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Ostermontag abschaffen? Caritas: "Kulturelle Ahnungslosigkeit"

Ostermontag abschaffen? Caritas: "Kulturelle Ahnungslosigkeit"
Nach Vorschlag von Unternehmenschefin


Frankfurt ‐ Hat Deutschland zu viele Feiertage? Ja, meint eine Unternehmenschefin und schlägt vor, den Ostermontag zu streichen – dessen Bedeutung nehme heutzutage eh niemand mehr wahr. Die Caritas bringt das auf die Barrikaden.


Überlegungen aus der Wirtschaft, den Ostermontag als Feiertag abzuschaffen, hat der Deutsche Caritasverband eine deutliche Absage erteilt. "Ausgerechnet den Ostermontag als möglichen Streichtermin zu empfehlen, zeugt von einer erschreckenden kulturellen Ahnungslosigkeit", sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Zuvor hatte die Chefin des schwäbischen Werkzeugmaschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, vorgeschlagen, den Ostermontag als Feiertag zu streichen, um die Produktivität in Deutschland zu erhöhen. "So gut wie niemand nimmt heute noch an einer Ostermontags-Prozession teil, für die der Tag im Mittelalter einmal gedacht war. Ich bin überzeugt, wir fänden eine Lösung, ohne dass Beschäftigte danach ins Sanatorium müssen", sagte die Firmenchefin am Wochenende der "Stuttgarter Zeitung".

Die Caritas-Präsidentin hält dagegen, der Ostermontag sei in den meisten europäischen Ländern Feiertag – "nicht als Tag mittelalterlicher Osterprozessionen, sondern als Tag der biblischen Emmaus-Geschichte, die exemplarisch die Gefahr beschreibt, dass wir – gefangen in Alltagssorgen – das Auferstehungswunder nicht bemerken". Jene, die die Produktivität ihres Unternehmens durch mehr Arbeitstage retten wollten, "täten gut daran, im Respekt vor den religiösen Wurzeln unserer Kultur bei Urlaubstagen in den eigenen Tarifverträgen anzufangen und nicht bei den höchsten christlichen Feiertagen", mahnte Welskop-Deffaa. (KNA)

Kommentare

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Hillery 01.12.2025 14:58
Ausgerechnet die Firmenchefin von Trumpf,  Frau Leibinger-Kammüller, deren Vater gläubiger Christ war. Das macht schon nachdenklich.
 
hansfeuerstein 01.12.2025 21:46
Es war klar, dass uns die Rechnung der maßlosen Ausgabenorgien irgendwann präsentiert wird, da kommt noch mehr derartiges. Man merkt schon länger dass unser Leute vorne dran, mit völligem Realitätsverlust beschlagen sind.
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