Wenn man einer Sache schaden will,
befolge man dieses Rezept:
Man überrumpelt arglose Menschen mit provozierenden Fragen.
Unter den so Überfallenen werden immer einige sein, die nicht gleich aus dem Stehgreif mit den geschliffenen Antworten und der geschmeidigen Beredsamkeit eines Medienprofis mithalten.
Dann reißt man die angreifbarsten Antworten noch möglichst aus den Gesamtzusammenhang, verpasst sie mit beißenden Kommentaren, kombiniert sie mit bestimmten Bildern, spielt noch an gewollten Stellen den Ton von Lachern ein und schon hat das ganze nichts mehr mit der Wahrheit zu tun
und ist in keiner Weise repräsentativ für das Anliegen der 5000 Marschteilnehmer.
Was der "Marsch für das Leben" wirklich ist und will, das blieb gewollt auf der Stecke.
Das Ziel ist durchsichtig und liegt auf der Hand:
Das ganze so lächerlich zu machen, dass das Anliegen möglichst abgetan, die Stimme der 5000 für das Lebensrecht neutralisiert und andere Menschen dazu gebracht werden, sich vom Marsch zu distanzieren.
Auffällig auch: Die Fragen stürzten sich auf den Themenbereich Religion und Sexualethik;
Hauptthema des Marsches ist aber das Lebensrecht.
Tja, in der Schule hätte es geheißen: "Thema verfehlt".
Aber das sagt auch schon alles: Um eine echte Auseinandersetzung mit dem wichtigem Thema ging es gewollt gar nicht, obwohl das eine lohnende Aufgabe für eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstallt wäre,
zumal der auf Grundlage des Grundgesetzes formulierte Auftrag des Bundesverfassungsgerichtes fortbesteht, das Leben (eben auch das ungeborene) zu schützen.
Das gehört nicht in eine Satire-Sendung? Eben!
Dass das ZDF nur blödelnde Satiriker zu einer Veranstaltung schickt, auf der es um bitter ernste Dinge wie Euthanasie geht und in Ehrfurcht auch der 300.000 Euthanasie-Opfer der NS-Diktatur gedacht wurde, ist schon ein bisschen arm.
Dass die flapsige Anspielung van der Horsts auf den Kreuzestod Jesu in verletzender Weise ins Blasphemische ging, fällt da schon kaum noch auf.
Bleibt noch die Frage: Wenn nach Meinung der "heute-show" schon friedliche Gehsteigberatung von Lebensrechtlern mit der Scharia-Polizei zu vergleichen sei,
womit sind dann die aggressiven Hass-Parolen (z.B. "Kinder sind Kacke"
, die öffentlichen Zertrümmerungen von Kreuzen, die Tätlichkeiten und Rempeleien und schließlich der nächtliche Anschlag auf die Zentrale des Bundesverbandes-Lebensrecht durch die "Gegen-Demonstranten" zu vergleichen??? In diesem Kontext auch noch die Polizei in Ausübung ihrer in einer Demokratie selbstverständlichen Aufgabe, den Marschteilnehmern die Ausübung ihres Demonstrationsrechtes zu ermöglichen, als Prügelnde zu diffamieren, ist besonders albern und kindisch von Fernsehleuten, die ja auch auf ihr Recht pochen, überall ungehindert zu filmen, zu fragen und zu reden, was ohne unseren Rechtsstaat mit seiner Polizei und den Fernseh- und Rundfunkgebühren ja gar nicht möglich wäre.
Wie kann man diesen Leuten auf die Finger klopfen ?

Jetzt
Hätte sich das ZDF-Team auch getraut,
so etwas bei Moslems zu machen, als zum Beispiel Tausende Moslems in deutschen Städten antisemitisch gegen Israel gehetzt haben während des Gaza-Konflikts?
Oder sind diese ZDF-Leute schon mal bei einer salafistischen Kundgebung gewesen, um die Leute zu veralbern?
Übrigens ist es so dermaßen dumm und vulgär,
Leute zu veralbern, die sich gegen die Tötung ungeborener, unschuldiger Kinder einsetzen.
Ein solches Verhalten der ZDF-Leute zeigt mir, wie wenig Respekt diese Leute
vor menschlichem Leben allgemein haben
und damit letztendlich vor dem Schöpfer.