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Brosius-Gersdorf tritt nicht mehr zur Wahl als Verfassungsrichterin an

Brosius-Gersdorf tritt nicht mehr zur Wahl als Verfassungsrichterin an
Kritik an Personalie kam auch aus katholischer Kirche


Berlin/Bonn ‐ Hinter vorgehaltener Hand wurde auch in SPD-Kreisen spekuliert, dass Frauke Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur für Karlsruhe zurückziehen wird. Nun hat sie diesen Schritt über eine Rechtsanwaltskanzlei mitteilen lassen.

Die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf (54) verzichtet auf ihre Kandidatur als Richterin am Bundesverfassungsgericht. Das ließ sie am Donnerstag durch eine Bonner Rechtsanwaltskanzlei mitteilen. Ihr sei aus der Unionsfraktion in den vergangenen Wochen deutlich signalisiert worden, dass ihre Wahl ausgeschlossen sei. Auch müsse verhindert werden, dass sich der Koalitionsstreit wegen der Richterwahl zuspitze und eine Entwicklung in Gang gesetzt werde, deren Auswirkungen auf die Demokratie nicht absehbar seien, heißt es in dem von ihr unterzeichneten Schreiben der Kanzlei weiter.

Die an der Uni Potsdam lehrende Brosius-Gersdorf war von der SPD als Kandidatin für das Richteramt vorgeschlagen worden. Ihre Wahl sowie die Wahl zweier weiterer Kandidaten war am 11. Juli gescheitert. Die Wahl kam nicht zustande, nachdem in der Unionsfraktion Vorbehalte gegen die Juristin laut geworden waren. Im Zentrum der Kritik, die auch von der katholischen Kirche geäußert worden war, steht die Position der Juristin zum Schwangerschaftsabbruch. Kritisiert wurde vor allem ein Satz der Verfassungsrechtlerin in einem Kommissionsbericht: "Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt."

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) äußerte sich am Donnerstagnachmittag zum Verzicht von Brosius-Gersdorf. Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), sie habe die Form der öffentlichen Debatte über die Eignung der Juristin als Bundesverfassungsrichterin mit Bestürzung wahrgenommen. Der Streit habe die Kandidatin beschädigt, zugleich habe sie der Demokratie geschadet. Es wäre Aufgabe der Politik gewesen, in der seit Mitte Juli verfahrenen Situation eine Lösung zu finden. Dafür, dass die Kandidatin selbst einen Schlussstrich gezogen habe, gebühre ihr Respekt. (tmg/KNA)

7.8., 16:08 Uhr: Ergänzt um ZdK.


Worum es in der Debatte um Juristin Brosius-Gersdorf geht
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/154480/

Kommentare

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Hillery 07.08.2025 20:46
Lustig war dann als Britta Hasselfrau ähhh Hasselmann und die dröge Katharina ans Mikrofon marschiert sind und auch noch ihren Senf dazugegeben haben.
Fehlten nur noch die Springerstiefel.
 
Klavierspielerin2 07.08.2025 21:00
Die Nächste sitzt vermutlich bereits in den Startlöchern...
 
Hillery 07.08.2025 21:10
Das ist zu befürchten
 
AndreasSchneider 07.08.2025 23:27
"Der Streit habe die Kandidatin beschädigt, zugleich habe sie der Demokratie geschadet. Es wäre Aufgabe der Politik gewesen, in der seit Mitte Juli verfahrenen Situation eine Lösung zu finden. Dafür, dass die Kandidatin selbst einen Schlussstrich gezogen habe, gebühre ihr Respekt."


Das ist scheinheiliges Geschwätz.

Denn es geht hier nicht nur um eine Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, sondern um die viel grundsätzlichere Frage, ab wann die Menschenwürde beginnt bzw. ob man sich eine Richterin ins Bundesverfassungsgericht holen will, die der Meinung ist, die Menschenwürde beginne erst ab der Geburt.

Dieser Streit hat weder der Demokratie noch dem Bundesverfassungsgericht geschadet, sondern muss breit und öffentlich diskutiert werden bzw. es muss den Menschen klar gemacht werden, dass diese Einstellung, die Brosius-Gersdorf vertritt, unverantwortlich ist und eine solche Haltung niemals zur anerkannten Haltung unter Verfassungsrichtern werden darf!

Dass die Kandidatin durch den Streit beschädigt worden ist, hat sie selbst durch ihre verwerfliche Aussage zu verantworten.

Zumal diese Haltung auch der gängigen Regelung des Bundesverfassungsgerichts zur Abtreibung radikal entgegen steht, die Abtreibung grundsätzlich als rechtswidrig einstuft und dieser lediglich innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft, Straffreiheit gewährt.
Dies ggf. unter Auflage einer zuvorigen Konfliktberatung.

Die soziale Notlagenindikation stellt eine weitere Ausnahme zur Abtreibungsregelung dar, sofern bei dieser auch zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft, als in den ersten drei Monaten, eine Abtreibung erlaubt ist.

Grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, dass Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur zurückgezogen hat!

Lob und Dank!

Der Widerstand hat sich gelohnt!


Andreas
 
hansfeuerstein 07.08.2025 23:54
Ich sehe, dass in allen Lebenslagen meist der Weg des gerinsten Wiederstandes gegangen wird. Ich habe die Ahnung, dass sich früher oder später die völlig freie Entscheidung etablieren wird. Namen kommen und gehen, die Idee bleibt. Ich habe meine Zweifel, dass wir Menschen mit dem Weg des geringsten Wiederstandes wirklich am Besten fahren...
 
Anastacia 07.08.2025 23:56
Sie war einfach ehrlich. 
Allen Respekt für diese Frau, dass sie ihre Kanditatur zurück gezogen hat.
 
Klavierspielerin2 08.08.2025 07:54
" Wir laden Sie ein, am Marsch für das Leben teilzunehmen und für ihn zu werben. 2025 findet der Marsch für das Leben in Köln (Neumarkt) und Berlin (Washingtonplatz/Hbf) am Sa. 20.09.2025, ab 13:00 Uhr, statt!"

https://bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/
 
Hillery 08.08.2025 08:01
So viele Notlagen,  die Schwangerschaftsabbrüche rechtfertigen würden, gibt's gar nicht.
 
Klavierspielerin2 08.08.2025 08:26
...außerdem, nicht vergessen: es wird weiterhin im Hintergrund am §217 " rumgeschraubt".

Bis jetzt war man zumindest in katholischen Einrichtungen sicher, aber seit die ev. Kirchen sich nicht mehr eindeutig zu diesen Themen positioniert, hält der unfreiwillige Tod Einzug in unsere Gesellschaft 👆
 
Klavierspielerin2 08.08.2025 08:29
Dazu z.b. dies:
" Warum ein Chefarzt eine christliche Klinik verklagt"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/155303/
 
calando 08.08.2025 09:08
Sie war einfach ehrlich.???


Hast du mal gelesen, wie ihre Doktorarbeit zustande gekommen ist?
 
Klavierspielerin2 08.08.2025 10:04
Sie scheint fortsetzen zu wollen, was ihr Doktor - Vater beginnen hat.
Die rot - grünen werden ihre Ziele dennoch versuchen zu erreichen, zumal wir von Ländern " umzingelt" sind, die die Todeskultur befördern. In F hat dieser' spät getaufte' Macron dafür gesorgt, dass sogar ein Recht auf Abtreibung in der Verfassung verankert wurde. 

Putain!
 
Anastacia 08.08.2025 11:11
Calando
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. 

Klavier
Ist ein spät Getaufter jetzt auch nichts mehr wert?

Meine Güte
 
Klavierspielerin2 08.08.2025 11:27
Doch, natürlich wäre ein spät getaufter OK, allerdings hat er ein christliches " Basic" nicht verinnerlicht!
Aber Hauptsache: liberte.
 
AndreasSchneider 08.08.2025 11:37
Eine "Leserstimme" bei GMX zum Rückzug von Brosius-Gersdorf:

"Es sollten nur Personen an das Verfassungsgericht gewählt werden, die Erfahrung im Richteramt haben und die keine Kontroversen auslösen. Die Nominierung der Kandidatin und ihr viel zu später Rückzug sind das Problem. Es wird in unserem Land doch wohl genug geeignete Juristen geben, warum dieses Insistieren auf einer umstrittenen Theoretikerin, die an der Hochschule besser aufgehoben ist?" (Heiko, Oldenburg)
 
AndreasSchneider 08.08.2025 11:39
Der antichristliche Geist wird immer frecher.

Aber, solange man Widerstand leisten kann, sollte man das tun.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 08.08.2025 23:43
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