Papst wird Ehrenmitglied der Eigenkirche von König Charles III.
24.10.2026 13:44
Papst wird Ehrenmitglied der Eigenkirche von König Charles III.
24.10.2026 13:44
Papst wird Ehrenmitglied der Eigenkirche von König Charles III.
London - Ein großes Zeichen der Ökumene: Papst Leo XIV. hat die Einladung von König Charles III. angenommen, Ehrenmitglied des Kapitels der königlichen St. George's Chapel zu werden. Auch Charles ist Ehrenkapitular in Rom.
Königliche Geste nach fünf Jahrhunderten Kirchenspaltung: Das katholische Kirchenoberhaupt Leo XIV. ist jetzt "Päpstlicher Mitbruder" des Leitungsorgans der St. George's Chapel in Windsor, der Kirche der britischen Monarchen. Wie das Königshaus am Freitag mitteilte, nahm Leo XIV. die Einladung von König Charles III. als Oberhaupt der anglikanischen Church of England an.
Die Leitung von St. George's Chapel sprach von einem Zeichen spiritueller Verbundenheit. Es würdige die Fortschritte der ökumenischen Beziehungen zwischen der römischen Kirche, der Kirche von England und der Anglikanischen Gemeinschaft. Der Akt spiegele zudem "die tiefe gegenseitige Wertschätzung zwischen Seiner Heiligkeit und Seiner Majestät sowie ihren gemeinsamen Wunsch nach christlicher Einheit".
"Königlicher Mitbruder"
Charles III. hatte bei seinem Staatsbesuch in Rom am 23. Oktober 2025 den Titel eines "Königlichen Mitbruders" der Papst-Basilika Sankt Paul vor den Mauern erhalten, zugleich bot er Papst Leo XIV. den Titel eines "Päpstlichen Mitbruders" seiner Eigenkirche an. Die Geste hatte einen aussöhnenden Charakter: Die Basilika war seit dem Mittelalter mit den englischen Herrschern besonders verbunden.
Unter Heinrich VIII., der noch 1521 den päpstlichen Ehrentitel eines "Verteidiger des Glaubens" erhalten hatte, kam es 1534 im Streit um die Annullierung der Ehe des Königs zum Bruch zwischen England und Rom und damit zum Entstehen der Church of England.
Eigener Platz in der Kirche
So wie König Charles III. einen eigenen Sitz im Chorgestühl von Sankt Paul vor den Mauern erhielt, soll auch für Leo XIV. ein besonderer Stuhl in St. George's Chapel installiert werden.
In der Mitteilung heißt es weiter: "Im Bewusstsein des Wertes der christlichen Einheit und in einer zunehmend polarisierten und turbulenten Welt haben sich der König und der Papst in christlicher Brüderlichkeit vereint und erhalten zum ersten Mal seit einem halben Jahrtausend religiöse Titel, die das Gemeinsame und nicht das Trennende zwischen der römisch-katholischen Kirche und der anglikanischen Kirche unterstreichen."
(KNA)
https://www.katholisch.de/papst-und-vatikan/papst-wird-ehrenmitglied-der-eigenkirche-von-koenig-charles-iii
Königliche Geste nach fünf Jahrhunderten Kirchenspaltung: Das katholische Kirchenoberhaupt Leo XIV. ist jetzt "Päpstlicher Mitbruder" des Leitungsorgans der St. George's Chapel in Windsor, der Kirche der britischen Monarchen. Wie das Königshaus am Freitag mitteilte, nahm Leo XIV. die Einladung von König Charles III. als Oberhaupt der anglikanischen Church of England an.
Die Leitung von St. George's Chapel sprach von einem Zeichen spiritueller Verbundenheit. Es würdige die Fortschritte der ökumenischen Beziehungen zwischen der römischen Kirche, der Kirche von England und der Anglikanischen Gemeinschaft. Der Akt spiegele zudem "die tiefe gegenseitige Wertschätzung zwischen Seiner Heiligkeit und Seiner Majestät sowie ihren gemeinsamen Wunsch nach christlicher Einheit".
"Königlicher Mitbruder"
Charles III. hatte bei seinem Staatsbesuch in Rom am 23. Oktober 2025 den Titel eines "Königlichen Mitbruders" der Papst-Basilika Sankt Paul vor den Mauern erhalten, zugleich bot er Papst Leo XIV. den Titel eines "Päpstlichen Mitbruders" seiner Eigenkirche an. Die Geste hatte einen aussöhnenden Charakter: Die Basilika war seit dem Mittelalter mit den englischen Herrschern besonders verbunden.
Unter Heinrich VIII., der noch 1521 den päpstlichen Ehrentitel eines "Verteidiger des Glaubens" erhalten hatte, kam es 1534 im Streit um die Annullierung der Ehe des Königs zum Bruch zwischen England und Rom und damit zum Entstehen der Church of England.
Eigener Platz in der Kirche
So wie König Charles III. einen eigenen Sitz im Chorgestühl von Sankt Paul vor den Mauern erhielt, soll auch für Leo XIV. ein besonderer Stuhl in St. George's Chapel installiert werden.
In der Mitteilung heißt es weiter: "Im Bewusstsein des Wertes der christlichen Einheit und in einer zunehmend polarisierten und turbulenten Welt haben sich der König und der Papst in christlicher Brüderlichkeit vereint und erhalten zum ersten Mal seit einem halben Jahrtausend religiöse Titel, die das Gemeinsame und nicht das Trennende zwischen der römisch-katholischen Kirche und der anglikanischen Kirche unterstreichen."
(KNA)
https://www.katholisch.de/papst-und-vatikan/papst-wird-ehrenmitglied-der-eigenkirche-von-koenig-charles-iii
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Shira 24.10.2026 17:29
Die 1.500 bis 3.000 Menschen, die damals bei der Spaltung der römisch-katholischen Kirche und der Entstehung der anglikanischen Kirche hingerichtet, getötet oder erhängt wurden, werden sich heute wohl im Grab umdrehen.
Herrklavierspieler 24.10.2026 17:55
Es gibt sehr viele Anglikaner, die nach Hause zurück kehren.
Sie sind keine Protestanten, sie haben noch alle 7 Sakramente, Liturgie ähnlich haben sich aber protestantisiert ( kein Zölibat, Frauenpriestertum, usw.)Es gibt sogar einen Fond für sie, um die Geistlichen, verheirateten, finanziell aufzufangen.
Selbstverständlich bleiben sie verheiratet, wenn sie konvertieren - es gibt darum auch verheiratete rk Priester. Das können z.b. Konvertiten sein.
Sie sind keine Protestanten, sie haben noch alle 7 Sakramente, Liturgie ähnlich haben sich aber protestantisiert ( kein Zölibat, Frauenpriestertum, usw.)Es gibt sogar einen Fond für sie, um die Geistlichen, verheirateten, finanziell aufzufangen.
Selbstverständlich bleiben sie verheiratet, wenn sie konvertieren - es gibt darum auch verheiratete rk Priester. Das können z.b. Konvertiten sein.
hansfeuerstein 25.10.2026 14:11
Ökumene kann man machen, es bleibt trotzdem jeder für sich. Die ganzen Strukturen sind allenthalben so etabliert, dass keiner sein eigenes Ding je aufgeben wird. Es war eine gewaltige Leistung die christliche Kirche über so viele Jahrhunderte so lange zusammenzuhalten, bis der christliche Glaube soweit etabliert war.

Jetzt