weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Kalenderblatt 07.06.2026 Selig, die vor Gott arm sind; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Kalenderblatt 07.06.2026 Selig, die vor Gott arm sind; denn ihnen gehört das Himmelreich.
ERSTE LESUNG 1 Kön 17, 1–6

Der Herr, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe

In jenen Tagen
1 sprach der Prophet Elíja aus Tischbe in Gílead
zu Ahab, dem König von Israel:
So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt,
in dessen Dienst ich stehe:
in diesen Jahren sollen weder Tau noch Regen fallen,
es sei denn auf mein Wort hin.

2Danach erging das Wort des Herrn an Elíja:

3Geh weg von hier,
wende dich nach Osten
und verbirg dich am Bach Kerit östlich des Jordan!

4Aus dem Bach sollst du trinken
und den Raben
habe ich befohlen, dass sie dich dort ernähren.

5Elíja ging weg
und tat, was der Herr befohlen hatte;
er begab sich zum Bach Kerit östlich des Jordan
und ließ sich dort nieder.

6Die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen
und ebenso Brot und Fleisch am Abend
und er trank aus dem Bach.

ZUR LESUNG  König Ahab von Israel war der Sohn Omris, des Gründers von Samaria. Er regierte etwa von 871–852 v. Chr. und war ein kluger, energischer Herrscher. Aber seine Gattin Isebel, eine Prinzessin aus Tyrus, förderte in Israel den Kult ihrer heimischen Gottheiten: des Baal und der Aschera, und da Ahab ihr freie Hand ließ, konnte der Konflikt mit dem Propheten Elija nicht ausbleiben. Elijas Name bedeutet „Mein Gott ist Jahwe“. Jahwe, der Gott Israels, neben dem es keinen andern geben kann, ist das Feuer im Herzen dieses leidenschaftlichen Mannes. Nicht nur am Hof des Königs, auch im Volk wurde neben Jahwe der vielgestaltige Baal verehrt, der Gott der Natur, der Fruchtbarkeit, des Wohlstands. Die Religion Israels war auf dem besten Weg zu versumpfen. Elija war es, der wie ein zweiter Mose sich dieser Entwicklung entgegenstemmte. Die heutige Lesung enthält von ihm ein prophetisches Drohwort an den König: Die dreijährige Dürre soll dem König ein mahnendes Zeichen sein. Nicht Baal, sondern Jahwe gibt Regen und Fruchtbarkeit, und Jahwe ist, anders als Baal, ein Gott, der fordert. Götter, die nichts fordern, geben auch nichts. – Ahab: 1 Kön 16, 29 – 22, 40. – Elija: 1 Kön 17–19; 21; 2 Kön 1–2. – Sir 48, 1–3; Lk 4, 25; Jak 5, 17; Offb 11, 6.

Evangelium Mt 5, 1–12
Selig, die arm sind vor Gott

In jener Zeit,
1 als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten,
stieg er auf den Berg.
Er setzte sich
und seine Jünger traten zu ihm.

2Und er öffnete seinen Mund,
er lehrte sie und sprach:

3Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.

4Selig die Trauernden;
denn sie werden getröstet werden.

5Selig die Sanftmütigen;
denn sie werden das Land erben.

6Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie werden gesättigt werden.

7Selig die Barmherzigen;
denn sie werden Erbarmen finden.

8Selig, die rein sind im Herzen;
denn sie werden Gott schauen.

9Selig, die Frieden stiften;
denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

10Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen;
denn ihnen gehört das Himmelreich.

11Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt
und alles Böse über euch redet um meinetwillen.

12Freut euch und jubelt:
Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt.

ZUM EVANGELIUM  Die Tätigkeit Jesu war Wort und Tat, Lehre und Wunder. In der Bergpredigt tritt er als der neue Mose auf, der die neue „bessere“ Gerechtigkeit verkündet. Die Seligpreisungen sind nicht so sehr Glückwünsche als vielmehr Einlassbedingungen zur Gottesherrschaft. Sie sind Zusage und Forderung zugleich. Es ist anzunehmen, dass die kürzere Form der Seligpreisungen bei Lukas (6, 20–23) die ursprünglichere ist. Die Erweiterungen bei Matthäus sind also bereits Deutungen, in denen das besondere Anliegen dieses Evangelisten sichtbar wird. Die „Armen“ und „Hungrigen“ sind nicht nur eine wirtschaftlich-soziale Gruppe, es sind die Menschen, die („vor Gott“) wissen und bejahen, dass sie nichts haben und nichts können und dass sie ganz auf Gott angewiesen sind. Aber nicht den Untätigen wird die Gottesgemeinschaft zugesagt, sondern denen, die sich aktiv für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Das alles wird nicht nur den auserwählten Jüngern gesagt, sondern der Volksmenge (V. 1): dem Israel der Zukunft. – Spr 2, 21; Am 8, 11; Apg 5, 41; 1 Petr 3, 13–17.

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
antonius34 08.06.2026 09:40
Gebet ist 
Entwicklung. Das muss man wissen. Es gibt betrachtendes
Gebet, inneres
Gebet, Ruhegebet  bis zur mystischen
Vereinigung mit dem Dreifaltigkeit
Gott.

Hans Buob
 
Engelslhaar 08.06.2026 09:51
Danke, Shira, dass du den Blog von Klavierspielerin in verkürzter Form weiter führst!
 
Shira 08.06.2026 10:59
Der Heilige des Tages

Hl. Medardus, Bischof von Noyon
bekannt wegen seiner vielen Wunder, hat Victor Hugo wahrscheinlich zur Figur des Bischofs Myriel in „Les Misérables“ inspiriert. 
Einige seiner Wunder halfen Dieben, die ihn beraubten, und vielleicht inspirierte gerade diese Großzügigkeit Hugo zu Monsignore Myriel in Die Elenden. 
Der hl. Medard lebte im 6. Jahrhundert. Er war der Sohn eines fränkischen Eroberers Galliens, wurde Bischof des heutigen Saint-Quentin und starb im Jahr 561.

Wie's Wetter auf Medardi fällt, / meist bis Monatsende hält.
 
antonius34 08.06.2026 16:26
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren