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Kalenderblatt 10.07 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters

Kalenderblatt 10.07 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters
GEBET

Gott,nach deinem geheimnisvollen Ratschluss
lässt du die Kirche
am Leiden deines Sohnes teilhaben.
Stärke unsere Brüder,
die wegen des Glaubens verfolgt werden.
Gib ihnen Geduld und Liebe,
damit sie in ihrer Bedrängnis auf dich vertrauen
und sich als deine Zeugen bewähren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

ZUR LESUNG  Am Schluss des Hosea-Buches steht neben dem prophetischen Ruf zur Umkehr die verheißende Antwort Gottes: Ich will Israels Abkehr heilen. Die Geschichte des Nordreichs Israel geht ihrem Ende zu, was sollen da noch die Götzen (V. 9)? Sie helfen so wenig wie Ägypten oder Assur. Dagegen weiß der Prophet, dass Gott seinem Volk helfen, ihm Zukunft geben will. Jahwe will für Israel alles sein: Arzt, erfrischender Tau, Baum des Lebens, alles, was das Volk sich von den Baalen erhofft hatte, und noch viel mehr. Weil der Prophet das weiß, kann er zur Umkehr rufen. Die Verse 2–4 können geradezu als Anweisung für einen Bußgottesdienst gelten. Nicht Opfertiere sollen sie mitbringen, sondern „Worte der Reue“. Das ist durchaus keine billige Buße, wenn man weiß, dass im Wort der ganze Mensch ist. Gott aber rettet, weil er Gott ist, nicht weil der Mensch auf Grund von Leistungen irgendeinen Anspruch erheben könnte. – Vers 10 ist späteres Schlusswort zum ganzen Hosea-Buch. Weise ist demnach nicht, wer zu diesem Buch fromme und weise Sprüche hinzufügt, sondern wer die Wege Gottes versteht. – Hos 5, 5; 6, 1–3; Ps 50, 14; Hebr 13, 15; Hos 12, 2; Jer 9, 11; Hos 1, 6; 9, 15; 2, 16–25; Jes 26, 19; Mi 5, 6; Jes 27, 6; Am 9, 14; 2 Kor 6, 16; Ps 107, 43.

ERSTE LESUNG  Hos 14, 2–10
Zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott

So spricht der Herr:
2Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott!
Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
3Nehmt Worte der Reue mit euch,
kehrt um zum Herrn
und sagt zu ihm:
Nimm alle Schuld hinweg
und nimm an, was gut ist:
Anstelle von Stieren bringen wir dir unsere Lippen dar.
4Assur kann uns nicht retten,
wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten
und zum Machwerk unserer Hände
sagen wir nie mehr: Unser Gott.
Denn nur bei dir findet ein Waisenkind Erbarmen.
So spricht der Herr:
5Ich will ihre Untreue heilen
und sie aus freiem Willen wieder lieben.
Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.
6Ich werde für Israel da sein wie der Tau,
damit es sprosst wie die Lotusblüte
und seine Wurzeln schlägt wie der Líbanon.
7Seine Zweige sollen sich ausbreiten,
sodass seine Pracht wie die des Ölbaums wird
und sein Duft wie der des Líbanon.
8Die in seinem Schatten wohnen,
bauen wieder Getreide an
und sie sprossen wie der Weinstock,
dessen Wein so berühmt ist wie der Wein vom Líbanon.
9Éfraim, was habe ich noch mit den Götzen zu tun?
Ich, ja, ich habe ihm geantwortet und achte auf ihn:
Ich bin wie der grünende Wacholder,
an mir findest du reiche Frucht.
10Wer weise ist, begreife dies alles,
wer klug ist, erkenne es.
Ja, die Wege des Herrn sind gerade;
die Gerechten gehen auf ihnen,
die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

ZUM EVANGELIUM  Die ganze Ausrüstung der Glaubensboten heißt: „Ich sende euch.“ Jesus gibt ihnen keine Siegesgewissheit mit auf den Weg, im Gegenteil: Sie werden das Schicksal dessen erfahren, der sie sendet. Die „Wölfe“, zu denen sie gesandt werden, sind die „Menschen“. Die Welt wird ihnen mit Gleichgültigkeit und Feindseligkeit antworten. Die Gleichgültigkeit ist das Schlimmere. Feindseligkeit und Verfolgung geben Gelegenheit, die Botschaft öffentlich zu verkünden: Vor der religiösen Öffentlichkeit der Synagoge und vor der politischen Öffentlichkeit der Statthalter und Könige (und wie sie sonst heißen mögen). Der Bote Jesu hat keine andere Macht hinter sich als die Kraft Gottes, und diese offenbart sich in der Schwachheit (2 Kor 12, 9): nicht in der Dummheit eines unklugen Draufgängertums und nicht in einem falschen Heroismus; der Bote kann auch fliehen. – Wie das gestrige Evangelium, so schließt auch das heutige mit einer feierlichen Erklärung: „Amen, ich sage euch!“ An beiden Stellen ist vom kommenden Gericht die Rede. Mit der Ankunft des Menschensohnes (10, 23) wird die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 gemeint sein. Für uns Spätere ist es zur Warnung und zum Trost gesagt: Die Zeit ist begrenzt. – Lk 10, 3; 7, 15; 1 Kor 14, 20; Mk 13, 9–13; Lk 21, 12–19; Joh 16, 1–4; Apg 5, 40; Joh 15, 27; Lk 12, 11–12; Joh 15, 18–19.25; Mt 16, 28; 24, 34.

Evangelium    Mt 10, 16–23
Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
16Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe;
seid daher klug wie die Schlangen
und arglos wie die Tauben!
17Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht!
Denn sie werden euch an die Gerichte ausliefern
und in ihren Synagogen auspeitschen.
18Ihr werdet um meinetwillen
vor Statthalter und Könige geführt werden,
ihnen und den Heiden zum Zeugnis.
19Wenn sie euch aber ausliefern,
macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt;
denn es wird euch in jener Stunde eingegeben,
was ihr sagen sollt.
20Nicht ihr werdet dann reden,
sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.
21Der Bruder wird den Bruder dem Tod ausliefern
und der Vater das Kind
und Kinder werden sich gegen die Eltern auflehnen
und sie in den Tod schicken.
22Und ihr werdet um meines Namens willen
von allen gehasst werden;
wer aber bis zum Ende standhaft bleibt,
der wird gerettet.
23Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt,
so flieht in eine andere.
Denn, amen, ich sage euch:
Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels,
bis der Menschensohn kommt.

FÜRBITTEN
Zu Jesus Christus, der seine Jüngerinnen und Jünger als unerschrockene Zeugen seiner Botschaft gesandt hat, beten wir:
■ Für alle Christinnen und Christen, die verfolgt und bedrängt werden: Bestärke sie, unerschrocken ihren Glauben zu bekennen.
■ Für alle, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und auf Widerstand stoßen: Lass sie nicht resignieren.
■ Für die Menschen, die dich und deine Botschaft ablehnen: Öffne ihre Herzen.
■ Für uns selbst: Hilf uns, dich in unserer Umgebung glaubhaft zu bezeugen.
■ Für unsere Verstorbenen: Vergelte ihnen, was sie in ihrem Leben Gutes getan haben.
Gott, du sendest uns als deine Botinnen und Boten aus, damit wir deine heilsame Nähe zu den Menschen bringen. Mit dir sind wir auf dem Weg durch Jesus Christus, unseren Bruder und Freund. – A: Amen.

https://schott.erzabtei-beuron.de/jk14/Freitag.htm?datum=2026-07-10&r=1

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Shira 10.07.2026 07:56
Heilige des Tages

ERIK VON SCHWEDEN

König, Märtyrer
Namensdeutung: reich an Ehren (skandinavisch-althochdeutsch)
Namenstage: Erik, Erich, Eric, Erico, weibl.: Erika
Gedenktag: 10. Juli

Lebensdaten: geboren um 1120 in Västergötland, gestorben am 18. Mai 1160 in Uppsala

Lebensgeschichte: Erik Jedvardsson war über seine Frau mit der dänischen, der norwegischen und mit der früheren schwedischen Herrscherdynastie verschwägert und wurde um 1150 selber König von Schweden, wobei „Schweden“ große Teile Skandinaviens umfasste und Erik sich bis zu seinem Tod noch gegen zwei Konkurrenten auf den Thron behaupten musste.

Seiner Heiligenlegende aus dem 13. Jahrhundert nach zeichnete sich Erik durch bescheidene Lebensweise, Sorge um die Armen und Unterdrückten und den Verzicht auf Steuererhebungen aus. Gesichert ist, dass er durch Klostergründungen und die Einberufung eines Kirchentags in Linköping die Christianisierung des weithin noch heidnischen Landes voranbrachte.

Um 1155 unternahm er einen Kreuzzug nach Finnland, wo er gemeinsam mit Bischof Henrik das Bistum Uppsala begründete. Wie Bischof Henrik erlitt auch Erik später das Martyrium: Er wurde an Christi Himmelfahrt 1160 in der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros, dem heutigen Uppsala, vom dänischen Thronkonkurrenten Magnus Henriksson getötet.

Verehrung: König Erik wurde im Dom von Alt-Uppsala bestattet. Bei der Erhebung seiner Gebeine im Zuge der Übertragung des Bistumssitzes nach Östra Aros entsprang 1273 eine Quelle an der Nordseite des neuen Doms, was für jede damalige Heiligenverehrung ausschlaggebend war. Sein Kult wurde von den Dominikanern und Franziskanern bzw. den Erzbischöfen von Uppsala sowie von den schwedischen Herrschern betrieben. Seine Reliquien ruhen seit 1574 in einem vergoldeten Schrein im evangelisch gewordenen Dom, sein Gedenktag am 18. Mai wanderte mit der Liturgiereform auf den Todestag des dänischen Königs Knud, ebenso wie der des norwegischen Königs Olav.

Patron: von Schweden


Deckenfresko in der Kirche von Överselö (Mälaren), um 1400


Weitere Heilige des Tages:
Anton Kowalczyk, Ordensmann, Missionar
Engelbert Kolland, Ordenspriester, Märtyrer
Knut von Dänemark, König, Märtyrer
Olav von Norwegen, König, Märtyrer

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender?filter_day=10&filter_month=07&filter_year=2026
 
antonius34 10.07.2026 08:03
Wer betet, schöpft
Hoffnung,  schafft
Frieden, schenkt
Freude.

Adalbert  Ludwig  balling, 1933 bis 2024
 
Engelslhaar 10.07.2026 08:45
 
antonius34 10.07.2026 09:55
 
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