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Ägyptens Trainer nutzt WM-Bühne für Palästina-Botschaft

Ägyptens Trainer nutzt WM-Bühne für Palästina-Botschaft
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Frankfurter Rundschau --- 07. 07. 2023





Im WM-Achtelfinale trifft Ägypten auf Argentinien.
Vor dem Spiel spricht Ägyptens Trainer über Personen, die ihre Menschlichkeit verloren hätten.


Atlanta – Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan präsentierte nach dem Sieg im WM-Sechzehntelfinale gegen Australien eine Palästina-Flagge.

Das war auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien noch einmal Thema.
Sein Handeln beschrieb er als „menschliche Reaktion“,
den Sieg widmete er dem palästinensischen Volk.

„Bevor ich Araber, Muslim, Christ oder irgendetwas anderes bin, bin ich ein Mensch“, sagte Hassan weiter.

Mithilfe des Fußballs, der „sanften Macht der Welt“, wolle er ein Zeichen senden:
„Bitte lasst das palästinensische Volk leben.“

Obwohl offiziell eine Waffenruhe herrscht, werden immer wieder Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen oder durch Siedlergewalt in der Westbank getötet. Auch unter den Israelis gibt es weiterhin Opfer.



Ägyptens Trainer will bei Fußball-WM auf Leiden der palästinensischen Zivilisten aufmerksam machen

Das enorme Ungleichgewicht zwischen gut ausgebildeten sowie ausgerüsteten israelischen Soldaten und der Bevölkerung Palästinas ist immer wieder Teil von Kritik am Vorgehen des israelischen Staates.
Denn viele Opfer des Krieges sind auf palästinensischer Seite keine Soldaten oder Terroristen. Schon im September 2025 warf eine Untersuchungskommission der UN Israel vor, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen. Diesen Vorwurf weist Israel zurück.


Für Ägyptens Trainer steht ohnehin das nicht zu negierende Leid der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt.
Es sei „eine Schande für die ganze Welt, nicht nur für die arabische Welt“, die Menschen in Palästina im Stich zu lassen, so Hassan, der für seine Ausführungen von den anwesenden Journalisten Applaus bekam.

Doch Hassan wollte nicht nur für sich selbst sprechen, er nahm auch andere in die Pflicht.
„Wenn ein Mensch irgendwo auf der Welt nichts für das palästinensische Volk empfindet, dann hat er einen Teil seiner Menschlichkeit verloren“,
antwortete er auf die Frage, ob er nach dem Spiel gegen Argentinien erneut die Flagge Palästinas zeigen werde.

Außerdem bat er „Sportler und Journalisten überall auf der Welt“, seine Botschaft zu übermitteln. (sch)

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Kommentare

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Autumn 08.07.2026 19:23



„Kinder sterben, die Trikots von Argentinien, Barcelona, Messi und Real Madrid tragen.
Diese Kinder lieben euch, sie lieben Fußball.
Aber sie werden getötet und ihr schweigt einfach, als wäre nichts passiert“,
so Hassan.

„Überall auf der Welt, auch in Europa oder Amerika, wird für Tierrechte eingetreten und die ganze Welt reagiert, wenn jemand einem Tier Schaden zufügt“, sagte Hassan.

„Es ist zur Normalität geworden, zu hören, dass an einem einzigen Tag zwei- oder dreitausend Menschen durch eine Rakete ums Leben kommen.“


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hansfeuerstein 09.07.2026 14:13
Solange jeder nur das Leid der eigenen Gruppe sieht, kommt man nicht weiter.
 
Luise57 09.07.2026 20:09
@ 14.13
Aber das ist doch keine Stellungnahme , sondern wie eine Floskel.
Sollte man nicht besonders als Christ offen sein, Mitgefühl zeigen und auch Verständnis für andere Positionen aufbringen? Vielleicht sogar sich von den Tatsachen und Argumenten überzeugen lassen?
Und bitte nicht wieder mit dem Argument, aber Israel ist doch das gelobte Volk, ist angegriffen worden etc pp kommen. 
Das wird doch langsam in Bezug auf das tatsächliche Geschehen dort, nicht mehr stimmig.
Ich finde die offenen Worte des Trainers bemerkenswert.
 
hansfeuerstein 09.07.2026 20:51
Das trifft nur bei Selektivwahrnehmung zu. Nach wie vor leidet auch die Bevölkerung Israel`s unter den Terrororganisationen seiner Gegner.
 
Autumn 09.07.2026 21:10
Der ägyptische Trainer ist jetzt schon Weltmeister! 

Weltmeister der Herzen! 🏆 

Er hat seine Erfolge dem palästinensischen Volk gewidmet
und seine internationale Bühne genutzt, um anderen ins Gewissen zu reden.

„Ich möchte etwas sagen.
Wie sehr kann sich das palästinensische Volk für uns freuen?
Mein Herz und meine Seele sind bei ihnen. Ich möchte ihnen danken.
Möge Gott sie erfolgreich und siegreich sein lassen.
Und möge Gott gnädig mit ihren Getöteten sein.
Ich sage ihnen: Ich widme diesen Sieg dem ägyptischen Volk und dem gutherzigen, selbstlosen palästinensischen Volk.“
 
Autumn 11.07.2026 07:18


https://www.theguardian.com/world/2026/jul/08/aid-worker-world-cup-screenings-gaza-killed-israeli-strike

Ein ägyptischer Helfer, der in Gaza die WM-Übertragungen für Palästinenser organisiert hatte, wurde bei israelischem Angriff getötet

Die Public Viewings der Fußball-Weltmeisterschaft in Gaza boten eine seltene Ablenkung. Dann tötete Israel einen Organisator.
 
Autumn 11.07.2026 07:29


Public Viewing in Gaza



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Sehen so "menschliche Tiere" aus?
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