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Heiner Geißler: "Jesus würde heute stören..."

Heiner Geißler: "Jesus würde heute stören..."
Ich bin auf etwas sehr interessantes gestoßen, was ich gern teilen möchte.

Ich mache es kurz, denn man muss ja copy & paste nicht absolut überstrapazieren 🙂

https://www.evangelisches-gemeindeblatt.de/detailansicht/jesus-wuerde-heute-stoeren-1698/ 

Auszug:

"Nein, Jesus spricht (in der Bergpredigt) die Menschen an, wie sie sind: 
In ihrer Armut, ihrem Hunger, ihrer Trauer, ihrer Verfolgung – eben im Elend der Welt. Und in Matthäus 25 hat er erklärt, was das heißt: Wer zu mir gehören will, der muss den Hunger bekämpfen, den Menschen Trinkwasser geben, den Obdachlosen eine Wohnung, Flüchtlinge aufnehmen, den frierenden Kleider geben, Kranke pflegen und Gefangene besuchen. Diese Forderungen sind die Konkretion der Nächstenliebe. Moderner geht es nicht. Es ist eine schwere Verfehlung der maßgeblichen Theologen und Kirchenführer, dies nicht in der heutigen Welt als die Hoffnung für die Menschen zu präsentieren."

"Aber die Gottesliebe hat heute den absoluten Vorrang: Liturgie, Feierlichkeit, Messgewänder, Posaunenblasen von den Türmen unserer Kirchen, die immer leerer werden. Die andere, eigentliche Botschaft der Nächstenliebe, der Bergpredigt, wird abgeschoben in die Caritas und in die Diakonie. Das ist ein ganz schwerer Fehler"

Hammer Aussagen von Herrn Geißler, die ich gut finde.

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 12:31
Verstehe ich Herrn Geißler falsch, dass er nämlich meint, dass die Gottesliebe nicht den absoluten Vorrang genießen soll ?

Klar ist die Bergpredigt essentiell, aber wenn Gott nicht durch unsere Nächstenliebe und Sanftmütigkeit die erste Stelle eingeräumt werden soll, bleibt es beim Humanismus. Dieser  ist leider sehr gefährlich, weil er ohne Gott auskommt und den Menschen glauben lässt, er, der Mensch, sei gut. 
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 12:55
An erster Stelle steht die Gottesfurcht und die Liebe zu Ihm.
Er will uns verwandeln in Sein Bild.
Wir sollten Seinem Sohn Yeshua immer ähnlicher werden.
Erst wenn Gottes Liebe in uns wohnt, können wir unseren Nächsten und sogar unsere Feinde lieben so wie es Ihm gefällt.
Nur dann können wir Vorbild und Wegweiser zum wahren Gott sein.
Ohne Ihn = Yeshua können wir nichts tun!
Menschliche Erlösungswege und Weltverbesserer helfen nicht weiter, das ist Verführung.
 
ZNITRAM 23.03.2022 13:12
@Herbstprince: Ich kann nicht sagen, was Du richtig oder falsch verstehst 🙂 
Ich verstehe den Geißler so, dass er aussagt, dass die Gottesliebe mit allem äußeren "Schein" (Er erwähnt Gewänder, Feierlichkeiten, Posaunenblaserei..). 

Es ist wohl zu einfach, Gott durch Gesetzlichkeit und Selbstgerechtigkeit (weil man ist ja ein GUTER Christ) die Gottesliebe (Gebot Nr. 1) über alles zu stellen und die Nächstenliebe (Gebot Nr. 2) hintenan, bzw. die Nächstenliebe an die CARITAS usw. "abgeben", oder ganz zu unterlassen, um sich der Verantwortung der Nächstenliebe zu entziehen, weil das ja im Vergleich nicht so wichtig ist. Ich verstehe diesen Gedanken.

Jesus sagt ja in Markus 12 zu den beiden Geboten, die zusammengehören (Elberfelder):

„Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“

Interessant finde ich auch die Frage an mich selber: Wann habe ich zuletzt einen Gefangen (oder häuslich eingesperrten) besucht? Wem habe ich Kleider gegeben? Wessen Hunger habe ich gestillt? Wen habe ich bei mir aufgenommen? Wen habe ich gepflegt?
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:15
Ich denke beides muss beachtet werden und ist wichtig.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:22
@Freuetuch, ich kenne Menschen die haben mit Jesus nichts am Hut, sind aber barmherziger und hilfsbereiter als manch wiedergeborene Christen...
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:29
Vielleicht meinte Herr Geissler das in Bezug auf Gott und Jesus auf Gott hinweisen würde.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:30
@SenfkornA
Ja, die kenne ich auch.
Und wie sieht Gott das?
Genügt es, ein guter Mensch in den Augen anderer Menschen zu sein? Nein.
Ebenso wenig genügt es, religiös zu sein.
So wie Yeshua zum reichen Jüngling sagte in
Lukas 18:
22 Als Jesus dies hörte, sprach Er zu ihm: Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge Mir nach!
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:31
Da wir in einer Zeit leben wo viele nichts mehr von Gott hören wollen .
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:35
Ich wollte damit nur sagen...das es durchaus auch Nächstenliebe, unabhängig davon gibt, ob man Jesus im Herzen hat oder nicht...
Das gute Taten uns nicht retten ist mir schon klar...aber gerade wenn wir Gottes Kinder sind sollten sie selbstverständlich sein...denn sie können anderen Menschen auf Gott hinweisen...
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:48
@SenfkornA
Ja, das verstehe ich.
Niemand sagt, daß Nächstenliebe schlecht ist.
Sie sollte aber nachfolgend zur Liebe zu Gott getan werden, zu Seiner Ehre.
Ein gottloser Mensch kann Ihm nicht gefallen.

1. Korinther 3:
11 Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
12 Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden;
der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird.
Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben.
14 Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen;
15 wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:51
ich kann mich mal an ein Interview mit Herrn Geißler im TV erinnern. Es ging damals um seine Unterstützung von Attac. Und auf die Frage des Journalisten, ob Herr Geißler an Gott glaube, sagte dieser so weit ich mich erinnern kann, nein. 😥 Möge Gott seiner Seele gnädig sein.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 13:52
Oh man sorry ich hab deinen Namen falsch geschrieben🤦🏼‍♀️
@Freueteuch
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 14:01
Heiner Gessler studierte an einer von Jesuiten betriebenen Hoschschule.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 14:02
das dachte ich auch, vielleicht war er das bis zu seiner vorletzten Lebensphase auch. Aber leider gibt es auch Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, vom Glauben abfallen...
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 14:03
ja, aber er sagte das damals im Interview so. Sehr traurig.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 14:06
Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Norbert Blüm waren tief gläubige Katholiken bis zum Lebensende. So auch Franz-Josef Strauss. Sie haben den Herrn nie verleugnet. Wo findet man heute so starke Persönlichkeiten in der Politik noch?
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 14:07
Klavierspielerin
Wenn das ein Zitat von Heiner Geißler ist - er ist ja bei Jesuiten in die Schule gegangen-
dann lässt er sehr bewusst offen, ob es einen Gott gibt, oder ob er an IHN glaubt.  
( schließt ja nicht aus, dass er die Kurve doch noch am Schluss gekriegt hat)

Im Alltag, in der Liebe zum Nächsten, kann man nicht unbedingt erkennen, ob jemand Christ ist oder "nur" Nächstenliebe hat. Eine wirklich gute Bekannte von mir ist keine Christin , aber absolut  hilfsbereit, nicht nur bei mir sondern auch bei Nachbarn, Bettlern, Kindern etc. So kenne ich Einige, die ich sehr schätze .
Aber es fehlt ( noch ?) das Bekenntnis zu Jesus. "Jeder die sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater. ( Math 10,32)     
 
 
Engelslhaar 23.03.2022 15:34
Liebe Heartshine, deinen Beitrag würde ich gerne zweimal liken, wenn das ginge

In meiner Pfarrei haben wir eine wunderbare feierliche traditionelle Liturgie und gleichzeitig wunderbare hilfsbereite Menschen
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 15:35
Heiner Geißler war halt ein Ur-Gestein der Politik in Deutschland und hatte Rückgrat, war analytisch super und ich denke integer. Insoweit hat er die moralischen Prinzipien der Bibel wohl nicht außer Acht gelassen.
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 15:58
Vielen Dank, liebe Engelshaar!

Ich denke auch, dass Glaube und gute Werke unbedingt zusammengehören. Die Tradition und die Bibel sind die beiden Säulen in der Kirche.
Wer barmherzig ist, handelt nach seinem Gewissen. Doch wer aus dem Glauben zu Christus heraus Gutes tut, der lebt wahre Frömmigkeit. Der Herr verspricht, dass ER zu Jenen SEINER rechten sagen wird "Ich war durstig und du hast mir zu essen gegeben, ich war hungrig und du hast mir zu essen gegeben..."
 
(Nutzer gelöscht) 23.03.2022 15:59
Korrektur: ich war durstig und du hast mir zu trinken gegeben...
 
ZNITRAM 23.03.2022 17:58
Ja, aufgrund des Glaubens kommen die guten Werke. Wenn man realisiert hat, was Christus wirklich für Dich und mich getan hat, dann kommen Gedanken der Nächstenliebe wie von selber. Wir alle haben die Möglichkeit, Täter der Nächstenliebe zu sein, oder zu werden. 

Ich stelle jedenfalls bei mir fest, dass ich dahingehend Wachstumspotenzial zur Weiterentwicklung habe. 

Vielleicht sollte man nicht 24 Stunden Lobpreis machen, Mit erhobenem Zeigefinger Bibelverse zitieren, sondern nur 12 Stunden und die anderen 12 Stunden übt man Nächstenliebe aktiv aus... Etwas anders gewichten..
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