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Gedanken zur Tageslosung für Mittwoch, den 07.10.

Gedanken zur Tageslosung für Mittwoch, den 07.10.
"Gedanken zur Tageslosung für Mittwoch, den 07.10.2026

Losungswort
Suchet das Gute und nicht das Böse, auf dass ihr lebet.
Amos 5,14

Lehrtext
Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach, füreinander und für jedermann.
1. Thessalonicher 5,15

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Das Gute suchen
Obwohl die heutigen Bibeltexte völlig unterschiedliche Hintergründe haben, weisen sie in eine ähnliche Richtung. Im Losungswort ist es Gott selbst, der die Israeliten aufforderte, „das Gute und nicht das Böse“ zu suchen. Im Lehrtext schreibt der Apostel Paulus an die Thessalonicher, sie sollen Böses nicht mit Bösem vergelten, sondern dem Guten nachjagen, „füreinander und für jedermann“ – also für alle.

All das setzt voraus, dass sowohl Gutes als auch Böses vorhanden ist und wir damit konfrontiert sind. Nur dann ist es möglich, sich dafür zu entscheiden, was davon man verfolgen will. Das mag sich banal anhören, doch genau an dieser Stelle beginnt das, was in der Bibel mit Versuchung oder Prüfung gemeint ist. Es betrifft Dinge, bei denen wir in die eine oder in die andere Richtung gehen können.

Im Umfeld des Losungswortes ging es darum, ob die Israeliten Gott folgen wollten oder lieber ihren selbst gewählten Göttern.(1) Im Lehrtext geht es darum, Böses nicht mit Bösem zu beantworten, sondern sich nach Kräften dafür einzusetzen, für andere Gutes zu tun. Bedeutet das nun, dass man alles schlucken muss und gute Miene zum bösen Spiel machen soll?

Ich verstehe das nicht so. Vielmehr denke ich, dass es wichtig ist, herauszufinden, was in einer bestimmten Situation das Gute ist. Da geht es eben nicht nur um das, was ich persönlich als gut empfinde und womit ich mich besser fühle. Es geht darum, herauszufinden, was vor Gott gut und richtig ist. Wenn das Gute für uns dazu führt, dass ein anderer leidet, sind wir weit vom Guten „für jedermann“ entfernt.

Das heißt nicht, dass wir Unrecht recht nennen müssen oder nicht benennen dürfen. Wir sollten uns jedoch davor hüten, darauf mit neuem Unrecht zu reagieren. Vergeltung, Rache, Feindschaft und Hass können nichts Gutes hervorbringen, kosten aber unsere Kraft. Jagen wir doch besser „dem Guten nach“, indem wir dicht an Christus bleiben.

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Amos 5,25-26

Gebet:
Herr Jesus Christus, du weißt, dass ich dir nachfolgen will. Du kennst mich und mein Leben und weißt auch, wo mir Unrecht widerfahren ist. Du weißt ebenso, wo ich mich selbst an anderen verfehlt habe. Herr, ich lege all das vor dich hin und bitte dich um Heilung und Vergebung. Erfülle mich mit deiner Liebe und Gegenwart, sodass ich weitergeben kann, was du in mich hineingelegt hast. Danke, dass ich bei dir Leben und Frieden finde. Amen."

Kommentare

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paloma Heute, 10:01
Es ist wahr, das Gute sollen wir suchen.
Es ist leichter im Frieden, das Gute zu wählen, rechtzeitig, prophylaktisch, versöhnlich.
Wenn dann erstmal die Wunden geschlagen sind ( siehe dein anderer Blog) erfordert es weitaus mehr von uns u wenn die andere Partei dann immer noch,trotz aller Bemühen, aus dem Hinterhalt Schaden anrichtet, dann braucht es übernatürliche Hilfe u Segnungen u Schutz ,von dem Allmächtigen, dem kein Ding unmöglich ist.
 
Komfortzone Heute, 10:20
Bezogen auf Israel wählt es auch in Kriegszeiten das Gute. Ich glaube, das ist möglich.
 
Komfortzone Heute, 11:27
Und ich sehe das es nicht nur möglich ist, sondern auch tatsächlich passiert.
 
DaddysGirl Heute, 12:57
Ich denke, dass man selbst im Negativen das Positive wählen kann. Warum sollte das nicht gehen ?

Da gibt es auch einige Beispiele im Alltag.
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