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Ist Gott, der allmächtige Gott? darüber existieren unterschiedliche Ansichten!

Ist Gott, der allmächtige Gott? darüber existieren unterschiedliche Ansichten!
Eine dieser ist das Theodizee-Problem, die größte
philosophische und theologische Herausforderung
für die Idee eines allmächtigen Gottes, ist das Leid in der Welt.

Wenn Gott allmächtig ist, zugleich auch allgütig, warum lässt er dann Kriege, Krankheiten Katastrophen zu und eben dieses Leid?

Eine oft gestellte Frage, die zur Zufriedenheit zumeist nicht beantwortet wird.


Auch hängt das Bild eines Allmächtigen Gott stark von der jeweiligen Religion ab!

Kommentare

 
Arina 15.06.2026 10:31
Kommentare sind willkommen.
 
Alysa 15.06.2026 10:49
Gott ist allmächtig!

Er hat alles sehr gut geschaffen. Was die Menschen mit ihren Ideen und Taten daraus machen, kann man jeden Tag sehen und erleben. Und ja, Gott lässt vieles zu und hat viel Geduld - aus Liebe zu uns Menschen.

Weil ich Christ bin, zählen für mich die verschiedensten Theorien nicht, sondern das, was ich ganz praktisch mit Gott erfahre.
 
Buchtel 15.06.2026 11:10
Frage nicht Hinz und Kunz, sondern wende Dich vertrauensvoll an das Lehramt der römisch-katholischen Kirche und seine Vertreter. Besonders zu empfehlen wären hier Prof. Pater Karl Wallner und Pfarrer Dr. Thomas Maria Rimmel.
 
Kinkerlintz 15.06.2026 11:16
Leider sucht der Mensch, wenn nach der Sinnsuche gefragt wird, meistens eine Religion in der seinen Vorstellungen entsprochen wird. Gottes Allmacht spiegelt sich in der Bibel wieder. Er ist die allumfassende Liebe! Nicht unsonst hat er die Pein am Kreuz auf Golgatha ertragen. Und das Schauspiel in der Politik, im Weltgeschehen hat der Mensch zu verantworten.
 
Arina 15.06.2026 11:50
@ Ferner: Gott selbst sieht sich als der souveräne Herrscher über Zeit und Schöpfung, der seine Kraft freiwillig zurückhält, damit der Mensch Raum hat, sich in Freiheit für oder gegen ihn zu entscheiden. (Der freie Wille )
 
Arina 15.06.2026 11:57
@11:10, hier wird nicht nach Hinz und Kunz gefragt. Auch ist die Kath. Kirche nicht unbedingt
allwissend und Weg weisend für jedermann.

Auch bitte ich dich hier, um einen respektvollen und nicht überheblichen Ton.
 
Ben78 15.06.2026 12:00
(Zitat) "Wenn Gott allmächtig ist, zugleich auch allgütig, warum lässt er dann Kriege, Krankheiten Katastrophen zu und eben dieses Leid?"

Vielleicht ist die in uns hineingeprägte Vorstellung eine falsche Vorstellung von Gott?
Denn der gleiche Gott, von dem es heißt: langmütig, langsam zum Zorn, groß an Gnade...
von dem heißt es auch:

🔴 Micha 1,12
Denn vom HERRN kam Unheil herab

🔴 Kla 3,38
Kommt nicht aus dem Mund des Höchsten das Böse und das Gute hervor?

🔴 Amos 3,6
Geschieht ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?

🔴 Jes 45,7
der das Licht bildet und die Finsternis schafft, der Frieden wirkt und das Unheil schafft. Ich, der HERR, bin es, der das alles wirkt.

🔴 5. Mose 32,39
Sehet nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich heile; und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet.

🔴 Hiob 2,10
Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollten wir das Böse nicht auch annehmen?

🔴 Jeremia 18,11
So spricht der HERR: Siehe, ich bereite Unheil gegen euch (Nachkommen Abrahams) und ersinne gegen euch einen Plan

🔴 Sacharja 8,14–15
Wie ich mir vorgenommen hatte, euch Unheil zu tun, als eure Väter mich erzürnten
 
(Nutzer gelöscht) 15.06.2026 12:03
Überlegungen:


Nun der sprachliche theologische  Zirkelschluß funktioniert so , was anderes fällt da nicht ein: 

Gott/ Jesus wurde zum Opfer und ertrug leid , darum ist Jesus denen heute nahe die ebenfalls Leid ertragen .

👉 Also wurde Leid nicht entfernt von Gott !


Anderer Punkt ist ;
Die Frage nach Gottes Allmacht stellen :

Wie kann Gott allmächtig sein ,wenn er sich selber der Freiheit der Welt unterwirft , also steht die Freiheit über der Allmacht - Denn ! Gott beugt sich der Freiheit und kann und will aus seinem Selbstverständnis heraus nicht gegen die Freiheit handeln.

Somit steht Freiheit über Allmacht , weil Gott das Befolgen der  Freiheit sich selber aufgeladen hat 


Cherub
 
Ben78 15.06.2026 12:07
Es geht sogar noch weiter...

Wenn man die Bibel ganz liest, ohne die unbequemen Stellen zu verdrängen, dann heißt es sogar:

🔴 Mk 4,12
Ich rede in Gleichnissen zu ihnen, damit sie es nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben wird

🔴 Joh 6,44
Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater ihn zieht

🔴 Römer 9 (Gottes vorgeburtliche Erwählung)
Denn als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten (sagte Gott) »Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.« So liegt es nicht an dem Wollenden, auch nicht an dem Laufenden, sondern an dem sich erbarmenden Gott. Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erweise« (Gott verhärtete absichtlich das Herz des Pharaos) Also nun: Wen Er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, den verhärtet er.

🔴 Römer 9
Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? (Da steht auch: Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt sind)

🔴 1Petr 2,8
Jesus ist ein Stein des Anstoßes. Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch bestimmt worden sind.

🔴 2. Thessalonicher 2,11
Darum Gott sendet ihnen eine wirksame Kraft der Verführung, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden

🔴 Johannes 10,26
Ihr glaubt (deshalb) nicht, weil ihr seid nicht von meinen Schafen seid

🔴 Offenbarung 13,8
Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Lebensbuch des Lammes

🔴 Offenbarung 20,15
Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.

🔴 Matthäus 13,11
Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben.

🔴 1Kor 1,18
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit

🔴 Römer 11,7–10
Die Auserwählten haben es erlangt; die Übrigen aber sind verstockt worden
 
cabernet 15.06.2026 12:10
Arina, das was du um 11:50 Uhr geschrieben hast trifft es. Jeder Mensch hat einen freien Willen und kann machen was er will. Er kann sich für oder gegen Gott entscheiden. Und dieser freie Wille ist Gott wichtig. Ich glaube allerdings, dass Gott in bestimmten Situationen eingreift. Allerdings nicht im Große und Ganzen, sondern individuell. D. h., er greift noch nicht in das große Weltgeschehen ein, aber er zeigt mir ganz persönlich - wenn ich mein Herz auf Empfang stelle - was er von meinen Ideen und Plänen hält. Er zeigt auch den Menschen, die ihm nicht nachfolgen, was für sie richtig und falsch ist. Wenn ein Mensch ein funktionierendes Gewissen hat, wird Gott darüber mit Menschen kommunizieren.

Aber der freie Wille es Menschen zählt!
 
vertrauen2015 15.06.2026 12:20
die Frage ist nicht ob GOTT allmächtig ist (ER ist es und Satan ist es nicht), sondern was und an wen/wem glaube ich ?

Joh. 14.8-9
Philippus spricht zu ihm: HERR, zeige uns den VATER, so genügt es uns! Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?

Matth. 10:32
Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.

JESUS CHRISTUS der Weg, die Wahrheit und das Leben *Amen*
 
Arina 15.06.2026 12:29
Cherub, deine Sichtweise zu Gottes Allmacht stimme ich zu.
 
Amilia 15.06.2026 12:29
Die meisten Leute fragen nicht nach Gott. Aber Gott, der Schöpfer soll sich dafür rechtfertigen,
warum ER die Menschheit vor den Konsequenzen ihres Handelns nicht bewahrt?
 
Sherezade 15.06.2026 14:49
Es gibt dazu viele Antworten oder keine Antwort... seit den frühen 80er Jahren schätze ich die Gedanken von Peter Knauer...findet man sogar im Net und ohne Buch...
https://www.peter-knauer.de/25.html

Die Autoren in seine Fußnoten sollte man vielleicht auch kennen... dazu dann noch die Gedanken von Barth, Moltmann und Tillich... bei Tillich sollte man seine Feldpredigten und seine Gedanken dazu lesen...
 
Ben78 15.06.2026 15:02
Drei Sätze daraus gelesen, sofort gemerkt, kluger Mann, der keine voreiligen Schlüsse zieht.

Ich wage den voreiligen Schluss, dass er auch den Rest ebenso wenig dogmatisch angegangen ist. (Solche Menschen wie Peter Knauer müssten dann nämlich auch den Widerspruch zu sich selbst erkennen, falls es so einen gibt)

Hier, was ich meine, (Zitat) 
"Diese Redeweise ist sehr problematisch. Sie scheint Gott nur eine Art »potentieller« Allmacht zuzuschreiben: Gott könnte alles Mögliche (nur weiß man nie, ob er es auch tatsächlich will). Der Fehler des Satzes besteht darin, von einem unreflektierten Gottesbegriff auszugehen, als wisse man bereits, wer Gott ist, um dann erst in einem zweiten Schritt diesem Gott zuzuschreiben, was er alles könne"
 
Sherezade 15.06.2026 15:16
@Ben,
weiß genau, was Du meinst... ist immer ein Problem mit kurzen Zusammenfassungen und wir sind nur die Schöpfung...er schrieb  mal :
"Auch in der Klage im Leid vertrauen wir auf einen Gott, in dessen Liebe wir im Leben und Sterben geborgen sind."


Gott ist begleitet uns auch im Leid..
 
Arina 15.06.2026 15:19
@14:49, ein lesenswerter Beitrag zur Frage nach Gottes Allmacht und Allgütigkeit.
 
Arina 15.06.2026 15:21
@Ein Erklärungsversuch.
 
Shira 15.06.2026 15:28
Gott ist allmächtig.
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. (1. Timotheus 2,4)
Der Herr ... will nicht, dass jemand verloren gehe. (2. Petrus 3,9)
Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst. (Offenbarung 22,17)
Jerusalem, Jerusalem ... wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, und ihr habt nicht gewollt! (Matthäus 23,37)


Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? (Römer 9,20)
 
Sherezade 15.06.2026 15:46
Speziell bei der Frage zur Theodizee  kann ich echt Tillich empfehlen...
Freiwillig im WKI an der Westfront..die " Durchhaltepredigten" stehen im Widerspruch zu seinen Empfindungen..dem gesehenen Leid, den sterbenden Menschen und seiner Hilflosigkeit...prägend für sein ganzes Leben...
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