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Gedenktag des Berliner MauerbausHeute

Gedenktag des Berliner MauerbausHeute
Heute vor 62 Jahren, auch an einem Sonntag, wurde Berlin physisch geteilt, Stacheldraht ausgerollt, Verkehrsverbindungen geteilt, nach und nach entstand der Wall, der Menschen und ihre  Verbindungen zerriss. Ich lebte damals nahe der bekannten Bernauer Strasse. Jeder, der es miterlebt hat vergisst es nicht.Dann kam Gott und Menschen sei Dank der 9.November 1989. Das Schreckensbauwerk fiel.,

Kommentare

 
FrausuchtMann 13.08.2023 09:00
An die Zeit kann ich mich auch noch gut erinnern. Als Kind wohnten wir an der Straße, die zum Brocken führte. In der Nacht fuhren schwere Kettenfahrzeuge mit großem Krach auf den Brocken. Das machte mir schon Angst. Danach war der Brocken und das Gebirge unterhalb gesperrt. Inzwischen war ich bereits mehrfach oben, und bin froh über den 9. November 1989.
 
janinaj 13.08.2023 09:02
Auch wenn man es nicht miterleben musste: Ich bin dankbar, dass es die Mauer nicht mehr gibt - und vor allem, dass Gott geschenkt hat, dass die Mauer ohne Blutvergießen abgeschafft wurde. Das ist meiner Meinung nach eine große Gebeterhörung und vor allem Gnade.
 
pieter49 13.08.2023 09:14
Habe es auch mitgekriegt als 11 jährige, meine Mutter sprach mit unsere Nachbarin über den Berliner Mauer, hatte meine Ohren gespitzt und zugehört, sie machten sich Sorgen darüber...
Obwohl wir in Holland lebten...
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 09:19
Für meine Generation zählten die Mauer, das geteilte Berlin, der Kalte Krieg und die atomare Bedrohung zum Lebensgefühl, mit dem wir aufwuchsen. Als Gorbatschow kam, wehte plötzlich der "Wind Of Change". In jenen Tagen, als die Mauer fiel, lebte ich in Grenznähe und erlebte die Hoffnung angesichts der Trabi-Kolonnen, die in den Westen fuhren. Das war ein prägendes Ereignis.
 
bonawentura 13.08.2023 09:29
Für mich nur interessant, wie dieses Buntschland wieder in den Kommunismus zurück will und alle es super toll.
FDJ Truppen sind wieder unterwegs, ihre braune Vergangenheit verschweigen. Es erinnert mich mittlerweile zuviel an eine DDR.
 
Zeitlos6 13.08.2023 09:32
Glasnost und ....

Der liebe Gorbi machte es möglich:

Im Januar 1987 kritisierte er in einer programmatischen Rede die Fehler der KPdSU und forderte eine demokratische Umgestaltung von Partei und Gesellschaft. Entscheidend dabei war die Aufhebung der „Breschnew-Doktrin“.

Damit sicherte Gorbatschow den Ostblock-Staaten außerhalb der UdSSR zu, 
- deren Eigenständigkeit zu achten sowie 
- in keinem Fall militärisch einzugreifen 

und öffnete  faktisch den Weg zur Demokratisierung dieser Staaten. Als erste Staaten führten Polen und Ungarn politische Reformen durch.

In der DDR hielt die SED-Regierung an ihrem starren Kurs fest. Viele DDR-Bürger jedoch nahmen jeden Fortschritt in den „Bruderstaaten“ wahr und verbrachten ihren Urlaub in den Reformländern.

Für die SED wurde diese Entwicklung zum heiklen Problem. Dieser politische Zwiespalt gipfelte in einem Verbot der sowjetischen Zeitschrift „Sputnik “ im November 1988. Das neue Denken sollte nach dem Willen der Staatsführung erst gar nicht um sich greifen. 

Diese über eine Zensur weit hinausgehende Maßnahme stieß in der Bevölkerung, aber auch unter vielen Parteimitgliedern auf Unverständnis und Entrüstung. Die Kritik an der Parteiführung wuchs. Eine wachsende Mehrheit von Menschen in der DDR erkannte: Die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse können auf Dauer nicht so bleiben!

Krise in der Wirtschaft

Kurz vor dem Mauerfall stand die DDR vor dem wirtschaftlichen Ruin. Das ökonomische Modell der zentralistischen Planwirtschaft war nicht aufgegangen. Grundprinzip war dabei die zentrale Planung und Lenkung von Produktion und Verteilung der Güter. Produktionsmittel und Bankwesen waren in Staatshand. Einige wenige Wirtschaftsbereiche wie Raumfahrt und Rüstung erzielten zwar Spitzenleistungen, grundsätzlich wurden aber zu wenig weltmarktfähige Güter produziert. Produkte und Rohstoffe, die es im östlichen Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) nicht gab, mussten gegen harte Devisen importiert werden.

Aus Angst vor Unruhen wagte die DDR-Führung nicht, die subventionierten Preise für Mieten und Grundnahrungsmittel, Dienstleistungen und Verkehrsmittel anzuheben. 

Am Ende wurde mehr als ein Viertel des Staatshaushalts für Preissubventionen eingesetzt - die DDR lebte über ihre Verhältnisse. Jahrzehntelang lebte die DDR-Wirtschaft von ihrer Substanz. Die Staatsausgaben waren höher als die Einnahmen aus den wenigen produktiven Bereichen.

Die meisten Produktionsanlagen waren in einem katastrophalen Zustand, das Straßen- und Schienennetz im Wesentlichen auf dem Stand vor dem Zweiten Weltkrieg.

 Die Produktivität der DDR erreichte nur in etwa ein Drittel des Niveaus der Bundesrepublik. Überdies hemmten die Kosten eines überdimensionierten Militär-, Sicherheits- und Staatsapparats die wirtschaftliche Entwicklung.

Für Umweltschutz fehlte das Geld. Den Zustand der Umwelt bezeichneten viele als ökologisches Desaster. Bitterfeld galt als „dreckigste Stadt Europas“. Flugasche breitete sich vielerorts in der Luft aus, viele Flüsse und Seen waren verschmutzt. Der Rückgriff auf die heimische Braunkohle, die rund 70 Prozent der Primärenergie erzeugte, machte die DDR zum größten Kohlendioxidverschmutzer in Europa.

Schon 1953 war die ökonomische Lage in der DDR so schlecht und die Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigsten so schwierig, dass die sowjetische KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion) eine deutliche Kursänderung von der SED verlangte. Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, sahen Partei und Regierung nur einen Möglichkeit: Es musste mehr produziert werden bei geringeren Kosten. Am 14. Mai 1953 beschloss das Zentralkomitee der SED die Erhöhung der Arbeitsnormen um 10 Prozent. Dagegen rebellierten die Menschen im Volksaufstand vom 17. Juni 1953.

Anfang der 60er Jahre wuchsen die Versorgungsprobleme der DDR und täglich flüchteten mehr Menschen, das Land blutete aus, zu dem Arbeitskräftemangel kam auch der Abfluss von Waren aller Art und der illegale Geldumtausch, der die Währung schwächte. Das Ende der DDR schien nahe. Daraufhin erfolgte der Bau der Berliner Mauer.

Das ursprüngliche Ziel der Staatsführung war, aus einer leistungsschwachen Wirtschaft innerhalb weniger Jahre ein effizientes wirtschaftliches System zu schaffen. Allerdings gab es immer wieder Spannungen im gesamten Wirtschaftssystem und herbe Rückschläge. Die Produktionspläne konnten nicht mehr erfüllt werden.

In den Siebzigern kam es zu empfindlichen Versorgungsschwierigkeiten, vor allem in der Zulieferindustrie. Unter dem Eindruck der anschwellenden Wirtschaftskrise wurden die 1963 begonnenen Wirtschaftsreformen zur Jahreswende 1970/71 schließlich abgebrochen.

Auch ein umstrittener Milliardenkredit aus Bayern, 
Franz Josef Strauß,
sorgte Anfang der 80er Jahre nur für eine kurze Atempause in der DDR, nachdem die UDSSR ihre Erdöllieferungen an die DDR drosselte. Das staatliche Überleben wurde erst durch westliche Kredite sichergestellt. Die Westverschuldung der DDR nahm der Staatsführung zufolge im Mai 1989 pro Monat um 500 Millionen Deutsche Mark zu. Hätte sich diese Entwicklung fortgesetzt, wäre der Staat 1991 zahlungsunfähig gewesen.

Es war nicht zu erwarten, dass sich der Lebensstandard in absehbarer Zeit hätten verbessern lassen. Dies war einer der entscheidenden Gründe für die Unzufriedenheit der Bevölkerung, die zu Massenausreise und Massenprotest führte.
 
Zeitlos6 13.08.2023 09:45
Unter dem Dach der evangelischen Kirche organisierten sich Friedens- und Ökogruppen, die ihre Forderung nach Freiheit für Andersdenkende durch Gorbatschows Reformkurs bestärkt sahen. Die Demonstrationen breiteten sich auch auf andere Städte aus. In dieser Zeit wurde auch der bekannt gewordene Ruf „Wir sind das Volk!“ geprägt, der später von vielen zu „Wir sind ein Volk!“ umgeformt wurde.

Das brutale Vorgehen der Polizei gegen Leipziger Demonstranten am 11. September schürte die offenen Proteste um so mehr an. Viele der vor allem jungen Demonstranten wurden von Polizisten verprügelt und festgenommen. In zahlreichen Kirchen im ganzen Land versammelten sich Menschen zu Fürbittgottesdiensten für die inhaftierten Aktivisten.

In Rostock fand seit dem 5. Oktober 1989 jeden Donnerstag eine Mahnwache für die inhaftierten Leipziger Demonstranten statt. Mitte Oktober 1989 versammeln sich hier schon Tausende Menschen, um nach dem Vorbild der Leipziger Montagsdemonstrationen für eine Demokratisierung des Landes einzutreten. Große Protestdemos finden am 7. Oktober, dem 40. Jahrestag der DDR, unter anderem auch in Dresden, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) und Gera statt.

9.10.1989: Tag der Entscheidung

Der 9. Oktober 1989 galt als „Tag der Entscheidung“ in Leipzig. 70.000 Menschen demonstrierten friedlich für Reformen. Die DDR-Sicherheitsbehörden griffen nicht ein. Die unerwartet große Zahl der Demonstranten brach den Handlungswillen der Sicherheitsorgane.

Bei einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin am 4. November 1989 demonstrierten zwischen 500.000 und einer Million Menschen für demokratische Reformen und gegen das Machtmonopol der SED in der DDR. 
Das Fernsehen hatte die Abschlußveranstaltungen auf dem Alexanderplatz direkt und unangekündigt übertragen.

Nach Öffnung der Mauer am 9. November 1989 sank die Zahl der Menschen, die gegen das DDR-System protestierten. Auf Demonstrationen nach dem 9. November formierte sich ein immer stärker werdender Wille zur Wiedervereinigung Deutschlands.


aus dem heutigen Geschichts-Unterricht.
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Eine Abstimmung in der Abchlußklasse ergab:
32 waren gegen die Wiedervereinigung
1 war dafür.
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Grund war die befürchtete finanzielle Belastung ...
auch die Milliarden, mit denen Merkel die DDR dem geschäftstüchtigen Gorbi abkaufen mußte.
Als Gorbi dann noch Litauen, Estland und ... für 50 Mrd D-Mark verkaufen wollte, sagte Merkel ab...
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Die Wiedervereinigung bleibt ein Verlustgeschäft ... und haben wir uns 2 extreme Parteien aufgehalst.
Die DDR hätte ruhig selbständig bleiben können - ohne Konkurrenz für uns!
 
Zeitlos6 13.08.2023 09:47
... Lettland mit der Hansestadt Riga,
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 09:48
Vor dem Mauerbau war mein Vater hin und wieder mit dem CVJM in Westberlin. Er war noch ein Teenager, aber er wurde dazu genutzt, geheime Botschaften in Zigarettenschachteln an Pastoren in Ostberlin zu übermitteln.

Er erinnert sich daran, wie ein Pastor die Nachricht las, ihm das Gesicht entgleiste und er das Papier sofort vernichtete. Da wurde meinem Vater bewusst, dass es kein Spaß ist, in den er da eingebunden war.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 09:57
Ich weiß noch, als die Mauer fiel saß ich vorm Fernseher und habe Gänsehaut bekommen daran erinnere ich mich sehr genau, und mein alter Vater, der 2092 verstorben ist, hat das noch mitbekommen, seine Gedanken darüber habe ich nie erfahren
 
Streuner 13.08.2023 09:57
Vom Mauerbau an sich hab ich nichts mitbekommen . Aber ich hatte eine tolle Kindheit in der DDR , ich war damals auch in der Christenlehre und aufgrund meines Glaubens wurden wir nicht angefeindet. Gut wir lebten in einem kleinen Dorf , aber ich liebte mein Leben, als Ossi. 😉
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 09:57
1992
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 10:03
ich kann mich noch gut erinnern wie ich Anfang der 70er Jahre mit der Evangelischen Landjugend (hatte dort eine Freundin) in Westberlin war und ein Treffen mit einer Jugendgruppe im Osten vereinbart war - wir mussten Einzeln über die Grenze und sollten natürlich nichts verraten vom Treffen - mich hat man herausgeholt und ich saß einem Mann in einer Baracke gegenüber, der mich verhörte und alles in eine Schreibmaschine tippte 
habe ihm erzählt, dass ich die berühmten Museumsinseln besuchen will - da ich darüber viel wusste, hat er mich wieder entlassen - die Beklemmung, die mich dort überkam werde ich nie vergessen 
 
Alleshinterfragen 13.08.2023 10:09
Ja, gedenken wir dieses geschichtsträchtige Ereignis. 
Leider sind statt der äußeren Mauer Spaltungen in unseren Köpfen, die haben nicht immer was mit Ost und West zu tun. 
Wie können wir Brücken bauen statt Mauern?
 
bonawentura 13.08.2023 10:32
Man muss schon nach dem Warum des Mauerbaus. 
In den letzten drei Jahren habe auch ich mit dem Gedanken des Gehens beschäftigt. 
Ich habe einen Bekannten, der weggegangen ist. Für mich als Katholik war es damals wie heute das ausharren wichtiger. 
Man muss aber auch hier die Anbieterung der evangelischen Kirche benennen. Die heute für widerwärtige Ausmaße annimmt. Da ist Gauck, der sich der StaSi anbietert. Familie Kasner und Kirche im Sozialismus. Stolpe als IM Sekretär. Am Ende war die evag. Kirche durch die Stasi regelrecht unterwandert.
Wenn man die Demo in Berlin 1.08.2020 anschaut oder die ganzen Montagsspaziergänge, kommt man nicht darum herum, dass man eine Staat durch Spaziergänge stürzt. Habeck (oder wer es sagte ist egal) sagt es deutlich: uns ist es egal, was das "Volk" will.
 
bonawentura 13.08.2023 10:35
Sch... Editor. Kein nachträgliches editieren möglich.
Richtig heisst es: Wenn man die Demo in Berlin 1.08.2020 anschaut oder die ganzen Montagsspaziergänge, kommt man nicht darum herum, dass man einen Staat nicht durch Spaziergänge stürzt.
 
Putz 13.08.2023 10:44
@zeitlos 9.45 dir scheint jeder Schmerz darüber zu fehlen, dass wir durch eigene Schuld ein geschlagenes und geteiltes Land waren. Umdenken!!!
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 10:55
Boni, dass man einen Staat durch Spaziergänge stürzen kann, zeigen doch die Proteste 1989 in der damaligen DDR. Das bleibt eines der großartigen Ereignisse der Weltgeschichte.

Dass die Montagsspaziergänge der letzten Jahre nicht dieselbe Wirkung haben, liegt daran, dass man mit ihnen keinen Umsturz beabsichtigte, und es liegt daran, dass nicht das Volk dahinter stand, sondern nur eine Minderheit. Damit hatten sie keine größere gesellschaftliche Legitimation.
 
Klavierspielerin2 13.08.2023 10:59
Bin Wessi und habe Anfang der 90er Berlin besucht. Im Osten, schien die Zeit stehen geblieben zu sein.

Damals machte ich gerade meine Ausbildung in der Touristik und musste mit erleben, wie ' krumme Hunde ' in den Osten reisten, um aufgrund der Unerfahrenheit der dortigen Bevölkerung den großen Reibach zu machen- Sauerei!

Betrügereien gab's schon immer, aber wir Wessis waren die linken Methoden mancher geldgierigen Krimineller bereits gewohnt und könnten darum z B. dem Versicherungsvertreter die Türe vor der Nase zu hauen.

Manche Leute haben die Unerfahrenheit der ostdeutschen Menschen ausgenutzt, ich glaube, das hat ein Misstrauen hinterlassen, das nur schwer heilen wird...
 
bonawentura 13.08.2023 11:23
HeadHeldHigh, ich habe die Wende direkt miterlebt. Daher meine Einschätzung.
Es war eine Minderheit und letztendlich ging es nur um den Jogurtbecher, den es gab oder nicht. 80% stellten die DDR nicht in Frage!
 
Zeitlos6 13.08.2023 11:27
"@zeitlos 9.45 dir scheint jeder Schmerz darüber zu fehlen, dass wir durch eigene Schuld ein geschlagenes und geteiltes Land waren. Umdenken!!!"
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Pfadfinder denken halt zukunfts-orientiert!
Blicke vorwärts nie zurück,
denn das ist des Lebensglück!
... gilt auch für die Kirchen!

Schau Dir doch mal die Landsberger Kirche 
"Zu den heiligen Engeln" an,
die von 15000 Soldaten entworfen und bezahlt worden ist!

Sie ist konzipiert als militärische Versorgungsstation für Panzerbrigaden - nur das geschützte unterirdische Tanklager im Tal mit Bahngleis fehlt noch.
 
bonawentura 13.08.2023 11:40
HeadHeldHigh, ich muss noch mal widersprechen. 
Die Montagsspaziergänge 1989 hatten keinesfalls die Abschaffung der DDR als Ziel. Diese wurden regelrecht übergeholfen. 
Die Öffnung der Mauer wurde als kontraproduktiv eingeschätzt und wer waren die Verlierer der Wende? 
Es waren jene Gruppen, die eigentlich die Wende angezettelt hatten.
 
Klavierspielerin2 13.08.2023 11:44
Hier unten im Südwesten war es ein Skandal: einer dieser linken Gesellen, pachtete ein paar Quadratmeter Weinberg, das berechtigte ihn Wein unter seinem Namen zu verkaufen - und zu etikettieren. Diesen Wein vertrieb er mit Weinvertretern - soweit noch kein Verbrechen. Die Verkäufer - nachdem sie den Westen " abgegrast" hatten, gingen in Osten und boten " Wessi- Wein"( Chateau der irgendwo) zu sehr hohem Preis an und wer eine gewisse Mindestmenge ab nahm hatte eine Gutschein über ein 2-wöchigen Aufenthalt in einer Ferienanlage auf z.b. Teneriffa - inkl. einer Beratung zu dieser Anlage geschenkt bekommen.

Dass ein Flug- ohne Hotel - nach Teneriffa teurer als eine Pauschalreise dorthin ist, wissen die wenigsten und so buchten insbesondere Ostdeutsche, die damals noch keine seriösen Reisebüros vor Ort - um Preise vergleichen zu können - die Linienflüge. Praktischerweise im Reisecenter jenes Wein- Herstellers .
Moralisch nicht OK, aber nicht strafbar.
Vor Ort erwarteten den Gewinner dann eine Beratung für ...Timesharing. Da erwirbt man sich eine bestimmte Wohnung zu einem bestimmten Zeitpunkt für 99 Jahre und kann dann diesen Zeitraum beliebig mit anderen time Share Besitzer weltweit tauschen. Das hört sich gut an, gell. Ist es auch, aber nur wenn man diese Time Sharing Wohnung per Auto und nicht mit einem teuren Linienflug erreichen kann.

Weil alles - eigentlich - völlig korrekt ist, konnte man diese  Masche kaum unterbinden.

Diese Firma hat sich ganz raffiniert auf ander Leutes Kosten bereichert und den Ruf aller seriösen Reiseanbieter massif geschädigt😤
 
Klavierspielerin2 13.08.2023 11:49
Sorry, etwas vom Blogthema abgewichen - aber das sind MEINE Erinnerungen zum Mauerfall.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 11:57
Kaum jemand wollte die DDR abschaffen, weil es niemand ernsthaft für möglich hielt, dass so etwas wie der Mauerfall jemals passieren würde. Die Ereignisse damals haben ja alle Menschen und Seiten überrollt.

Ich finde, ein Joghurtbecher ist ein ernstzunehmendes Bedürfnis.

Und ja: Was in den Folgejahren geschah, war zu großen Teilen großer Mist. Ich habe damals noch an Demos gegen den Anschluss der DDR an die BRD teilgenommen, weil ich dachte, dies wäre eine Gelegenheit, auf beiden Seiten bestimmte Dinge geradezurücken. Hat nicht geklappt. Heute denke ich, dass der Anschluss womöglich die einzige Chance war. Alles andere hätte womöglich zu lange gedauert und das Momentum wäre verstrichen. Wir werden es nie erfahren.
 
bonawentura 13.08.2023 11:58
Klavierspielerin2 ... Es gehört einfach mit dazu. 
Jedoch verdrängt es den Blick auf den Mauerbau. Es steht am Beginn und nicht am Ende. 
Mir erscheint es, dass wir als Gesellschaft eher vor einem erneuten Mauerbau von Ideologen. 15 min Städte sind die neuen Begrenzungen.
 
Nemrac73 13.08.2023 11:59
Ich bin ca 8 km von der Grenze weg im Westen, in oberfranken aufgewachsen. Die Grenze gehörte für uns dazu.
Als die Mauer fiel wsr ich zum FSJ in Mittelfranken und habe es nicht so hautnah miterlebt. Nur an den Wochenenden als ich zuhase war.

@bona
Du klingt als hättest du gerne die Mauer und die Verhältnisse damals in der DDR zurück? Das kann nicht dein Ernst sein, oder?

Mein schwager ist aus der Nähe von Chemnitz. Er sagt auch, ihm ging es nicht schlecht in seiner Jugend in der DDR,  sie hatten alles was sie brauchten. Sie hatten eine tolle junge Gemeinde in der Kirche und waren auch mal zum Urlaub in Ungarn.
Aber dennoch würde er niemals die DDR wieder haben wollen.

Wir sollten dankbar sein, dass es so gekommen  ist und Brücken schlagen statt mauern Bauern, vor allen in den köpfen
 
bonawentura 13.08.2023 12:07
Nemrac73, ich schreibe nur, wohin wir gerade rennen. Du musst Dich mal mit den Folgen der 15 min Stadt beschäftigen. Wenn Deine Punkte des Sozialkreditsystems nicht ausreichen, um weiter als 15 min zu gehen.
 
bonawentura 13.08.2023 12:12
Was viele nicht sehen wollen, corona war nur die Übungsstunde. Die Übergriffigkeit des Staates kannte ich so nicht aus der DDR! Das sind die Alarmzeichen für mich, dass(!) es wieder in Richtung DDR geht.
In München stehen eine Menge Enteignungen über Zwangsverkäufe an, weil man die hohe Erbschaftssteuer nicht mehr zahlen kann.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 12:31
@bonawentura - für mich ist das, was Du schreibst Unsinn, sorry
 
bonawentura 13.08.2023 12:46
Nee. Ganz realer Ernst!!!!
Schon mal Voraus.de der Bundesregierung besucht? Wenn ich dort auf der Seite lesen konnte, ein Sozialkreditsystem nach chinesischen Vorbild ist auch für die Bundesrepublik denkbar. Man sollte soziale Medien kontrollieren. Dann schrillen bei mir derart die Alarmglocken. 
Ich bitte Euch alle, wenn es denn soweit ist: Heult nicht rum! Sondern sagt: Das ist  aber angenehm schön!
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 12:51
was ist Voraus.de der Bundesregierung?  kenne ICH nicht und finde ich auch nicht im Internet 
 
Zeitlos6 13.08.2023 13:04
"@bonawentura - für mich ist das, was Du schreibst Unsinn, sorry."
---------------------------------------------------------------
Sollte es in unserem erlauchten Kreise der Pastorentöchter nicht heißen:
" Ich bin anderer Meinung, weil ..."?
--------
Ja, die Erbschaftssteuer ist eine Wegelagerei - begünstigt durch den Depp von 1933!
Substanzsteuern ist schädlich lt. Betriebswirtschaftslehre.
Richtig wäre de kirchliche Zehnte!
Die 3 neugeborenen Schafe gehören dem Kaiser (von 30 Meh).
 
Zeitlos6 13.08.2023 13:04
"@bonawentura - für mich ist das, was Du schreibst Unsinn, sorry."
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Sollte es in unserem erlauchten Kreise der Pastorentöchter nicht heißen:
" Ich bin anderer Meinung, weil ..."?
--------
Ja, die Erbschaftssteuer ist eine Wegelagerei - begünstigt durch den Depp von 1933!
Substanzsteuern ist schädlich lt. Betriebswirtschaftslehre.
Richtig wäre de kirchliche Zehnte!
Die 3 neugeborenen Schafe gehören dem Kaiser (von 30 Meh).
 
Zeitlos6 13.08.2023 13:15
Chinas Sozialsystem ist durchaus in großen Teilen diskussionswürdig.
Es bekämpft Steuer- und sonstigen Betrug durch Überwachung.
Allerdings ... wer nich so recht mit-kann ... fliegt raus mit weniger Punkte.

Es es innert mich an den Großen Graben:
hier wählten die Damen gnadenlos mit ihrer hohen Meßlatte! Es gab heftige Diskussionen in der Abschlußklasse z.B. wohin mit den alten arbeitslosen Freudenmädchen - per Krankenschein zu den Behinderten ... statt Sozialhilfe?

Ein Sozialstaat made in China machts möglich ...
 
Misio 13.08.2023 13:19
Gedenktag des Berliner Mauerbaus Heute

Putz
Heute vor 62 Jahren, auch an einem Sonntag, wurde Berlin physisch geteilt, Stacheldraht ausgerollt ... Jeder, der es miterlebt hat vergisst es nicht. Dann kam Gott und Menschen sei Dank der 9.November 1989.

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GOTT sei Lob & Dank !
 
bonawentura 13.08.2023 13:28
https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html
 
bonawentura 13.08.2023 13:31
Ein chinesisches Sozialkreditsystem ist für mich mit Demokratie in keinster Weise vereinbar. 
Aber ich habe den Eindruck, hier haben sehr, sehr viele den Wunsch nach einer DDR.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 13:35
ich hatte noch nie etwas von dieser Seite gehört und meine dort findet man Diskussionen über Dinge und in einer Diskussion ist fast alles erlaubt - m it konkreten Planungen hat das eher nichts zu tun - sonst hätte mich eine Info darüber schon erreicht
 
bonawentura 13.08.2023 13:40
In Wien wird es ausprobiert. Von England konnte ich !esen. Man muss es nur lesen wollen. 
In deutschland gibt es die digitale Ehrenamtskarte. Luca-App usw.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 13:50
welche Ehrenamtskarte meinst Du?
 
bonawentura 13.08.2023 13:57
https://www.lbe.bayern.de/engagement-anerkennen/ehrenamtskarte/index.php
Bspw. Ehremamt ist immer eine freiheitliches Engagement. Da brauche ich keine Registrierung. Wenn es aber als Vorstufe für gutes, politisch korrektes Benehmen im Sinne des sozialen Kreditsystems, wo man eine Vergünstigung gelockt wird, sich später aber als System der Einschränkung entpuppt, weil man mal einer anderen Meinung ist, wird man diese digitale Ehrenamtskarte anders sehen.
Wenn es missbraucht wird
 
bonawentura 13.08.2023 14:07
Also das Gute, was dem Bösen dient!
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 14:34
@Bonawenture - würdest DU eine Ehrenamtskarte bekommen? Ich besitze die Bayerische Ehrenamtskarte und bin sehr stolz darauf - ich arbeite ehrenamtlich über 24 Jahre in der Pfarrei als Pfarrgemeinderätin, Vorsitzende vom KDFB/Frauenkreis mit, war lange Marktgemeinderätin, Elternbeiratsvorsitzende in Schulen, Schöffin usw., usw. 
was soll da Negatives an der Ehrenamtskarte sein? dass ich Vergünstigungen, z.B. billiger Kinokarten erhalten, bei einigen Geschäften und beim  Friseur 10% Ermäßigung erhalte?   wenn es viele Christen gäbe, die sich so engagieren würde die Welt um Einiges besser aussehen, meiner Meinung nach  
 
Alleshinterfragen 13.08.2023 15:39
Es kann sein, dass durch Frau Merkel gewisse Strukturen der DDR nach Westdeutschland kamen.
Allerdings glaube ich nicht, dass die Bevölkerung den Wunsch nach einer DDR 2.0 in Westdeutschland hat.

Was ich aber so sehe ist, dass wir während Corona behandelt wurden wie die Kleinkinder "nur der kleine Picks" und nicht wie mündige Bürger, die selbst entscheiden und verantwortungsvoll sind.
 
Alleshinterfragen 13.08.2023 15:40
https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html

Danke für den link. ist sicher interessant, sich damit näher zu beschäftigen.
 
Rosenlied 13.08.2023 15:58
⛪Das war ein sehr trauriger Tag für Deutschland.
Es wurden auch Menschen erschossen, die noch
flüchten wollten...
 
Zeitlos6 13.08.2023 17:12
Schöffe bedeutet Streß ...
 
Bluete14 13.08.2023 17:55
Bspw. Ehremamt ist immer eine freiheitliches Engagement. Da brauche ich keine Registrierung. Wenn es aber als Vorstufe für gutes, politisch korrektes Benehmen im Sinne des sozialen Kreditsystems, wo man eine Vergünstigung gelockt wird, sich später aber als System der Einschränkung entpuppt, weil man mal einer anderen Meinung ist, wird man diese digitale Ehrenamtskarte anders sehen.
Wenn es missbraucht wird

Ich bin auch dafür, das Internet wieder abzuschaffen. Soviel Mist wie dort publiziert wird ist das das Ende vom Anfang. Oder Andersrum. 
 
Zeitlos6 13.08.2023 18:15
zum Schöffen wird man berufen - und hat nichts zu bestimmen ...
 
Zeitlos6 13.08.2023 18:20
"Ich bin auch dafür, das Internet wieder abzuschaffen."
------------------------------------------------------------
Gott sei Dank, daß  Du dies nicht bestimmen kannst ...
 
pieter49 13.08.2023 18:21
um 09:45 Uhr

Jede Entscheidung hat mindestens 2 Seiten...

Die Radikalität vom damalige Bundeskanzler fand ich auch nicht immer Klug!

Es gab diesbezüglich auch Enttäuschungen in der ehemalige DDR... 

Deswegen auch ein Politisches Ergebnis...

AfD
 
Alleshinterfragen 13.08.2023 18:41
Leider hat die AfD Wurzeln in Baden-Württemberg. Auch hier sind die Besserwessis aktiv geworden.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2023 19:56
@Zeitlos 
sicher - da gibt es einen Vorschlag - der wird angenommen und der Marktgemeinderat bestätigt das, oder eben nicht - als Stress habe ich diese Jahre nicht empfunden - es hat mir Freude gemacht - das Schöffengericht besteht aus 2 Schöffen und dem Richter - alle drei haben dasselbe Stimmrecht 
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