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Tagesheiliger, 28. Oktober: SIMON DER EIFERER

Tagesheiliger, 28. Oktober: SIMON DER EIFERER


Anthonis van Dyck, Der Apostel Simon, um 1618, The J. Paul Getty Museum, Los Angeles
Apostel, Märtyrer
Namensdeutung: Gott erhört (hebr.)
Namenstage: Simon, Simeon, Schimon, weibl.: Simone, Simona
Gedenktag: 28. Oktober
Lebensdaten: gestorben 65 in Südarmenien

Lebensgeschichte: Simon mit dem Beinamen „Kananäus“ oder „der Zelot“ wird in den Apostellisten der drei synoptischen Evangelien sowie in der Apostelgeschichte erwähnt (Mt 10,4, Mk 3,18, Lk 6,15, Apg 1,13). Obwohl sein Beiname kananaios (von hebräisch qana) oder zelotes schlicht „der Eiferer“ bedeutet, wurde Simon der antirömischen Widerstandsgruppe der Zeloten zugerechnet und mit dem Bräutigam von der Hochzeit in Kana identifiziert. Da die Bezeichnung eines Apostels als „Zelot“ Anstoß im Römischen Reich erregt hätte, benutzte man lieber die griechische Transliteration des hebräischen Ausdrucks – den aber niemand mehr verstand.

Während die ostkirchliche Tradition diesen Simon vom Herrenbruder Simon, dem Sohn des Klopas und zweiten Vorsteher der Jerusalemer Gemeinde, stets unterschieden hat, stifteten die lateinischen Väter weiter Verwirrung: Hippolyt von Rom behauptete, auch der Herrenbruder Simon hätte „der Zelot“ geheißen, Hieronymus, der ihn nicht einordnen konnte, überging ihn einfach, und Isidor von Sevilla setzte beide gleich, was sich in der Goldenen Legende niedergeschlagen hat.

Der glaubwürdigsten Überlieferung nach wirkte Simon zuerst in Ägypten und bei den Berbern als Glaubensbote, bevor er „jenseits des Euphrats“, das heißt im Partherreich, zusammen mit Judas Thaddäus missionarisch tätig wurde. Im heutigen Armenien erlitten beide gemeinsam das Martyrium: Judas wurde zu Tode geprügelt, Simon mit einer Säge entzweigeteilt. Nach der Geschichte Armeniens von Moses von Choren (5. Jahrhundert) geschah dies in Weriosphora im Königreich Iberien (entspricht in etwa Südarmenien). Auch das heutige Kloster Nowy Afon (Neuer Athos) im heutigen Abchasien beansprucht, über Simons Grab errichtet worden zu sein.

Verehrung und Brauchtum: Reliquien der Apostel Simon und Judas Thaddäus werden unter anderem im Petersdom und in der Kölner St. Andreaskirche verehrt. Heilkräftig soll der Simonsbrunnen hinter der Abteikirche von Sayn bei Neuwied sein.

Darstellung: mit Säge, Keule, Schwert, Lanze oder Beil, mit Judas Thaddäus

Patron: von Goslar, der Färber, Gerber, Holzhauer, Lederarbeiter, Maurer, Waldarbeiter und Weber

Weitere Heilige des Tages:
Ælfred der Große, König
Fidelis von Como, Märtyrer
Judas Thaddäus, Apostel, Märtyrer
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender

Kommentare

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Herrklavierspieler 28.10.2026 10:23
Tageslesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser
Eph 2, 19–22

Schwestern und Brüder! Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde und ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Eckstein ist Christus Jesus selbst.
In ihm wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Durch ihn werdet auch ihr zu einer Wohnung Gottes im Geist miterbaut.

Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 6, 12–19

In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel: Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Simon, genannt der Zelot, Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.

Worte der Päpste
Die Evangelien zeigen uns, wie grundlegend das Gebet in der Beziehung Jesu mit seinen Jüngern war. Das wird bereits deutlich bei der Auswahl jener, die später die Apostel werden. Lukas stellt ihre Auswahl in einen bestimmten Gebetskontext hinein und sagt: »Es geschah aber in diesen Tagen, dass er auf einen Berg ging, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel« (6,12-13). Jesus wählt sie nach einer Nacht im Gebet aus. Es scheint in dieser Auswahl kein anderes Kriterium zu geben als das Gebet, das Gespräch Jesu mit dem Vater. Demnach zu urteilen, wie jene Männer sich später verhalten werden, könnte es scheinen, dass die Auswahl nicht die beste gewesen sei, denn alle sind geflohen, haben ihn vor dem Leiden allein gelassen; aber eben das, besonders die Anwesenheit des Judas, des späteren Verräters, beweist, dass jene Namen im Plan Gottes eingeschrieben waren. […] Diesem Schnelldurchgang durch das Evangelium entnehmen wir, dass Jesus nicht nur will, dass wir beten, wie er betet, sondern dass er uns auch versichert, dass wir, auch wenn unsere Gebetsversuche völlig vergeblich und wirkungslos wären, doch immer auf sein Gebet zählen können. Wir müssen uns dessen bewusst sein: Jesus betet für mich. […] Vergesst nicht: Jesus betet für mich – Jetzt? – Jetzt. Im Augen- blick der Prüfung, im Augenblick der Sünde, auch in jenem Augenblick betet Jesus mit viel Liebe für mich. (Papst Franziskus, Generalaudienz, 2. Juni 2021)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html
 
antonius34 28.10.2026 14:35
 
Engelslhaar 28.10.2026 18:05
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