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Du wirst zu deinen Beziehungen.

Du wirst zu deinen Beziehungen.
Sage mir, mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist...

Langzeitforschung zeigt immer wieder: Gute enge Beziehungen gehören zu den stärksten Faktoren für Lebenszufriedenheit, psychische Stabilität und Gesundheit.

Und unser engster Kreis ist klein. Forschung zu sozialen Netzwerken findet im Durchschnitt nur etwa vier bis fünf Menschen, die zu unserem innersten Kreis gehören.

Gerade deshalb ist nicht egal, wem wir unsere Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe schenken.

Denn die Menschen um uns herum formen, was für uns normal wird.
Wie wir reden. Worüber wir lachen. Wie wir über andere sprechen. Was wir für wichtig halten. Welche Gewohnheiten wir übernehmen. Was wir entschuldigen und was wir nicht mehr entschuldigen.

Darum ist die Frage nicht nur:
„Mag ich diese Menschen?“
Sondern auch:
„Wer werde ich durch diese Freundschaft?“

Machen sie mich heiliger? Helfen sie mir, das Gute zu wollen und näher zu Gott zu kommen? Oder machen sie Dinge für mich normal, von denen ich eigentlich wegkommen will?

Gute Beziehungen sind deshalb nicht einfach die Belohnung für ein gelungenes Leben. Sie sind ein Teil davon, wodurch ein gelungenes Leben überhaupt entsteht.

Das christlische Verständnis von Liebe geht aber noch weiter.
Liebe bedeutet Selbsthingabe: mich selbst zum Geschenk für den anderen zu machen und wirklich sein Gutes zu wollen.

Die Kirche macht das in den Werken der Barmherzigkeit sehr konkret:
Hungrige speisen. Kranke besuchen. Trauernde trösten. Zweiflern raten. Sündern zurechtweisen. Verzeihen. Lästige ertragen. Für andere beten.

Liebe bleibt also nicht bei einem guten Gefühl.
Sie tut etwas. Sie trägt. Sie dient. Sie korrigiert. Sie vergibt.

Jesus sagt:
„Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“
(Joh 13,35)

Christliche Liebe heißt deshalb nicht nur: Menschen zu finden, die mir guttun. Sie heißt auch, selbst ein Mensch zu werden, dessen Nähe anderen guttut. Ein Freund, der zum Guten ermutigt. Der die Wahrheit sagt. Der mitträgt. Der einen wieder auf Gott ausrichtet, wenn man sich verirrt.

Die besten Beziehungen machen uns nicht nur glücklicher.
Sie helfen uns, einander heiliger zu machen.

Kommentare

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hansfeuerstein 18.08.2026 13:31
Sehr nachdenkenswert.

„Wer werde ich durch diese Freundschaft?“, man müsste vielleicht ergänzen.

Wie werde ich durch diese Umgebung, das Milieu am Wohnort, am Arbeitsplatz, usw.

Häufig wird ein Mensch so, wie es sich eben ergibt....
 
hansfeuerstein 18.08.2026 13:59
Das trifft auch auf Straftäter zu. Deshalb gilt es sehr genau zu überlegen, ob jemand in einer bestimmten Umgebung, in einem bestimmten Milieu selbst gut aufgehoben ist. Ein Attentäter, der mit dem Messer auf andere losrennt, oder mit dem Auto in eine Menschengruppe fährt, würde dies nur in den allerseltensten Fällen genauso in den Bergen Afgahnistans tun. Es hat damit zu tun, was er vor Ort vordindet und welche Eindrücke es auf ihn macht, und wozu ihn dieses animiert........
 
Miri21 18.08.2026 15:08
Bei vielen Straftaten spielt aber auch Drogen-, Alkohol- oder gar Medienkonsum eine Rolle. 

Wobei aber auch wiederum die Kreise, in denen man sich bewegt, dazu verleiten könnten...
 
hansfeuerstein 18.08.2026 15:42
Die Menschen sind eben keineswegs alle gleich. Wie ein Mensch sozialisiert wurde, das bestimmt sowohl sein Gewissen wie auch seinen Charakter. So kann z.B. die Tötung von anderen durchaus mit dem Gewissen und Charakter eines Menschen vereinbar sein, wenn er so sozialisiert wurde.
 
Diala 18.08.2026 23:53
@hansfeuerstein, deine Beiträge wiedersprechen aber alle was in 2. Korinther 5 Vers 17 steht......
"Ist jemand in Christus so ist er eine neue Kreatur, das alte ist vergangen. Neues ist geworden."

Das was uns sozialisierte, prägte...... verliert sich, weil das neue Ausrichten auf Jesus Führung, sein Geist selbst den Menschen nun führt. 
Deshalb kann man sich auch nicht mehr in den alten Kreisen aufhalten beispielsweise.
 
Miri21 19.08.2026 16:22
Diala, wenn ich hansfeuersten richtig verstanden habe, dann hat er sich allgemein darüber Gedanken gemacht, wie und warum Menschen zu Straftätern werden...

Ein in und aus Christus Neugeborener ist ja durch seine Liebe zu Jesus Christus geprägt. Bestimmte Kreise z.B. ein christenfeindlicher Kollegenkreis, der über den Glauben spoettelt, wird man dann auch nicht mal so wechseln können, indem man sich einen anderen Arbeitsplatz sucht, sondern das oft "ertragen" müssen und für die Menschen beten, die Gottes Liebe noch nicht erkannt haben.
 
Miri21 19.08.2026 16:43
Oder er überlegte, ob man Menschen, die negativ sozialisiert würden, positiv beeinflussen kann. Ob und wie weit das möglich ist.
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