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🔍 Ist es so ...

🔍 Ist es so ...
... wie viele meinen, dass die Verbindlichkeit des Sabbats als ein Gebot Gottes, in den Schriften, die zum NT gezählt werden, nicht (mehr) befürwortet oder gelehrt wird?

Welche Texte könnten als Gegenargument angeführt werden?

Ich denke, es geht hierbei um keine unwichtige Thematik und hoffe auf Kommentare, welche möglicherweise dem einen oder anderen, besser noch uns allen, im persönlichen - vor allem aber praktischen - Glaubensleben weiterhelfen (könnten).

Möge GOTT einen Austausch unter dem Motto: "... in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." [PHIL. 2,3] reichlich segnen.

Kommentare

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Treuka 27.09.2026 04:26
Friede sei mit dir, 

ich formuliere es bewusst mal nur mit meinen Worten. 

Es gibt Fehlinterpretationen, Trugschlüsse aus falsch verstandenen Bibelversen, unzureichender Kenntnis des Urtextes usw. 

Aber im Gegensatz dazu gibt es viel menschliche Unzulänglichkeiten, wie Stolz, Eitelkeit usw. die einen Menschen beratungsresistent machen können. 

Dazu kommt noch, dass es sich so verhält mit der Lüge; 
Wenn man sie nur oft genug wiederholt, sie irgendwann den Weg ins Herz eines Menschen findet. 

Und keiner kann sich davon freisprechen. Denn wir alle blicken zu CHRISTUS auf.  


Man sollte sich also folgende Fragen stellen:

Was macht mich zu einem Christen. CHRISTUS. 

Wie soll ich wandeln. Wie CHRISTUS.

Welches Gebot hat CHRISTUS gebrochen. Keines. 

Da braucht es auch keine endlosen Diskussionen über Gesetz, Gebote, Bibelverse etc. 

Eigentlich völlig klar. Sollte man meinen. Aber das Herz des Menschen ist von einer harten Kruste aus Stein umgeben. Wenn da jetzt jemand mit Hammer und Meißel ankommt, Schrecken die meisten vor Lärm und Dreck zurück. 

Deswegen ist es leider meist vergebens um das Herz eines Menschen zu arbeiten.

Danke trotzdem für deinen Versuch 🙂 
👍
 
Messianer 27.09.2026 15:17
„Wer mich liebt, hält meine Gebote!“
 
JesusComesBackSoon 27.09.2026 17:29
@Treuka: Wie soll ich wandeln. Wie CHRISTUS.

Welches Gebot hat CHRISTUS gebrochen. Keines.

Genau. Danke.

Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. [1. JOH. 2,6]

Unser HERR sagte auch nicht umsonst u.a.:
ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, ..." [MATTH. 5,18]

Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht. [MARK. 2,27]

Manche scheinen das "ist" als "war" zu verstehen.
 
Sherezade 27.09.2026 19:13
Treuka hat es auf den Punkt gebracht...mein Weg zum Sabbat war die Bibel, Sprache und Bibelwissenschaft...da ich hier nur sachlich schreibe..
Jesus hat den Sabbat nicht gebrochen oder aufgelöst...auch nicht durch Paulus...
Der Sabbat ist selbstverständlich ein Bundeszeichen zwischen Gott und Israel...aber..nicht nur...
Sabbat ist auch in der Schöpfung verankert und in den 10 Geboten...und da wird es besonders...im griechischen und im hebräischen Text ist es ein Geben von Gott...keine Last...das Wort findet man auch in der Wüstenwanderung in Verbindung mit Manna...

Nun kein Bibelzitat...nur eine lutherische Stimme aus dem 19Jhd..
 
"Die Feier des Sonntages war immer nur wie alle Festfeier, menschliche Anordnung; fern war es von den Aposteln, ein göttliches Gebot, in dieser Hinsicht fest zu halten; fern von ihnen und von der ersten apostolischen Kirche, die Sabbatsgesetze auf den Sonntag zu übertragen. Vielleicht aber schon am Ende des zweiten Jahrhunderts hatte sich eine falsche Übertragung dieser Art gebildet, denn schon scheint man das Arbeiten am Sonntag als Sünde betrachtet zu haben."


 Deckt sich übrigens mit aktueller Forschung...
 
Sherezade 27.09.2026 19:17
Bibelzitate kann ich nicht bringen...kein einziges Zitat hebt den Sabbat auf...jedenfalls, wenn man Kontextualisiert und dazu neben der Sprache auch die Grammatik drauf hat...
 
Sherezade 27.09.2026 19:39
Noch eine Stimme aus dem 21Jhd zu Jesus und  Sabbat..rein akademisch...

 " Offenbar schätze er diesen Tag als göttliches Heilszeichen sehr hoch ein; jedenfalls versuchte er, seine Intention unter dem teilweise strengen Regelwerk, mit dem dieser Feiertag, von jüdischen Gelehrten umgeben worden war, wieder freizulegen "
 
(Nutzer gelöscht) 28.09.2026 12:11
Bemühen wir mal die Bibelwissenschaften hierzu :

Es gibt 2 Schöpfungsberichte ,und der deutlich älter Jahweschöpfungsberich Genesis 2,4 bis 3,4 schreibt nichts über 7 Tage oder über sen Segen auf einem Tag .


Der PriesterlicheSchöpfungs Bericht Genesis 1,4 bis 2,4 stammt aus dem Babylonischen Exil um 600 vor Christus , diese Erzählung ist eine rein jüdische Rückprojektion in die Schöpfung.
Das heisst Genesis 1,4 bis 2,4 ist eine ausgeschmückte späte Schrift und dient den Juden als Legitimierung.


👉 Damit ist ausgesagt ,dass der 7 Tag als Sabbat eine jüdische Erfindung im Babylonischen Exil ist.

Es gibt keine Verankerung eines 7 Tages oder Sabbats in der Schöpfung .

Im späten Babylonischen Exil kopierten die Israeliten von den Babyloniern deren  Sabbatutag ab und erst ab DA gab es die 7 Tage Woche für die Juden.


Seit der Genesis bis zu dem Babylonischen Exil gab es keine 7 Tage Woche für die Israeliten und auch keinen WochenSabbat !! 

Alles ist eine reine RÜCKPROJEKTION der Juden und eine späte Erfindung und Niederschrift.


Adam , Noah, Jakob ,Esau, oder Abraham hielten 

0, 0 einen Sabbat oder kannten ihn.


Cherub
 
Sherezade 28.09.2026 13:03
So funktioniert Bibelwissenschaft nicht...und Glaube schon gar nicht...
Gott hat sich zu unterschiedlichen Zeiten offenbart...
 
Treuka 28.09.2026 15:22
Mt 5,17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!

Mit Gesetz (Gebote), sind selbstverständlich Jene gemeint, die am Sinai gegeben worden sind durch IHN. Aber nicht nur das, sondern auch die Propheten, also alle Anweisungen die GOTT den Menschen durch SEINE Propheten gegeben hat.

Das darf natürlich nicht sein, deswegen verdrehen sie einfach die Wahrheit zu ihrem Verderben, wie schon Petrus warnte;

2Petr 3,16 so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.



Des weiteren gucken wir uns mal den gesamten Text an von Matthäus 5;

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen.[2] Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! 18 Denn wahrlich[3], ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. 20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

Warum erzählt es JESUS da so eindrücklich. Weil wir nicht nur mehr Schriften haben, als die Pharisäer, sondern den bezeugten Wandel CHRISTI, der unser Vorbild sein soll und der sich durch das gesamte "neue Testament" zieht;

1Joh 2,6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.

Ganz unmissverständlich sind nur Jene in IHM, die auch so wandeln wie ER. Also schließt das komplett aus, dass es sich um den Wandel eines anderen als den des CHRISTUS handelt. Der SOHN wandelte wie der VATER es will und so sollen auch wir wandeln, wie wir den SOHN wandeln sehen;

Joh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

Und da der VATER und der SOHN eins sind, so auch der Wandel, der uns durch den Menschensohn als Vorbild dienen soll. Es gibt keinen anderen Wandel unter Berücksichtigung anderer Gebote. Nur der Lügengeist würde so etwas bezeugen.

Denn CHRISTUS spricht auch heute noch;

Mk 3,24 Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen.

Joh 17,21 auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.


Sie aber machen aus EINEM, zwei. Sie lästern somit den EINEN GEIST der beide eint;

Mt 12,31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.


Leider ist es längst wahr geworden;

2Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;
 
Treuka 28.09.2026 15:23
Des weiteren war die Mehrheit noch nie ein Indikator für Richtig oder Wahr oder Gut. Das zeigt uns nicht nur die Geschichte, sondern eher übertragen auf die Ratio, die JESUS uns mitteilte folgendes;

Mt 7,13 Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. (Hört sich für mich eher nach den besagten 99% an)

Lk 13,24 Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen! Denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und es nicht können. (Hört sich für mich eher nach den besagten 99% an)

Mt 7,14 Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden. (Hört sich für mich eher nach den besagten 1% an).
 
Treuka 28.09.2026 15:23
Sherezade,

danke dir für deine Worte. Dein guter Kampf für die Wahrheit liegt bei GOTT in allen Ehren. Leider ist es nur so, wie ich es oben beschrieben habe mit den Menschen. 

Wenn ich dich so sehe im Blog von Ben mit deiner Kenntnis über die Schrift und über Literatur im Gegensatz zu seiner, dann ist das so, als würde dir ein kleiner Junge sein gemaltes Dreieck zeigen und du willst ihm Pythagoras erklären 😊
 
Treuka 28.09.2026 15:39
Haltet doch einfach den Sabbat weiter und werft eure Perlen nicht vor die Säue. Was will man uns denn vorwerfen am Tag des Gerichts, dass wir wandeln wollten wie CHRISTUS, dass wir wie der SOHN gehorsam sein wollten.

Ich lass es drauf ankommen 😊
 
Treuka 28.09.2026 16:25
Seid getrost, denn auch Paulus schreib;

Apg 24,14 Das bekenne ich dir aber, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter auf diese Weise diene, dass ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht;
 
Treuka 28.09.2026 16:51
Auch die Behauptung, bezüglich alter und neuer Bund ist falsch. Denn geschrieben steht:

Mt 26,28 Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Kol 2,11 In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus,

Der alte Bund waren die unzureichenden Tieropferungen, die bestenfalls nur zeitweise Sühnung brachten. Die Opferung durch den SOHN GOTTES, bereits im alten Testament angekündigt durch die Beinaheopferung des Isaaks durch Abraham, brachte eine ewige Sühnung.

Es ist ein neuer Bund, kein anderer, denn in beiden bleiben die Maßstäbe des Vergießen von Blut, das notwendig ist um Sünden zu vergeben.

Das Gesetz bleibt davon unangetastet;

1Kor 7,19 Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist auch nichts, wohl aber Gottes Gebote halten. 
 
Treuka 28.09.2026 17:20
Weil Ben immer wieder die gleichen Trugschlüsse als Wahrheit präsentiert aber anderen Sonderlehren vorwirft und denkt nur weil er antwortet, widerlegt er auch:

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/168032/
 
Treuka 28.09.2026 17:56
JESUS sagte "Die Liebe erfüllt das Gesetz" und nicht "Die Liebe ersetzt das Gesetz."

Liebe deinen nächsten wie dich selbst heißt nichts anderes als: Du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen usw.

Brich mal eines der Gebote GOTTES aber versuche dabei deinen Nächsten zu lieben. 


Liebe deinen GOTT mit ganzer Kraft und all deinem Denken: Du sollst keine anderen GÖTTER neben mir haben, du sechs Tage arbeiten aber am 7.Tag ruhen usw.

Brich mal eines der Gebote GOTTES aber liebe GOTT mit ganzer Kraft.


Wie kann man das nicht verstehen, dass JESUS nur das bezeugt, was immer schon bezeugt wurde. Selbst im "alten Testament" steht das und zwar nicht im Widerspruch zum Gesetz, sondern zu seiner Erfüllung;

3Mo 19,18 Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der HERR.

5Mo 6,5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.


Das "neue Testament" gibt dem "alten Testament" nur sein Wesen. Im "alten Testament" steht JESUS geschrieben, im "neuen Testament" ist ER Lebendig.

ER ist, war und wird sein.
 
Treuka 28.09.2026 18:14
Liebe erfüllt das Gesetz.

Stell dir vor jedes Gebot wird von einem Blumentopf dargestellt. Ungefähr 613 Gebote, also gleich so viele Blumentöpfe. Nimm was du tragen kannst, 2 Kannen und los geht´s.

Versuch mal alle nacheinander zu gießen. Viel Spaß. Mal abgesehen von den Versuchungen, bei denen du locker mal einen Topf umtreten oder vergessen kannst oder schlicht die Lust verlierst oder dir die Kraft ausgeht. 

Das würde in dem Gleichnis bedeuten "durch das Gesetz kann keine Rettung kommen." Physisch nahezu unmöglich alle Töpfe zu gießen und das dauerhaft, dein ganzes Leben lang.

Jetzt stell dir vor du hast einen Tank und von diesem Tank geht jeweils ein Schlauch in jeden Topf. Jetzt brauchst du nur den Tank zu füllen, die Töpfe werden so allesamt gegossen und bekommen genügend Wasser. Eine viel bessere Lösung.

Es sind aber immer noch die selben Töpfe.

Das bedeutet die Liebe erfüllt das Gesetz. Und wie JESUS sagte, dass SEIN Joch ein Leichteres ist. Denn einen Tank zu füllen ist leichter, als hunderte Töpfe zu gießen. 

Und deswegen kam JESUS, um uns zu zeigen wie es richtig geht, nicht aber, dass es nicht mehr gehen soll.
 
Treuka 28.09.2026 18:27
Vielleicht sollte man einfach mal die Methode ändern;

Wie oft hat sich hier schon mal jemand der sich in Opposition zu einem anderen befand unter 4 Augen ausgetauscht.

Das Forum, so habe ich das Gefühl, macht aus vielem schnell einen Konkurrenzkampf und somit geht das verloren, worum es eigentlich gehen sollte. Wahrheit und das anhand des WORTES GOTTES. Und das ist wichtig. Vor allem in der heutigen Zeit, wo dieses WORT die einzig wahre Konstante ist im Gegensatz zum Chaos in dieser Welt.

Weil, wie oft ist es schon passiert das jemand gesagt hat "Joooo stimmt, jetzt habe ich es begriffen."
Wahrscheinlich eher selten.

Also dieses ständige hin und her wird niemals zu etwas führen, außer Zeit zu verbrauchen.
 
Treuka 28.09.2026 18:29
Man könnte sich zum Beispiel als auf bestimmte Zeit als "Freund" hinzufügen und dann einen Blog eröffnen, der nur für Freunde sichtbar ist.

Zum Bleistift.
 
Treuka 28.09.2026 18:30
Und dann kann man schön in Ruhe, nicht getrieben von etwas anderem als die Wahrheit zu erkennen, Kapitel für Kapitel der kritischen Stellen besprechen.
 
(Nutzer gelöscht) 28.09.2026 18:30
Gute Erkenntnis...jetzt schauen wir mal was die Umsetzung bringt 😉
 
Treuka 28.09.2026 18:32
Ganz ehrlich, ich hab da keinen Bock mehr drauf. Es brennt das WORT in einem, es brennt in der Brust und es muss raus und das ist auch gut, denn sollen wir heiß brennen für den HERRN. Aber ich bin mir absolut sicher, dass wir alle weit unter unserem Potenzial bleiben, wenn wir so weiter machen.
Wir könnten möglicherweise mehr erreichen und es wäre eine Sünde es nicht zu versuchen.
 
Sherezade 28.09.2026 19:59
@Treuka,
hab in Deinen Blog reingeschaut...richtig..Sabbat ist in der sog.galatischen Krise nicht das Thema..es geht eigentlich um Beschneidung...
Auch ist es richtig, dass beim Kolosserbrief viele Bibeln nicht wörtlich übersetzen..sondern intepretativ...und selbst bei einer interpretativen Übersetzung kann man nicht sagen, dass damit der Sabbat durch ist...
In den Evangelien ..also bei Jesus geht es nie um die Aufhebung des Sabbats...
Dies ist übrigens die Mehrheitsmeinung in der Bibelwissenschaft....

An der Stelle passt Bonhoeffer..

"Wer zu schnell und zu direkt neutestamentlich sein und empfinden will, ist m.E. kein Christ ."
 
(Nutzer gelöscht) 29.09.2026 12:03
Dass gerade eine Sherezade die Bibelwissenschaften anzweifelt - traurig :



In der deutschsprachigen und europäischen Bibelwissenschaft gilt es als weitgehender Konsens, dass die Priesterschrift (P) – und damit auch der erste Schöpfungsbericht der Bibel (Genesis 1,1–2,4a) – in der Zeit des babylonischen Exils (6. Jahrhundert v. Chr.) oder in der direkt darauf folgenden früh-nachexilischen Zeit entstanden ist.
Es gibt jedoch kleine Nuancen und internationale Unterschiede in der Forschung zu beachten:
Der wissenschaftliche Konsens im Überblick
• Mehrheitsmeinung (Europa/Deutschland): Die Mehrheit der alttestamentlichen Forscher datiert die Priesterschrift auf die spät-exilische Zeit (um 550 v. Chr.) oder die früh-nachexilische Epoche. Der Text reflektiert die Erfahrung der Ohnmacht und Zerstörung Jerusalems und setzt sich direkt mit babylonischen Mythen wie dem Weltschöpfungsepos Enuma Elisch auseinander.

• Gegenentwurf zum babylonischen Glauben: Der Text zeichnet ein Bild von einem Gott, der die Welt allein durch sein Wort ordnet. Das ist ein direkter, friedlicher Protest gegen das babylonische Enuma Elisch, in dem die Welt im blutigen Kampf von Göttern entsteht.
• Identität im Chaos: Nach der Zerstörung des Tempels und dem Verlust des Landes brauchte das exilierte Volk eine neue Basis für seinen Glauben. Wenn Gott die ganze Welt erschaffen hat, ist er nicht an den zerstörten Tempel in Jerusalem gebunden, sondern herrscht auch im fernen Babylon.

Rückprojektion des Sabbats in die Priesterschrift“ beschreibt eine zentrale theologische und historische These der modernen Bibelwissenschaft (Exegese). Sie besagt, dass die Verankerung des Ruhetags in der Schöpfungsgeschichte (Genesis 1,1–2,4a) eine bewusste theologische Neuschöpfung der babylonischen Exilszeit (6. Jahrhundert v. Chr.) ist, um die jüdische Identität in einer Krise zu sichern.
Hier ist die historische und literarische Aufschlüsselung dieses Konzepts:

1. Was bedeutet „Rückprojektion“ in diesem Kontext?
In der Erzählung von Genesis 1 erschafft Gott die Welt in sechs Tagen und ruht am siebten Tag (Gen 2,2-3). Gott „heiligt“ diesen Tag.
• Die historische Realität: Die historische Forschung geht davon aus, dass der Sabbat vor dem Exil ein älteres, eventuell an den Mondzyklus gebundenes oder landwirtschaftliches Fest war.

• Die literarische Operation: Die Autoren der Priesterschrift (P) haben den Sabbat im Nachhinein (retrospektiv) an den absoluten Anfang der Zeit gesetzt. Der Sabbat wird so zu einer kosmischen Konstante gemacht. Er existiert laut diesem Text bereits, bevor es Israel, die Thora oder den Tempel überhaupt gab.
2. Der historische Hintergrund: Das babylonische Exil
Um zu verstehen, warum diese Rückprojektion stattfand, muss man das 6. Jahrhundert v. Chr. betrachten:
• Verlust der Identitätsmerkmale: Nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahr 587 v. Chr. durch die Babylonier verloren die deportierten Judäer ihre zentralen Identitätsstifter: den Tempelkult, das Land und das Königtum.
• Die Gefahr der Assimilation: Im babylonischen Exil drohte die jüdische Minderheit in der Kultur der Großmacht aufzugehen.
• Der Sabbat als „portables Heiligtum“: Da man keinen Tempel mehr hatte, um Gott zu opfern, wurde die Zeit zum Heiligtum. Der Sabbat konnte überall gefeiert werden – auch in Babylon. Er wurde, zusammen mit der Beschneidung, zum wichtigsten Distinktionsmerkmal (Abgrenzungsmerkmal) gegenüber den Babyloniern.


• Jüdische Identitätsstiftung: Der Sabbat wird zum ewigen Bundzeichen (Exodus 31,16-17). Die Rückprojektion legitimiert die strikte Sabbatpraxis im Exil und in der nachexilischen Zeit. Sie sagt den verunsicherten Juden: „Unsere Identität ist älter und fundamentaler als das babylonische Weltreich; sie ist in der Struktur des Universums verankert.“
Zusammenfassung
Die Rückprojektion des Sabbats in die Schöpfungserzählung der Priesterschrift ist ein klassisches Beispiel für „Invention of Tradition“ (Erfindung von Tradition) zur Identitätssicherung. In einer Zeit existenzieller Ohnmacht projizierten die jüdischen Gelehrten ihre wichtigste Überlebenspraxis – den wöchentlichen Ruhetag – zurück an den Beginn der Welt, um ihrer Gemeinschaft eine unerschütterliche legitimierte Identität zu verleihen.


👉 DER SABBAT ist eine jüdische Rückprojektion in die Genesis 

👉 und das muss herausgefiltert werden umd das ALTE Testament richtig zu verstehen.


Cherub
 
Treuka 29.09.2026 12:13
Der Sabbat ist für den Menschen gemacht.
Genau wie JESUS zwar Jude, aber an erster Stelle Mensch war.

ER ist "SOHN des Menschen" nicht "SOHN des Juden".

Von wem ist JESUS HERR. Deswegen auch HERR über den Sabbat.
Der Sabbat ist die Unterbrechung des Fluches nach 6 Tagen für die Schöpfung, denn auch Tiere und Sklaven sind eingeschlossen.
Es gibt in CHRISTUS keine Unterscheide, versteht das bitte endlich. Wir sind weder immer noch Heiden, noch sind die Juden immer noch die, die sie einst waren wenn sie CHRISTUS erkannt haben.

Da wir in CHRISTUS sind, gehen wir durch das Tor Juda ins himmlische Jerusalem. Es gibt keine anderen Tore in die himmlische Stadt, als die der 12 Stämme Israels. Israel ist das gerettete Volk, nicht das geographische, dass wir heute kennen. Deswegen spielt auch der Tempel aus Mörtel und Stein keine Rolle mehr, sondern aus Fleisch und Blut.

Wir sind reformierte Juden könnte man sagen 🙂
 
(Nutzer gelöscht) 29.09.2026 12:15
Die römisch-katholische Kirche akzeptiert

 diese wissenschaftliche Sichtweise vollkommen. In der modernen katholischen Exegese und universitären Theologie ist es Standard, die historisch-kritische Methode anzuwenden.
Der wissenschaftliche Konsens und die katholische Haltung
Die Bibelwissenschaft stellt fest, dass die institutionalisierte, wöchentliche Sabbatruhe, wie sie in der Priesterschrift (P) im Schöpfungsbericht (Genesis 1,1–2,4a) verankert ist, eine theologische Rückprojektion darstellt.
• Historischer Hintergrund: Der Sabbat gewann vor allem im babylonischen Exil (6. Jh. v. Chr.) existenzielle Bedeutung als Identitätsmerkmal für das kriegsdeportierte Volk Israel, da der Tempelkult in Jerusalem zerstört war.
• Theologische Absicht: Die priesterlichen Autoren projizierten diese exilisch-nachexilische Praxis zurück an den absoluten Anfang der Zeit – in die Schöpfungswoche. Damit wollten sie zeigen, dass der Sabbat kein bloßes menschliches Gesetz ist, sondern in der kosmischen Schöpfungsordnung Gottes selbst wurzelt.
Warum das für das katholische Lehramt kein Problem ist
Die katholische Kirche trennt strikt zwischen historischer Faktizität und theologischer Wahrheit:
1. Kein Diktat-Verständnis der Inspiration: Seit der Enzyklika Divino afflante Spiritu (1943) von Papst Pius XII. und den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils (Dei Verbum, 1965) lehrt die Kirche, dass Gott durch menschliche Autoren in deren jeweiligen Kultur-, Zeit- und Literaturgattungen gesprochen hat. Eine "Rückprojektion" wird daher nicht als "Fälschung", sondern als legitimes literarisch-theologisches Stilmittel verstanden.
2. Die Wahrheit liegt im Sinn, nicht im historischen Protokoll: Für die katholische Dogmatik ist es unerheblich, ob Adam und Eva historisch bereits am siebten Tag die Arbeit niederlegten. Entscheidend ist die theologische Wahrheit des Textes: Die Schöpfung ist auf die Ruhe, die Gottesbeziehung und die Heiligung der Zeit hin ausgerichtet


👉 Fazit : Der 7 TAG KANN und SoLL JEDER Tag der Ruhe und Beziehung  sein , und Symbolosiert die tägliche Beziehung zu Gott.



Cherub
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