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Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern - muss ich als Christ immer vergeben !?

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern - muss ich als Christ immer vergeben !?
Ihr Lieben,

die Macht der Vergebung ist groß. Was tun wenn aber aufgrund eines Traumas oder einer tiefen seelischen Verletzung Vergebung schwer fällt und nicht aufrichtig getan werden kann ?

Eine Frau sagte heute nach dem GoDi, dass ein Christ IMMER vergeben muss.
Wie seht ihr das ?

Die biblische Grundlage

• Das Gebot Jesu: In Matthäus 6,14-15 stellt Jesus einen direkten Zusammenhang her: Wer anderen Menschen ihre Verfehlungen nicht vergibt, dem werde auch von Gott nicht vergeben.

• Das Maß der Vergebung: Christen sollen einander so vergeben, wie Gott ihnen in Christus vergeben hat (Eph 4,32).

• Bedingung der Reue? Einige Bibelstellen (wie Lukas 17,3-4) nennen die Reue des Täters als Voraussetzung für das Aussprechen der Vergebung („wenn es ihn reut, so vergib ihm“). Andere Traditionen betonen die innere Haltung, den Groll loszulassen, um nicht selbst an Bitterkeit und Unversöhnlichkeit zu zerbrechen.

Kommentare

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Digrilimele 01.11.2026 17:12
Man sollte als Christ immer vergeben, denn schließlich, möchten wir,  dass auch unser Vater im Himmel uns vergibt.

Wir müssen davon ausgehen, dass unser Gegenüber entweder von seiner natürlichen Natur beherrscht wurde oder evtl. dämonisch beeinflusst  war oder vielleicht sogar beides.

" Segnet die euch verfluchen"
 
HerziSchlag 01.11.2026 17:23
Wir haben das Vorrecht zu vergeben... wer nicht vergibt, ist gebunden.

Bei tiefen Verletzungen braucht das aber vielleicht einen Weg. Erstmal Gefühle zulassen und mit Jesus anschauen.... und dann erst vergeben, wenn man wirklich bereit ist.

Schnell mal "vergeben" und sich nicht wirklich damit auseinandersetzen kann Verdrängung sein... 

Leider oft in christlichen Kreisen so verstanden. "Vergeben", Wut und Schmerz bleiben in der Seele und fressen weiter auf. DAS ist meiner Ansicht nach nicht das was Jesus anbietet oder möchte!

Leben im Licht heißt auch ehrlich zu sich zu sein. Bin ich wirklich bereit zu vergeben? Will ich bereit werden? ...

Letztlich werde ich nur heil und frei, wenn ich vergebe. Wenn ich Vergebung als Muss sehe, habe ich Gottes Geschenk am Kreuz noch nicht verstanden.
 
israelgreece2019 01.11.2026 17:29
Vergebung ja!
Wenn derjenige sein Fehlverhalten zugibt, sich entschuldigt, ist es die einfachste Variante des Vergebens. 
Das "Vergeben" kann aber auch im inneren erfolgen, wenn man die Sache im Gebet vor den Herrn bringt, es abgibt und somit loslässt. Selbst wenn es zähneknirschenderweise geschieht...wobei ich auch aus Erfahrung spreche, wird man Befreiung erleben. Diese zerknirschenden Gedanken können sich im Inneren nicht mehr ausbreiten und ggf. Schaden auch auf der gesundheitlichen Ebene anrichten. Gedanken können zu Mauern bis hin zu Festungen werden. 
Man muss nicht zu demjenigen gehen, der mir vielleicht noch immer nicht wohlgesonnen ist, und ein großartiges Vergebungsritual inszenieren, was dieser Mensch möglicherweise eh' nicht zu schätzen weiß, ein stilles, ausgesprochenes Vergeben vorm Herrn und ein Loslassen - das ist wichtig.
Vergeben heißt auch nicht mit dem anderen eine dicke Freundschaft aufbauen zu müssen, auch müssen wir keinen engen Kontakt pflegen, selbst wenn es sich um Christen handelt, denn auch die können Schaden genug anrichten, andere verletzen, betrügen etc. aber das ist, was sie selbst letztendlich vor Gott verantworten müssen. Wir, für uns, haben das getan was wir sollen: vergeben.

....und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben denjenigen, die an uns schuldig geworden sind.... -Vaterunser-

Zum Thema Vergebung gibt es einige sehr gute Predigten von Bayless Conley über YouTube oder Bibel TV
 
malen 01.11.2026 17:51
Vergebung ist ein Lebenstil von Christen hab ich in einer Predigt mal gehört, also Christen sollen vergebungsbereit sein. 
es gibt da eine pädagogische und eine therapeutische Ebene, 
die pädagogische ist, ich entscheide mich aus Vernunftsgründen zu vergeben, weil das im Wort steht, weil ich gehorsam sein will, weil das letztlich auch gut für mich ist, 
die therapeutische ist, wenn ich Jesu bedingungslose Liebe erlebe, dann kann ich die Not von Tätern sehen und hab ein Erbarmen, das mich verstehen und vergeben läßt und zwar von Herzen, 
am Gnadenstrom angeschlossen, kann ich selbst gnädig sein ..........

wer traumatisiert ist sollte nicht der Illusion aufsitzen mit Vergebung wird das Trauma heil und auch nicht die Auswirkungen
und niemand sollte so etwas auch versprechen, da gilt es schon zu differenzieren, Vergebung ist wichtig, oft der erste Schritt zur Heilung, aber von dort muss es weiter gehen

Vergebung ist auch nicht Versöhnung und natürlich kann ich vergeben oder mich zur Vergebung entscheiden ohne dass mich der Verletzer darum gebeten hat, das geht unabhängig, 

ich habe in einer Andacht einmal einen Mönch sprechen hören, der meinte Vergebung ginge nur dann, wenn ich darum gebeten werden, das ist ein Irrtum, Vergebung geht jederzeit und ist unabhängig von der anderen Person und ihrer Postition zur Tat
 
malen 01.11.2026 17:54
vorschnelle Vergebung kann auch eine Konfliktvermeidungsstrategie sein, die nicht wirklich weiter bringt, genauso die Forderung danach
 
Sozo 01.11.2026 18:04
Jesus hat uns bereits vollkommen vergeben, alle unsere Sünden. Das geschah am Kreuz. Seine Vergebungsbereitschaft ist nicht abhängig von unserer Vergebungsfähigkeit gegenüber anderen Menschen. Das kann großen Druck erzeugen und die Not verschlimmern, wenn solche Aussagen gemacht werden, dass ein Christ immer vergeben MUSS.
 
DaddysGirl 01.11.2026 18:21
So sehe ich es auch. Es ist kein MUSS. 

Ich vergebe erst dann, wenn ich es auch aus tiefstem Herzen empfinde und auch dahinterstehe. 

Ansonsten ist es auch keine echte Vergebung.

Wenn ein Suchender mich fragt, sage ich auch nicht du musst vergeben. Wir beten darum, dass Gott hilft, dass er irgendwann dem anderen vergeben kann.

Vergebung ist befreiend und heilsam, aber es soll kein Zwang sein
 
Angelina71 01.11.2026 18:25
Vergebung ist oft keine einfache Sache für uns Christen. 
Sie kann nur durch das Wirken des heiligen Geistes in uns entstehen.
Und es kann manchmal auch ein langer Prozess sein. Unser Zutun ist wohl einzig die Entscheidung, dass wir gerne vergeben wollen, und selbst wenn es am Wollen mangelt,
Gott schenkt das Wollen und das Vollbringen.

Wir sollten mit uns selbst, und auch Gott gegenüber immer ehrlich sein, und aussprechen was und wie wir gerade fühlen, auch wenn das negative Gefühle sind, die wir einem Menschen gegenüber noch haben. 
Es reicht alleine die Bitte an Jesus uns da weiter zu helfen.
 
LTF81 01.11.2026 18:30
Wenn ich über Vergebung nachdenke fallen mir verschiedene Aspekte ein.
Am wichtigsten scheint mir eine Herzenshaltung zu haben und zu sagen "Herr ich will vergeben". Vielleicht bin ich noch zu sehr verletzt oder traumatisiert, doch das weiß Gott auch. Ich denke manchmal muss man sich auch erst mal um seine eigene Seele kümmern, doch zumindest es vorzuhaben und das vor Gott auszusprechen halte ich für wichtig.
 
Ben78 01.11.2026 18:34
► Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wo ihr etwas gegen einen anderen habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergibt. (Mk11,25)

► Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben mal (Mt18,21)

► Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm! Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es; so sollst du ihm vergeben. (Lk17,3)

Gepriesen sei der Herr!!!

► Und vergib uns unsre Schuld, wie wir unsern Schuldigern vergeben. (Mt6,12)

Vielleicht heißt es deshalb, dass wir gerichtet werden, wie wir richten.

► Denn wenn ihr den Menschen ihre Fehler vergebt, dann wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben. (Mt6,14)

► Also wird auch mein himmlischer Vater euch tun, so ihr nicht von Herzen vergebet, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. (Mt18,35)

► Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, dann wird auch euch vergeben. (Lk6,37)

► Vergebt dem andern, genauso wie Gott euch vergeben hat in Jesus. (Eph4,32)

► Und vertragt euch unter einander und vergebet euch gegenseitig, wenn jemand Klage gegen einen anderen hat -genauso wie Jesus euch vergeben hat, so auch ihr. (Kol3,13)
 
Ben78 01.11.2026 18:38
Scheint irgendwie wichtig gewesen zu sein 🤔

Wie hat denn Jesus reagiert, als er misshandelt wurde?

► Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! (Lk23,34)

Und wie haben es seine Jünger später gemacht?

► Und sie steinigten den Stephanus (grausam, schmerzhaft, äußerst gemein und unbarmherzig), der aber betete und niederkniend rief er mit lauter Stimme: Herr Jesus, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, verschied er.
 
Ben78 01.11.2026 18:40
Der Herr Jesus legte natürlich noch einen oben drauf:

► Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid (Mt5,44)

► Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen! (Lk6,27)

usw.
 
Angelina71 01.11.2026 18:41
Ich selbst habe schon mehrmals die gute Erfahrung gemacht, dass Gott mein Gebet sehr promt und zuverlässig erhört hat, wenn ich um Frieden und SEIN Eingreifen gebeten habe, dort wo es in meinem Leben zu Auseinandersetzungen und Angriffen gegen mich gekommen ist.
Z. Beispiel am Arbeitsplatz. 
Mein menschlicher Impuls war eigentlich, mich zur Wehr zu setzen, und selbst in den Angriffsmodus zu gehen. Aber Gott hat das tatsächlich auf SEINE wunderbare Art und Weise gelöst.
In einem Fall z.B. (in der Arbeit) wo sich eine Person bei mir entschuldigt hatte, da wo ich es nie erwartet hätte.
Das hat so befreit und mir auch mal wieder gezeigt, es lohnt sich immer mit allen Anliegen zu Jesus zu gehen.
 
Ben78 01.11.2026 18:44
Sobald ich merke, dass es etwas in meinem Herzen gibt, das nicht vergeben kann oder nicht vergeben möchte, bringe ich das sofort vor den Herrn Jesus (meistens jedenfalls, wenn ich mich dabei "erwische"zwinkerndes Smiley, "Herr, danke, dass ich das erkennen darf. Bitte komme du in dieses Gebiet. ICH WILL VERGEBEN! Aber ein Teil von mir ist frustriert / gekränkt usw. Es fällt mir gerade schwer. Darum bitte ich dich, in mein Herz und in das Herz des anderen zu kommen. Ich gehöre dir, bitte verändere mich.". (so ähnlich jedenfalls)
 
Angelina71 01.11.2026 18:49
@Ben,
ja genau. Das finde ich so großartig an unserem Gott.
Wir sollen nicht heucheln vor IHM, und das müssen wir auch nicht. ER sieht ohnehin in unser Herz, und kennt alle unsere tiefsten Empfindungen.
ER weiß, dass wir selbst aus uns heraus oft, oder fast immer unfähig sind das Gute zu wollen.
Aber der heilige Geist kann das in uns bewirken.
 
hansfeuerstein 01.11.2026 18:54
Auch als Christ muss man die Balance finden zwischen Vergebung und suicidal Emphatie.
D.h. die innere Vergebung darf einen nicht daran hindern, den Selbsterhaltungstrieb auszuschalten.
 
hansfeuerstein 01.11.2026 18:56
"nicht auszuschalten" muss es natürlich heissen.
 
Angelina71 01.11.2026 19:00
@Hans 
dein Kommentar ergibt für mich gar keinen Sinn.

Jesus selbst hat am Kreuz vor SEINEM Tod noch gebetet: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
Und ebenso waren auch die Märthyrer in der Lage ihren Peinigern zu vergeben. Das kann natürlich nur der heilige Geist bewirken.
 
hansfeuerstein 01.11.2026 19:08
So einfach kann man sich das eben nicht machen. Denn, man hat z.B. als christliche Gesellschaft eine Verantwortung nicht nur für sich, sondern für alle zukünftigen Generationen.
Wer da nicht wehrhaft und mit Selbsterhaltungstrieb ausgestattet agiert, macht sich sogar schuldig. Selbstverständlich ist es Pflicht eines Christen, verantwortlich nicht nur für sich, sondern auch für andere und für künftige Generationen zu handelen. Daher, gehört schon mehr dazu.
 
hansfeuerstein 01.11.2026 19:12
Es kann z.B. auch Pflicht sein, sich von einem gewalttätigen Ehemann zu trennen, wenn Kinder da sind....selbst wenn man vergibt muss man aus der suzidalen Haltung heraus, weil man nicht nur für sich sondern auch für andere Verantwortung hat...
 
HerziSchlag 01.11.2026 19:19
Vergeben heißt doch aber nicht, dass man keine gesunden Grenzen mehr setzen darf.

IM GEGENTEIL: Vergebung und Versöhnung auch mit sich selbst führt dazu, dass man gut gesunde Grenzen setzen kann...
 
Paulada 01.11.2026 19:21
Tja, das Ich soll sterben. Aber das kann nur durch die Liebe Gottes gehen. Gott will keine Suizidaltoten (oder wie würde man das nennen?). Gott will, dass wir schlicht und einfach lieben. 
Wer Gottes Vergebung erfahren hat, weiß wie das ist und fragt auch nicht mehr danach, OB man vergeben SOLL. --> Die Antwort ist ganz klar: JA! 
(Und ob man IMMER vergeben soll, hat Jesus später am Kreuz klar gemacht.) 
Die Jünger haben auch gefragt und haben seine klare Antwort erhalten. Von ihm, der lebendigen Liebe selbst.
Dennoch konnten sie das damals noch nicht so recht verstehen...später sicher schon. 
Es ist alles im Wort geschrieben und von Jesus gelebt. Und wir sollen so sein, wie Jesus. Müssen aber da rein wachsen. Jesus war vollkommen. Und da wir unvollkommen sind und er das weiß, müssen wir nicht verzweifeln, denn wir haben einen einzigartigen Helfer, Tröster und Befähiger. 
Unser Weg ist immer der zum HERRN. Sich ihm hingeben. Ihn fragen. Bitten. All die Tugenden gebrauchen lernen, die es dazu braucht. Geduld. Glaube. Beharrlichkeit. Liebe.
 
Angelina71 01.11.2026 19:24
Vergebung bedeutet einem anderen Menschen die Schuld nicht nachzutragen,
und das andere ist Selbstfürsorge, und ist ohnehin im Sinne Gottes. Gehört also automatisch mit dazu.

Muß glaube ich nicht extra erklärt werden.
 
Angelina71 01.11.2026 19:31
Eine Userin hier hat mal geschrieben:
Man kann Menschen auch aus der Entfernung lieben.

Das finde ich eine gute Einstellung.
Wenn es sich um Menschen handelt, die mir nicht gut tun, und ständig meine Grenzen überschreiten. dann darf ich mich auch als Christ abgrenzen, und den Kontakt reduzieren, oder wenn nötig abbrechen.
Es sollte nur kein Groll gegen eine Person gehegt werden. Denn damit schadet man sich im Enddefekt nur selbst.
 
malen 01.11.2026 19:34
na ja, ihr Lieben, also wenn man die Liste von Bens Bibelversen liest, habe ich schon das Verständnis, dass es hier auch um Selbstaufgabe geht, erst recht, wenn einem die Kreuzestat Jesus vorgehalten wird. Wir sind in der Nachfolge , also sollen wir auch so vergeben, wie Jesus. 

Das macht Druck und das erzeugt Selbstverleugnung der krassesten Art. 

Ben, wenn du das kannst, dann ist das richtig super. 

Ich kann das so nicht, ohne meinen Selbsterhaltungstrieb auszuschalten. Ich muss ihn komplett ausschalten um diesen Bibelversen gerecht zu werden. 

Was sehr leicht vergessen wird zu erwähnen, Jesus war im Vater und in Seiner Liebe , er war erfüllt von seiner Liebe, von seiner Sicht, von IHM. 

Wenn du das auch so bist wie Jesus, dann kann man das sicherlich alles so erfüllen, bzw. dann versteht man Jesus auch richtig. 

Wenn man aber nicht in dieser Liebe ist, dann wird das zum Terror mit dem man Menschen richtig quälen kann. Damit trennt man sie von ihrem Selbst und ich möchte gerne darauf hin weisen, dass dieses Selbst von Gott gegeben ist und für ihn wertvoll und kostbar ist, so sehr, dass er ans Kreuz gegangen ist um uns zu gewinnen. 

Dabei sollte man das Selbst nicht mit dem Ego verwechseln. 

Diese Liste von Bibelversen dient sehr gut dazu mit Gott ins Gespräch zu kommen, wie er das gemeint hat, für mich in meinem Leben, mit der oder der Person, mit der oder der Verletzung, mit der oder der Situation. 

Alles über einen Listenkamm zu scheren geht nicht. Damit kann man Menschen ebenfalls extremst verletzen und in neue Traumatisierung treiben, also bitte, ein wenig Achtung wäre schon gut. 

Das Wort ist super, aber es ist auch mächtig und sollte nicht inflationär geworfen werden. 

Also jedem an den Kopf. 

Meine Meinung.
 
malen 01.11.2026 19:38
und zum Beispiel von Stephanus fällt mir noch ein, er sah den Himmel offen, er sah Gott und Jesus.................. und dann hast du auch SEINE Sicht
 
Angelina71 01.11.2026 19:46
Also ich persönlich empfinde Bibelstellen nie als Terror, und auch nicht als Druck.

Denn ich kenne Jesus, und weiß dass er die Liebe in Person ist.
Und der heilige Geist arbeitet zwar an uns, aber niemals erzeugt er Angst, oder Druck.
Das ist eher die Handschrift Satans
 
Digrilimele 01.11.2026 19:55
Genau, ich sehe es als Freheit der Kinder Gottes vergeben zu dürfen und es auch zu können, durch den,  der in uns lebt.Hallelujah

Druck, wie du schriebst, kommt immer vom Ankäger, dem Teufel,  liebe Sozo, niemals von Gott.
 
Paulada 01.11.2026 19:59
Oh wie sehr unterscheiden sich Gottes Gedanken von unseren Gedanken. 
Und wir selbst machen uns von unseren eigenen - all zu oft schlechten !! - Gefühlen abhängig.

Können wir es ermessen, was es Gott gekostet hat, seinen einzigen Sohn für uns verbogene Menschen herzugeben, verbluten und leiden zu lassen? Wer kann das ermessen? NIEMAND ! 
Und dann hat er nur diese Bitte, die wir selber nicht mal erfüllen können. Uns selber damit quälen. Rumeiern. Immer irgendwelche Gründe finden, um uns das mit dem "anderen vergeben" passend zu machen.

Wir müssen der Gefahr manchmal direkt ins Auge schauen. 
DAS geht nur mit Gott! Gott will ja helfen. Warum dann so verzweifeln oder ängsten.
Wir sollen alle unsere Sorgen auf ihn werfen. Aktiv werden. Nicht anhalten oder abbiegen, nur weil wir nicht wissen, wie wir das tun sollen. Und wer mit Augen zu und durch weiter machen will, merkt dann irgendwann, dass es das wohl nicht gebracht hat.

Jesus vor die Füße fallen. Schrei, wenn es anders nicht geht. Schimpf. Ja. Ich sage immer: Gott hält das aus. Und wenn alles raus ist, dann ist Platz für was neues!
Gott will auch, dass wir uns vor ihm heiligen. Uns reinigen. 
Ich empfehle die biblische Auseinandersetzung mit dem Thema der Heiligung. Studiere das. Geh mit Gott ins Gespräch. Und an Gott darfst du Erwartungen haben. Nur die Besten 🙂

Vergebt mir, wenn ich durch das ständige WIR verallgemeinert habe. Ich will hier niemanden in etwas hineinzwängen !!
Wo der Geist ist, da ist Freiheit!!
Wenn man zu Jesus geht, sich die Zeit nimmt, wird man für seine Aufgaben ausgerüstet. Man lernt. Oder empfängt Trost. Oder auch ganz viel verschiedenes zusammen. 

Jesus war ganz nah mit seinem Vater. Deshalb war er stark und konnte tun, was er von ihm wollte. Wer von uns tun will, was Gott von ihm fordert, muss mit Gott nah sein.

Das lasse ich mir mittlerweile sagen und ich muss es gesagt bekommen, weil ich auch so ein verbogener Mensch in dieser bitteren Welt bin.

Unser Gott ist vollkommen und unser Jesus ist vollkommen und sein heiliger Geist ist vollkommen - wir haben alles, was wir brauchen, für das Unmögliche.
 
Paulada 01.11.2026 20:04
Und damit verabschiede ich mich für heute !
Liebe Christenmenschen, seid gesegnet und einen guten Abend und Nacht, wünsche ich euch 💝
 
Angelina71 01.11.2026 20:26
@Paulada
Wo der Geist ist, da ist Freiheit!!
Wenn man zu Jesus geht, sich die Zeit nimmt, wird man für seine Aufgaben ausgerüstet. Man lernt. Oder empfängt Trost. Oder auch ganz viel verschiedenes zusammen


Danke, besonders für die obigen Zeilen.
Die sprechen mir auch aus dem Herzen. Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit!
Da ist Freiheit von Druck, von Angst, von Leistungsdenken.
SEIN Wort wird leider so oft mißverstanden, bzw mißgedeutet.
 
Digrilimele 01.11.2026 20:30
Wir haben sowohl die Freiheit zu lieben als auch zu vergeben, beides setzt voraus, dass wir in Christus sind.
 
Digrilimele 01.11.2026 20:30
ER ist der Weg
 
DaddysGirl 01.11.2026 20:54
Amen so ist es. Halleluja
 
Bambus2026 02.11.2026 08:08
Ich glaube dass Gott dem Einzelnen wirklich nur dann vergibt wenn der Einzelne auch seinen Mitmenschen vergibt.
Das ist quasi das Gebot der Liebe.
 
Lavendeltee 02.11.2026 08:41
Ich werde jeden Tag durch das Vaterunser daran erinnert.
Welch Gnade.

Im Vaterunser wird schon gelehrt, dass wir anderen vergeben sollen, wie auch Gott uns vergibt.
Für mich bedeutet Vergebung nicht immer, dass ich nen Radargummi zur Hand nehme und es ausradiere, so als hätte es den Schmerz nie gegeben.
Ich darf diese Last des Schmerzes/Wut meinem Vater bringen, IHM anvertrauen und loslassen/IHM übergeben.
So verändert es auch meine Blickrichtung.
Wenn ich es zu lange mit mir herumtrage, wird es bitter.

Wiederum kann es sein, dass ich schneller vergeben kann, aber das Vertrauen dennoch angeknackst ist. 
Auch das benötigt Zeit...und manchmal eben auch Konsequenzen und Grenzen.


Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er umkehrt, vergib ihm!
Lukas 17,3
Vergebung ist nicht: so tun, als wäre nichts gewesen. Sie steht auch in einem Rahmen aus Wahrheit, Zurechtweisung?!


Fällt es mir immer leicht?
Neee...
Vergebung ist auch oftmals ein Prozess , auch mit Rückschlägen...und einem sachte öffnen meines Herzens.

Gott sieht die ganze Geschichte, einschließlich des Schmerzes unter der Verletzung und Wut, und begegnet mir genau dort, wo ich bin, nicht dort, wo ich sein möchte.
Und genau dort wartet die Gnade und Barmherzigkeit auf mich....

Oder wie es in dem schönen Lied heißt:

Ich laufe zum Vater,
der mir Gnade schenkt,
werd mich nicht verstecken
vor dem, der mich kennt.
Mein Herz braucht jetzt Heilung,
es braucht einen Freund.
Darum lauf ich zum Vater.
Ich lauf und ich lauf
und ich laufe zu Gott.
 
hansfeuerstein 02.11.2026 13:07
An Selbstaufgabe ist nichts super. Man muss als Christ durchaus auch seinen Verstand und seine Wehrhaftigkeit einschalten. Es kann notwendig und geboten sein, bis zum äußersten jemanden oder etwas zu bekämpfen, und dennoch persönlich vergebungsbereit sein. Wie schon geschrieben, gerade unter Christen gibt es das Phänomen der sucidal Emphatie.
 
DaddysGirl 02.11.2026 18:13
@Bambus wenn Gott uns erst dann vergibt wenn wir dem Schuldigen vergeben haben, warum dann der Kreuzestod Jesu ?
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