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Schöpfung, christliche Hoffung und Leben in der Welt

Schöpfung, christliche Hoffung und Leben in der Welt
Die Schöpfung ist nicht nur der Anfang von allem, sondern auch der Anfang einer Hoffnung, die auf Gottes Treue gründet und auf die Vollendung der Welt ausgerichtet ist....Quellenangaben habe ich bewusst zunächst weggelassen, damit die Texte unvoreingenommen gelesen werden...


"Die Wahrheit des Textes von Genesis 1,1-2,4 a hängt somit von der Wahrheit - im biblischen Sinne Treue- Gottes zu seinem Wort ab. Die endgültige Bestätigungvdieses Gedichtes ist an der Erfüllung und den Entritt des ewigen Sabbats Gottes mit den Menschen gebunden....
Wenn wir die Schöpfung nach der priesterlichen Konzeption als Werk des Gottes zu betrachten haben, der mit Israel und den Menscheit eine unlösbare Bindung eingegangen ist...
Die priesterliche Redaktion zeigt auf diese Weise, dass Gott ein unwiderrufliches Ja zum Menschen gesprochen hat.Sinn und Ziel der Welt bleibt die Vollendung der Menschen im Sabbat Gottes.Der Schöpfungsbericht eröffnet uns somit einen Horizont, der sowohl den des Mythos als auch den der Naturwissenschaft absolut übersteigt und beiden Erkenntnisweisen erst einen letzten Sinn gibt."



 "'Das Reden von Schöpfung und Urzeit wird damit zum weitesten Horizont eines Gotteswirken, das erfahren und bezeugt wurde von denen, die diesen Gott als ihren Retter begegneten. Der Weg dieses kleinen Volkes mit seiner Erfahrung der großen Taten Gottes, mit seinem Drama von Schuld und Vergebung, mit den Höhen und Abgründen, dem Worte Gottes und den Antworten der Menschen, kommt her aus dem Wirken Gottes an der Menschheit und am Kosmos, und er wird einmal wieder einmünden in sein universales Wirken."




"Fehlt uns dieser jüdische Geist des Erinnerns nicht mitten in Europa? Ist bei uns nicht längst an die Stelle dieses anamnetischen Geistes eine evolutioni­stisch getönte Historie getreten, die die Vergangenheit des Vergangenen un­terstellt und das Vergangene zum ausschließlichen Gegenstand wissenschaftli­cher Betrachtung erhebt? Doch jede Vergegenständlichung ist immer auch eine Art des Vergessens – eines Vergessens, in dem nicht nur der Glaube, son­dern schließlich auch der Mensch verschwindet. Wo nämlich in unserem Wis­sen nichts mehr vermißt wird, wird am Ende nicht mehr der Mensch gewußt, sondern nur noch die Natur bzw. der Mensch als erinnerungslose und sub­jektlose Natur"




"Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von all seiner Arbeit, die er gemacht hatte (Gen 2,2).
Die Ruhe des siebten Tages ist eine weitere Schöpfungstat Gottes, wie die rabbinische Schrift­auslegung erklärt: „Was wurde am siebten Tag erschaffen? Gelassenheit, Heiterkeit, Frieden und Ruhe.“ Das ist die Ruhe der Vollendung, von der es im synagogalen Schabbat-Gebet heißt: „Um deine Größe zu verherrlichen und als Krönung des Heils hast du deinem Volk einen Tag der Ru­he und der Heiligung gegeben. (Über diesen Tag der Ruhe) jubelte (bereits) Abraham. Isaak jauchzte. Jakob und seine Kinder aber finden Ruhe durch ihn: eine Ruhe in Liebe und Weither­zigkeit, eine wahre Ruhe voll des Vertrauens, eine Ruhe, die Frieden und Gelassenheit, Uner­schütterlichkeit und Zuversicht verleiht. Eine vollkommene Ruhe, an der du Gefallen hast.“ Um dieser "Ruhe der Vollendung" willen hat Gott die Welt geschaffen. Man könnte geradezu überspitzt so sagen: Um diese Ruhe erleben und genießen zu können, hat Gott selbst gearbeitet. Und zugleich lädt die biblische Schöpfungsgeschichte dazu ein, dass auch wir Menschen das Aufhören von unserer Arbeit und die Ruhe des siebten Tages zu genießen, um die Welt als das wahrzunehmen was sie ist: ein Lebenshaus für alle. "



"Die Krone der Schöpfung ist nicht der Mensch, sondern der Sabbat. Gott krönte seine ganze Schöpfung, indem er den Sabbat schuf und ruhte. Die Sabbatgesetze sind für die Sicherung der Zukunft des Landes eingesetzt: Alle sieben Jahre soll das Land unbestellt bleiben, damit das Land seinen großen Sabbat für den Herrn feiert."




 " Die neue Welt, mit deren Darstellung im Bild des endgültigen Jerusalem die Bibel schließt, ist keine Utopie, sondern Gewissheit, der wir im Glauben entgegegengehen. Es gibt eine Erlösung der Welt- das ist die Zuversicht, die den Christen trägt und die es ihm auch heute noch lohnend macht, ein Christ zu sein"

Kommentare

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hansfeuerstein 10.10.2026 13:45
Intellektuell anspruchsvoll, deshalb..   

ja, der Sabbat = Tag des Herrn.
 
Sherezade 10.10.2026 19:29
Eigentlich bin ich nun etwas überrascht...
3 der kurzen Zitate stammen aus Schulbüchern...also normaler Religionsunterricht...und es ist nur ein knapper Ausschnitt..das Abtippseln ist doch mühsam...und es wäre zu lang...
4 der Zitate sind von römisch-katholischen Theologen..
Zitat 1 ist von Loretz ( römisch-katholisch)
Zitat 2 ist von Westermann ( evangelisch)
Zitat 3 ist von Metz ( römisch-katholisch)
Zitat 4 ist von Zenger ( römisch-katholisch)
Zitat 5 ist von Moltmann  (evangelisch)
Zitat 6 ist von Joseph Ratzinger...

Irgenwas scheint schief zu laufen im schulischen Unterricht..
Denke auch..mehr solides Wissen und es gäbe in diesem Forum weniger Streit...trotz  konfessioneller Unterschiede..
 
Sherezade 11.10.2026 17:26
Wenn ich es richtig sehe...
@Hans,
Du gehörst wohl zu den Menschen, die sich mit der römisch-katholischen Theologie befasst haben und befassen...

In dem Blog geht es nicht um einen Tag...
Arg bedauerlich, dass nicht mal römisch-katholischen und evangelischen Theologen der internationalen Liga bekannt sind...

https://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Loretz

https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Westermann

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Baptist_Metz

https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Zenger
https://www.feinschwarz.net/ein-gluecksfall-fuer-die-theologie-und-die-kirche-erinnerungen-an-erich-zenger-1939-2010/

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Moltmann

https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.
 
Sherezade 12.10.2026 08:31
Wie ich festgestellt hab, gab es auch in einem Blog Kritik zu Moltmann...zeigt nur, dass die Person nicht weiß wovon sie redet...
Also nie Thomas von Aquin, Romano Guardini oder Johannes Paul II Franziskus gelesen...
Ein Moltmann wird auch in der römisch-katholischen Theologie zur Kenntnis genommen...übrigens durchaus auch positiv..umgekehrt ist es auch so...
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