Kalenderblatt 07.07 - Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter
07.07.2026 08:05
Kalenderblatt 07.07 - Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter
07.07.2026 08:05
Kalenderblatt 07.07 - Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter
GEBET
Allmächtiger Gott,du sorgst für dein Volk
durch die Hirten, die du ihm gibst.
Erwecke in der Kirche
den Geist des Glaubens und der Bereitschaft
und berufe auch in unseren Tagen
Menschen, die dem Altar dienen
und die Frohe Botschaft
mit Festigkeit und Güte verkünden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
ZUR LESUNG In den aufeinanderfolgenden Prophetenlesungen darf man nicht die logische Weiterentwicklung eines Gedankens erwarten. Die Worte sind bei verschiedenen Gelegenheiten gesprochen und später von den Sammlern mit mehr oder weniger Geschick zusammengestellt worden. – Die heutige Lesung ist eine Schelt- und Drohrede; Israel muss zurück nach Ägypten (8, 13). Nach Ägypten zurückkehren bedeutet, dass Gott die Heilsgeschichte rückgängig macht, nachdem Israel selbst sich von seinem Bundesgott abgewandt hat. Dreimal wird in dieser Lesung das „Kalb“ genannt. Jerobeam I. hatte zwei vergoldete Statuen (oder Standarten) von Jungstieren aufstellen lassen, die er wohl als Jahwebilder oder auch als Thron Jahwes verstanden wissen wollte. Die landläufige Frömmigkeit hat bald das Stierbild selbst als Gott verehrt. „Es ist kein Gott“, sagt der Prophet (V. 6), und das Volk, das diese Kälber oder Stiere als Götter verehrt, ist nicht mehr Volk Gottes. Jahwe muss mit ihnen ganz von vorn anfangen, wie damals, als er sie aus Ägypten herausführte. – 1 Sam 8, 1–9; Hos 10, 5; 1 Kön 12, 28–32; Ex 32, 8; 20, 4; 34, 17; Am 5, 22; Jer 14, 10; Hos 9, 9; 9, 3; 11, 5; Dtn 28, 68.
ERSTE LESUNG Hos 8, 4–7.11–13
Wind säen sie und ernten Sturm
So spricht der Herr:
4Sie setzen in Israel Könige ein, aber gegen meinen Willen;
sie wählen Regierende aus, doch ich erkenne sie nicht an.
Sie machen sich Götzen aus ihrem Silber und Gold –
damit es vernichtet wird.
5Samária, dein Kalb ist verworfen.
Mein Zorn ist entbrannt gegen sie;
wie lange noch sind sie unfähig zur Reinheit?
6Denn von Israel kommt es:
Ein Handwerker hat es gemacht –
ein Gott ist es nicht.
Ja, zu Splittern soll es werden,
das Kalb von Samária.
7Denn Wind säen sie
und ernten Sturm.
Ein Halm ohne Ähren bringt kein Mehl.
Und wenn er es brächte –
verschlingen würden es Fremde.
11Éfraim hat viele Altäre gebaut,
um zu sündigen,
ja, Altäre zum Sündigen sind sie ihm geworden.
12Wieder und wieder schreibe ich meine Weisung auf für ihn –
angesehen wird sie wie die eines Fremden.
13Schlachtopfer, die mir dargebracht werden sollen,
schlachten sie und essen das Fleisch selbst.
Der Herr hat kein Gefallen an ihnen.
Jetzt wird er ihrer Schuld gedenken
und sie heimsuchen wegen ihrer Sünden:
Sie müssen nach Ägypten zurückkehren.
ZUM EVANGELIUM Die Wunderberichte des Matthäusevangeliums schließen mit der Heilung eines Stummen, der auch besessen war. Das Wunder wird nur kurz berichtet, das Hauptgewicht liegt auf der doppelten Reaktion der Volksmenge und der Pharisäer. Die Menge äußert sich anerkennend: So etwas hat es in Israel noch nie gegeben. Das ist noch kein Glaube, denn beim Glauben geht es um die Person Jesu, nicht nur um Dinge, die geschehen sind. Aber es ist auch keine Ablehnung, und das Staunen kann zum Glauben führen. Ganz anders die Pharisäer: ihre böswillige Missdeutung beweist, dass es nicht genügt, Wunder zu sehen, um zu glauben. So endet der Abschnitt über die Wunder Jesu (Kap. 8–9) mit einem schrillen Missklang. Das Schicksal Jesu zeichnet sich schon hier ab. – Mit 9, 35 wird auf 4, 23 zurückverwiesen. Zwischen diesen Versen, die einander entsprechen, steht die Offenbarung Jesu durch Wort (Bergpredigt, Kap. 5–7) und Tat (Wunder, Kap. 8–9). Für beides, für die Botschaft von der Gottesherrschaft und die Tätigkeit des Heilens, braucht Jesus Mitarbeiter. Die Verse 36–38 leiten zur Aussendungsrede (Kap. 10) über. – Mt 12, 22–24; Lk 11, 14–15; 10, 25. – Zu 9, 36–38: Mk 6, 34; Lk 10, 2; Joh 4, 35–38.
Evangelium Mt 9, 32–38
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter
In jener Zeit
32 brachte man zu Jesus einen Stummen,
der von einem Dämon besessen war.
33Er trieb den Dämon aus
und der Stumme konnte reden.
Alle Leute staunten
und sagten: So etwas ist in Israel noch nie gesehen worden.
34Die Pharisäer aber sagten:
Mit Hilfe des Anführers der Dämonen
treibt er die Dämonen aus.
35Jesus zog durch alle Städte und Dörfer,
lehrte in ihren Synagogen,
verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte alle Krankheiten und Leiden.
36Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37Da sagte er zu seinen Jüngern:
Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
38Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
FÜRBITTEN
Jesus Christus ist unsere Kraft, unsere Stärke und unsere Freiheit. Ihn bitten wir:
■ Mache die Gemeinschaft der Glaubenden zu einem Ort, wo Menschen die Liebe Gottes erfahren.
■ Sei allen nahe, die sich nach Frieden und Gerechtigkeit, nach Heimat und Sicherheit sehnen.
■ Ermutige alle, denen es schwerfällt, dem Leben zu vertrauen.
■ Begleite unsere Brüder und Schwestern, die aus Enttäuschung die Kirche verlassen haben.
■ Mache auch heute junge Menschen bereit, deinem Ruf zu folgen und sich in den Dienst der Kirche zustellen.
Denn du bist der gute Hirte, der sich um alle sorgt. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. – A: Amen.
https://schott.erzabtei-beuron.de/jk14/Dienstag.htm?datum=2026-07-07&r=1
Allmächtiger Gott,du sorgst für dein Volk
durch die Hirten, die du ihm gibst.
Erwecke in der Kirche
den Geist des Glaubens und der Bereitschaft
und berufe auch in unseren Tagen
Menschen, die dem Altar dienen
und die Frohe Botschaft
mit Festigkeit und Güte verkünden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
ZUR LESUNG In den aufeinanderfolgenden Prophetenlesungen darf man nicht die logische Weiterentwicklung eines Gedankens erwarten. Die Worte sind bei verschiedenen Gelegenheiten gesprochen und später von den Sammlern mit mehr oder weniger Geschick zusammengestellt worden. – Die heutige Lesung ist eine Schelt- und Drohrede; Israel muss zurück nach Ägypten (8, 13). Nach Ägypten zurückkehren bedeutet, dass Gott die Heilsgeschichte rückgängig macht, nachdem Israel selbst sich von seinem Bundesgott abgewandt hat. Dreimal wird in dieser Lesung das „Kalb“ genannt. Jerobeam I. hatte zwei vergoldete Statuen (oder Standarten) von Jungstieren aufstellen lassen, die er wohl als Jahwebilder oder auch als Thron Jahwes verstanden wissen wollte. Die landläufige Frömmigkeit hat bald das Stierbild selbst als Gott verehrt. „Es ist kein Gott“, sagt der Prophet (V. 6), und das Volk, das diese Kälber oder Stiere als Götter verehrt, ist nicht mehr Volk Gottes. Jahwe muss mit ihnen ganz von vorn anfangen, wie damals, als er sie aus Ägypten herausführte. – 1 Sam 8, 1–9; Hos 10, 5; 1 Kön 12, 28–32; Ex 32, 8; 20, 4; 34, 17; Am 5, 22; Jer 14, 10; Hos 9, 9; 9, 3; 11, 5; Dtn 28, 68.
ERSTE LESUNG Hos 8, 4–7.11–13
Wind säen sie und ernten Sturm
So spricht der Herr:
4Sie setzen in Israel Könige ein, aber gegen meinen Willen;
sie wählen Regierende aus, doch ich erkenne sie nicht an.
Sie machen sich Götzen aus ihrem Silber und Gold –
damit es vernichtet wird.
5Samária, dein Kalb ist verworfen.
Mein Zorn ist entbrannt gegen sie;
wie lange noch sind sie unfähig zur Reinheit?
6Denn von Israel kommt es:
Ein Handwerker hat es gemacht –
ein Gott ist es nicht.
Ja, zu Splittern soll es werden,
das Kalb von Samária.
7Denn Wind säen sie
und ernten Sturm.
Ein Halm ohne Ähren bringt kein Mehl.
Und wenn er es brächte –
verschlingen würden es Fremde.
11Éfraim hat viele Altäre gebaut,
um zu sündigen,
ja, Altäre zum Sündigen sind sie ihm geworden.
12Wieder und wieder schreibe ich meine Weisung auf für ihn –
angesehen wird sie wie die eines Fremden.
13Schlachtopfer, die mir dargebracht werden sollen,
schlachten sie und essen das Fleisch selbst.
Der Herr hat kein Gefallen an ihnen.
Jetzt wird er ihrer Schuld gedenken
und sie heimsuchen wegen ihrer Sünden:
Sie müssen nach Ägypten zurückkehren.
ZUM EVANGELIUM Die Wunderberichte des Matthäusevangeliums schließen mit der Heilung eines Stummen, der auch besessen war. Das Wunder wird nur kurz berichtet, das Hauptgewicht liegt auf der doppelten Reaktion der Volksmenge und der Pharisäer. Die Menge äußert sich anerkennend: So etwas hat es in Israel noch nie gegeben. Das ist noch kein Glaube, denn beim Glauben geht es um die Person Jesu, nicht nur um Dinge, die geschehen sind. Aber es ist auch keine Ablehnung, und das Staunen kann zum Glauben führen. Ganz anders die Pharisäer: ihre böswillige Missdeutung beweist, dass es nicht genügt, Wunder zu sehen, um zu glauben. So endet der Abschnitt über die Wunder Jesu (Kap. 8–9) mit einem schrillen Missklang. Das Schicksal Jesu zeichnet sich schon hier ab. – Mit 9, 35 wird auf 4, 23 zurückverwiesen. Zwischen diesen Versen, die einander entsprechen, steht die Offenbarung Jesu durch Wort (Bergpredigt, Kap. 5–7) und Tat (Wunder, Kap. 8–9). Für beides, für die Botschaft von der Gottesherrschaft und die Tätigkeit des Heilens, braucht Jesus Mitarbeiter. Die Verse 36–38 leiten zur Aussendungsrede (Kap. 10) über. – Mt 12, 22–24; Lk 11, 14–15; 10, 25. – Zu 9, 36–38: Mk 6, 34; Lk 10, 2; Joh 4, 35–38.
Evangelium Mt 9, 32–38
Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter
In jener Zeit
32 brachte man zu Jesus einen Stummen,
der von einem Dämon besessen war.
33Er trieb den Dämon aus
und der Stumme konnte reden.
Alle Leute staunten
und sagten: So etwas ist in Israel noch nie gesehen worden.
34Die Pharisäer aber sagten:
Mit Hilfe des Anführers der Dämonen
treibt er die Dämonen aus.
35Jesus zog durch alle Städte und Dörfer,
lehrte in ihren Synagogen,
verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte alle Krankheiten und Leiden.
36Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37Da sagte er zu seinen Jüngern:
Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
38Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
FÜRBITTEN
Jesus Christus ist unsere Kraft, unsere Stärke und unsere Freiheit. Ihn bitten wir:
■ Mache die Gemeinschaft der Glaubenden zu einem Ort, wo Menschen die Liebe Gottes erfahren.
■ Sei allen nahe, die sich nach Frieden und Gerechtigkeit, nach Heimat und Sicherheit sehnen.
■ Ermutige alle, denen es schwerfällt, dem Leben zu vertrauen.
■ Begleite unsere Brüder und Schwestern, die aus Enttäuschung die Kirche verlassen haben.
■ Mache auch heute junge Menschen bereit, deinem Ruf zu folgen und sich in den Dienst der Kirche zustellen.
Denn du bist der gute Hirte, der sich um alle sorgt. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. – A: Amen.
https://schott.erzabtei-beuron.de/jk14/Dienstag.htm?datum=2026-07-07&r=1

Jetzt
WILLIBALD
Bischof, Glaubensbote
Namensdeutung: von kühnem Entschluss (altsächsisch)
Namenstage: Willibald, Willi, Will
Gedenktag: 7. Juli
Lebensdaten: geboren am 22. Oktober 700 in Wessex, gestorben am 7. Juli 787 in Eichstätt
Lebensgeschichte: Willibald war der erstgeborene Sohn eines südenglischen Grundherrn – die Überlieferung machte aus den Eltern Richard und Wyna ein Königspaar – und lebte von seinem sechsten bis 20. Lebensjahr im Kloster Waltham. Um 720 begleitete er seinen Vater und seinen Bruder Wunibald auf eine Pilgerfahrt nach Rom und zog von dort aus weiter nach Jerusalem, wo er drei Jahre blieb. Von 727 bis 729 lebte er in einer Klause an der Apostelkirche von Konstantinopel.
Von 729 bis 739 half er beim Wiederaufbau des heruntergekommenen Klosters Montecassino, bis ihn Papst Gregor III. auf Bitten seines Verwandten Winfrid-Bonifatius nach Germanien schickte. In Eichstätt, wo die schwäbischen, bayerischen und fränkischen Einflussbereiche zusammentreffen, erhielt er Landbesitz und wurde 740 dort von Bonifatius zum Priester geweiht.
741 weihte ihn Bonifatius bei Erfurt zum Bischof. Willibald nahm mit anfangs nur drei Gefährten die Missionsarbeit als Eichstätter Klosterbischof auf, errichtete eine Bischofskirche und unterstützte die Klostergründungen in der Region, durch die das Christentum sich verbreitete und stabilisierte, darunter auch das Eigenkloster Heidenheim, das seine Geschwister Wunibald und Walburga nacheinander leiteten.
Ab 778 diktierte Willibald der Nonne Hugeburc seine Autobiographie, die viele Einzelheiten seiner Pilgerjahre enthält.
Willibald starb 787 und wurde im Chor seiner Bischofskirche beigesetzt.
Verehrung: Seit 989 wurden seine Gebeine dreimal erhoben und ruhen heute im Willibaldschor des Eichstätter Doms. Seine Verehrung war auf das Bistum Eichstätt und Adelskreise beschränkt. Volkstümlich wurden Willibald und seine Geschwister als Schutzheilige erst während der großen Seuchen des Spätmittelalters.
Patron: der Diözese Eichstätt, der Gittermacher, in Jesenwang bei Fürstenfeldbruck Patron des Viehs
Willibaldsstatue von Loy Hering, 1514, Eichstätter Dom. Foto: Mattis (CC BY-SA 3.0)
Weitere Heilige des Tages:
Edelburg, Äbtissin
Johannes von Köln, Ordenspriester, Märtyrer, und Gefährten
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender?filter_day=7&filter_month=07&filter_year=2026