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"Feiertage sind nicht nur zum Chillen da"

"Feiertage sind nicht nur zum Chillen da"
Bayerns Innenminister weist Forderung zu Mariä Himmelfahrt zurück


München ‐ Mariä Himmelfahrt gilt in Bayern nur in überwiegend katholischen Gemeinden als Feiertag. Der DGB fordert eine einheitliche Regelung. Innenminister Herrmann erklärt, warum er davon nichts hält.


Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) weist die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Bayern zurück, den Feiertag Mariä Himmelfahrt auf den gesamten Freistaat auszudehnen. Am 15. August haben dort nur die Menschen in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung frei. Dies sei "nicht mehr zeitgemäß", hatte der bayerische DGB-Chef Bernhard Stiedl kritisiert.

Dem widerspricht Herrmann nun. Die Forderung des DGB sei legitim. "Aber sie verkennt den Sinn des staatlichen Schutzes für besondere Feiertage in der christlichen Tradition unseres Landes", sagte er der Mediengruppe Bayern (Freitag). Denn Feiertage seien zum Feiern da, "nicht nur zum Chillen". Der Minister fügte hinzu: "Darum freue ich mich über die vielfachen Bräuche quer durch Bayern anlässlich Mariä Himmelfahrt, Kräuterbüschel ebenso wie Wallfahrten." Es sei weiterhin richtig, Mariä Himmelfahrt als besonderen Tag zu feiern.

Verweis auf die Verfassung

Bayerns Verfassung formuliere als oberste Bildungsziele auch Ehrfurcht vor Gott und Achtung vor religiöser Überzeugung. "Diese Achtung erwarten wir an christlich bedingten Feiertagen wie Weihnachten, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten, aber auch Mariä Himmelfahrt oder Allerheiligen auch von Angehörigen anderer Religionen und Atheisten", so Herrmann.

Zur christlichen Prägung Bayerns gehörten zudem Traditionen außerhalb gesetzlicher Feiertage – wie das Martinsfest am 11. November und Nikolaus am 6. Dezember, so der Politiker weiter. Dabei sollten Martinszüge mit Laternen und Nikolausfeiern keinem falschen Toleranzverständnis geopfert werden. Der Minister betonte: "Frieden und Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft werden nicht gefördert, indem religiöse Bekenntnisse auf null nivelliert werden. Ganz im Gegenteil: Demokratie braucht Religion." (KNA)

Kommentare

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hansfeuerstein 15.08.2025 13:16
Der Feiertag gehört bundesweit, dann kann ihn jeder so begehen wie er möchte. Das wäre doch etwas wo sich auch der DGB stark machen könnte, mal was anderes als CSD Tage täte auch nicht schlecht.😉
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