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📃 Gottes ewiger Vorsatz

📃 Gottes ewiger Vorsatz
"Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind." [RÖ. 8,28] [SLT]

Woher wissen wir das ? – GOTT sagt es nicht nur, sondern ER hat es vor unseren Augen vollbracht, ja uns lebendig vor Augen gefĂŒhrt. Nun fĂŒhrt er uns mitten hindurch: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind." Nach welchem Vorsatz? – Nun, nach Seinem ewigen Vorsatz fĂŒr alle Geschöpfe, fĂŒr den Menschen, den ER in CHRISTUS, unserem Herrn, im Sinn hatte. Dieser Ratschluss von Ewigkeit her ist in CHRISTUS begrĂŒndet und wenn wir in CHRISTUS sind, schließt uns dieser Vorsatz mit ein. Wenn wir uns CHRISTUS hingeben und ganz in IHM aufgehen lassen, werden wir Teil dieses ewigen Vorsatzes und so gewiss Gottes Vorsatz gelingen wird, so gewiss wird es uns gut ergehen, denn wir sind ein Teil seines Vorsatzes. Und so gewiss Satan nichts gegen Gottes Vorsatz ausrichten kann, so gewiss vermag er auch nichts gegen uns ausrichten, denn wir sind in den Vorsatz eingebettet. So gewiss also all das, was Satan tut – und all das, was die Feinde der göttlichen Wahrheit tun, indem sie gegen GOTT Seinen göttlichen Vorsatz und letztlich auch gegen uns ankĂ€mpfen – diesen ewigen Ratschluss nicht vereiteln oder zunichtemachen kann, so gewiss kann es auch uns nicht besiegen oder lĂ€hmen, denn in CHRISTUS sind wir fester Bestandteil dieses Vorsatzes. Alles liegt in IHM und GOTT hat uns in IHM neu geschaffen.

Lies bitte weiter, was GOTT uns sagt, wodurch "wir wissen, dass denen, die nach Seinem Vorsatz berufen sind, alle Dinge zum Besten dienen." "Denn ..." – was bedeutet dieses Wort? – [Nun] es hat hier die Bedeutung von "weil", das heißt, wir wissen es, weil GOTT etwas tat, um zu zeigen, dass wir es wissen können. Was ist es also, woran wir es erkennen? – Wir wissen es, weil geschrieben steht: "... die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden." [RÖ. 8,29] [SLT] Was ist also Gottes Vorsatz? Was ist der Plan, den ER im Voraus hatte und fĂŒr jeden Menschen auf der Welt fasste? Denn ER hat alle zuvor erkannt, ER hat alle berufen. [Denn Jesaja schreibt:] "Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst!" [JES. 45,22] [SLT] 
 
Was ist die Bestimmung, die GOTT fĂŒr jeden Einzelnen im Voraus getroffen hat? – "Dass wir dem Bild Seines Sohnes gleichgestaltet werden." Wann? – WĂ€hrend wir in dieser Welt sind, sollen wir dem Bild Seines Sohnes– so wie Sein Sohn in der Welt war– gleichgestaltet werden.  Und GOTT beließ Seinen Sohn nicht in dieser Welt, ER nahm IHN aus dieser Welt hinweg. So gewiss also Sein ewiger Vorsatz bezĂŒglich CHRISTUS nicht auf diese Welt beschrĂ€nkt war, so gewiss ist dieser Vorsatz auch fĂŒr uns nicht allein auf diese Welt beschrĂ€nkt. Und so gewiss es Gottes Vorsatz ist, dass wir in dieser Welt dem Bild Christi gleichgestaltet werden – so wie ER in dieser Welt war – so gewiss ist auch, dass wir in jener anderen Welt [ebenso] dem Bild Christi – so wie ER in jener anderen Welt ist– gleichgestaltet werden.

Gottes ewiger, fĂŒr jeden von uns – fĂŒr Dich und fĂŒr mich – im Voraus gefasster Plan ist es, dass wir so wie CHRISTUS sein sollen  verherrlicht und zur Rechten Gottes, wie ER es heute ist. In CHRISTUS hat ER dies unter Beweis gestellt. In CHRISTUS hat ER – von dessen Geburt an bis hin zum himmlischen Thron – gezeigt, dass dies Sein Plan fĂŒr jeden Menschen ist. Auf diese Weise zeigte GOTT vor dem ganzen Universum, worin Sein großer Plan fĂŒr die Menschen besteht.

Gottes Ideal vom Menschen entspricht nicht dem Menschen, wie dieser in dieser Welt zu finden ist. Man nehme den perfektesten Menschen, der je in dieser Welt gelebt hat – den GrĂ¶ĂŸten, den Tadellosesten, den Gebildetsten, den in jeder Hinsicht VorzĂŒglichsten, den in sich selbst vollkommensten Menschen – wĂ€re er Gottes Ideal vom Menschen? Nein, Gottes Ideal vom Menschen ist die Verbindung von GOTT und Mensch in jenem neuen Menschen, der in CHRISTUS durch die "Aufhebung der Feindschaft" geschaffen wurde. (Siehe dazu Epheser 2,14–16.) Dieser neue Mensch, der aus der Vereinigung von GOTT und Mensch hervorgegangen ist, ist Gottes Idealbild des Menschen.

Stell Dir [bitte] einen Menschen, wie er in dieser Welt ist – in der vollkommenen Symmetrie menschlicher Vollendung – und vereinige GOTT so mit ihm, dass nur noch GOTT in ihm sichtbar wird. Selbst das ist noch nicht Gottes volles Ideal vom Menschen, denn der Mensch befindet sich noch immer in dieser Welt. Gottes Ideal fĂŒr den Menschen ist erst dann erfĂŒllt, wenn dieser verherrlicht zur Rechten Gottes im Himmel steht. O, welch wunderbare Dinge hat GOTT fĂŒr uns bereitet – also lasst sie uns genießen!

Lies bitte weiter: "Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden," "damit er der Erstgeborene sei unter vielen BrĂŒdern." [RÖ. 8,29] [SLT] [Der HebrĂ€erbrief ergĂ€nzt:] "Er schĂ€mt sich nicht, sie BrĂŒder zu nennen." [HEBR.2,11] [KJV] "Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem." [HEBR.2,11] [ELB] [ZurĂŒck zum Römerbrief:] "Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat [jene, bei denen Sein Ruf sein Ziel erreicht und wirksam wird – ER ruft jede Seele, das ist Seinerseits wahr, doch Sein Rufen erreicht nicht immer sein Ziel, nur jene, die dem Ruf entsprechend antworten, in denen der Ruf Wurzel fasst], diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat [man beachte, nicht jene, die sich selbst rechtfertigen, sondern jene, die ER gerechtfertigt hat], diese hat er auch verherrlicht." [RÖ.8,30] [ELB]

So sehen wir, dass Gottes Absicht mit dem Menschen erst mit dessen Verherrlichung erfĂŒllt ist. Deshalb kam CHRISTUS [genau] so wie wir in die Welt.  ER nahm unsere menschliche Natur an, wie wir sie auch bekommen  – durch Geburt. ER ging in unserer Natur durch diese Welt – wobei GOTT in der menschlichen Natur handelte. ER ging ans Kreuz und starb – wobei GOTT am Kreuz und im Grab mit der menschlichen Natur handelte. Und GOTT auferweckte IHN und setzte IHN verherrlicht zur Rechten Gottes. Das ist Gottes ewige Absicht, Sein ewiger Vorsatz, Sein Plan, den ER fĂŒr Dich entworfen und festgelegt hat. Wirst Du zulassen, dass ER diesen Plan ausfĂŒhrt? Wir vermögen es nicht, ER muss es tun. Doch ER hat gezeigt, dass ER dazu fĂ€hig ist. ER hat es bewiesen, dass niemand es bestreiten kann. ER hat Seine FĂ€higkeit unter Beweis gestellt, uns zu nehmen und Seine Absicht hinsichtlich der menschlichen Natur – hinsichtlich des sĂŒndigen Fleisches, wie es in dieser Welt existiert – zu erfĂŒllen.

Weiter im Thema: "Die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat ...  – was tat GOTT als NĂ€chstes? –  "diese hat er auch verherrlicht." Diejenigen, die GOTT rechtfertigt, die verherrlicht ER auch. ER kann sie nicht verherrlichen, bevor ER sie gerechtfertigt hat. Daraus ergibt sich die Frage: Was bedeutet diese besondere Botschaft von der Rechtfertigung, die GOTT in den vergangenen Jahren an die Gemeinde und die Welt gesandt hat? – Sie bedeutet, dass GOTT Vorbereitungen trifft, Sein Volk zu verherrlichen. Da wir jedoch erst bei der Wiederkunft des Herrn verherrlicht werden, dient diese besondere Botschaft der Rechtfertigung, die GOTT uns sandte, dazu, uns auf die Verherrlichung bei der Wiederkunft des Herrn vorzubereiten. Damit gibt uns GOTT das stĂ€rkste Zeichen, das ER ĂŒberhaupt geben kann, dafĂŒr, dass das nĂ€chste Ereignis die Wiederkunft des Herrn ist.

GOTT wird uns [darauf] vorbereiten, wir vermögen es selbst nicht. Wir haben lange versucht, uns selbst gerecht– selbst "völlig richtig" – zu machen, um uns so auf das Kommen des Herrn vorzubereiten. Wir haben versucht, es so gut zu machen, dass wir uns selbst gutheißen, zufrieden sein und sagen könnten: "Jetzt bin ich bereit, dem HERRN zu begegnen." Doch wir waren niemals zufrieden. Nein, so konnte es nicht gelingen. [Geschrieben steht:] "Die ER aber gerechtfertigt hat, diese hat ER auch verherrlicht." Da es GOTT ist DER rechtfertigt, ist das Sein eigenes Werk und wenn ER uns fĂŒr die Begegnung mit dem HERRN bereit macht hat, wird alles perfekt sein, denn ER Selbst ist es, der fĂŒr diese Begegnung zubereitet. Deshalb vertrauen wir auf IHN, geben uns IHM [ganz] hin und nehmen Seine Rechtfertigung an. Und indem wir uns allein auf diese stĂŒtzen, werden wir bereit sein, dem HERRN zu begegnen, wann immer GOTT beschließt, IHN zu senden.

GOTT trifft somit also Vorbereitungen, uns zu verherrlichen. Noch einmal: Es ist eine Tatsache, dass wir uns damit begnĂŒgten, weit unterhalb der wunderbaren Vorrechte zu leben, die GOTT fĂŒr uns bereitet hat. Möge diese kostbare Wahrheit uns [jedoch] dorthin erheben, wo GOTT uns haben möchte. 

( Alonzo T. Jones, Mai 1895 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 03.08.2026 21:28
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit fĂŒr das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
paloma 04.08.2026 08:02
Alonzo T. Jones  muss das seinerzeit mit vollem ,zuversichtlichen Herzen geschrieben haben und die Sehnsucht darin u gleichzeitig das Vertrauen in Gott haben eine gr Zeugniskraft!
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