophezeiung von Leiden und der Krone des Lebens.
Katholisch.de
Katholisch.de
+5
Smyrna in der Offenbarung: Die Gemeinde in Smyrna war arm, litt unter Verfolgung und jüdischer Gegnerschaft (als „Synagoge des Satans“ bezeichnet), erhielt aber keinen Tadel, sondern die Zusage des „Lebenskranzes“ bei Treue bis zum Tod.
Polykarp als Überwinder: Als Nachfolger der Apostel (Schüler des Johannes) verkörperte Polykarp den geforderten Glaubensmut. Sein Tod auf dem Scheiterhaufen wird oft als das historische Echo auf das Sendschreiben interpretiert.
Verbindung: Das „Martyrium Polycarpi“ ist einer der ältesten Berichte über ein christliches Martyrium und zeigt, wie die Gemeinde die apokalyptischen Worte lebte


Cherub (12:22)
 
paloma 26.02.2026 13:10
Die frühen Christen riskierten viel für ihren Glauben an Jesus u ihre Treue,wie auch noch heute in vielen Ländern,siehe aktuelle Berichte von Oben Doors.
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren