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Kalenderblatt 04.07 - Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist?

Kalenderblatt 04.07 - Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist?
GEBET

Herr, unser Gott,durch den Tod
und die Auferstehung deines Sohnes
sind wir dein Volk geworden.
Lass die Freude über die Erlösung
in uns mächtig werden,
damit sie unser ganzes Leben bestimmt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

ZUR LESUNG  Viele Forscher sind der Meinung, Amos 9, 7–15 könne nicht aus dem 8. Jahrhundert stammen, es handle sich vielmehr um eine spätere Hinzufügung, die den Fall des davidischen Reiches und das babylonische Exil als Tatsachen voraussetzt. Zudem sei Amos ein Gerichtsprophet, nicht ein Heilsprophet, man könne daher bei ihm eine Heilsweissagung dieser Art nicht erwarten. Das sind aber keine zwingenden Gründe. Von der „zerfallenen Hütte Davids“ konnte auch Amos sprechen, denn das ehemalige davidische Großreich (Juda und Israel) hatte gerade in seiner Zeit durch die Assyrer schwere Schläge erlitten. Zudem ist Gott glücklicherweise weder an die Logik des Propheten selbst noch an die seiner modernen Kritiker gebunden. Der Gott, der durch seine Propheten das Gericht androht, als wäre es schon endgültig verfügt, kann dennoch auch die Rettung bereithalten, und sei es eine Rettung durch das Gericht hindurch. Das entscheidende Wort des ganzen Amos-Buches steht am Ende des letzten Verses: „der Herr, dein Gott“. – Apg 15, 16–17; Num 24, 18; Lev 26, 3–5; Joël 4, 18; Dtn 30, 3–5; Jes 65, 21–22; Jer 31, 5; Hos 14, 8.

ERSTE LESUNG    Am 9, 11–15
Ich wende das Geschick meines Volkes Israel und pflanze sie ein in ihren Boden

So spricht der Herr:
11An jenem Tag
richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf
und bessere ihre Risse aus,
ich richte ihre Trümmer auf
und stelle alles wieder her
wie in den Tagen der Vorzeit,
12damit sie den Rest von Edom unterwerfen
und alle Völker,
über denen mein Name ausgerufen ist –
Spruch des Herrn, der das ausführt.
13Seht, es kommen Tage – Spruch des Herrn —,
da folgt der Pflüger dem Schnitter auf dem Fuß
und der Keltertreter dem Sämann;
da triefen die Berge von Wein
und alle Hügel fließen über.
14Dann wende ich das Geschick meines Volkes Israel.
Sie bauen die verwüsteten Städte wieder auf
und wohnen darin;
sie pflanzen Weinberge und trinken den Wein,
sie legen Gärten an und essen die Früchte.
15Und ich pflanze sie ein in ihren Boden
und nie mehr werden sie ausgerissen aus ihrem Boden,
den ich ihnen gegeben habe,
spricht der Herr, dein Gott.

ZUM EVANGELIUM  Das Fasten hat dort seinen Platz, wo man Vergangenes sühnen oder sich auf Kommendes vorbereiten will. Für die Jünger Jesu aber zählt jetzt weder die Vergangenheit noch die Zukunft, sie stehen in der Freude des gegenwärtigen Heils. Solange Jesus da ist, ist Festzeit, nicht Zeit des Fastens. Von Hochzeitsgästen erwartet man nicht, dass sie fasten. Das Bild von der Hochzeit stammt aus dem Alten Testament: Gott ist der Herr und Gemahl seines Volkes, das freilich den Bund hundertmal gebrochen hat. Wenn Jesus sagt, jetzt seien die Tage der Hochzeit, so beansprucht er damit dasselbe, wie wenn er Sünden vergibt. – An das Wort von der Hochzeit schließen sich zwei weitere an, das vom Flicken auf dem alten Kleid und das vom neuen Wein in alten Schläuchen. Jesus hält nichts von Flickarbeit; es ist notwendig, die Welt, d. h. die Menschen, von Grund auf zu erneuern. – Mk 2, 18–22; Lk 5, 33–39; Hos 2, 18–25; Joh 3, 29; Röm 7, 6; 2 Kor 5, 17; Offb 21, 5.

Evangelium   Mt 9, 14–17
Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist?

In jener Zeit
14 kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus
und sagten:
Warum fasten deine Jünger nicht,
während wir und die Pharisäer fasten?
15Jesus antwortete ihnen:
Können denn die Hochzeitsgäste trauern,
solange der Bräutigam bei ihnen ist?
Es werden aber Tage kommen,
da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein;
dann werden sie fasten.
16Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Gewand;
denn der neue Stoff reißt doch wieder ab
und es entsteht ein noch größerer Riss.
17Auch füllt man nicht jungen Wein in alte Schläuche.
Sonst reißen die Schläuche,
der Wein läuft aus
und die Schläuche sind unbrauchbar.
Jungen Wein füllt man in neue Schläuche,
dann bleibt beides erhalten.

FÜRBITTEN
Christus ist der Bräutigam, der das Leben zu einem Fest macht. Ihn bitten wir:
■ Schenke uns den Geist der Unterscheidung und das rechte Gespür, welches Verhalten angebracht ist.
■ Lass uns fasten, um uns auf deine Gegenwart vorzubereiten, und erfülle uns mit Freude, wenn wir dich spüren können.
■ Bewahre Kirche, Politik und Gesellschaft vor faulen Kompromissen und verhilf zu rechter Balance zwischen Tradition und Moderne.
■ Wende dich denen zu, die sich im Gebet dir anvertrauen, und allen, denen wir unser Gebet versprochen haben.
Du bist unser Herr, der Grund unserer Freude und der Gott des Lebens in unserer Mitte. Dir sei Dank in Ewigkeit. – A: Amen.

https://schott.erzabtei-beuron.de/jk13/Samstag.htm?datum=2026-07-04&r=1

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Shira 04.07.2026 07:47
                              Betrachtung des heutigen Evangeliums

«Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein, dann werden sie fasten»
Rev. D. Joaquim FORTUNY i Vizcarro (Cunit, Tarragona, Spanien)

Heute erkennen wir, dass mit Jesus ein neues Zeitalter angefangen hat, eine neue Doktrin, mit Autorität gelehrt, und wie bei allen neuen Dingen im Widerspruch stehend zur Praxis und der vorherrschenden Stimmung. So sehen wir in den Seiten die dem Evangelium vorausgehen, wie Jesus dem Behinderten die Sünden vergibt und seine Krankheit heilt, wärend die Schreiber sich empören; Jesus nennt Matthäus den Steuereintreiber, er isst mit ihm und den anderen Zöllnern und Sündern und die Pharisäer erzürnen sich; im heutigen Evangelium sind es die Schüler von Johannes die sich Jesus nähern weil sie nicht verstehen dass Er und seine Apostel nicht fasten.

Jesus lässt niemanden ohne Antwort zurück und sagt ihnen: „Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten“ (Mt 9.15). Das fasten war, und ist, eine Anwendung des Büssens die dazu beiträgt „Herrschaft über unsere Instinkte und Freiheit über das Herz zu erlangen“ (Kirchen Katequese nº 2043) und die Göttliche Gnade zu erhalten. Aber in jenem Moment war die Gnade und die unendliche Liebe Gottes mitten unter ihnen durch die Anwesenheit von Jesus, der dieses Wort verkörpert. Wie konnten Sie fasten? Es gab nur eine mögliche Gesinnung: die Freude, die Wonne über die Anwesenheit Gottes als Mensch. Wie sollten sie fasten wenn Jesus ihnen einen neuen Weg gezeigt hat sich mit Gott zu vereinen, ein neuer Geist der mit allen alten Formen brach?

Heute ist Jesus da: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“ (Mt 28.20) und er ist auch nicht da, weil er zurück zum Vater ging und so rufen wir ihn: „Komm Herr Jesus!“

Wir sind in Zeiten der Erwartung. Daher ist es gut für uns uns jeden Tag mit dem Geist von Jesus zu erneuern, uns von der Routine zu loszulösen, alles weglassen was uns davon abhält eine volle Identifizierung mit Christus anzustreben, bis zur Heiligkeit. „Gerecht ist unser Weinen – unser Fasten – wenn wir von dem Wunsch verbrennen Ihn zu sehen“ (der Heilige August).

Die Heilige Maria bitten wir, dass sie uns die Gnade verleiht die wir brauchen, um mit der Freude zu leben, dass wir wissen wir sind geliebte Kinder.

Gedanken zum Evangelium des Tages

    „Fasten ist das Ruder des menschlichen Lebens, das das gesamte Schiff unseres Körpers leitet" (Heiliger Petrus Chrysologus)

    „Zu neuem Wein, neue Schläuche. Aus diesem Grund fordert die Kirche von uns allen einige Veränderungen; sie fordert uns auf, vergängliche Strukturen beiseite zu legen, die nutzlos sind. Und dafür neue annehmen, die des Evangeliums" (Franziskus)

    „Die Laien erfüllen ihre prophetische Sendung auch durch die Evangelisation, dass nämlich die Botschaft Christi durch das Zeugnis ihres Lebens und das Wort öffentlich bekanntgemacht wird. Bei den Laien erhält diese Evangelisation „eine eigentümliche Prägung und besondere Wirksamkeit von daher, dass sie in den gewöhnlichen Verhältnissen der Welt erfüllt wird“ (LG 35)“ (Katechismus der katholischen Kirche, Nr.905)

https://evangeli.net/evangelium/tag/2026-07-04
 
Shira 04.07.2026 07:53
ULRICH

Bischof
Namensdeutung: der an Erbgut Reiche (althochdeutsch)
Namenstage: Ulrich, Uli, Ulrik, Olerik, Ódor, Oldřich, Urch, Ulrico, weibl.: Ulrika, Ulrike, Ulli, Rike
Gedenktag: 4. Juli

Lebensdaten: geboren um 890 in Wittislingen bei Dillingen, gestorben am 4. Juli 973 in Augsburg

Lebensgeschichte: Uodalrîh war der Sohn des Dillinger Gaugrafen und über seine Mutter mit dem deutschen Königshaus verwandt. Nach seiner Ausbildung im Kloster St. Gallen wurde er 909 Kämmerer des Augsburger Bischofs Adalbero, seines Onkels. Weil er bei dessen Nachfolge aber übergangen wurde, zog er sich auf die reichen Familiengüter zurück, bis er 923 endlich Bischof von Augsburg wurde.

Als Reichsfürst war Ulrich gleichermaßen als Politiker und Seelsorger tätig. Er konnte die Ansprüche seines Bistums gegen den Herzog von Bayern durchsetzen, ließ die Stadt gegen die Ungarneinfälle befestigen und befehligte 955 erfolgreich die Verteidigung Augsburgs. Den entscheidendsten Anteil am Sieg König Ottos I. gegen die Ungarn in der Schlacht am Lechfeld hatte er darin, dass er den König mit seinem abtrünnigen Sohn versöhnte und die Ungarn sehr zu ihrer Überraschung ein geeintes Heer vorfanden.

Ab 960 übertrug er seinem Neffen Adalbero immer mehr Aufgaben und konzentrierte sich auf sein geistliches Amt. Er bereiste das ganze Bistum, stellte zerstörte Kirchen, Klöster und Dörfer wieder her, disziplinierte den Klerus, wobei er auch für dessen Unterhalt sorgte, predigte dem Volk und sorgte für eine würdige Liturgie. Von seinen Pilgerfahrten nach Rom brachte er Reliquien mit, für die er wertvolle Gefäße stiftete.

Als er 972 seinem Neffen das Bischofsamt übertragen und sich ins Kloster zurückziehen wollte, lehnte das der Kaiser ab.

Ulrich starb am 4. Juli 973 und wurde in der von ihm wiederaufgebauten Kirche St. Afra beigesetzt. Er ruht heute in der Gruft der Basilika St. Ulrich und Afra.

Verehrung/Brauchtum: Ulrichs Verehrung wurde am 3. Februar 993 bei einem Treffen des römischen Klerus mit dem Papst im Lateranpalast genehmigt, was der behaupteten ersten Kanonisierung eines Heiligen auf einer Synode nicht ganz entspricht.

Von der Wallfahrt zu seinem Grab, die rasch einsetzte, bringen Pilger seit dem 16. Jahrhundert Ulrichskreuze mit; diese sind dem Kreuz nachgebildet, das Ulrich den Ungarn entgegenhielt, und sollen gegen Unheil helfen, wie die Ulrichsbrünnlein, die auf seine Fürbitte hin entsprangen, bei Augenleiden. Im späten Mittelalter war der Vorname Ulrich einer der verbreitetsten.

In der Diözese Augsburg findet seit 1955 jährlich die Ulrichswoche mit zahlreichen Wallfahrten und Glaubensangeboten für die ganze Bistumsfamilie statt. Eine Multimediareportage über den heiligen Ulrich hat der Sankt Ulrich Verlag erstellt.

Patron: von Augsburg, von St. Ulrich im Grödnertal, der Winzer, Fischer, Weber, der Sterbenden, Reisenden, Wanderer, Helfer bei schwerer Geburt, Krankheit, Fieber, Schwäche, Tollwut, Ratten- und Mäuseplage, Wassergefahren und Überschwemmungen


Leonhard Beck, Der heilige Ulrich, um 1510, Kunstsammlung der Veste Coburg


Weitere Heilige des Tages:
Bertha von Blangy, Äbtissin
Elisabeth von Portugal, Königin, Terziarin
Werner von Wiblingen, Abt

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender?filter_day=4&filter_month=07&filter_year=2026
 
Engelslhaar 04.07.2026 08:39
 
Shira 04.07.2026 20:54
Komplet

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Halleluja.


An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.


SCHULDBEKENNTNIS
(Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

Vergebungsbitte
Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. R Amen.)

HYMNUS
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt' und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
laß uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil'gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.


KURZLESUNG       Dtn 6,4-7
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.
Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
 
RESPONSORIUM
R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater.

NUNC DIMITTIS
Ant.Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)
Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Ant.Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration
Herr, bleibe bei uns in dieser Nacht, und wenn wir uns am Morgen erheben, dann lass uns in Freude der Auferstehung deines Sohnes gedenken, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

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