Ex-Verfassungsrichter Kirchhof: Ohne Religion keine stabile Verfassung
04.07.2025 07:26
Ex-Verfassungsrichter Kirchhof: Ohne Religion keine stabile Verfassung
04.07.2025 07:26
Ex-Verfassungsrichter Kirchhof: Ohne Religion keine stabile Verfassung
"Wir müssen die Wurzeln hegen und pflegen"
Würzburg ‐ Wer Gott vergisst, gefährdet die Freiheit: Der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof sieht das Christentum als eine Wurzel für Freiheit und Verantwortung. Er fordert: Kirchen müssten ihren Freiraum mutig ausfüllen.
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sind nach Paul Kirchhof gefordert, das Christentum als eine der Wurzeln der deutschen Verfassung zu pflegen. Der Jurist und ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht erklärte am Donnerstag in der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost", mit dem Grundgesetz sei es wie mit einem Baum: "Die Verfassung kann nur gedeihen, wenn diese Wurzeln nicht verdorren." Kirchhof betonte, die Menschen seien verpflichtet, diese Voraussetzungen für das Gemeinwesen zu schaffen. "Oder, um in dem Baum-Bild zu bleiben: Wir müssen die Wurzeln hegen und pflegen."
Der Staat schafft laut Kirchhof den Rahmen dafür, dass die Bedingungen für diese Pflege möglichst gut sind. Doch auf der anderen Seite erwarte er vom Menschen, "dass er sich durch Gewissensanstrengung sittliche Standards setzt, nach diesen Maßstäben handelt und dem Nächsten begegnet", so der Jurist.
Freiheit und Verantwortung
Diese Idee von Freiheit entspreche auch dem christlichen Menschenbild. "Nur wer frei ist, kann verantwortlich sein. Nur wer frei ist, kann schuldig werden. Nur wer frei ist, kann erlöst werden", führte der Jurist aus. So wünscht der Staat sich laut Kirchhof einen Bürger, dem er vertraut: "Er vertraut auf seine Ehrbarkeit und seinen Anstand. Wenn alle Bürger nach diesen Maßstäben ihr Leben selbst gestalten, ihre Freiheit also als Freiheitsrecht verstehen, das auf den anderen und die Gemeinschaft abgestimmt ist, entsteht Gemeinwohl."
Um die Wurzeln pflegen zu können, sieht der Jurist die Kirchen gefordert. Der rechtlich gewährleistete Freiraum für Religion und Kirchlichkeit müsse beherzt genutzt werden. Ob der Einzelne in der Lage sei, sich daran zu beteiligen, hänge von der Bildung ab. Nur wer mit seinen Eltern zusammen gebetet habe, komme einer Gottesbegegnung näher, erklärte Kirchhof. Und weiter: "Der Religionsunterricht ergänzt und vertieft diese Erfahrung. Er sollte vor allem existenzielle Fragen behandeln – das Denken über die eigene Existenz hinaus, das Geheimnis Gottes und seine Sichtbarkeit in Gleichnissen." (KNA)
Würzburg ‐ Wer Gott vergisst, gefährdet die Freiheit: Der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof sieht das Christentum als eine Wurzel für Freiheit und Verantwortung. Er fordert: Kirchen müssten ihren Freiraum mutig ausfüllen.
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sind nach Paul Kirchhof gefordert, das Christentum als eine der Wurzeln der deutschen Verfassung zu pflegen. Der Jurist und ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht erklärte am Donnerstag in der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost", mit dem Grundgesetz sei es wie mit einem Baum: "Die Verfassung kann nur gedeihen, wenn diese Wurzeln nicht verdorren." Kirchhof betonte, die Menschen seien verpflichtet, diese Voraussetzungen für das Gemeinwesen zu schaffen. "Oder, um in dem Baum-Bild zu bleiben: Wir müssen die Wurzeln hegen und pflegen."
Der Staat schafft laut Kirchhof den Rahmen dafür, dass die Bedingungen für diese Pflege möglichst gut sind. Doch auf der anderen Seite erwarte er vom Menschen, "dass er sich durch Gewissensanstrengung sittliche Standards setzt, nach diesen Maßstäben handelt und dem Nächsten begegnet", so der Jurist.
Freiheit und Verantwortung
Diese Idee von Freiheit entspreche auch dem christlichen Menschenbild. "Nur wer frei ist, kann verantwortlich sein. Nur wer frei ist, kann schuldig werden. Nur wer frei ist, kann erlöst werden", führte der Jurist aus. So wünscht der Staat sich laut Kirchhof einen Bürger, dem er vertraut: "Er vertraut auf seine Ehrbarkeit und seinen Anstand. Wenn alle Bürger nach diesen Maßstäben ihr Leben selbst gestalten, ihre Freiheit also als Freiheitsrecht verstehen, das auf den anderen und die Gemeinschaft abgestimmt ist, entsteht Gemeinwohl."
Um die Wurzeln pflegen zu können, sieht der Jurist die Kirchen gefordert. Der rechtlich gewährleistete Freiraum für Religion und Kirchlichkeit müsse beherzt genutzt werden. Ob der Einzelne in der Lage sei, sich daran zu beteiligen, hänge von der Bildung ab. Nur wer mit seinen Eltern zusammen gebetet habe, komme einer Gottesbegegnung näher, erklärte Kirchhof. Und weiter: "Der Religionsunterricht ergänzt und vertieft diese Erfahrung. Er sollte vor allem existenzielle Fragen behandeln – das Denken über die eigene Existenz hinaus, das Geheimnis Gottes und seine Sichtbarkeit in Gleichnissen." (KNA)
Kommentare
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NicetomeetFEM 04.07.2025 12:55
Amerikanische Bundesstaaten die von den Demokraten regiert wurden haben es vorgemacht : Eine Entchristlichung verschlimmert die Zustände relativ schnell.
(Nutzer gelöscht) 04.07.2025 13:26
Ich denke der Garant von Freiheit ist der liberale demokratische Staat ,denn er allein bietet die Freiheiten zu Etwas an ,während der christliche Glaube die Freiheit von etwas vertritt.
Das sind unterschiedliche Freiheiten!
Ausserdem stellen sich viele christlichen Gruppen dieser Demokratie entgegen und stehen nicht für Religionsfreiheit ein .
Cherub
Das sind unterschiedliche Freiheiten!
Ausserdem stellen sich viele christlichen Gruppen dieser Demokratie entgegen und stehen nicht für Religionsfreiheit ein .
Cherub
NicetomeetFEM 04.07.2025 13:52
@Cherub
Wie vertragen sich die Kölner und Berliner und andere Kalifate mit islamischem Friedensrichter und Gesetzten mit deiner Religionsfreiheit ?
Wir Christen müssen da ganz ganz schnell was tun.
Ich wiederhole immer wieder : in 30 Jahren wird unserere Regierung mehrheitlich von muslimischen Analphabeten gewählt
Abgesehen bedauere ich dich, daß du von deinem Gott nicht überzeugt bist.
Wie vertragen sich die Kölner und Berliner und andere Kalifate mit islamischem Friedensrichter und Gesetzten mit deiner Religionsfreiheit ?
Wir Christen müssen da ganz ganz schnell was tun.
Ich wiederhole immer wieder : in 30 Jahren wird unserere Regierung mehrheitlich von muslimischen Analphabeten gewählt
Abgesehen bedauere ich dich, daß du von deinem Gott nicht überzeugt bist.
(Nutzer gelöscht) 04.07.2025 14:08
Nicetom. die Analyse stimmt im Text einfach nicht , denn die Staatlich - Wissenschaftliche Freiheit ist schon viel weiter als es die Christliche sein könnte. Aus ihrem Selbstverständnis heraus ,kann das Christentum nur die Worte Jesu anbieten ,die Freiheit von der Welt !
Darum kann das Christentum nicht als Garant dafür herhalten , es ist schon längst überholt worden.
Schade ,daß du das nicht checkst @ Nicetom.
Wir haben in den Köpfen der Christen zunehmend eine Einstellung die sogar gegen Liberalismus und Freiheit geht!
Die Würde des Menschen ist sicher auch christlichen Ursprungs aber selbst da wird Würde und Selbstbestimmung von Staat anders vermittelt als in der Bibel.
Bedauere lieber deine mangelnde Erkenntnis ,die an meine nicht herankommt.
Ich habe ein anderes Bild von Gesellschaft als du
Und teile 0 deine komischen Ängste.
Cherub
Darum kann das Christentum nicht als Garant dafür herhalten , es ist schon längst überholt worden.
Schade ,daß du das nicht checkst @ Nicetom.
Wir haben in den Köpfen der Christen zunehmend eine Einstellung die sogar gegen Liberalismus und Freiheit geht!
Die Würde des Menschen ist sicher auch christlichen Ursprungs aber selbst da wird Würde und Selbstbestimmung von Staat anders vermittelt als in der Bibel.
Bedauere lieber deine mangelnde Erkenntnis ,die an meine nicht herankommt.
Ich habe ein anderes Bild von Gesellschaft als du
Und teile 0 deine komischen Ängste.
Cherub
NicetomeetFEM 04.07.2025 14:13
@Cherub
Dann sind wir unterschiedlicher Meinung.
Ist dann halt so.
Und vielleicht bin ich durch zuviel Lesen verdummt. Kann sein.
Wenigstens biste nicht vulgär zu mir.
Dann sind wir unterschiedlicher Meinung.
Ist dann halt so.
Und vielleicht bin ich durch zuviel Lesen verdummt. Kann sein.
Wenigstens biste nicht vulgär zu mir.
hansfeuerstein 04.07.2025 15:46
Was Hr. Kirchhof sagt, sollte Konsens bei allen sein, die mit dieser Verfassung etwas am Hut haben. Wenn nicht, versteht derjenige letztlich die Zusammenhänge dessen nicht, was er schützen einmal gelobt hatte.

Jetzt
Zum Beispiel:
Meine Eltern haben in meiner Kindheit nicht mit mir gebetet, und trotzdem durfte ich ein Kind GOTTES werden.
Da bin ich sicherlich nicht der Einzige.
Es hängt keinesfalls, meiner Meinung nach,
von der Bildung eines Menschen ab, ob er sich an der Hege und Pflege der Wurzeln betreffend Christentum beteiligen kann.
Das kann fast jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Gut finde ich das bildliche Beispiel, das die Wurzel, gebildet durch das Christentum gehegt und gepflegt wird.