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Kalenderblatt 16.06 - Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde!

Kalenderblatt 16.06 - Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde!
ZUR LESUNG  Auch die Sünde der Mächtigen ist Sünde: Auch der Mord, den ein König begeht (oder billigt), ist Mord. Dem König David hatte einst Natan die Wahrheit sagen müssen (2 Sam 12); zu Ahab wird Elija geschickt. Gegen beide Könige wurde nicht nur der Vorwurf des Mordes erhoben: Die Wurzel des Mordes war in beiden Fällen die Gier, das zu haben, was einem andern gehörte, und die Missachtung der menschlichen Person und Würde. Beide Könige haben ihre Tat bereut und dann erfahren, dass der unerbittlich richtende Gott auch der barmherzige Gott ist. Das Gesamturteil über Ahab ist jedoch härter als das über David. Der verhängnisvolle Einfluss seiner Frau enthebt den König nicht seiner eigenen Verantwortung. – 2 Kön 9, 22–26; 1 Kön 14, 10–11; 16, 3–4; 2 Kön 9, 8–10.36–37; 10, 10–11; 1 Kön 16, 30–34.

ERSTE LESUNG 1 Kön 21, 17–29

Elija sagte zu Ahab: Du hast Israel zur Sünde verführt

Als Nabot tot war,
17 erging das Wort des Herrn an Elíja aus Tischbe:
18Mach dich auf
und geh Ahab, dem König von Israel, entgegen,
der in Samária seinen Wohnsitz hat!
Er ist zum Weinberg Nabots hinabgegangen,
um von ihm Besitz zu ergreifen.
19Sag ihm: So spricht der Herr:
Hast du gemordet und auch in Besitz genommen?
Weiter sag ihm: So spricht der Herr:
An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben,
werden Hunde auch dein Blut lecken.
20Ahab sagte zu Elíja:
Hast du mich gefunden, mein Feind?
Er erwiderte: Ich habe dich gefunden.
Weil du dich hergabst, das zu tun, was dem Herrn missfällt,
21 werde ich Unheil über dich bringen.
Ich werde dich entfernen
und von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist,
ob unmündig oder mündig, in Israel ausrotten.
22Weil du mich zum Zorn gereizt
und Israel zur Sünde verführt hast,
werde ich mit deinem Haus verfahren
wie mit dem Haus Jeróbeams, des Sohnes Nebats,
und mit dem Haus Baschas, des Sohnes Ahíjas.
23Und über Isébel verkündet der Herr:
Die Hunde werden Isébel an der Mauer von Jésreël auffressen.
24Wer von der Familie Ahabs in der Stadt stirbt,
den werden die Hunde fressen,
und wer auf dem freien Feld stirbt,
den werden die Vögel des Himmels fressen.
25Es gab in der Tat niemand, der sich wie Ahab hergab
zu tun, was böse war in den Augen des Herrn,
da seine Frau Isébel ihn verführte.
26Sein Tun war überaus verwerflich;
er lief den Götzen nach,
ganz so, wie es die Amoríter getan hatten,
die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte.
27Als Ahab diese Drohungen hörte,
zerriss er seine Kleider,
trug ein Bußgewand auf dem bloßen Leib,
fastete, schlief im Bußgewand und ging bedrückt umher.
28Da erging das Wort des Herrn an Elíja aus Tischbe:
29Hast du gesehen, wie Ahab sich vor mir gedemütigt hat?
Weil er sich vor mir gedemütigt hat,
will ich das Unglück
nicht schon in seinen Tagen kommen lassen.
Erst in den Tagen seines Sohnes
werde ich das Unheil über sein Haus bringen.

ZUM EVANGELIUM  Das Alte Testament kennt das Gebot, den Nächsten zu lieben wie sich selbst (Lev 19, 18.34). Es enthält aber kein Gebot, den Feind zu hassen. Ein solches konnte sich freilich aus der Beschränkung der Nächstenliebe ergeben; tatsächlich schreibt die Regel der jüdischen Sekte von Qumram vor; „… alle Söhne der Finsternis zu hassen, jeden nach seiner Verschuldung in Gottes Rache“. Solange ich frage: Wer ist mein Nächster? Wer ist mein Feind? Wer sind die Söhne der Finsternis?, und solange es von der Beantwortung dieser Frage abhängt, ob ich einen Menschen liebe oder nicht, habe ich die Absicht des mosaischen Gesetzes und erst recht die in Jesus offenbar gewordene neue Gerechtigkeit nicht verstanden. Der Hass beginnt ja nicht erst beim Mord, sondern bei den kleinen Lieblosigkeiten, die ich mir täglich erlaube, wenn der Mitmensch für mich eben nur der andere, nicht aber der Nächste ist. „Der andere, das ist die Hölle“, wurde mit Recht gesagt. Und es muss hinzugefügt werden: Der Nächste, das ist der Himmel. Die Nächstenliebe ist das Band, das alle verbindet, die Gott nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen und zur ewigen Liebe bestimmt hat. Der Feind, der geliebt wird, ist kein Feind mehr, deshalb hat Gott keine Feinde – wenn es auch Menschen gibt, die sich als solche gebärden. – Ijob 31, 29; Lk 6, 27–36; 23, 34; Apg 7, 60; Röm 12, 14–20; Spr 29, 13; Sir 12, 6; Lev 19, 2; Jak 1, 4; 1 Petr 1, 16; 1 Joh 3, 3.

Evangelium  Mt 5, 43–48

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde!

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
43Ihr habt gehört,
dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen.
44Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde
und betet für die, die euch verfolgen,
45damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet;
denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten
und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
46Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten?
Tun das nicht auch die Zöllner?
47Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt,
was tut ihr damit Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden?
48Seid also vollkommen,
wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

https://schott.erzabtei-beuron.de/jk11/Dienstag.htm?datum=2026-06-16&r=1

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Shira 16.06.2026 08:25
Heiliger des Tages

HL. BENNO
Bischof

Aus sächsischem Grafengeschlecht stammend und seit 1066 Bischof von Meißen, stand er gegen Heinrich IV., wurde von diesem abgesetzt und kam erst 1088 wieder in den Besitz seines Bistums. Später galt er als Apostel der Wenden und Förderer der Bodenkultur. Gestorben am 16. Juni 1106. Seine Reliquien wurden 1576 dem Herzog von Bayern übergeben und ruhen seither im Liebfrauendom zu München. Die Darstellung mit einem Fisch, der einen Schlüssel im Maul trägt, erinnert an eine Legende von der Wiederauffindung der Domschlüssel.
 
Shira 16.06.2026 08:26
Gebet

Gott,du willst, dass wir alle Menschen lieben
und auch denen Liebe erweisen,
die uns Böses tun.
Hilf uns,
das Gebot des Neuen Bundes so zu erfüllen,
dass wir Böses mit Gutem vergelten
und einer des anderen Last trägt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
antonius34 16.06.2026 08:30
 
Engelslhaar 16.06.2026 08:44
 
Engelslhaar 16.06.2026 08:46
Sehr eindrucksvoller Tagessegen von Bruder Paulus heute!
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