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Kalenderblatt 24. Juni: Hochfest - Geburt Johannes der Täufer

Kalenderblatt 24. Juni: Hochfest - Geburt Johannes der Täufer
Die Kirche gedenkt der Heiligen immer an deren Todestag, gewissermaßen ihrem "himmlischen Geburtstag". Immer? Es gibt zwei prominente Ausnahmen: Am 8. September feiert die Kirche das Fest Mariä Geburt und am heutigen Tag begeht sie das Hochfest der Geburt Johannes' des Täufers. Der Evangelist Lukas (vgl. Lk 1,5-25) erzählt, dass die Eltern Zacharias und Elisabet alt waren und die Hoffnung auf Nachkommen längst aufgegeben hatten. Als der greise Zacharias gerade im Tempel seinen Priesterdienst erfüllte, erschien ihm ein Engel und kündigte ihm die Geburt eines Sohnes namens Johannes (hebr. "Gott ist gnädig" ) an. Weil Zacharias an der Botschaft zweifelte, ließ ihn der Engel bis zur Beschneidung seines Sohnes verstummen. Für die Datierung des Geburtstags gibt es einen doppelten Grund: Elisabet, die Cousine der Jungfrau Maria, war im sechsten Monat mit Johannes schwanger, als der Engel Gabriel ihr die Geburt Jesu ankündigte (vgl. Lk 1,36). Der Tradition nach liegen Jesus (Dezember) und Johannes (Juni) damit genau ein halbes Jahr auseinander. Im Johannesevangelium sagt der Täufer: "Er [Jesus] muss wachsen, ich aber muss abnehmen" (Joh 3,30). Dem entsprach die Lichtsymbolik des alten (julianischen) Kalenders: Der 24. Juni markierte als Sommersonnenwende die kürzeste Nacht und den längsten Tag. Ab diesem Termin nehmen die Tage immer weiter ab – bis zur Wintersonnenwende am 25. Dezember.

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Klavierspielerin2 24.06.2025 06:35
Lesung (Jes 49,1-6)
Ich mache dich zum Licht der Nationen


Hört auf mich, ihr Inseln,
merkt auf, ihr Völker in der Ferne!
Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen;
als ich noch im Schoß meiner Mutter war,
   hat er meinen Namen genannt.

Er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert,
er verbarg mich im Schatten seiner Hand.
Er machte mich zu einem spitzen Pfeil
   und steckte mich in seinen Köcher.
Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel,
   an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.

Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht,
habe meine Kraft für Nichtiges und Windhauch vertan.
Aber mein Recht liegt beim HERRN
   und mein Lohn bei meinem Gott.

Jetzt aber hat der HERR gesprochen,
   der mich schon im Mutterleib
   zu seinem Knecht geformt hat,
   damit ich Jakob zu ihm heimführe
   und Israel bei ihm versammelt werde.
So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt
   und mein Gott war meine Stärke.

Und er sagte:
Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist,
   nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten
   und die Verschonten Israels heimzuführen.
Ich mache dich zum Licht der Nationen;
damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.



Evangelium (Lk 1,57-66.80)
Johannes ist sein Name

Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte,
   und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten,
   welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr.

Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes
und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben.

Seine Mutter aber widersprach und sagte: Nein,
sondern er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr:
   Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.

Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen,
   welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen
und schrieb darauf: Johannes ist sein Name.
Und alle staunten.

Im gleichen Augenblick
   konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen
   und er redete und pries Gott.
Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht
und man sprach von all diesen Dingen
   im ganzen Bergland von Judäa.

Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen
und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm.

Das Kind wuchs heran
   und wurde stark im Geist.
Und Johannes lebte in der Wüste
   bis zu dem Tag,
   an dem er seinen Auftrag für Israel erhielt.
 
(Nutzer gelöscht) 24.06.2025 08:25
Interessant ist ,daß bei Johannes der Vater die Botschaft vom Engel bekam und bei Jesus seine Mutter vorab.
Warum das?

Meine Erklärung wäre , das paßt dazu ,dass Johannes natürlich gezeugt wurde und Jesus übernatürlich ,ohne Geschlechtsakt entstand.

Zacharias sein Glaube war im Vergleich zu Marias Glauben mehr von Zweifeln geprägt und nicht so Gott ergebe wie der Marias.

Was hätte er wohl getan wenn der Engel diese Botschaft Elisabeth seiner Frau gegeben hätte , wenn er bei der Botschaft an ihn selber schon zweifelte !??? Vielleicht hätte er Elisabeth verlassen...

Cherub
 
hansfeuerstein 24.06.2025 22:32
Zacharias war eben alter Bund, das drückt sich in Vielem aus. Maria ist Neuer Bund.
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