Ja, du hast recht: die Bibel ist hier sehr klar
06.06.2026 16:02
Ja, du hast recht: die Bibel ist hier sehr klar
06.06.2026 16:02
Ja, du hast recht: die Bibel ist hier sehr klar
"Tut dies zu meinem Gedächtnis"
Im Griechischen gibt es ein Wort für "sich erinnern": μνημονεύω (mnēmoneuō) - ich denke nur an etwas Vergangenes.
Jesus benutzt aber bei "Tut dies zu meinem Gedächtnis" das Wort ἀνάμνησις (anamnesis).
Das ist kein bloßes Erinnern im Kopf, sondern ein jüdisches "Gedenken" (zikaron):
Man nimmt im Feiern an Gottes Handeln teil, als wäre es jetzt gegenwärtig.
So sagen Juden beim Pessach nicht nur: "Gott hat damals befreit",
sondern: "Gott befreit uns jetzt."
Darum meint die katholische Kirche:
Nicht einfach erinnern, sondern das Heilshandeln Christi wird gegenwärtig gefeiert - ohne dass es sich wiederholt.
Das starke Argument ist nicht nur das einzelne griechische Wort, sondern vor allem sein jüdischer liturgischer Hintergrund (zikaron/Pessach). Genau dort liegt der Kern der katholischen Erklärung.
Im Griechischen gibt es ein Wort für "sich erinnern": μνημονεύω (mnēmoneuō) - ich denke nur an etwas Vergangenes.
Jesus benutzt aber bei "Tut dies zu meinem Gedächtnis" das Wort ἀνάμνησις (anamnesis).
Das ist kein bloßes Erinnern im Kopf, sondern ein jüdisches "Gedenken" (zikaron):
Man nimmt im Feiern an Gottes Handeln teil, als wäre es jetzt gegenwärtig.
So sagen Juden beim Pessach nicht nur: "Gott hat damals befreit",
sondern: "Gott befreit uns jetzt."
Darum meint die katholische Kirche:
Nicht einfach erinnern, sondern das Heilshandeln Christi wird gegenwärtig gefeiert - ohne dass es sich wiederholt.
Das starke Argument ist nicht nur das einzelne griechische Wort, sondern vor allem sein jüdischer liturgischer Hintergrund (zikaron/Pessach). Genau dort liegt der Kern der katholischen Erklärung.
Kommentare
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Shira 06.06.2026 16:08
Jetzt muss ich wieder in den Garten. Denkt daran: Wenn man geistlich ist, ist man freundlich, liebevoll, friedlich, geduldig, gütig, gütlich, treu, sanft und selbstbeherrscht. 🙂
Shira 06.06.2026 17:26
Fast.... nur essbare Blumen, Gemüse und Obstbäume 😊 Es ist zwar viel Arbeit, aber arbeiten hält ja gesund 😅
HerzHaft 06.06.2026 18:02
Auch nicht schlecht. Ich dachte dort wachsen auch Früchte wie Freundlichkeit, Liebe, Friede, Geduld, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung 😃
Autumn 06.06.2026 18:34
Niemand hat behauptet, dass es ein sich erinnern ist.
Gedenken ist nicht gleich erinnern.
Kann ja auch gar nicht sein, es war ja niemand von uns dabei damals!
Es ist ein Gedenken, Ehren und Vergewissern, was Jesus für uns getan hat.
"Tut dies zu meinem Gedächtnis." ... hat Er gesagt.
Die Kritik betrifft u.a. den Punkt "Wandlung"
und die "Realpräsenz", die wirkliche Gegenwart von Jesus Christus in der Eucharistie.
Diese besagt, dass in den gewandelten Gestalten von Brot und Wein (bzw. der Hostie) der wahre Leib und das wahre Blut Christi sakramental gegenwärtig sind."
und den Priester als Stellvertreter Christi an Seiner statt.
Gedenken ist nicht gleich erinnern.
Kann ja auch gar nicht sein, es war ja niemand von uns dabei damals!
Es ist ein Gedenken, Ehren und Vergewissern, was Jesus für uns getan hat.
"Tut dies zu meinem Gedächtnis." ... hat Er gesagt.
Die Kritik betrifft u.a. den Punkt "Wandlung"
und die "Realpräsenz", die wirkliche Gegenwart von Jesus Christus in der Eucharistie.
Diese besagt, dass in den gewandelten Gestalten von Brot und Wein (bzw. der Hostie) der wahre Leib und das wahre Blut Christi sakramental gegenwärtig sind."
und den Priester als Stellvertreter Christi an Seiner statt.
Shira 06.06.2026 18:37
Die Frucht des Geistes wächst hier im Garten auch ganz prächtig. 😄
Ich bin allein im Garten. Niemand streitet mit mir, niemand macht etwas falsch, niemand diskutiert mit mir. Die Pflanzen wachsen, sind fleißig, dankbar und schön. Da ist es gar nicht so schwer, freundlich, friedlich und liebevoll zu bleiben. 😅
Ich bin allein im Garten. Niemand streitet mit mir, niemand macht etwas falsch, niemand diskutiert mit mir. Die Pflanzen wachsen, sind fleißig, dankbar und schön. Da ist es gar nicht so schwer, freundlich, friedlich und liebevoll zu bleiben. 😅
Shira 06.06.2026 18:38
Shira, kennst du die Dokumentarfilme von "The last reformation"?
Nein kenne ich nicht....
Nein kenne ich nicht....
Shira 06.06.2026 18:48
Autumn,
Es ist kein Gedenken, Ehren und Vergewissern, was Jesus für uns getan hat.
Es ist anamnesis, Hebraisch: zikaron JETZT GEGENWÄRTIG dran teilnemen!
Für dieses Verständnis gibt es im Deutschen eigentlich kein passendes Wort. Das ist jüdisches Denken.
Es ist kein Gedenken, Ehren und Vergewissern, was Jesus für uns getan hat.
Es ist anamnesis, Hebraisch: zikaron JETZT GEGENWÄRTIG dran teilnemen!
Für dieses Verständnis gibt es im Deutschen eigentlich kein passendes Wort. Das ist jüdisches Denken.
HerzHaft 06.06.2026 18:49
Ihr beiden...widersprecht ihr euch eigentlich, oder habt ihr einfach beide Recht?
Letzteres glaube ich... 😃
Letzteres glaube ich... 😃
Shira 06.06.2026 18:52
Eine Diskussion über Priester, Wandlung und Realpräsenz möchte ich hier gar nicht beginnen, sonst landen wir wieder bei vielen Nebenthemen.
Ich wäre schon zufrieden, wenn wir uns zunächst auf das Wort "anamnesis" konzentrieren würden.
Ich wäre schon zufrieden, wenn wir uns zunächst auf das Wort "anamnesis" konzentrieren würden.
Shira 06.06.2026 18:57
HerzHaft,
Du hast recht, Es ist nicht nur ein bloßes Erinnern an das, was Jesus für uns getan hat.
Es geht um anamnesis (hebräisch: zikaron) - gegenwärtige Teilhabe an Gottes Heilshandeln.
Du hast recht, Es ist nicht nur ein bloßes Erinnern an das, was Jesus für uns getan hat.
Es geht um anamnesis (hebräisch: zikaron) - gegenwärtige Teilhabe an Gottes Heilshandeln.
Shira 06.06.2026 19:42
Ja, das Wort "Anamnese" beim Arzt hat denselben griechischen Wortstamm wie "anamnesis".
Aber eine medizinische Anamnese ist das Erinnern an Vergangenes.
Das biblische "anamnesis" steht im jüdischen Zusammenhang von "zikaron". Da geht es nicht nur darum, an etwas Vergangenes zu denken, sondern daran gegenwärtig teilzuhaben.
Deshalb ist eine Anamnese beim Arzt und das "Tut dies zu meinem Gedächtnis" sprachlich verwandt, aber nicht dasselbe.
Aber eine medizinische Anamnese ist das Erinnern an Vergangenes.
Das biblische "anamnesis" steht im jüdischen Zusammenhang von "zikaron". Da geht es nicht nur darum, an etwas Vergangenes zu denken, sondern daran gegenwärtig teilzuhaben.
Deshalb ist eine Anamnese beim Arzt und das "Tut dies zu meinem Gedächtnis" sprachlich verwandt, aber nicht dasselbe.
pieter49 06.06.2026 21:15
Vielen Dank liebe @Shira, für deine Mühe und Aufklärung, zum Richtigen Verständnis !!
! ! !
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hansfeuerstein 06.06.2026 21:48
Die Meisten wissen ja nicht einmal, dass die Septuaginta viel älter und ursprünglifcher ist, als sämtliche hebräischen Schriften die heute noch existieren. Das ist der wichtigste Faktor dabei.
Die Übersetzung geht auf einen viel viel älteren Ursprung als die heute noch existierenden hebräischen Texte. Und das war sogar auch zur Zeit Luthers schon so.
Die Übersetzung geht auf einen viel viel älteren Ursprung als die heute noch existierenden hebräischen Texte. Und das war sogar auch zur Zeit Luthers schon so.
hansfeuerstein 06.06.2026 21:59
Die älteste vollständig erhaltene und noch koschere Torarolle der Welt stammt aus der Zeit zwischen 1155 und 1225 n. Chr. Sie wurde vermutlich im Vorderen Orient geschrieben, befand sich in der jüdischen Gemeinde von Bologna und wird heute in der Universitätsbibliothek Bologna aufbewahrt.
Übrigends sind die sog. Apogryhen des NT als sog. Spätschriften falsch bezeichnet, da es in Qumran z.B. Texte von von Schriftfragmenten gibt, die Teile von diesen enthalten und damit älter sind als angeommen. Man dachte, weil sie in der Kirche nur in griechisch vorlagen, seien sie jüngere Hinzufügungen und so von "geringerem Wert". in Wirklichkeit existierten sie vor den griechischen Übersetzungen schon.
Übrigends sind die sog. Apogryhen des NT als sog. Spätschriften falsch bezeichnet, da es in Qumran z.B. Texte von von Schriftfragmenten gibt, die Teile von diesen enthalten und damit älter sind als angeommen. Man dachte, weil sie in der Kirche nur in griechisch vorlagen, seien sie jüngere Hinzufügungen und so von "geringerem Wert". in Wirklichkeit existierten sie vor den griechischen Übersetzungen schon.
Vivianna 06.06.2026 22:03
Lieber @Hansfeuerstein
ich wusste das natürlich nicht.
Bin ja nun mehr praktisch veranlagt, weniger theologisch,philosophisch....
Meine aber Beides ist wichtig und notwendig 🫠🐑
Jeder hat seine eigenen Gaben,von Gott gegeben und gleichwertig....🙏😊
ich wusste das natürlich nicht.
Bin ja nun mehr praktisch veranlagt, weniger theologisch,philosophisch....
Meine aber Beides ist wichtig und notwendig 🫠🐑
Jeder hat seine eigenen Gaben,von Gott gegeben und gleichwertig....🙏😊
hansfeuerstein 06.06.2026 22:04
Beispiele: Das Buch Tobit, Judit, die Makkabäerbücher, Jesus Sirach und das Buch der Weisheit.
Diese Bücher haben eine gewisse theologische Brisanz. Da z.B. Jesus Sirach bewusst die Werke und Taten eines Menschen in Szene setzt. Während die Makkabäerbücher, das Gebet für Verstorbene im Buch Makkabäer (speziell 2 Makk 12,43-46) beschreibt.
Diese Bücher haben eine gewisse theologische Brisanz. Da z.B. Jesus Sirach bewusst die Werke und Taten eines Menschen in Szene setzt. Während die Makkabäerbücher, das Gebet für Verstorbene im Buch Makkabäer (speziell 2 Makk 12,43-46) beschreibt.
Amilia 07.06.2026 09:28
Vivianna 22:03, - man muss kein Theologe oder gar Philosoph sein, um eine Gottesbeziehung zu haben.
Man muss nicht mal irgendeiner Kirche angehören. Ist alles von Menschen erdacht, ausgelegt, interpretiert. Spaltet die Glaubenden und stiftet Verwirrung. Führt sogar zum Krieg, wie wir aus der Vergangenheit wissen.
Aber Jesus sprach: "wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
Man muss nicht mal irgendeiner Kirche angehören. Ist alles von Menschen erdacht, ausgelegt, interpretiert. Spaltet die Glaubenden und stiftet Verwirrung. Führt sogar zum Krieg, wie wir aus der Vergangenheit wissen.
Aber Jesus sprach: "wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."

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