weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Kirchen im Nationalsozialismus

Kirchen im Nationalsozialismus
Widerstand aus christlichem Glauben

Die Nationalsozialisten erheben auch gegenüber den christlichen Kirchen ihren weltanschaulichen Führungsanspruch. Einzelne evangelische Geistliche und Gemeindemitglieder widersetzen sich den Absichten der nationalsozialistischen "Deutschen Christen". Sie schließen sich 1933 zum Pfarrernotbund und 1934 zur Bekennenden Kirche zusammen. Nur wenige Pfarrer nehmen im Laufe der Jahre eine grundsätzliche Gegnerschaft zum Nationalsozialismus ein. Sie werden aus ihren Gemeinden ausgewiesen oder inhaftiert. Evangelische Christen, die sich politisch gegen das NS-Regime wenden, schöpfen ihre Kraft aus Glaubensprinzipien, ohne auf die Unterstützung ihrer Kirche hoffen zu können.

Viele Katholiken stehen den neuen Machthabern distanziert gegenüber und hoffen, dass das Konkordat mit dem Vatikan im Juli 1933 die Eigenständigkeit ihrer Kirche sichert. Seit 1935 verstärkt die NS-Führung ihren Weltanschauungskampf gegen die katholische Kirche mit einer Diffamierungskampagne gegen Priester und Ordensleute. Viele Gläubige beugen sich jedoch nicht dem totalitären Herrschaftsanspruch des Nationalsozialismus.

Hitlers Befehl vom Herbst 1939, Patienten in Heil- und Pflegeanstalten zu ermorden, erregt Widerspruch von einzelnen Bischöfen, Geistlichen und Gläubigen. Während des Krieges werden Hunderte von Geistlichen in Konzentrationslagern gefangengehalten, mit Predigtverboten belegt oder unter Hausarrest gestellt. Viele überleben die Haft nicht; Einzelne verurteilt der nationalsozialistische „Volksgerichtshof“ zum Tode.

Auch Angehörige kleiner Glaubensgemeinschaften wie der Zeugen Jehovas oder der Quäker widersetzen sich dem weltanschaulichen Führungsanspruch der Nationalsozialisten. Sie verweigern den Eid auf Hitler und den Wehrdienst, lehnen den Beitritt zu NS-Organisationen ab oder helfen Verfolgten. Mehr als 1.200 Zeugen Jehovas fallen der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer.

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
Miri21 23.02.2025 01:26
Clemens August Graf von Galen entstammt einer katholischen Adelsfamilie. Nach dem Theologiestudium empfängt er 1904 die Priesterweihe und wird 1933 zum Bischof von Münster ernannt. Galen gilt als national und konservativ. Dies hält ihn jedoch nicht davon ab, sich schon 1934 gegen Angriffe der Nationalsozialisten auf die Kirche, katholische Vereine und Schulen zu wehren. Immer wieder brandmarkt er öffentlich nationalsozialistische Übergriffe und Unrechtstaten. Er gilt neben dem Berliner Bischof Konrad Graf von Preysing als wichtiger Wortführer der innerkirchlichen Opposition. Im Sommer 1941 hält Galen drei berühmt gewordene Predigten, in denen er die Terrormethoden der Gestapo, die Morde an Patienten von Heil- und Pflegeanstalten und die staatliche Beschlagnahme von Klöstern öffentlich anprangert. Die Predigten finden im In- und Ausland große Verbreitung. Sie werden vom Londoner Rundfunk gesendet, als Flugblätter von alliierten Flugzeugen abgeworfen und von vielen Deutschen abgeschrieben und verbreitet. Die Nationalsozialisten wagen jedoch nicht, den beliebten Bischof von Münster zu verhaften. Galen überlebt das Kriegsende und wird kurz vor seinem Tod 1946 zum Kardinal ernannt.
 
Miri21 23.02.2025 01:26
Bonhoeffer, Sohn des bekannten Psychiaters und Neurologen Karl Bonhoeffer, wird nach Theologiestudium und Habilitation Studentenpfarrer in Berlin. Bereits 1933 gilt er als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten und begründet in seinem Aufsatz "Die Kirche vor der Judenfrage" die Pflicht der Christen zum Widerstand gegen staatliche Unrechtshandlungen. Von 1935 bis 1937 leitet er das Predigerseminar der Bekennenden Kirche, das zunächst in Zingst/Pommern, später in Finkenwalde bei Stettin besteht, und ist führender Theologe dieser kirchlichen Oppositionsbewegung. Die von Bonhoeffer geleiteten Kurse prägen alle Teilnehmer entscheidend in ihrer theologischen Entwicklung. 1937 untersagt Reichskirchenminister Hans Kerrl die Fortsetzung dieser Seminare. 1938 ist Bonhoeffer in die Staatsstreichplanungen seines Schwagers Hans von Dohnanyi eingeweiht. 1940 ins Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht eingezogen, reist Bonhoeffer mehrmals ins Ausland, um Verbindungen zu alliierten Regierungen zu knüpfen. Anfang April 1943 wird er verhaftet. Ohne Gerichtsverfahren bleibt er zwei Jahre im Gefängnis Tegel gefangen. Hier entstehen seine bedeutendsten theologischen Werke. Im Februar 1945 wird Dietrich Bonhoeffer in das KZ Buchenwald verlegt und Anfang April in das KZ Flossenbürg gebracht, wo er am 9. April 1945 nach einem SS-Standgerichtsverfahren ermordet wird.
 
Miri21 23.02.2025 01:27
In Stuttgart geboren, studiert Rupert Mayer bis 1899 in Fribourg (Schweiz), München, Tübingen und am Priesterseminar Rottenburg, wo er auch zum Priester geweiht wird. Nach seiner Aufnahme in den Jesuiten-Orden verbringt er einige Jahre als Missionar in den Niederlanden, Deutschland, Österreich und in der Schweiz. 1912 kommt er als Seelsorger nach München. Im Ersten Weltkrieg, an dem er als Feld- und Divisionsgeistlicher teilnimmt, erleidet er eine schwere Verwundung, die zur Amputation eines Beines führt. Bereits in den frühen zwanziger Jahren setzt sich Mayer in München mit dem Nationalsozialismus auseinander. Die Münchener Gläubigen schätzen ihn vor allem als Helfer und Seelsorger im sozialen Elend der Großstadt. Seit 1935 erhält der Jesuitenpater von den nationalsozialistischen Behörden Redeverbote, wird mehrmals wegen regimekritischer Predigten verhaftet und schließlich verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen im April 1940 soll Mayer mundtot gemacht werden. Er muss ein Predigtverbot hinnehmen und wird unter Hausarrest gestellt. Mayer darf bis zum Ende des Krieges das Kloster Ettal bei Garmisch nicht mehr verlassen und kehrt erst im Mai 1945 nach München zurück. Wenige Monate später stirbt er an den Folgen seiner Haft.
 
Miri21 23.02.2025 01:27
Marianne Hapig kommt als drittes von fünf Kindern von Xaver und Luise Hapig in Hohenthurm bei Halle (Provinz Sachsen) zur Welt. Sie besucht die Schule der Franckeschen Stiftung in Halle und absolviert anschließend die Soziale Frauenschule des Katholischen Frauenbundes Deutschlands in Berlin, wo sie ihr Examen als Fürsorgerin besteht. 1921 wird sie Tuberkulose-Fürsorgerin beim Bezirksamt Berlin-Neukölln. In dieser Zeit lernt sie die Juristin Marianne Pünder kennen, mit der sie eine lebenslange Freundschaft verbinden wird.
Marianne Hapig wird 1929 als Fürsorgerin an das Berliner St. Hedwig-Krankenhaus berufen. Die gläubige Katholikin lehnt den Nationalsozialismus entschieden ab. Gemeinsam mit Marianne Pünder unterstützt sie jüdische Verfolgte, die versuchen, sich der drohenden Deportation zu entziehen.
Nach dem Umsturzversuch von 20. Juli 1944 versuchen die beiden "Mariannen", den Familienangehörigen der Festgenommenen zur Seite zu stehen und ihnen Rechtsbeistand und Quartiere zu vermitteln. Gleichzeitig betreuen sie Gefangene in den Gefängnissen Tegel und in der Lehrter Straße. Hierzu gehört auch der Bruder von Marianne Pünder, der frühere Staatssekretär Hermann Pünder. Sie bringen den Häftlingen Lebensmittel, den inhaftierten Priestern und Ordensmännern aber auch Hostien und Wein für die heilige Kommunion. Es gelingt ihnen, die Manuskripte von Alfred Delp, aber auch den Abschiedsbrief von Nikolaus Groß aus dem Gefängnis Tegel zu schmuggeln.
 
Miri21 23.02.2025 01:44
Die katholische Kirche hatte unter ständig wachsender Verfolgung und Reglementierung, unter Übergriffen, Nachstellungen, Verboten und Verhaftungen zu leiden. Selbst vor der Ermordung prominenter Katholiken schreckte das Regime nicht zurück. Aber die Formen der Gegenwehr beschränkten sich im Wesentlichen darauf, die eigenen Rechte zu verteidigen und innerkirchliche Belange zu wahren. Im Gegensatz dazu haben etliche Katholiken ihre Stimme zum antinazistischen Protest erhoben oder beim organisierten Widerstand verschiedenster politischer Richtungen mitgewirkt. Am 19. Juni 1943 brandmarkten die deutschen Bischöfe in einem Hirtenbrief die Ermordung von „Menschen fremder Rassen und Abstammung“ und traten „für die schuldlosen Menschen“ ein. Von den rund 2.700 im KZ Dachau inhaftierten Geistlichen unterschiedlicher Nationalität waren fast 95 Prozent katholischen Glaubens. Mindestens 160 deutsche Priester und 110 Laien büßten ihre Standhaftigkeit gegenüber dem Nationalsozialismus mit dem Leben.

Im KZ Dachau wütete der Thyphus, dass sich kein Pfleger mehr ins Krankenlager wagte.
So kam man auf die Idee nach Freiwilligen im Priesterblock zu fragen. 20 polnische und deutsche Priester meldeten sich freiwillig. Darunter war Pater Engelmar. Sie pflegten die Kranken, bis sie selbst das Thyphussfieber wegraffte.

Meine Buchempfehlung:
Der Engel von Dachau
Pater Engelmar Unzeitig - Ein Märtyrer der Nächstenliebe
 
Miri21 23.02.2025 01:45
Auch der Mainzer Bischof Albert Stohr war ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten.
 
Miri21 23.02.2025 01:46
Im Protestantismus bildete sich 1933/34 eine innerkirchliche Oppositionsströmung heraus, die sich in dem von Martin Niemöller und anderen Pfarrern gegründeten „Pfarrernotbund“ sowie der „Bekennenden Kirche“ manifestierte. Der Widerstand der Geistlichen richtete sich vor allem gegen die „Gleichschaltung“, die nationalsozialistisch gesinnten „Deutschen Christen“ sowie gegen die Anwendung des „Arierparagraphen“ in den Gemeinden. Die „Bekennende Kirche“ konnte sich schon bald auf fast ein Drittel, später immerhin noch auf etwa ein Fünftel der insgesamt rund 19.000 evangelischen Geistlichen stützen. Ihre Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen wurden observiert, die Pfarrer waren vielfältigen Schikanen wie Haussuchungen, Zwangsversetzungen oder Zwangspensionierungen ausgesetzt. Etwa 900 Pfarrer der „Bekennenden Kirche“ und Mitglieder ihrer Gemeinden kamen für kürzere oder längere Zeit in Haft. Manche wurden ins KZ verschleppt, darunter Pfarrer Niemöller als „persönlicher Gefangener des Führers“. Einige von ihnen überlebten die Quälereien nicht, denen sie während der Haft ausgesetzt waren.

Der in Pferdsfeld, heute Bad Sobernheim, geborene evangelische Pfarrer Paul Schneider gehörte der „Bekennenden Kirche“ an. Für seine Überzeugung wurde er 1939 im KZ Buchenwald ermordet.
 
pieter49 23.02.2025 03:45
Traurige Tatsachen !

Wir sehen das es sowohl in der Evangelische als auch Katholische Gemeinden sehr viel Mutige und Pflichtbewusste Pfarrer und Priester gab...

Vielen Dank liebe @Miri21, für deine Mühe mit wichtige Information, wie furchtbar schlimm es war in der Nationalsozialistische Diktatur von 1933 bis 1945
 
Engelslhaar 23.02.2025 06:06
Vielen Dank, liebe Miri!
Sehr notwendig nach dem ganzen Kirchen-Bashing hier!
 
Miri21 23.02.2025 08:30
Die Sittlichkeitsprozesse im Dritten Reich

1936/37, also zur Zeit der Hitlerdiktatur, kam es im Deutschen Reich zu zahlreichen Sittlichkeitsprozessen gegen katholische Ordensangehörige und Priester. Der Historiker Michael F. Feldkamp, einer der anerkanntesten Fachleute für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, schreibt dazu: „Bei diesen Prozessen ging es um die strafrechtliche Ahndung homosexueller Sittlichkeitsdelikte. Ausgang waren die Vorkommnisse in einer franziskanischen Laienkongregation, die von der NS-Propaganda so dargestellt wurden, als ob sie typisch für den gesamten katholischen Klerus seien. In der künstlich gesteigerten öffentlichen Erregung in Folge dieser Prozesse kam es zu zahlreichen Denunziationen von zwar unbescholtenen, aber unliebsamen Geistlichen. Diese Denunziationen erfolgten zum Teil durch unzufriedene oder brüskierte Laien, die die Gelegenheit zur Abrechnung mit einem Geistlichen suchten.“ Der Erzbischof von Chicago, George William Kardinal Mundelein, bezeichnete die Sittlichkeitsprozesse, die den Nazis als Maßnahme im Kampf gegen die katholische Kirche dienten, als ein Mittel zur Entfremdung der Deutschen von der Kirche.
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels sprach in einer Hetzrede, geprägt durch maßlose Übertreibung und Verunglimpfung, am 28. Mai 1937 von den Sexualprozessen, „die in diesen Wochen und Monaten in vielen Städten des Reiches gegen eine Unzahl von Mitgliedern des katholischen Klerus durchgeführt werden und fast ausnahmslos für die Angeklagten zu schweren Gefängnis- und Zuchthausstrafen geführt haben.“ Goebbels versicherte, dass es sich dabei „nicht, wie von kirchlichen Kreisen durch Ausstreuung unkontrollierbarer Gerüchte glauben zu machen versucht wird, um bedauerliche Einzelerscheinungen, sondern um einen allgemeinen Sittenverfall, wie es in diesem erschreckenden und empörenden Ausmaß kaum einmal in der gesamten Kulturgeschichte der Menschheit festzustellen ist“, handelt. Die Kirche würde den angeblichen Sittenverfall der heutigen Zeit beklagen, so Goebbels, sie würde über angebliche Missstände klagen, obgleich sich in ihren eigenen Kreisen eine himmelschreiende sittliche Verwilderung breitgemacht hätte.

Herr Feldkamp legt dar, dass der Klerus seit diesen Sittlichkeitsprozessen „in einer zuvor nicht dagewesenen Weise einer Generalverunglimpfung ausgesetzt“ war. „Die vermeintliche moralische Verkommenheit des Klerus wird gerne von Gegnern der Kirche vorgebracht, um dieser zu schaden. In diesem Falle hat sich die NS-Propaganda langfristig bis in unsere heutige Zeit als Vorurteil gehalten.“


Feldkamp, Michael. 2009. Mitläufer Feiglinge Antisemiten? Katholische Kirche und Nationalsozialismus, Augsburg: Sankt Ulrich Verlag
 
Sherezade 23.02.2025 08:32
Solche Blogs sind sinnvoll und notwendig. Würde dies später gerne ergänzen, da ich manchmal den Verdacht habe, dass einige Dinge immer noch unbekannt sind oder ignoriert werden...mir wird da nur speiübel.
Jetzt nur kurz Stichpunkte:
Schon 1933 erging eine Anordnung der Lippischen Landeskirche, dass alle Angestellten mit der Erhebung des rechten Armes grüßen sollen. Nur wenn wenn ein Pfarrer den Talar trug, konnte darauf verzichtet werden.
1939 wurde das "Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben" gegründet...
1940 erschien das sog. Volkstestament oder auch " Die Botschaft Gottes" genannt. Wurde nach dem Krieg verboten und dennoch einige Jahre weiter verwendet!

Hier noch ein Wikilink zu Paul Schneider:
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Schneider_(Pfarrer)
 
Klavierspielerin2 23.02.2025 08:53
Ein wichtiger Unterschied zwischen der rk- Kirche und den ev.Kirchen möchte ich hier hervor heben: ev. Synoden funktionieren demokratisch. D. h. Entscheidungen werden über Mehrheitsbeschlüsse gefällt. Die Mehrheit der damaligen Mitglieder waren Parteimitglieder der nsdap und bezogen auch ihr Gehalt von ihnen.
Ev. Pastoren sind i.d.R. verheiratet und darum mir ihren Familien angewiesen auf deren Pastoren - Gehalt. Das schafft Abhängigkeit, wer mit der politischen Richtung nicht einverstanden war, war mittellos! Außerdem macht dieses demokratische System anfällig für den ' Zeitgeist ', was ja viele Mitglieder bemängeln und deshalb aus diesen Gemeinschaften oft austreten. 

Die katholische Synode ist nicht demokratisch organisiert und darum gab und gibt es diese Abhängigkeit nicht.
2/3 der damaligen Geistlichen hatten deshalb Verfahren anhängig.

Das Ziel des heutige " Synodalen Wegs", bzw.  insbesondere " Synodale Rat" ist aber Mitspracherecht von Laien, also eine Demokratisierung!

Von Rom abgelehnt, insbesondere vom ZDK aber versucht durchzusetzen....
Wir warten gespannt ab.
 
Klavierspielerin2 23.02.2025 08:56
Hier nochmals die Empfehlung von Bonhoeffers Werk " Nachfolge", indem Wissenswertes zum Thema nachzulesen ist.
 
Klavierspielerin2 23.02.2025 08:59
Hier noch ein Link zu den Unwahrheiten, die über den damaligen Papst verbreitet werden:
' Richtigstellung zu Pius XII/ 2.WK/ jud. Volk'
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/56124/
 
Sherezade 23.02.2025 10:20
Leider ist Geschichte und Vergangenheit nicht so simpel...zum besseren Verstehen sollte man tiefer eintauchen ...
In dem Fall das Ende des Summepiskopats ...also Weimarer Republik und dann noch weiter zurück in die Vergangenheit gehen..
 
Miri21 23.02.2025 11:09
Geheime Marienbotschaft an Pius XII. – „So nahm ich 2021 die Gelegenheit wahr, im Archiv der Glaubenskongregation nach einer ‚Heede-Akte‘ zu suchen, und wurde tatsächlich fündig.“ Gastbeitrag von Michael Hesemann

Heede (kath.net) Vor 85 Jahren, als die Nazis Deutschland in den Abgrund zu führen drohten, erschien die Gottesmutter vier Mädchen im nach wie vor katholischen Emsland. Doch erst jetzt wurde ihr größtes Geheimnis enthüllt: eine prophetische Botschaft an Papst Pius XII., die sich auf verblüffende Weise bewahrheitete und die bis jetzt in den Vatikanarchiven verborgen blieb.

Deutschland zu Allerheiligen 1937. Während die Massen mit Hitler in den Abgrund marschierten, gab es auch Christen, die ihrem Glauben treu geblieben und nicht den Parolen der braunen Rattenfänger auf den Leim gegangen waren. Das galt auch für Heede, ein Dorf im Emsland, wo auch im vierten Jahr nach der Machtergreifung der Nazis die Menschen in die Kirche am Friedhof strömten, um für die Toten zu beten. Noch im März hatte Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika „Mit brennender Sorge“ mahnende Worte an die Deutschen gerichtet und sie vor den Wahnideen Hitlers gewarnt. Jetzt aber ergriff der Himmel selbst das Wort.

Irgendwann am Abend dieses Feiertages unterbrachen die beiden Schwestern Grete (11) und Maria (13) Ganseforth ihr Gebet, um auf dem Kirchplatz ein wenig Luft zu schnappen. Als sich Grete umsah, bemerkte sie auf dem Friedhofsgelände, etwa 30 Meter von ihr entfernt, zuerst einen hellen Lichtschein und bald darauf eine leuchtende Gestalt, die zwischen zwei Bäumen schwebte. Erschrocken lief sie zu ihrer Schwester, erzählte ihr: „Ich glaube, da stand die Muttergottes!“ Maria schüttelte nur ungläubig den Kopf: „Du bist wohl verrückt, Du denkst wohl, Du bist hier in Lourdes!“ Dann drängte sie Grete, wieder zurück in die Kirche zu kommen und weiter für die Verstorbenen zu beten.

Sie ahnte nicht, dass auch Anni Schulte (12), die mit einigen Dorfbewohnern hinter den Schwestern stand, das Gespräch mit angehört hatte. Als auch sie wieder in der Kirche war, fehlte es ihr an der rechten Andacht. Immer wieder musste sie an das denken, was Grete Ganseforth gesagt hatte. Schließlich beschloss sie, selber nachzuschauen. Sie ging hinaus, schaute in Richtung des Friedhofs und sah ebenfalls eine leuchtende Frauengestalt, die ein Kind zu tragen schien. Noch immer starrte sie auf die Erscheinung, als Grete und Maria gerade die Kirche verließen. Schnell lief sie den Ganseforth-Mädchen hinterher, trifft auch noch die Schwestern Susi (13) und Adele (15) Bruns, überzeugte sie, mit ihr zum Friedhof zu gehen. Kaum waren sie dort angekommen, sahen alle fünf die leuchtende Erscheinung, die sie freundlich anzublicken schien. Trotzdem verspüren sie Minuten später den Drang zu gehen. Als sie sich noch einmal umschauten, war die weiße Frau verschwunden.

Zuhause erzählten sie ihren Eltern davon, die ihnen natürlich nicht glaubten. Nur Mutter Ganseforth ging noch am selben Abend zum Pfarrer und berichtete ihm von der Behauptung der Mädchen, die auch er ungläubig zurückwies. Doch als vier der fünf Mädchen - Adele war zuhause geblieben, ihr war die Sache unheimlich - am nächsten Tag aus der Abendmesse zum Allerseelenfest kamen, war die Frau wieder da; erneut schwebte sie, umgeben von einem Lichtschein, an derselben Stelle, diesmal ohne Kind, die Hände gefaltet. Zwölf Tage lang wiederholte sich die Erscheinung, die von den Mädchen wie folgt beschrieben wurde:

„Etwa einen Meter über der Erde steht die Mutter Gottes auf einer blauweißen Wolke. Auf dem Haupt trägt sie eine reichverzierte, goldene Krone ohne Edelsteine. Sie ist bekleidet mit einem langen, weißen Gewand, das um die Hüften mit einer etwa ein Zentimeter dicken Kordel gegürtet ist. Ein weißer, von der Krone teilweise verdeckter, undurchsichtiger Schleier fällt vom Kopf zu beiden Seiten in einigen Falten bis auf die Wolke hinab. Das Haar ist nicht sichtbar. Die Ärmel des Kleides gehen in doppelter Armbreite bis zum Handgelenk... Die Gestalt der Mutter Gottes steht in einem hellen, ovalen Schein, der die Erscheinung in einer Breite von 30-40 cm umgibt.“

Der Kampf der Nazis gegen die Gottesmutter

Die Kunde von den wundersamen Visionen der vier Kinder verbreitete sich schnell in der ganzen Region. Schon nach ein paar Tagen strömten erst Hunderte, dann Tausende nach Heede, um an gemeinsamen abendlichen Rosenkranzgebeten teilzunehmen. Sie alle erlebten, wie die Mädchen plötzlich, ohne dass eines dem anderen ein Zeichen gegeben hätte, auf die Knie fielen und etwa eine Viertelstunde lang starr auf einen Punkt schauten. Auf äußere Reize schienen sie in dieser Zeit nicht zu reagieren.

Natürlich stieß diese plötzliche religiöse Begeisterung auf den Unwillen der Nazis. Zunächst erschien die Gestapo bei den Familien der Seherkinder, stellte peinliche Fragen, sprach Drohungen aus. Dann, am 11. November, veranlasste der Regierungspräsident von Osnabrück eine Untersuchung der Kinder durch den Schulrat des Kreises Aschendorf, Regierungsrat Dr. Schmidt, und den stellvertretenden Amtsarzt, Medizinalrat Dr. Jonas. Jeder Versuch, die Mädchen durch Suggestivfragen in Widersprüche zu verwickeln, scheiterte. Es gab keinen Hinweis darauf, dass sie von anderer Seite beeinflusst worden waren, ihre Aussagen deckten sich in allen Punkten, sie schienen unstreitig subjektiv die Wahrheit zu sagen. Alle vier schienen geistig und körperlich völlig gesund zu sein.

„Was wir in vier Jahren mühsam aufbauten, das haben vier Kinder in einem Augenblick zerstört!“, brüllte der braune Gauleiter Röver am nächsten Tag in Leer der Bericht von Dr. Schmidt und Dr. Jonas war ihm gerade vorgelegt worden. Die Nazis handelten schnell; von einer „Gefahr für die Volksgemeinschaft“ war die Rede. Noch in derselben Nacht um 1.00 Uhr früh tauchte eine 80 Mann starke Verfügungstruppe in Heede auf und errichtete Absperrungen rings um die Ortschaft. Ab sofort galt der Ausnahmezustand. Einheimische wie Auswärtige wurden wie Vieh weggetrieben, mit Gewehrkolben geschlagen, mit der Waffe bedroht. Fremde wurden fortan nicht mehr in den Ort hineingelassen, die Einheimischen durften nur zu zweit auf die Straße. In der Nacht zum 14. November umstellten Soldaten die Häuser der Seherkinder. Im 6.00 Uhr früh weckte ein Oberwachtmeister die Eltern mit der Nachricht, ihre Kinder würden zur Untersuchung nach Osnabrück gebracht. Allen Protesten zum Trotz geschah dies noch am selben Tag. Als sich das Krankenhaus in Osnabrück weigerte, die Mädchen aufzunehmen, ging die Fahrt weiter nach Göttingen. Dort wurden die Vier spät abends müde und hungrig in eine Nervenklinik eingeliefert. Erst nach sechs Wochen, einen Tag vor Weihnachten, entließ man sie wieder. Die Bedingung dafür war, dass ihre Familien die Kosten für den erzwungenen Anstaltsaufenthalt trugen und die Kinder noch einige Wochen außerhalb Heedes unterbringen ließen. Der Bischof von Osnabrück bot dazu das katholische Marien-Hospital in seiner Stadt an, wo sich die Mädchen vier Wochen lang von der erfolglosen Gehirnwäsche erholen konnten.
 
Klavierspielerin2 23.02.2025 12:45
@Sherezade, um 10:20h falls du mich ansprichst, dann kennzeichne das bitte, einfach dass ich es auf Anhieb weiß.
 
Miri21 23.02.2025 14:52
In einer PN wurde mir Folgendes mitgeteilt:

In Deinem Blog schreibst Du, daß 160 Priester in Dachau umgebracht wurden, da ich wesentlich mehr in Erinnerung hatte, habe ich nachgesehen, es starben 1.034.

Ich schrieb DEUTSCHE PRIESTER und MINDESTENS. Natürlich waren es mehr, nämlich auch polnische, französische usw.
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren