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📃 Wahres Sabbathalten

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Als die Juden CHRISTUS wegen der an einem Kranken vollbrachten Wohltat verfolgten, rechtfertigte ER Sich mit den Worten: "Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch." [JOH. 5,17] Seine Antwort entsprach wahrer Rechtfertigung Seines Handelns, denn das zu tun, was GOTT tut, entspricht vollkommener Gerechtigkeit. Zudem waren die Taten Christi keine Nachahmungen dessen, was der Vater tat. WĂ€ren sie das gewesen, wĂŒrden sie fĂŒr uns keine Lehre oder Hilfe enthalten, da sie keinerlei Verbindung zwischen IHM und den schwachen Menschen hĂ€tten erkennen lassen. Aber der HERR sagte: "Ich tue nichts von mir selbst aus.  ... Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke." [JOH. 8,28;14,10] [SLT] Es gibt keinen Menschen, der so schwach wĂ€re, dass er GOTT nicht in sich wirken lassen könnte – "beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen." [PHIL. 2,13]

CHRISTUS wurde [von der geistigen Leiterschaft] beschuldigt, den Sabbat zu brechen und tatsĂ€chlich brach ER den jĂŒdischen Sabbat, nicht jedoch den "Sabbat des Herrn." [2. MO. 20,10] Der jĂŒdische Sabbat bestand in formeller Einstellung jeglicher Arbeit am siebten Wochentag, selbst wenn dadurch Menschenleben verloren gingen. Er war lediglich ein Joch, eine Last, eine BuĂŸĂŒbung, durch die man sich fĂŒr gerecht zu erklĂ€ren glaubte. Er hatte nichts mit dem "Sabbat des Herrn" gemein, außer, dass er am selben Wochentag begangen wurde. Der "Sabbat des Herrn" entspricht einem Ruhen in GOTT und in Seinem Wort – ein Sich-Verlassen auf Sein Leben. Und da Sein Leben aus  tĂ€tig sein besteht – aus Dienen am NĂ€chsten – folgt daraus, dass wahre Sabbatheiligung bisweilen schwere körperliche Arbeit mit sich bringen kann. Wie lĂ€sst sich [nun] unterscheiden, welche Arbeiten am Sabbat zulĂ€ssig sind und welche nicht? Es lĂ€sst sich [zwar] keine Liste zulĂ€ssiger und unzulĂ€ssiger Arbeiten aufstellen, doch kann folgender Grundsatz als Richtschnur dienen. Jede Arbeit, die dem Wohl der leidenden Menschheit dient – sei es bei körperlichen oder seelischen Leiden – und aus der der Arbeitende keinerlei persönlichen Gewinn oder Nutzen zieht, außer dem Bewusstsein der Gegenwart Gottes, ist angemessene Sabbatarbeit. Wahre Sabbatheiligung entspricht dem Ruhen in GOTT – absoluter und vorbehaltloser Annahme Seines Wortes.

"Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch." Wie wirkt GOTT, und wie vollbrachte CHRISTUS das Werk, um dessentwillen ER nun verfolgt wurde? – Durch sein Wort. Man beachte: Es geschah nicht so, wie ein Mensch wirkt, indem er einem [beispielsweise] anderen Befehle erteilt. Kein Mensch sollte sich einbilden, den Sabbat zu halten, wĂ€hrend andere [am Sabbat] in seinem Dienst arbeiten. Wer etwas durch einen anderen ausfĂŒhren lĂ€sst, tut es selbst. So wirkt GOTT nicht und auf diese Weise heilte der HERR auch nicht Kranke. ER sprach kein Wort, das einen anderen zur Arbeit veranlasste, sondern Sein Wort selbst vollbrachte das Werk. [So steht geschrieben:] "Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes. Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da." [PS. 33,6.9] [SLT] Die Wunder Christi waren somit schlichtweg eine Offenbarung der schöpferischen Kraft des Wortes Gottes.

"In sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht ... und ruhte am siebenten Tage." [2. MO. 20,11] [GOTT ruhte] nicht etwa, weil eine Fortsetzung des Schöpfungswerkes SĂŒnde gewesen wĂ€re, sondern deswegen, weil alles vollbracht war. Das Wort Gottes jedoch wirkte weiter, indem es das Geschaffene aufrechterhielt. Alle Werke Gottes seither – zumindest was diese Erde betrifft – dienen lediglich der Erhaltung oder Wiederherstellung. Und auch die Werke, die ER fĂŒr uns und durch uns vollbringt, zielen darauf ab. Den "Sabbat des Herrn" zu halten bedeutet schlichtweg, vollkommen in Gottes vollendetem Werk zu ruhen und IHM zu gestatten, dieses Werk in uns hineinzulegen. Das völlige Ruhen von all unseren eigenen Werken am siebten Tag – von allem, womit wir Gewinn erzielen könnten – ist ein Zeichen unseres Vertrauens auf GOTT, dass ER uns "Leben und Odem und alles gibt." [APG. 17,25] [SLT] Wenn jemand es nicht wagt, darauf zu vertrauen, dass GOTT fĂŒr ihn sorgt, auch wenn er an jenem Tag – der fĂŒr die ganze Welt, ja selbst fĂŒr den Großteil der bekennenden Christenheit als der geschĂ€ftigste Tag der Woche gilt – ruht, sollte sich nicht einreden, er vertraue GOTT fĂŒr die Ewigkeit.

( Ellet J. Waggoner, MĂ€rz 1899 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 23.10.2026 16:58
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit fĂŒr das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
JesusComesBackSoon 23.10.2026 18:37
Sollte jemand Interesse haben mehr ĂŒber den "Sabbat des Herrn" zu erfahren, verweise ich gerne auf den nachstehenden Link:
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/168740/
 
paloma 23.10.2026 22:12
 
paloma 23.10.2026 22:14
Gesegneten Shabbat wĂŒnsche ich allen, die diesen Tag in seiner Ruhe verbringen. đŸ•ŻïžđŸ•Żïž
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