Katholische Bischöfe: Schweigen bei Organspende ist keine Zustimmung
Heute, 20:59
Katholische Bischöfe: Schweigen bei Organspende ist keine Zustimmung
Heute, 20:59
Katholische Bischöfe: Schweigen bei Organspende ist keine Zustimmung
Widerspruchsregelung schwäche Freiwilligkeit
Bonn ‐ Organspende wird Thema im Bundestag. Manche Abgeordnete plädieren dafür, dass jeder Erwachsene als Organspender gilt, sofern er nicht widerspricht. Andere halten das für verfassungswidrig. Auch die Kirche ist dagegen.
In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende wenden sich die katholischen Bischöfe gegen eine Widerspruchsregelung. Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, warb am Donnerstag in Bonn dafür, an der bestehenden Zustimmungsregelung festzuhalten und diese gezielt weiterzuentwickeln.
Bei der Widerspruchsregelung würde künftig jeder Bürger grundsätzlich als Organspender gelten, der dem nicht widersprochen hat. Eine parteiübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten hatte dazu am Donnerstag einen Gesetzentwurf vorgestellt. Derzeit ist eine Organentnahme nur zulässig, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat.
Freiwilligkeit sichern
Kopp betonte, die katholische Kirche unterstütze das Anliegen, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Eine Widerspruchsregelung würde aber den Charakter der Freiwilligkeit schwächen. Schweigen dürfe nicht als Zustimmung gewertet werden. Die Organspende müsse so geregelt werden, dass die bestehende hohe Zustimmung zur Organspende in der Bevölkerung zu konkreten und informierten Entscheidungen führe. Notwendig seien eine niedrigschwellige Information der Menschen und Hinweise darauf, dass die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Spende dokumentiert werden könne. Wichtig sei auch der Ausbau des Vertrauens in die medizinischen Strukturen der Organspende.
Der Sprecher fügte hinzu, die katholische Kirche sei gerne bereit, zur Förderung der Organspendebereitschaft in Deutschland durch Aufklärungsarbeit, Kommunikation und Betonung ethischer Werte noch stärker beizutragen.
(KNA)
Zum Thema Organspende ( aus katholischer Sicht)
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/58545/
Bonn ‐ Organspende wird Thema im Bundestag. Manche Abgeordnete plädieren dafür, dass jeder Erwachsene als Organspender gilt, sofern er nicht widerspricht. Andere halten das für verfassungswidrig. Auch die Kirche ist dagegen.
In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende wenden sich die katholischen Bischöfe gegen eine Widerspruchsregelung. Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, warb am Donnerstag in Bonn dafür, an der bestehenden Zustimmungsregelung festzuhalten und diese gezielt weiterzuentwickeln.
Bei der Widerspruchsregelung würde künftig jeder Bürger grundsätzlich als Organspender gelten, der dem nicht widersprochen hat. Eine parteiübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten hatte dazu am Donnerstag einen Gesetzentwurf vorgestellt. Derzeit ist eine Organentnahme nur zulässig, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat.
Freiwilligkeit sichern
Kopp betonte, die katholische Kirche unterstütze das Anliegen, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Eine Widerspruchsregelung würde aber den Charakter der Freiwilligkeit schwächen. Schweigen dürfe nicht als Zustimmung gewertet werden. Die Organspende müsse so geregelt werden, dass die bestehende hohe Zustimmung zur Organspende in der Bevölkerung zu konkreten und informierten Entscheidungen führe. Notwendig seien eine niedrigschwellige Information der Menschen und Hinweise darauf, dass die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Spende dokumentiert werden könne. Wichtig sei auch der Ausbau des Vertrauens in die medizinischen Strukturen der Organspende.
Der Sprecher fügte hinzu, die katholische Kirche sei gerne bereit, zur Förderung der Organspendebereitschaft in Deutschland durch Aufklärungsarbeit, Kommunikation und Betonung ethischer Werte noch stärker beizutragen.
(KNA)
Zum Thema Organspende ( aus katholischer Sicht)
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/58545/
Kommentare
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antonius34 Heute, 21:04
Muss man das wirklich alle 2 Jahre neu machen?
Klavierspielerin2 Heute, 21:15
@antonius, bis jetzt ist noch nicht entschieden, wie das in Zukunft sein wird.
Klavierspielerin2 Heute, 21:17
... wichtig ist, dass unsere Kirche die richtige Einstellung verkündet, was die Politik damit macht, steht leider auf einem anderen Blatt.
Klavierspielerin2 Heute, 21:25
Ja, ich weiß, was du meinst, zb.man muß wegen einer lapalie ins Krankenhaus und dort benotig man gerade eine Leber für einen anderen - zahlungskräftigen- Patienten.
Albtraum!
Albtraum!

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