Tagesheiliger, 11. September: JEAN-GABRIEL PERBOYRE
11.09.2026 08:38
Tagesheiliger, 11. September: JEAN-GABRIEL PERBOYRE
11.09.2026 08:38
Tagesheiliger, 11. September: JEAN-GABRIEL PERBOYRE
Ordenspriester, Märtyrer
Namensdeutung: Gott ist gnädig – Gott ist meine Stärke (hebr.)
Namenstage: Johannes, Johann, Jan, Jean, Juan, Giovanni, Janis, Hannes, Hans, Yannik, weibl.: Johanna, Jeanne, Jana – Gabriel, Gavril, Gábor, Gabe, weibl.: Gabriele, Gabrielle, Gabriela
Gedenktag: 11. September
Lebensdaten: geboren am 6. Januar 1802 in Puech bei Cahors, gestorben am 11. September 1840 in Wuhan, Provinz Hubei, China
Lebensgeschichte: Jean-Gabriel war das älteste von acht Kindern einer frommen Bauernfamilie und konnte ab 1817 einige Monate bei einem verwandten Lazaristenpater in Montauban zur Schule gehen, der seine Begabung erkannte und die Eltern überzeugte, ihn aufs Gymnasium zu schicken. 1820 trat er wie sein Bruder Louis in den Orden der Lazaristen (auch Vinzentiner) ein, wurde 1826 zum Priester geweiht und als Theologiedozent und Novizenmeister in der Ordensausbildung eingesetzt.
Nachdem sein Bruder auf der Reise nach China verstorben war, drängte es Pater Perboyre trotz ärztlicher Bedenken ebenfalls zur Chinamission. 1835 langte er endlich in Macao an und zog ins Landesinnere. Er erlernte die Sprache, kleidete sich als Chinese einschließlich rasiertem Schädel und langem Zopf und betreute die etwa 2000 Christen, die in vollkommener Armut lebten.
Im September 1839 setzte eine Christenverfolgung ein, in deren Verlauf alle Priester und Katecheten verhaftet werden sollten. Pater Perboyre konnte zunächst in einen Wald flüchten, wurde aber von einem gefolterten oder bestochenen Gemeindemitglied verraten, vor die Mandarine geschleppt und ein Jahr lang verhört und misshandelt. Am 15. Juli 1840 zum Tode verurteilt, wurde er auf einen Kreuzbalken gebunden und bis zum 11. September langsam stranguliert.
Verehrung: Einem von Jean-Gabriel Perboyres Katecheten gelang es durch Bestechung, seinen Leichnam zu bergen und zu bestatten. 20 Jahre später wurden seine Gebeine ins Pariser Mutterhaus der Lazaristen übertragen. 1889 wurde er als erster Märtyrer Chinas selig- und 1996 heiliggesprochen.
Weitere Heilige des Tages:
Alois Grimm, Ordenspriester, Märtyrer
Felix und Regula, Märtyrer
Joseph Müller, Priester, Märtyrer
Paphnutius von Ägypten, Bekenner, Bischof
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender
Namensdeutung: Gott ist gnädig – Gott ist meine Stärke (hebr.)
Namenstage: Johannes, Johann, Jan, Jean, Juan, Giovanni, Janis, Hannes, Hans, Yannik, weibl.: Johanna, Jeanne, Jana – Gabriel, Gavril, Gábor, Gabe, weibl.: Gabriele, Gabrielle, Gabriela
Gedenktag: 11. September
Lebensdaten: geboren am 6. Januar 1802 in Puech bei Cahors, gestorben am 11. September 1840 in Wuhan, Provinz Hubei, China
Lebensgeschichte: Jean-Gabriel war das älteste von acht Kindern einer frommen Bauernfamilie und konnte ab 1817 einige Monate bei einem verwandten Lazaristenpater in Montauban zur Schule gehen, der seine Begabung erkannte und die Eltern überzeugte, ihn aufs Gymnasium zu schicken. 1820 trat er wie sein Bruder Louis in den Orden der Lazaristen (auch Vinzentiner) ein, wurde 1826 zum Priester geweiht und als Theologiedozent und Novizenmeister in der Ordensausbildung eingesetzt.
Nachdem sein Bruder auf der Reise nach China verstorben war, drängte es Pater Perboyre trotz ärztlicher Bedenken ebenfalls zur Chinamission. 1835 langte er endlich in Macao an und zog ins Landesinnere. Er erlernte die Sprache, kleidete sich als Chinese einschließlich rasiertem Schädel und langem Zopf und betreute die etwa 2000 Christen, die in vollkommener Armut lebten.
Im September 1839 setzte eine Christenverfolgung ein, in deren Verlauf alle Priester und Katecheten verhaftet werden sollten. Pater Perboyre konnte zunächst in einen Wald flüchten, wurde aber von einem gefolterten oder bestochenen Gemeindemitglied verraten, vor die Mandarine geschleppt und ein Jahr lang verhört und misshandelt. Am 15. Juli 1840 zum Tode verurteilt, wurde er auf einen Kreuzbalken gebunden und bis zum 11. September langsam stranguliert.
Verehrung: Einem von Jean-Gabriel Perboyres Katecheten gelang es durch Bestechung, seinen Leichnam zu bergen und zu bestatten. 20 Jahre später wurden seine Gebeine ins Pariser Mutterhaus der Lazaristen übertragen. 1889 wurde er als erster Märtyrer Chinas selig- und 1996 heiliggesprochen.
Weitere Heilige des Tages:
Alois Grimm, Ordenspriester, Märtyrer
Felix und Regula, Märtyrer
Joseph Müller, Priester, Märtyrer
Paphnutius von Ägypten, Bekenner, Bischof
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Jetzt
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulusan die Korinther
1 Kor 9, 16–19.22b–27
Schwestern und Brüder! Wenn ich das Evangelium verkünde, gebührt mir deswegen kein Ruhm; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!
Wäre es mein freier Entschluss, so erhielte ich Lohn. Wenn es mir aber nicht freisteht, so ist es ein Dienst, der mir anvertraut wurde.
Was ist nun mein Lohn? Dass ich unentgeltlich verkünde und so das Evangelium bringe und keinen Gebrauch von meinem Anrecht aus dem Evangelium mache.
Obwohl ich also von niemandem abhängig bin, habe ich mich für alle zum Sklaven gemacht, um möglichst viele zu gewinnen.
Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten.
Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben.
Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt!
Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen.
Darum laufe ich wie einer, der nicht ziellos läuft, und kämpfe mit der Faust wie einer, der nicht in die Luft schlägt; vielmehr züchtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen verkünde und selbst verworfen werde.
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 6, 39–42
In jener Zeit sprach Jesus in Gleichnissen zu seinen Jüngern: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.
Worte der Päpste
Das Lukasevangelium hat uns die Frage Jesu wieder vorgelegt: „Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?“ (Lk 6, 39). Der Herr will damit sagen, dass jemand der führt nicht blind sein darf, sondern gut sehen muss, wenn er nicht riskieren will, den Menschen Schaden zuzufügen, die ihm anvertraut wurden. Jesus ruft damit alle, die erzieherische oder leitende Aufgaben innehaben […], dazu auf, ihre Verantwortung zu spüren, sich nach dem richtigen Weg zu fragen und diesen selbst als Erste zu gehen.
[…] Im heutigen Abschnitt finden wir einen weiteren sehr bedeutsamen Satz, der dazu ermahnt, nicht anmaßend und heuchlerisch zu sein. „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ (Lk 6, 41). Wie leicht ist es doch, die Fehler und Sünden der anderen zu erkennen und die eigenen nicht zu sehen! Und wie können wir merken, ob unser Auge frei ist oder ob es durch einen Balken behindert wird? Die Überprüfung erfolgt durch unsere Taten. Wiederum ist es Jesus, der uns das sagt: „Denn jeden Baum erkennt man an seinen Früchten“ (Lk 6, 44). Die Früchte sind die Taten, aber auch die Worte. […] Denn der gute Mensch bringt aus seinem Herzen und seinem Mund Gutes hervor, der böse Mensch hingegen Böses. […] Fühlt euch verantwortlich und stolz darauf, ein christliches Zeugnis zu geben, das in der Lage ist, die Gesellschaft innerlich und äußerlich zu erneuern. (Papst Johannes Paul II., Besuch der römischen Pfarrgemeinde "San Paolo della Croce a Corviale“, 1. März 1992)