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" Gerechter Frieden"...

" Gerechter Frieden"...
Forderung der römisch- katholischen Kirche. 
Ich will katholisch sein und darum interessiert mich diese Aussage der Päpste.
Da der Krieg zwischen den jüdischen und arabischen Israelis die ganze Welt Familie bedroht, informiere ich mich aus:
Fischer/ Weltbild " Weltgeschichte "ist eine zwischen den Jahren 1965 und 1983 in der Fischer-Bücherei im Fischer Taschenbuchverlag erschienene Gesamtdarstellung zur Weltgeschichte in 36 Bänden. Sie behandelt den Zeitraum von der Urgeschichte bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ich lese aus einer Weltbild Ausgabe 2000.
Hier Gesamtübersicht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fischer_Weltgeschichte
Genauer:
Band 36: Das Zwanzigste Jahrhundert III: Weltprobleme zwischen den Machtblöcken, Hrsg.: Wolfgang Benz, Hermann Graml, Autoren neben Benz und Graml: Rudolf von Albertini, Franz Ansprenger, Hans Walter Berg, Dan Diner, Jürgen Domes, Marie-Luise Näth, Imanuel Geiss, Erdmute Heller, 1981.
Noch genauer:
Dan Diner (eigentlich: Donald Diner; * 20. Mai 1946 in München) ist ein deutsch-israelischer Historiker und politischer Schriftsteller. Er ist emeritierter Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und ehemaliger Direktor (von 1999 bis 2014) des Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und früherer Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig.[1] Diner ist ordentliches Mitglied der philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem war er vier Jahre Vorstand und Vorsitzender des Stiftungsrats der Alfred Landecker Stiftung.[2]
 https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Diner
( aufgrund seines Namens vermute ich, D.D. gehört zum Judentum)

Aus Band 36, Seite 165:

3. Israel 

Nationalstaatsproblem und Nahost-Konflikt 
von Dan Diner

Der Staat Israel wurde am 15. Mai 1948 proklamiert. Mit diesem Datum wird gemeinhin der Beginn des Nahost-Konflikts angezeigt. So ist es auch im öffentlichen Bewusstsein üblich geworden, von einem nunmehr über 30 Jahre andauernden Kampf zu reden und die Ereignisse im nahen Osten entlang der Chronologie der Kriege zwischen Israel und den arabischen Staaten 1948/49, 1956, 1967, und 1973 verstehen zu wollen. Eine solche Weise der Beurteilung jener Auseinandersetzungen aber, die im Akt der israelischen Staatsgründung ihren Aushang nimmt, führt zu einem Verständnis des arabisch- israelischen Konflikts, als handle es sich hierbei um einen nationalstaatlichen Gegensatz gleichgearteter Gegner, der- wie europäische Analogien es nahezulegen scheinen- durch territorialen Kompromiss oder gar durch da heilende Element der Zeit sich schon bereinigen lassen werde. Diese Hoffnung trügt ebenso, wie die Analogie nationalstaatlicher Gegnerschaft den besonderen Charakter der Auseinandersetzung zwischen Arabern und Juden in und um das ehemalige britische Mandatsgebiet Palästina verdecken muss - Auseinandersetzungen, die länger zurück liegen, als der Akt der jüdischer Staatsgründung im Mai 1948 es anzuzeigen scheint. Dieser bedeutet tatsächlich nur einen Formwechsel in einem Konflikt, dessen Bedingungen schon vor der Staatsgründung angelegt wurden und über sie hinaus in die Gegenwart hinein fortwirken.




1. Bedingungen der jüdischen Nationalstaatsbildung in Palästina 

Der Palästina Konflikt nahm seinen Anfang vor über 80 Jahren, als der zionistische, also jüdisch - nationale Anspruch auf Palästina erhoben wurde und eine organisierte Kolonisation des Landes durch einwandernde jüdische Siedler einsetzte. Die Zionisten strebten dort die Errichtung eines Staates an, der nach den Worten des späteren israelischen Staatspräsidenten und zuvor langjährigen Vorsitzenden der Zionistischen Weltorganisation, Haim Weitzmann," so jüdisch werden soll, wie England englisch ist".
Ohne sich mit der Legitimität einer solchen Absicht zu befassen, die damals ihren Anstoß in der Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung der Juden in Osteuropa fand, vor allem in der Endphase des 19. Jahrhundert, erscheint es angebracht, sich zum besseren Verständnis des Konflikts im Vorderen Orient mit den besonderen Bedingungen und Folgen der Realisierung einer solchen Nationalstaatsgründung in Palästina zu beschäftigen.
Von besonderer Art war die Absicht einer solchen Staatsgründung schon deshalb, weil die jüdische Bevölkerung, die in einem derartigen Staat ihre nationale Unabhängigkeit erreichen wollte, sich nicht am Ort der angestrebten Staatsgründung befand. Mehr noch: Das Land Palästina, in dem die jüdisch- nationale Souveränität errichtet werden sollte, war bereits bewohnt. Bewohnt von Menschen anderer Sprache, anderer Kultur und einer anderen religiösen Zugehörigkeit- Attribute, die jenen einer jüdischen Nationalität, die es obendrein im Land erst zu schaffen galt, nicht entsprechen konnten und ihr Entgegenständen. Die in Palästina lebenden Araber stellten also durch ihre bloße physische Existenz am Ort der herbeizuführenden jüdischen Staatsgründung von Anfang an für jene zionistische Absicht ein Hindernis dar.

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Kommentare

 
Klavierspielerin2 19.04.2026 16:12
Das zionistische Vorhaben, in Palästina jüdische Souveränität zu etablieren, veränderte auch das Verhältnis der dort bereits ansässigen Juden zu den majoritären Arabern. Die Absicht, in diesem Land einen jüdischen Nationalstaat zu errichten, muß zu den Ergebnis führen, die dort lebende arabische Bevölkerung zumindest in die Lage einer Minderheit zu versetzen. Keine bereits am Ort lebende Bevölkerungsgruppe und erst Recht nicht eine seit vielen Jahrhunderten im Land verwurzelte Mehrheit- wie die arabische in Palästina - kann sich einem solchen Vorhaben freiwillig unterwerfen; dies schon garnicht, wenn, wie in Palästina, die einwandernde Bevölkerung als Bedingung einer Mehrheitsbildung sich überhaupt erst die materiellen Voraussetzungen für die Herstellung des jüdischen Nationalstaates aneignen musste. Dabei handelte es sich vor allem um den Boden, um jenen Stoff, auf dem sich einmal die nationale Staatlichkeit als . Territorium erheben wird. Um diesen Boden als späteres israelisches Territorium zu gewinnen, galt es, ihn unmittelbar mit Juden zu besetzen. Denn nur die Besiedelung mit Menschen der einen nationalen Gruppe garantiert, daß sich der Boden Palästinas in Verbindung mit jüdischer Nationalität in israelisches Territorium verwandeln kann. 
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