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Tagesheiliger, 14. September: ALBERT VON JERUSALEM

Tagesheiliger, 14. September: ALBERT VON JERUSALEM
Bischof, Patriarch, Märtyrer
Namensdeutung: durch edle Gesinnung glänzend (althochdt.)
Namenstage: Albert, Adalbert, Albrecht, Alberto, Al, Béla, weibl.: Alberta, Albertine
Gedenktag: 14. September
Lebensdaten: geboren um 1150 in Castro di Gualtieri bei Parma, gestorben am 14. September 1214 in Akkon bei Haifa

Lebensgeschichte: Alberto Avogadro trat den Regularkanonikern vom Heiligen Kreuz von Mortara bei und wurde 1181 dort Prior. 1184 wurde er zum Bischof von Bobbio ernannt und ein Jahr später auf den Bischofsstuhl von Vercelli versetzt, wo er die Disziplin des Klerus wiederherstellte und eine kostenlose Kathedralschule eröffnete. Er hatte einen so guten Ruf, dass er zum Streitschlichter zwischen Papst Clemens III. und Kaiser Friedrich Barbarossa sowie zwischen mehreren verfeindeten Städten bestimmt wurde.

1204 wählten ihn die mehrheitlich italienischen und französischen Kanoniker vom Heiligen Grab zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, und Papst Innozenz III. ernannte ihn dazu zum Apostolischen Legaten fürs Heilige Land. Weil Jerusalem von den Mauren besetzt war, ließ sich Albert in Akkon nieder, wo er zuerst allerlei Händel unter den Kreuzfahrern zu befrieden hatte, dann aber Kontakt zu den Sultanen von Ägypten und Damaskus aufnahm, um Gefangene auszutauschen.

1209 baten ihn die Einsiedler auf dem Berg Karmel um eine Ordensregel, die Albert auf Grundlage seiner eigenen Augustinusregel besonders streng fasste. Diese „Albertsregel“, die individuelle Armut und gemeinsamen Besitz, brüderlichen Umgang, Einsamkeit und fleischlose Kost vorschreibt, gilt den Karmeliten als Gründungsurkunde ihres Ordens.

Kurz vor der Abreise nach Rom, wohin ihn Papst Innozenz zur Teilnahme am Vierten Laterankonzil berufen hatte, wurde Albert während einer Prozession durch die Straßen von Akkon vom Hospizmeister von Heilig-Geist erdolcht, den er wegen Unwürdigkeit abgesetzt hatte.

Verehrung: Die Karmeliten verehren die Gründungsgestalt ihres Ordens seit 1504, und 1609 wurde Alberts Kult auf die Gesamtkirche ausgedehnt. Wegen des Festes Kreuzerhöhung wird sein Gedenktag – bei den Karmeliten als Fest – liturgisch meist am 17. September begangen.


Weitere Heilige und Feste des Tages:
Kreuzerhöhung
Maternus, Glaubensbote, Bischof
Pierre de Tarentaise, Klostergründer, Abt

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender

Kommentare

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antonius34 14.09.2026 09:04
 
Herrklavierspieler 14.09.2026 09:05
Tageslesung
Lesung aus dem Buch Numeri
Num 21, 4–9

In jenen Tagen brachen die Israeliten vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Roten Meer ein, um Edom zu umgehen. Das Volk aber verlor auf dem Weg die Geduld, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser und es ekelt uns vor dieser elenden Nahrung.
Da schickte der Herr Feuerschlangen unter das Volk. Sie bissen das Volk und viel Volk aus Israel starb.
Da kam das Volk zu Mose und sagte: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit! Da betete Mose für das Volk. Der Herr sprach zu Mose: Mach dir eine Feuerschlange und häng sie an einer Stange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.
Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Stange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 3, 13–17

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Worte der Päpste
„Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat“ (Joh 3,14–15). Der Verweis bezieht sich auf eine Begebenheit, bei der die Israeliten während des Auszugs aus Ägypten von giftigen Schlangen angegriffen wurden und viele starben; so gebot Gott dem Mose, eine Schlange aus Kupfer zu machen und sie an einer Fahnenstange aufzuhängen: wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, wurde er geheilt (vgl. Num 21,4–9). Auch Jesus wird am Kreuz erhöht werden, damit jeder, der wegen der Sünde in Todesgefahr ist und sich mit Glauben an ihn wendet, der für uns gestorben ist, gerettet werde. »Denn Gott«, schreibt der hl. Johannes, „hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,17).
[…] Wenn nun die barmherzige Liebe Gottes, der bis zu dem Punkt gegangen ist, seinen einzigen Sohn als Lösegeld für unser Leben hinzugeben, unendlich ist, dann ist auch unsere Verantwortung groß: ein jeder nämlich muß erkennen, daß er krank ist, um geheilt werden zu können; jeder muß seine Sünde bekennen, damit die schon am Kreuz geschenkte Vergebung Gottes in seinem Herzen und Leben wirksam werden kann. […] Bisweilen liebt der Mensch mehr die Dunkelheit als das Licht, da er an seinen Sünden hängt. Doch nur wenn er sich dem Licht öffnet, nur wenn er Gott aufrichtig seine Schuld bekennt, findet er den wahren Frieden und die wahre Freude. (Papst Benedikt XVI., Angelus, 18. Mai 2012)
 
Engelslhaar 14.09.2026 09:14
 
Engelslhaar 14.09.2026 09:15
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