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Zum 11. Mal in Folge: Rekord bei globaler Aufrüstung

Zum 11. Mal in Folge: Rekord bei globaler Aufrüstung
Die weltweiten Militärausgaben sind erneut auf einen Höchststand gestiegen. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) gaben die Staaten 2025 insgesamt rund 2,47 Billionen Euro für militärische Zwecke aus, so viel wie noch nie.

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Inflationsbereinigt stiegen die globalen Ausgaben im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent und erreichten damit zum elften Mal in Folge einen neuen Höchstwert. Papst Leo XIV. und vor ihm Papst Franziskus hatten mehrfach vor einer immer weiter zunehmenden Aufrüstung gewarnt und diese als „gefährlichen Irrweg“ bezeichnet. Statt wachsender Militärbudgets brauche es stärkere Investitionen in Diplomatie und Friedensarbeit.

USA bleiben Spitzenreiter
Die Vereinigten Staaten führten das Ranking weiterhin mit großem Abstand an. Ihre Militärausgaben beliefen sich auf umgerechnet knapp 814 Milliarden Euro. Zwar fiel der Anstieg geringer aus als im Jahr davor – unter anderem wegen ausbleibender Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine. Gleichzeitig investierten die USA mehr in eigene nukleare und konventionelle Fähigkeiten. Für die kommenden Jahre erwarten Experten wieder steigende Ausgaben.

Europa treibt Entwicklung
Den stärksten Zuwachs verzeichnete Europa. Die Militärausgaben der europäischen Staaten stiegen 2025 um 14 Prozent. Deutschland lag mit rund 97 Milliarden Euro weltweit auf Rang vier, hinter den USA, China und Russland. Damit überschritt die Bundesrepublik erstmals seit 1990 wieder das Zwei-Prozent-Ziel der NATO. Laut Sipri erreichten 22 europäische NATO-Staaten diese Marke.

Ukraine mit extrem hoher Belastung
Im vierten Jahr des Ukraine-Krieges gaben sowohl Russland als auch die Ukraine erneut mehr für das Militär aus. In der Ukraine machten die Verteidigungsausgaben rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Mehr als 60 Prozent der staatlichen Ausgaben flossen in militärische Zwecke. SIPRI-Experte Diego Lopes da Silva sprach von einem „enormen Anteil“, der langfristig zulasten grundlegender staatlicher Leistungen gehen könne.

Asien rüstet auf, Nahost stabil
Auch in Asien nahmen die Militärausgaben weiter zu, unter anderem in China, Japan, Taiwan, Indien und Pakistan. Im Nahen Osten fiel der Anstieg hingegen moderat aus. In Israel gingen die Ausgaben laut SIPRI sogar zurück – als Folge einer geringeren Intensität des Gaza-Kriegs nach dem Waffenruheabkommen Anfang 2025.

Trend dürfte anhalten
Für das laufende Jahr erwarten die Forscher keine Trendwende. Angesichts zahlreicher Konflikte weltweit sei ein Rückgang der Militärausgaben kurzfristig kaum vorstellbar, so da Silva.

Der jährlich veröffentlichte SIPRI-Bericht gilt als umfassendste Datensammlung zu globalen Rüstungsausgaben. Berücksichtigt werden neben Waffenkäufen auch Personalkosten, Militärhilfen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

(pm / vatican news – gs)

 

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Kommentare

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neroli Gestern, 21:47
Ich finde es  einfach nur noch unfassbar, angesichts des übrigen Elends in der Welt und den Erfahrungen mit vergangenen und derzeitigen Kriegen.Meiner Meinung nach ist Geld für Waffen auszugeben die schlechteste aller Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, -ist der Mensch tatsächlich ein vernunftbegabtes Wesen? Blickt man nur 90 Jahre zurück, müßten doch vor allem u.a. auch gerade deutsche  Politker mit Verantwortungsgefühl nicht nachlassende Friedensverhandlungen führen.
 
Klavierspielerin2 Heute, 08:04
Jede Generation scheint das zu vergessen, weshalb ich es wichtig finde, dass es eine Institution gibt, die an unsere Moral appelliert und jede Generation daran erinnert, dass dem Mensch die Verantwortung für die Schöpfung von Gott gegeben wurde, um sie zu bewahren.
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