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Sterbebegleitung

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 06:47
Der Tod gehört zum Leben dazu...allein schon bei einer Geburt ist Leben und Tod sehr Nah❗

Ein guter Denkanstoß ist der Artikel. 
Und es gibt aber einige Angebote im meinem Umkreis zur Sterbebegleitung und Trauerbegleitung. 

...nein, Praktikum bei einem Beeridigunsinstitut möchte ich nicht machen...😔 für mich wäre das nichts...nicht angst vor dem Tod, sondern das Mitfühlen und Aushalten der Trauer der Angehörigen könnte ich nicht❗
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 06:49
Meinte natürlich Beerdigungsinstitut...Autokorrektur ist nicht immer von Vorteil.
 
Rena 15.10.2021 09:37
Sterbe- und Trauerbegleitung beginnt bei Krankheiten schon vor dem Tod.
Das oft zitierte phasenmodell von Elisabeth-kühler-ross beginnt mit dem nicht-wahrhaben.
Das kann den Patient bei der Diagnose treffen genau so wie einen Angehörigen wenn er vom Ableben erfährt.
In unserer Gesellschaft sterben die wenigsten zu Hause.
Darum schliesst eine Sterbebegleitung immer die Angehörigen mit ein.
Und die kommen oft noch weniger damit zurecht.
Der Tod und das Sterben ist zu einem grossen Tabu geworden.
Obwohl es ein Teil unseres Lebens ist, durch den wir alle mal hindurchmüssen. 
Es sei denn Jesus kommt noch zu unseren Lebzeiten.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 09:51
Uns wurde der große Segen zuteil, dass mein Mann zuhause sterben durfte. Dank Gottes Hilfe, eines wundervollen, begnadeten Arztehepaares, eines immer unterstützenden Palliativpflegedienstes, guter Freunde und der Familie und nicht zuletzt dank des unerschütterlichen Charakters meines Mannes, der bis zu seinem letzten Atemzug ein geduldiger Patient und ein liebevoller, umsichtiger und kluger Mensch geblieben ist.
 
Regina61 15.10.2021 10:32
Ein sehr guter Artikel, danke!

Das kenne ich auch noch von früheren Erzählungen, dass die Toten ein paar Tage im Haus aufgebahrt blieben.
Heute haben wenige die Gnade, zu Hause bei ihren Lieben sterben zu dürfen, das finde ich sehr traurig.
Ich hoffe und bete, dass ich meine Eltern einmal in ihren letzten Stunden begleiten darf.
Niemand sollte einsam sterben.
 
Rena 15.10.2021 10:42
Das sollte keine kritik sein, wenn jemand nicht zu Hause sterben kann.
Wenn Räumlichkeiten nicht gegeben sind, pflegebett passt nicht , Angehörige können die Pflege nicht stemmen....
Auch in Einrichtungen, die zwar nicht das Zuhause sind, aber es ein Stück weit werden können, kann man im Kreis seiner Lieben gehen....
Wobei ich oft die Erfahrung gemacht habe, dass jemand genau dann die Augen schliesst, wenn alle schon da waren, u d der einzige der die Nacht am Bett wacht, gerade 5 min. vors Haus geht aufm Klo ist oder sich Kaffee holt.
In einer Einrichtung oder mit einem mobilen Team ist auch mal die Möglichkeit eine Auszeit zu nehmen.
Das hat man zuhause weniger.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 10:57
HERR, lehre uns bedenken,
dass wir sterben müssen,
auf das wir klug werden.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:03
Ich hoffe, in meiner Sterbestunde wenigstens noch  sagen zu können " Schleicht Euch"!
Einen Fremden vor die Nase gesetzt zu bekommen und noch das Gelabere anhören zu müssen, empfinde ich übergriffig und menschenunwürdig.
Was ich bisher an  Trauer und Sterbebegleiterinnen  kennen gelernt habe-  HILFE!
Viele Menschen wollen alleine sterben, ich möchte nicht wissen, wie oft dieser Wunsch ugnoriert wird.
Tote schweigen.
 
Rena 15.10.2021 11:08
Fr. Sausewind.
Auch das gibt es.
Aber eine gute Begleitung geht darauf ein.
In den letzten Stunden gibt es auch keine Gespräche mehr.
Aber wenn dich jemand beruhigt wenn ich seine Hand halte  , dann tu ich das.
 
Rena 15.10.2021 11:09
Sich.
Nicht dich.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:09
Natürlich keinerlei Vorwurf an die, denen es - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich ist, ihren sterbenden Angehörigen bis zum Schluss zuhause zu pflegen, @ Rhena! Meine Ärztin sagte mir, dass sie an einer Hand abzählen könne, wie oft sie es in ihren über dreißig Jahren Praxiszeit erlebt habe. Neben den praktischen Voraussetzungen (Wohnungsgröße, Berufstätigkeit, soziales Netzwerk) hängt es eben auch ganz stark von der psychischen Belastbarkeit aller Beteigten ab. Ich war anfänglich etwas unsicher, weil wir ja noch unsere 7jährige Tochter mit im Haus hatten. Wir hatten dann aber den riesigen Segen, dass eine psychoonkologische Familientherapeutin uns begleitet hat. Im Rahmen eines gerade angelaufenen Stiftungsprojektes, zu deren ersten Nutzern wir gehören durften! Heute bin ich unendlich dankbar, dass meine Tochter die Krankheit und das Sterben ihres Papas so erleben durfte. Ich glaube, dass ihr das sehr viel mitgegeben hat.
 
Rena 15.10.2021 11:12
Ausserdem macht eine Begleitung noch viel mehr..sie ist für die Angehörigen da, die vielleicht zum schlafen oder für Kinder oder den Hund nach Hause gegangen sind.
Und sie ist nicht unbedingt fremd.
Gerade in Einrichtungen kennt man sich schon länger.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:17
@ Frau Sausewind, so habe ich es bei meiner Mutter erlebt. Meine Großmutter und ich haben den ganzen Tag an ihrem Sterbebett gesessen. Als uns gegen Abend der Hunger übermannte und wir uns gerade mit etwas vom Schnellimbiss an den Tisch in ihrem Krankenzimmer gesetzt hatten, tat sie ihren letzten Atemzug. Ich habe mir später oft Vorwürfe gemacht deswegen. Aber inzwischen glaube ich, dass sie wirklich gewartet hat, bis unsere Aufmerksamkeit etwas von ihr abgelenkt war. 
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:20
Gut das Euch der Hunger gepackt hat.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:21
Nicht jeder braucht Zuschauer.
 
Rena 15.10.2021 11:24
Zuschauer würde ich das nicht nennen...

Was zählt ist nicht der letzte Augenblick.
Der geschieht meist im Schlaf.
Was zählt sind die Stunden davor.
Und da du d die wenigsten gern allein.
Und die Zeit danach.
Auch ganz praktische Hilfe.
Für die meisten ist es dass erste mal, und auch wenn es dass nicht ist, es ist eine Ausnahmesituation, in der es gut ist jemanden zu haben.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:25
Entschuldige, @ Rena, dass ich dir schon wieder ein "h" eingemogelt habe. Wahrscheinlich passiert mir das immer, seil ich vom Rhenus (Rhein) komme. Sorry!
 
Rena 15.10.2021 11:28
Ist wenigstens lesbar, was ich von meinem getippsel nicht immer behaupten kann.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 11:54
Naja, vielleicht bist Du ja eine Bereicherung für diese  armen Menschen, Rena.

Grundsätzlich sehe ich Sterbe und Trauerbegleitung mit sehr kritischen Augen.
Hab viel gesehen und erlebt.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 13:14
@Frau Sausewnd
...Es ist von Vorteil wenn  man in Vorfeld vielleicht schon abklären könnte, ob der Kranke es wünscht begleitet zu werden. 

Ja, ich habe von einer Kollegin, deren Mann im Mai verstorben ist, erfahren,  dass er nur daheim sterben wollte. Er war schwer krank und hat sich selber für ein Wochenende nach Hause entlassen und ist an einem Herzinfarkt gestorben. Nicht an seiner Krebskrankheit. Sie durfte neben ihm sein. 

Bei meiner noch sehr jungen Cousine...konnte sie erst gehen als ihre Mutter aus dem Zimmer weg war...
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 13:25
@dieumerci - genau wie Dir ist es einer guten Freundin von mir ergangen - und später habe ich gehört, dass das keine Einzelfälle waren
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 13:37
Bin Ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin. 
Wer möchte kann mich gern anschreiben. 
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 13:46
ich habe schon mehrere Personen im Sterben begleitet - meine Schwiegermutter, Onkel und Tante meines Mannes, die keine Kinder hatten - meine Mutter und meinen Vater - es war jedes Mal ein Ereignis das einen zwar mitnimmt, aber zugleich später froh macht - ich meine dass selbst die Sterbenden im Koma einen noch wahrnehmen
bei meiner Mutter saßen wir 4 Tage am Bett - sie war bis auf die letzten 4 Tage daheim,. danach meinte der Arzt sie muß ins Krankenhaus, da man sie wegen der Schmerzen unter Morphium setze müsse - ganz kurz vor ihrem Tod setzte sie sich dann noch leicht auf und hauchte "Auf Wiedersehen" - meine Mutter war eine sehr gläubige Frau

mein Mann kippte morgens im Bad um und ich habe ihn dort gefunden - da die Tür verschlosen war und ich sie nicht geöffnet bekam sah ich ihn nur im Bad liegen und konnte nicht zu ihm - eine meiner Töchter wohnte nicht weit entfernt und sie trat dann die Tür ein und hatte den Notarzt gerufen - der kam als die Tür gerade frei war - ich durfte nicht zu meinem Mann, denn sie wollten ihn wiederbeleben - wir saßen im Wohnzimmer und nach einer halben Stunde sagte man mir, dass nichts mehr zu machen wäre - ich wollte gerade zu ihm dann schickten sie mich zurück, den man hatte ihn wiedergeholt - noch mal eine halbe Stunde - dann kam der Arzt und meinte es wäre gut, dass er tot wäre, ansonsten wäre er ein Schwerstpflegefall, den der Kopf wäre weg gewesen
was dann passiert ist habe ich nur wie im Nebel wahrgenommen, man hat meinen Mann auf unser Sofa im Wohnzimmer gelegt, meine Tochter aus Stuttgart war auf einmal da, der Pfarrer, ein Arzt für den Totenschein, die Nachbarn, die sich verabschieden wollten und nachmittags der Diakon, der mir beistehen wollte und der uns genau sagte was zu tun ist
ICH habe gelernt, dass man vor dem Sterbenden nicht  fortlaufen soll, dass es sinnvoll wenn auch die Nachbarn kommen um Abschied zu nehmen - Niemand konnte es fassen, denn mein Mann war nicht krank gewesen, der plötzliche Herztod war in seiner Familie öfter aufgetreten - ich merke, dass diese Schilderung mich immer noch sehr aufwühlt - aber ich meine wir müssen lernen auch über diesen Teil unseres Lebens sprechen
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 13:54
Absolut, liebe @ Paeffche! Der Tode gehört zum Leben, und wenn er in der modernen Gesellschaft nicht so tabuisiert würde, wäre das vermutlich erheblich gesünder und entlastend für den Einzelnen und die Gemeinschaft.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 14:06
@KK3 - dass Du Dich da engagierst finde ich bewunderswert - eine Freundin von mir ist da auch engagiert
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 20:04
Rena  "In den letzten Stunden gibt es auch keine Gespräche mehr".

Gespräche nicht, dass ist mir schon klar.
Aber dem Sterbenden werden fremde Menschen vor die Nase gesetzt, die ihn voll labern.
Oder sie betätscheln den noch Lebenden sogar,  der sich nicht mehr wehren kann.

Ich finde das schrecklich und wie gesagt:
Menschenverachtend und übergriffig.
Aber das ist mein Empfinden.
 
Rena 15.10.2021 20:13
Volkgelabert und betatscht wird keiner der dass nicht möchte.
Aber wenn eine Hand die meine sucht ist sie da.
 
Rena 15.10.2021 20:18
Heidi, das stimmt.
Wir kennen unsere Bewohner und führen vorher das wichtige Gespräch.
Wir wissen auch wer zu wem passt.
Und wir sehen ja ob sich was ändert.
Wenn einer allein sein will, stirbt er alleine.
Viele tun das.
Aber oft halten wir eine Hand oder spielen die Lieblings CD.
Jeder stirbt seinen eigenen Tod und der weg findet sich.
Und der weggefährte auch. 

Es gibt unruhige und ruhige.
Aber am Ende  ist es ein einschlafen.
 
(Nutzer gelöscht) 15.10.2021 21:52
Rena, ich bezog mich auf Fremde und ganz allgemein.
Du scheinst keine Fremde zu sein, denn Du bist ganz nahe beim Patient.
Ich glaube Dir das Du Deine Tätigkeit in der Hospiz sehr ernst nimmst und das nötige Feingefühl für diese Menschen und die unterschiedlichsten  Situationen  hast.
Aber ich traue mir zu behaupten dass das nicht immer und überall so ist. Leider.  
 
Rena 15.10.2021 22:05
Das stimmt.
Es gibt Häusser, die können es nicht alleine, da kommt eine Hospizgruppe. Und wenn die kommen ist es erst mal ein fremder. Und wenn sie sehr spät kommen... gibt es kein kennenlernen mehr.
 
hansfeuerstein 17.10.2021 00:26
Es ist schon richtig, dass man bei einer Reanimierung die nächsten Verwandten oder Lebenspartner nicht zusehen lässt, denn das sieht von aussen brutal aus. Es ist körperliche Schwerstarbeit für diejenigen, die sie leisten. Meist sind sie danach Schweiß
gebadet. Die moderne Gesellschaft würde am Liebsten alles ausblenden, was keinen Spaß macht. Das geht nicht. Bei meiner Großmutter hab ich als Kind im bäuerlichen Mileu noch erlebt, wie alle Frauen zusammenkamen und genau wussten was zu tun sei. Es ging zu, wie bei einer häuslichen Geburt.
 
Sozia 17.10.2021 13:11
Erst kürzlich las ich einen Bericht über eine Sterbeamme.
Das wusste ich gar nicht, daß es sowas gibt.
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