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Kalenderblatt 01.07 - Bist du hierhergekommen, um die Dämonen vor der Zeit zu quälen?

Kalenderblatt 01.07 - Bist du hierhergekommen, um die Dämonen vor der Zeit zu quälen?
GEBET

Herr,du hast uns
zur Feier der göttlichen Geheimnisse versammelt.
Nimm unser Gebet gnädig an
und stärke uns,
damit wir den Versuchungen dieser Welt
nicht erliegen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ZUR LESUNG  Feste und Opfer, Musik und Psalmengesang: das nennt man in Israel Gottesdienst. Jahwe aber lässt sagen: Ich hasse eure Feste. Er braucht keinen Beifall wie die Götzen, die Idole. Wo es keine Gerechtigkeit und keine Bruderliebe gibt, da gibt es keinen Gottesdienst. Solche antiliturgische Äußerungen, wie sie im zweiten Teil der heutigen Lesung stehen, finden wir auch bei anderen Propheten. Statt sie zu verharmlosen, müssen wir sie in ihrer ganzen Schärfe auf uns wirken lassen und uns fragen, wie weit sie unseren christlichen Gottesdienst treffen, nicht den Gottesdienst im Allgemeinen, sondern den unseren: in unserer Kirche, in unserer Gemeinschaft. – Der Schlusssatz der Lesung weist auf den Anfang zurück. Nicht das Nein ist Gottes letztes Wort. Der vorausgegangenen Gerichtsdrohung (V. 11–12a) stellt der Prophet sein „Vielleicht“ entgegen: Vielleicht wird Jahwe Zebaot euch gnädig sein; er will ja, dass ihr lebt, er will, dass ihr glückliche Menschen seid; aber lebt so, dass man – dass er – es bei euch aushalten kann. – Am 5, 4; Ps 34, 13–15; 37, 27; Joël 2, 13–14; Jona 3, 8–9; Jes 1, 11; Jer 6, 20; Mt 23, 23; Mk 12, 33; Hos 8, 13; Mi 6, 8.

ERSTE LESUNG  Am 5, 14–15.21–24

Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Die Gerechtigkeit ströme wie ein nie versiegender Bach

14Sucht das Gute, nicht das Böse;
dann werdet ihr leben
und dann wird, wie ihr sagt,
der Herr, der Gott der Heerscharen, bei euch sein.
15Hasst das Böse, liebt das Gute
und bringt im Tor das Recht zur Geltung!
Vielleicht ist der Herr, der Gott der Heerscharen,
dem Rest Josefs dann gnädig.
21Ich hasse eure Feste, – so spricht der Herr —,
ich verabscheue sie
und kann eure Feiern nicht riechen.
22Wenn ihr mir Brandopfer darbringt,
ich habe kein Gefallen an euren Gaben
und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.
23Weg mit dem Lärm deiner Lieder!
Dein Harfenspiel will ich nicht hören,
24sondern das Recht ströme wie Wasser,
die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

ZUM EVANGELIUM  Die Jünger haben einen schwachen Glauben, die „Menschen“ überhaupt keinen (vgl. Einführung zum gestrigen Evangelium); die Dämonen wittern in Jesus den, der zum Gericht kommt. „Sohn Gottes“ nennen sie ihn, lange bevor Petrus ihn als den Sohn des lebendigen Gottes bekennt. Nur ein einziges Wort sagt Jesus zu den Dämonen von Gadara: „Geht!“ Widerwillen und Ekel muss auch er empfunden haben und ein tiefes Mitleid mit den Menschen. – Der heutige Mensch kann mit „Dämonen“ nicht viel anfangen, er hat für alles Böse und Kranke in der Welt andere, wissenschaftlichere Erklärungen. Jesus weiß, wie viel „Dämonisches“ im Menschen selbst wohnt, ohne dass man dafür den Teufel bemühen müsste. Von innen her, aus dem „Herzen“, kommt das Böse, nicht von außen. Dennoch nimmt er die Dämonen als solche ernst, und die heutige Welt hat Grund genug, es auch zu tun. Jesus ist gekommen, um den Menschen von innen her zu heilen und den Dämonen zu sagen: Geht! – Mk 5, 1–20; Lk 8, 26–39; Mt 4, 3; 9, 33; 10, 1; 12, 23.28; 15, 22; 17, 18; Lk 4, 33–36; 8, 2; Apg 8, 7; 10, 38; 16, 16–18; Jak 2, 19.

Evangelium     Mt 8, 28–34

Bist du hierhergekommen, um die Dämonen vor der Zeit zu quälen?

In jener Zeit,
28 als Jesus an das andere Ufer kam,
in das Gebiet der Gadaréner,
liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen.
Sie waren so gefährlich,
dass niemand auf jenem Weg entlanggehen konnte.
29Und siehe, sie schrien:
Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes?
Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?
30In einiger Entfernung weidete eine große Schweineherde.
31Da baten ihn die Dämonen:
Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!
32Und er sagte zu ihnen: Weg mit euch!
Die aber fuhren aus und in die Schweine hinein.
Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinab in den See
und kam in den Fluten um.
33Die Hirten aber flohen,
liefen in die Stadt und erzählten alles,
auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
34Und siehe, die ganze Stadt zog hinaus, um Jesus zu begegnen;
als sie ihn sahen,
baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.

FÜRBITTEN
Jesus, der um das Dämonische und die Abgründe im Menschen weiß, bitten wir:
■ Dass es allen Menschen gelingt, den Versuchungen zu widerstehen und das Sündhafte loszuwerden.
■ Dass es der Gesellschaft gelingt, denen, die umkehren wollen, auch die Umkehr zu ermöglichen.
■ Dass die Christinnen und Christen es schaffen, neben dem Alltäglichen Raum für das Himmlische zu haben.
■ Dass die Notleidenden Hilfe erfahren, die Welt Frieden findet und die Verstorbenen in dein Reich eintreten.
Christus befreit zum Leben. Ihm gelten unser Dank und unsere Verehrung in Ewigkeit. – A: Amen.

https://schott.erzabtei-beuron.de/jk13/Mittwoch.htm?datum=2026-07-01&r=1

Kommentare

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Shira 01.07.2026 06:25
                                  Betrachtung des heutigen Evangeliums

«Sie baten ihn, ihr Gebiet zu verlassen.»
Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute betrachten wir einen traurigen Kontrast. "Kontrast", weil wir die göttliche Kraft und Majestät Jesu Christi bewundern, dem sich die Dämonen bereitwillig unterwerfen (ein sicheres Zeichen für die Ankunft des Himmelreichs). Gleichzeitig bedauern wir jedoch die Enge und Bosheit, zu der das menschliche Herz in der Lage ist, in dem die Menschen den Träger der frohen Botschaft ablehnen: „Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen“ (Mt 8,34). Und der Kontrast ist „traurig“, denn „das wahre Licht (…) kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf“ (Joh 1,9.11).
Mehr Kontrast und gleichzeitig mehr Überraschung, wenn wir darauf achten, dass der Mensch frei ist und diese Freiheit die "Kraft hat, die unendliche Kraft Gottes zu stoppen". Oder sagen wir es anders: Die unendliche göttliche Kraft geht so weit, wie es unsere "mächtige" Freiheit erlaubt. Und das ist so, weil Gott uns hauptsächlich mit der Liebe des Vaters liebt und es uns daher nicht überraschen sollte, dass er unsere Freiheit komplett respektiert: Er zwingt uns seine Liebe nicht auf, sondern schlägt sie uns vor.
Gott regiert das Universum mit unendlicher Weisheit und Güte und respektiert unsere Freiheit, auch wenn sich diese menschliche Freiheit von ihm abwendet und seinen Willen nicht akzeptieren will. Im Gegensatz zu dem, was scheinen mag, entkommt die Welt seinen Händen nicht: Gott bringt alles zum Tragen, trotz der Hindernisse, die wir ihm auferlegen können. In der Tat sind diese Hindernisse vor allem Hindernisse für uns selbst.
Man könnte behaupten, dass Gott angesichts der menschlichen Freiheit "hilflos" werden wollte. Und es kann auch gesagt werden, „dass Gott für dieses große Geschenk [Freiheit] „zahlt“, welche er einem von ihm geschaffenen Wesen in seinem Bild und Gleichnis [Mann] gewährt hat“ (Johannes Paul II.). Gott zahlt dafür! Wenn wir ihn sinnbildlich rausschmeißen, gehorcht er und geht. Er zahlt, aber wir verlieren. Wir gewinnen jedoch, wenn wir wie die Heilige Jungfrau Maria antworten: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1, 38).

https://evangeli.net/evangelium/tag/2026-07-01
 
Shira 01.07.2026 06:30
Heilige des Tages

RADEGUND VON WELLENBURG

Wohltäterin
Namensdeutung: Rat und Kampf (althochdt.)
Namenstage: Radegund, Radegundis, Radiane, Radiana
Gedenktag: 1. Juli

Lebensdaten: geboren um 1270 in Wulfertshausen bei Friedberg, gestorben um 1290 auf Schloss Wellenburg (Augsburg-Bergheim)

Lebensgeschichte und Legende: Radegund oder Radiana diente als Viehmagd auf Schloss Wellenburg und widmete sich in ihrer freien Zeit der Pflege der Aussätzigen im Siechenkobel am Fuß des Schlossbergs. Sie wusch sie und brachte ihnen heimlich, was im Schloss an Essen übriggeblieben war. In diesem Zusammenhang wird von einem Verwandlungswunder berichtet: Als sie einmal wieder mit Speisen und Getränken zu den Siechen ging, wurde sie unterwegs befragt, was sie in ihrer Tasche trage, und weil man ihrer Antwort nicht traute, dass sie Seife und Kamm bei sich habe, durchsuchte man ihre Tasche. Darin waren jedoch die Milch zu Lauge und die Butter zu einem Kamm geworden.

Auf dem Weg zum Siechenhaus, der vom Schloss durch den Wald führte, wurde Radegund von Wölfen angefallen und fast zerfleischt. Zwei Diener fanden sie und brachten sie ins Schloss zurück, wo sie nach drei Tagen ihren Verletzungen erlag.

Der Schlossherr wollte Radegund in seiner Augsburger Familiengruft bestatten lassen, doch auf der Höhe der heutigen Maximilianstraße blieben die Pferde mit ihrem Leichenwagen unerklärlicherweise stehen. Das gläubige Volk wertete das als Ausdruck des Willens Gottes, so dass die Tote auf einen Wagen mit zwei ungezähmten Ochsen gelegt wurde, die von allein den Weg zum Siechenhaus fanden – ein sogenanntes Gespannwunder. Dort begrub man sie und errichtete über ihrem Grab eine Kapelle.

Verehrung: Das Radegundiskirchlein stürzte 1810 ein, worauf die Fugger als Schlossherren das Grab Radegunds – und die Wallfahrt zu ihr – nach Waldberg (Bobingen) verlegten. Dort findet alljährlich am vierten Sonntag nach Pfingsten ein Radegundisfest mit Prozession und traditionellem Jahrmarkt statt.


Holzschnitt von Hans Burgkmair d.Ä., 1521. Foto: © The Trustees of the British Museum



Weitere Heilige des Tages:
Antonio Rosmini-Serbati, Priester, Ordensgründer
Ignatius Falzon, Katechet
Theoderich von Reims, Abt

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender?filter_month=07&filter_year=2026
 
Shira 01.07.2026 06:31
Der Herr segne uns. Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
 
Engelslhaar 01.07.2026 07:41
 
Treuka 01.07.2026 07:51
Wenn die Dämonen fragen, ob der HERR gekommen ist, um sie vor der Zeit zu quälen, dann müssen sie ja wissen, dass er kommen wird, der Tag. 

"Denn die Dämonen glauben auch und sie zittern".
 
Engelslhaar 01.07.2026 08:06
Ja, Treuka, das muss schlimm sein: Die Dämonen glauben und können doch nicht aus ihrer Haut.
 
Treuka 01.07.2026 08:26
Schlimmer finde ich, dass sie GOTT schauten und doch sündigten. Sie haben CHRISTUS sofort erkannt und kennen auch grob den Zeitplan GOTTES. Anscheinend. Und doch haben sie sich abgewandt.
 
antonius34 01.07.2026 08:46
Das ist die wahre
Freude im Leben,, für einen
Zweck gebraucht  zu werden,
Den  man selbst  als  bedeutend 
Anerkennt,  ,,

George Bernard Shaw
 
Engelslhaar 01.07.2026 09:11
Treuka, das könnte dann die Sünde wider den Heiligen Geist sein, die nicht vergeben wird.
 
Treuka 01.07.2026 09:16
Das könnte sie sein Engelshaar, die unverzeihliche Sünde. 
Denn der heilige Geist zeugt ja von dem er ausgeht. Die Dämonen wissen das, aber erzählen den Menschen dann diese Lügen. Z.B. der Mensch stammt vom Affen ab, es geht im Leben nur ums Glücklich sein, habt Spaß, macht euer eigenes Ding und und und.
 
Engelslhaar 01.07.2026 09:40
Ja, Treuka, all das findet man leider auch bei Einzelnen hier im Forum. Wer meint, dass er vom Affen abstammt, der kann ja einen Affen heiraten und nicht einen Menschen, ist doch kein Unterschied.
 
antonius34 01.07.2026 16:59
Wahre Liebe soll zwar intensiv,
Nicht aber extrem und destruktiv sein.

Bernward Deneke FSSP über Franz von Assisi
 
antonius34 01.07.2026 17:17
Fromme Jugendsünden, info der Petrusbruderschaft
 
Shira 01.07.2026 21:24
Komplet
O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Halleluja.


An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.


SCHULDBEKENNTNIS
(Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

Vergebungsbitte
Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.  Amen.

HYMNUS
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt' und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
laß uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil'gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

KURZLESUNG    Eph 4,26.27
Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.
Gebt dem Teufel keinen Raum!

RESPONSORIUM
R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. 
 
NUNC DIMITTIS
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)
Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration
Herr Jesus Christus, du bist gütig und von Herzen demütig. Das Joch, das du denen auflegst, die dir nachfolgen, ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Nimm gnädig an, was wir uns heute vorgenommen und was wir vollbracht haben. Erneuere uns durch die Ruhe der Nacht und mache uns morgen eifriger in deinem Dienst. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.  Amen.

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