Kalenderblatt 08.07 - Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
08.07.2026 08:08
Kalenderblatt 08.07 - Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
08.07.2026 08:08
Kalenderblatt 08.07 - Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
GEBET
Gott, unser Heil, in deiner wunderbaren Vorsehung
hast du bestimmt, dass das Reich Christi
sich über die ganze Erde ausbreiten soll.
Du willst, dass alle Menschen
von ihrer Schuld erlöst und gerettet werden.
Lass deine Kirche leuchten
als Zeichen des allumfassenden Heiles.
Hilf ihr,
das Geheimnis deiner Liebe zu verkünden
und es an den Menschen wirksam zu machen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
ZUR LESUNG Der Prophet Hosea hat sich viele Gedanken über die Geschichte Israels gemacht, die vergangene und die kommende Geschichte. Hos 10, 1–8 ist nicht direkte Anrede an Israel, sondern ein Gespräch über Israel, etwa im Kreis der Prophetenschüler. Über den Zeitpunkt gibt vielleicht Vers 3 Auskunft: „Wir haben keinen König mehr“; das kann sich auf die Zeit der Revolte gegen König Pekach im Jahr 733 beziehen. Noch ein gutes Jahrzehnt, dann wird sich auch Vers 2 erfüllen: „Der Herr selbst wird ihre Altäre zerbrechen.“ – „Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu …“ Das Wort ist nicht nur zu Israel gesprochen. Mit dem Fall Samarias ist es noch nicht erfüllt und erledigt. Jesus hat dieses Wort zu den klagenden Frauen gesprochen (Lk 23, 30), und in Offb 6, 16 wird es nochmals aufgegriffen. Das bedeutet, dass die Geschichte Israels, die Irrwege Israels und das Gericht, nicht nur der Vergangenheit angehören. An das Israel aller Zeiten richtet sich auch Vers 12: Das Volk Gottes soll auf der Erde leben und arbeiten, aber in „Gerechtigkeit“; d. h. in der Ordnung Gottes. Die Ordnung Gottes aber heißt Liebe. – Jes 5, 1–7; Dtn 32, 15; Hos 2, 7.14; 4, 10–11; Ex 23, 24; Hos 4, 13; 2 Kön 23, 15–16; Jes 2, 10; Hos 2, 21; Mi 6, 8; 2 Kor 9, 10; Jer 4, 3; Am 5, 4.
ERSTE LESUNG Hos 10, 1–3.7–8.12
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen
1Israel war ein üppiger Weinstock,
der seine Frucht brachte.
Je fruchtbarer er war,
desto zahlreicher machte man die Altäre.
Je schöner sein Land wurde,
umso schöner schmückten sie die Steinmale.
2Ihr Herz ist geteilt,
jetzt müssen sie büßen:
Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen,
ihre Steinmale verwüsten.
3Dann werden sie sagen:
Wir haben keinen König mehr;
denn wir haben den Herrn nicht gefürchtet.
Aber auch ein König – was könnte er für uns tun?
7Vernichtet ist Samária,
sein König – wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser.
8Verwüstet werden die Kulthöhen von Awen,
die Sünde Israels:
Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern.
Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu!
und zu den Hügeln: Fallt auf uns!
12Sät für euch in Gerechtigkeit,
erntet in Liebe!
Nehmt Neuland unter den Pflug!
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen;
dann wird er kommen
und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.
ZUM EVANGELIUM Der Evangelist Matthäus hat die Worte und die Taten Jesu nicht nur der Reihe nach berichtet, er hat darüber hinaus versucht, sie systematisch zu ordnen. Die erste große Rede war die Bergpredigt (Kap. 5–7), die zweite handelt von der Jüngerschaft (Kap. 10) und ist an die Apostel gerichtet. Durch die Sendung wird der Jünger zum Missionar. Jesus gibt den Zwölf seine eigene Vollmacht des Wortes und der Tat. Damit gibt er sein Werk in ihre Hände, er liefert sein Wort und sich selbst den Menschen aus. Auch Judas ist unter denen, die Jesus aussendet. – Die Sendung ist zunächst auf Israel begrenzt. Dem alten Gottesvolk gilt das Angebot der nahegekommenen Gottesherrschaft zuerst, nicht nur zeitlich, sondern auch im Sinn der von Gott verfügten Ordnung. Tatsächlich tritt aber bereits zur Zeit Jesu neben die Unterscheidung von Juden und Heiden die andere: Glaubende und Nicht-Glaubende. – Mk 3, 14–19; 6, 7; Lk 9, 1; 6, 13–16; Apg 1, 13; Mt 15, 24; 24, 14; 28, 18–20.
Evangelium Mt 10, 1–7
Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
In jener Zeit
1 rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht,
die unreinen Geister auszutreiben
und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus,
und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
und sein Bruder Johannes,
3Philíppus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
und Thaddäus,
4Simon Kananäus und Judas Iskáriot,
der ihn ausgeliefert hat.
5Diese Zwölf sandte Jesus aus
und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samaríter,
6sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
7Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
FÜRBITTEN
Zu Jesus Christus, der die Apostel mit seiner Vollmacht ausstattete, wollen wir rufen:
■ Behüte und stärke die Nachfolger der Apostel, unseren Papst und unsere Bischöfe in ihrem Dienst.
■ Gib deinen Geist allen, die mit der Verkündigung der frohen Botschaft beauftragt sind.
■ Segne die Bemühungen um die Einheit unter den christlichen Konfessionen.
■ Stärke alle, die sich in den Dienst an den Armen und Kranken gestellt haben.
■ Berufe auch heute Menschen, die deinen Heilsauftrag in ihrem Leben verwirklichen.
Denn du bist der Herr und Erlöser aller Menschen. Dir sei Dank und Lobpreis in alle Ewigkeit. – A: Amen.
https://schott.erzabtei-beuron.de/jk14/Mittwoch.htm?datum=2026-07-08&r=1
Gott, unser Heil, in deiner wunderbaren Vorsehung
hast du bestimmt, dass das Reich Christi
sich über die ganze Erde ausbreiten soll.
Du willst, dass alle Menschen
von ihrer Schuld erlöst und gerettet werden.
Lass deine Kirche leuchten
als Zeichen des allumfassenden Heiles.
Hilf ihr,
das Geheimnis deiner Liebe zu verkünden
und es an den Menschen wirksam zu machen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
ZUR LESUNG Der Prophet Hosea hat sich viele Gedanken über die Geschichte Israels gemacht, die vergangene und die kommende Geschichte. Hos 10, 1–8 ist nicht direkte Anrede an Israel, sondern ein Gespräch über Israel, etwa im Kreis der Prophetenschüler. Über den Zeitpunkt gibt vielleicht Vers 3 Auskunft: „Wir haben keinen König mehr“; das kann sich auf die Zeit der Revolte gegen König Pekach im Jahr 733 beziehen. Noch ein gutes Jahrzehnt, dann wird sich auch Vers 2 erfüllen: „Der Herr selbst wird ihre Altäre zerbrechen.“ – „Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu …“ Das Wort ist nicht nur zu Israel gesprochen. Mit dem Fall Samarias ist es noch nicht erfüllt und erledigt. Jesus hat dieses Wort zu den klagenden Frauen gesprochen (Lk 23, 30), und in Offb 6, 16 wird es nochmals aufgegriffen. Das bedeutet, dass die Geschichte Israels, die Irrwege Israels und das Gericht, nicht nur der Vergangenheit angehören. An das Israel aller Zeiten richtet sich auch Vers 12: Das Volk Gottes soll auf der Erde leben und arbeiten, aber in „Gerechtigkeit“; d. h. in der Ordnung Gottes. Die Ordnung Gottes aber heißt Liebe. – Jes 5, 1–7; Dtn 32, 15; Hos 2, 7.14; 4, 10–11; Ex 23, 24; Hos 4, 13; 2 Kön 23, 15–16; Jes 2, 10; Hos 2, 21; Mi 6, 8; 2 Kor 9, 10; Jer 4, 3; Am 5, 4.
ERSTE LESUNG Hos 10, 1–3.7–8.12
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen
1Israel war ein üppiger Weinstock,
der seine Frucht brachte.
Je fruchtbarer er war,
desto zahlreicher machte man die Altäre.
Je schöner sein Land wurde,
umso schöner schmückten sie die Steinmale.
2Ihr Herz ist geteilt,
jetzt müssen sie büßen:
Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen,
ihre Steinmale verwüsten.
3Dann werden sie sagen:
Wir haben keinen König mehr;
denn wir haben den Herrn nicht gefürchtet.
Aber auch ein König – was könnte er für uns tun?
7Vernichtet ist Samária,
sein König – wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser.
8Verwüstet werden die Kulthöhen von Awen,
die Sünde Israels:
Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern.
Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu!
und zu den Hügeln: Fallt auf uns!
12Sät für euch in Gerechtigkeit,
erntet in Liebe!
Nehmt Neuland unter den Pflug!
Es ist Zeit, den Herrn zu suchen;
dann wird er kommen
und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen.
ZUM EVANGELIUM Der Evangelist Matthäus hat die Worte und die Taten Jesu nicht nur der Reihe nach berichtet, er hat darüber hinaus versucht, sie systematisch zu ordnen. Die erste große Rede war die Bergpredigt (Kap. 5–7), die zweite handelt von der Jüngerschaft (Kap. 10) und ist an die Apostel gerichtet. Durch die Sendung wird der Jünger zum Missionar. Jesus gibt den Zwölf seine eigene Vollmacht des Wortes und der Tat. Damit gibt er sein Werk in ihre Hände, er liefert sein Wort und sich selbst den Menschen aus. Auch Judas ist unter denen, die Jesus aussendet. – Die Sendung ist zunächst auf Israel begrenzt. Dem alten Gottesvolk gilt das Angebot der nahegekommenen Gottesherrschaft zuerst, nicht nur zeitlich, sondern auch im Sinn der von Gott verfügten Ordnung. Tatsächlich tritt aber bereits zur Zeit Jesu neben die Unterscheidung von Juden und Heiden die andere: Glaubende und Nicht-Glaubende. – Mk 3, 14–19; 6, 7; Lk 9, 1; 6, 13–16; Apg 1, 13; Mt 15, 24; 24, 14; 28, 18–20.
Evangelium Mt 10, 1–7
Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
In jener Zeit
1 rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich
und gab ihnen die Vollmacht,
die unreinen Geister auszutreiben
und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
2Die Namen der zwölf Apostel sind:
an erster Stelle Simon, genannt Petrus,
und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus,
und sein Bruder Johannes,
3Philíppus und Bartholomäus,
Thomas und Matthäus, der Zöllner,
Jakobus, der Sohn des Alphäus,
und Thaddäus,
4Simon Kananäus und Judas Iskáriot,
der ihn ausgeliefert hat.
5Diese Zwölf sandte Jesus aus
und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samaríter,
6sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
7Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
FÜRBITTEN
Zu Jesus Christus, der die Apostel mit seiner Vollmacht ausstattete, wollen wir rufen:
■ Behüte und stärke die Nachfolger der Apostel, unseren Papst und unsere Bischöfe in ihrem Dienst.
■ Gib deinen Geist allen, die mit der Verkündigung der frohen Botschaft beauftragt sind.
■ Segne die Bemühungen um die Einheit unter den christlichen Konfessionen.
■ Stärke alle, die sich in den Dienst an den Armen und Kranken gestellt haben.
■ Berufe auch heute Menschen, die deinen Heilsauftrag in ihrem Leben verwirklichen.
Denn du bist der Herr und Erlöser aller Menschen. Dir sei Dank und Lobpreis in alle Ewigkeit. – A: Amen.
https://schott.erzabtei-beuron.de/jk14/Mittwoch.htm?datum=2026-07-08&r=1

Jetzt
KILIAN
Bischof, Glaubensbote, Märtyrer
Namensdeutung: Krieg, Kampf (keltisch)
Namenstage: Kilian, Cillian, Chiliano
Gedenktag: 8. Juli
Lebensdaten: geboren 640 in Mullagh, Irland, gestorben 689 in Würzburg
Lebensgeschichte: Kilian war einer späteren Überlieferung nach edler Abstammung und wurde in Nordirland geboren. Er war Mönch im Kloster Hy, das der heilige Kolumban auf der Hebrideninsel Iona gegründet hatte, und schiffte sich 686 mit elf Gefährten nach Gallien ein, um nach Rom weiterzureisen und sich vom Papst Missionsvollmachten für Germanien geben zu lassen. Die Glaubensboten gelangten schließlich nach Würzburg, wo sie erfolgreich am Hof des fränkischen Herzogs Gosbert wirkten.
689 ließ die Herzogin Gailana Kilian und seine Gefährten Kolonat und Totnan ermorden, weil sie die Auflösung ihrer blutschänderischen Ehe betrieben hatten. Ihre Leichen wurden im Pferdestall der Herzogsburg verscharrt, über der die heutige Neumünsterkirche errichtet wurde.
Verehrung/Brauchtum: Im Bistum Würzburg reicht die Kilian-Tradition bis ins Jahr 752 zurück, als Bischof Burkard seine Reliquien und ein gallisches Evangeliar aus dem 7. Jahrhundert feierlich auffand. Seine Gebeine ruhen mit denen seiner Gefährten in der Krypta der Neumünsterkirche, ihre Schädel sind in einem Schrein aus Bergkristall im Altar des Kiliansdoms eingelassen. In der Kiliani-Oktav um den 8. Juli beginnt mit der Ausstellung des Schreins ein großes Volksfest mit Markt.
Patron: der Diözese und Stadt Würzburg, von Franken, Heilbronn, der Weißbinder und Tüncher, Mitpatron der Diözesen Erfurt und Paderborn, Helfer bei Augenkrankheiten, Gicht und Rheuma
Hans Schiestl, Kopie der Kilian-Büste von Tilman Riemenschneider, Neumünsterkirche Würzburg. Foto: Hajotthu (CC BY-SA 3.0)
Weitere Heilige des Tages:
Aquila und Priska, Glaubensboten
Edgar der Friedfertige, Büßer
Kolonat, Priester, und Totnan, Diakon, Märtyrer
Sunniva, Märtyrin
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