Tagesheiliger 23. Oktober: ROMANUS VON ROUEN
23.10.2026 07:14
Tagesheiliger 23. Oktober: ROMANUS VON ROUEN
23.10.2026 07:14
Tagesheiliger 23. Oktober: ROMANUS VON ROUEN
Statue über dem Buchhändlerportal der Kathedrale von Rouen. Foto: Giogo (CC BY-SA 3.0)
Bischof
Namensdeutung: der Römer (lat.)
Namenstage: Romanus, Romain, Roman, Romek, Romano, weibl.: Romana, Romina
Gedenktag: 23. Oktober
Lebensdaten: geboren in Wy-dit-Joli-Village bei Pontoise, gestorben 639 in Rouen
Lebensgeschichte und Legende: Romanus stammte aus gallorömischem Adel und wurde, wie es vielfach in solchen Familien üblich war, zur Erziehung an den Hof des Frankenkönigs Clothar II. gegeben, der Begabungen förderte und sich des höheren Klerus zur besseren Verwaltung seines Reichs bediente. Clothar bestimmte Romanus 626 zum Bischof der bedeutenden Diözese Rouen – je nach Vita auf Empfehlung eines Einsiedlers oder auf Bitten des dortigen Domkapitels.
Auf ihn gehen eine Hospitalgründung bei einer Quelle zurück, zu der noch heute kleine dörfliche Prozessionen führen, sowie vermutlich einige Kirchenbauten. Beredter sind seine Viten, die von der Zerstörung heidnischer Tempel erzählen, von seiner Andacht und der Würde der Domliturgie unter seinem Vorsitz, seiner persönlichen Askese sowie von einigen kleineren Wundern wie der Wiederherstellung eines durch Unachtsamkeit zerbrochenen Gefäßes mit Chrisamöl.
Die bekannteste Legende berichtet von einem Drachen, die Gargouille genannt, der in den Sümpfen südlich der Seine sein Unwesen trieb und die Menschen sowie das Vieh des Landes verschlang. Romanus wollte ihn verjagen, doch aus Angst schloss sich ihm niemand an. Lediglich ein zum Tode Verurteilter, der nichts mehr zu verlieren hatte, begleitete ihn. Als beide dem Drachen begegneten, machte Romanus über der Bestie das Kreuzzeichen, worauf sie sich zu seinen Füßen legte. Der Verurteilte benutzte Romanusʼ Stola als Leine und führte den Drachen in die Stadt, wo er verbrannt und seine Asche in die Seine geworfen wurde.
Auf diese Legende, die vor dem 15. Jahrhundert unbekannt war, soll das tatsächliche Vorrecht des Domkapitels von Rouen zurückgehen, jedes Jahr einem wegen Totschlags Verurteilten die Freiheit zu gewähren. Der Designierte musste dazu das Reliquiar des heiligen Romanus während einer Prozession tragen. Dieses Privileg des Domkapitels bestand bis zur Französischen Revolution.
Patron: von Rouen, der Kaufleute
Darstellung: als Bischof mit dem Drachen
Weitere Heilige des Tages:
Heinrich von Köln, Gründer, Prior
Johannes Bonus, Einsiedler
Severin von Köln, Bischof
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Lesung aus dem Brief des Apostels Paulusan die Epheser
Eph 4, 1–6
Schwestern und Brüder! Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens!
Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung:ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 54–59
In jener Zeit sprach Jesus zu der Volksmenge: Wenn ihr im Westen eine Wolke aufsteigen seht, sagt ihr sofort: Es gibt Regen. Und so geschieht es.
Und wenn der Südwind weht, sagt ihr: Es wird heiß. Und es geschieht.
Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu deuten. Warum könnt ihr dann diese Zeit der Entscheidung nicht deuten?
Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?
Denn wenn du mit deinem Gegner zum Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen! Sonst wird er dich vor den Richter schleppen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch die letzte Münze bezahlt hast.
Worte der Päpste
Die Zeichen der Zeit erkennen. Die Zeiten ändern sich. Es gehört zur christlichen Weisheit, diese Veränderungen zu erkennen, die unterschiedlichen Zeiten zu kennen und die Zeichen der Zeit zu erkennen. Was bedeutet das eine und was bedeutet das andere. Und dies ohne Angst zu tun, mit Freiheit. Das ist eine Arbeit, die wir häufig unterlassen: wir passen uns an, wir beruhigen uns mit: „Man hat mir gesagt, ich habe gehört, man sagt, ich habe gelesen…“ Und so sind wir beruhigt. Wir müssten uns dagegen fragen: Was ist die Wahrheit? Welche Botschaft will der Herr mit diesem Zeichen der Zeit an mich richten? Um die Zeichen der Zeit zu verstehen ist vor allem Stille notwendig: still werden und betrachten, beobachten. Und dann nachdenken, in unserem Inneren. Ein Beispiel: Warum gibt es jetzt so viele Kriege? Warum ist etwas geschehen? Und beten: Stille, Nachdenken und Gebet. Nur so werden wir die Zeichen der Zeit verstehen können und verstehen, was Jesus uns sagen will. Die Zeiten ändern sich, und wir Christen müssen uns unaufhörlich ändern. Wir müssen uns ändern indem wir im Glauben an Jesus und in der Wahrheit des Evangeliums fest bleiben und uns zugleich ständig den Zeichen der Zeit entsprechend bewegen. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 23
. Oktober 2015)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html