Andacht vom 19. Februar 2026
19.02.2026 10:37
Andacht vom 19. Februar 2026
19.02.2026 10:37
Andacht vom 19. Februar 2026
Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn: "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder oder meiner Schwester vergeben, wenn sie mir unrecht tun?
Ist siebenmal genug?"
"Nein", antwortete Jesus.
"Nicht nur siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal."
Matthäus 18,21-22 (Hoffnung für alle)
Siebenundsiebzigmal!
Auweia, das ist ziemlich oft.
Im Grunde bedeutet das unbegrenzt.
Wenn es jemand siebenmal nicht kapiert hat, ist meine Geduld eigentlich schon am Ende.
Ob ich soviel Verständnis habe, einen Fehler immer und immer wieder zu vergeben?
Offen gesagt, fällt mir das schwer.
Dabei wünsche auch ich mir Vergebung von meinen Mitmenschen, wenn ich etwas komplett vermasselt habe oder immer wieder in dieselbe Falle tappe.
Geduld und gegenseitiges Verständnis für Verfehlungen sind also wichtig.
Wenn ich darüber nachdenke, wie eine Welt aussehen würde, in der es gar keine Fehler gäbe, in der alles perfekt liefe und Menschen sich nicht über andere Menschen aufregen würden, weil niemand etwas falsch macht – dann wird mir ein wenig unheimlich.
Von der amerikanischen Schriftstellerin Pearl S. Buck stammt das schöne Zitat: "Das Streben nach Vollkommenheit macht manche Menschen vollkommen unerträglich."
Ja, es ist schon so: Menschen, die aalglatt und immerzu perfekt sein wollen, haben etwas Unechtes.
Wer ist denn schon ohne Fehler?
Nobody is perfect.
Über kleine Fehltritte und Kavaliersdelikte von anderen könnte ich eventuell "großzügig" hinwegsehen, aber wie sieht es mit meiner Vergebungsbereitschaft aus, wenn ich unter einem echten Kapitalverbrechen zu leiden habe?
Neulich las ich von der Witwe eines baskischen Gouverneurs, der von ETA-Separatisten erschossen wurde.
Sie besuchte den Mörder ihres Mannes mehrmals im Gefängnis und ließ ihn über seine Vergangenheit nachdenken.
Der Mann trug schwer an seiner Schuld, er bereute zutiefst und krempelte mit ihrer Hilfe sein Leben komplett um.
Beeindruckend, was diese Frau durch ihre Besuche erreichte!
In meinen Augen wirkt hier Gottes guter Geist, der aus einer Tragödie Freundschaft entstehen lässt und durch Vergebung einem Menschen zu einem neuen Leben verhilft.
Ich wünsche dir und mir, dass wir nach kleinen und großen Fehlern Vergebung erfahren dürfen und selbst vergeben können – und dass wir das Zählen dabei außen vor lassen.
(Beate Strobel)
Ist siebenmal genug?"
"Nein", antwortete Jesus.
"Nicht nur siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal."
Matthäus 18,21-22 (Hoffnung für alle)
Siebenundsiebzigmal!
Auweia, das ist ziemlich oft.
Im Grunde bedeutet das unbegrenzt.
Wenn es jemand siebenmal nicht kapiert hat, ist meine Geduld eigentlich schon am Ende.
Ob ich soviel Verständnis habe, einen Fehler immer und immer wieder zu vergeben?
Offen gesagt, fällt mir das schwer.
Dabei wünsche auch ich mir Vergebung von meinen Mitmenschen, wenn ich etwas komplett vermasselt habe oder immer wieder in dieselbe Falle tappe.
Geduld und gegenseitiges Verständnis für Verfehlungen sind also wichtig.
Wenn ich darüber nachdenke, wie eine Welt aussehen würde, in der es gar keine Fehler gäbe, in der alles perfekt liefe und Menschen sich nicht über andere Menschen aufregen würden, weil niemand etwas falsch macht – dann wird mir ein wenig unheimlich.
Von der amerikanischen Schriftstellerin Pearl S. Buck stammt das schöne Zitat: "Das Streben nach Vollkommenheit macht manche Menschen vollkommen unerträglich."
Ja, es ist schon so: Menschen, die aalglatt und immerzu perfekt sein wollen, haben etwas Unechtes.
Wer ist denn schon ohne Fehler?
Nobody is perfect.
Über kleine Fehltritte und Kavaliersdelikte von anderen könnte ich eventuell "großzügig" hinwegsehen, aber wie sieht es mit meiner Vergebungsbereitschaft aus, wenn ich unter einem echten Kapitalverbrechen zu leiden habe?
Neulich las ich von der Witwe eines baskischen Gouverneurs, der von ETA-Separatisten erschossen wurde.
Sie besuchte den Mörder ihres Mannes mehrmals im Gefängnis und ließ ihn über seine Vergangenheit nachdenken.
Der Mann trug schwer an seiner Schuld, er bereute zutiefst und krempelte mit ihrer Hilfe sein Leben komplett um.
Beeindruckend, was diese Frau durch ihre Besuche erreichte!
In meinen Augen wirkt hier Gottes guter Geist, der aus einer Tragödie Freundschaft entstehen lässt und durch Vergebung einem Menschen zu einem neuen Leben verhilft.
Ich wünsche dir und mir, dass wir nach kleinen und großen Fehlern Vergebung erfahren dürfen und selbst vergeben können – und dass wir das Zählen dabei außen vor lassen.
(Beate Strobel)
Kommentare
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einSMILEkommtwieder 19.02.2026 14:24
Lieber Pieter,
DANKESCHÖN für DEINE ausführliche Rückmeldung zu dem Andachtstext.
LG Vera
DANKESCHÖN für DEINE ausführliche Rückmeldung zu dem Andachtstext.
LG Vera
paloma 19.02.2026 15:03
Das mit der Vergebung scheint mir eine lebenslange Übung zu sein.Erstmal übt man sich in den kl alltäglichen Unstimmigkeiten,einfach zu respektieren,dass die Menschen unterschiedliche Ansichten haben u häufig hängen diese mit den Vorerfahrungen des jeweiligen zusammen ,der dann sagt: Ich stehe hier u kann nicht anders....sogar,wenn er damit andere vor den Kopf stößt u Schlimmeres.
Schwieriger wird's bei sehr schwerwiegenden Dingen,die erschüttern u zur Verzweiflung führen können.Es ist ein Prozess,solches zu vergeben u wir brauchen den Beistand des Hlg Geistes. Wirklich heilen kann man nur,wenn man selbst die schlimmen Angriffe vergeben kann u diesen Menschen vergeben u sie loslassen kann
Ansonsten bleibt man im Herzen an diese Verletzungen gebunden,d.h. man quält sich weiterhin.
Immer wieder wichtig,sich das zu vergegenwärtigen,wie Pieter sagt,man braucht ja selbst auch oft genug Vergebung,weil wir nicht perfekt sind u so sollte man sich auch damit auseinandersetzen zu vergeben,wenn jmd an uns schuldig wurde.
Danke Vera für das Einstellen.
Und schließlich vergab uns der Herr bestimmt schon mehr als 490 mal od war es nur 405× ?
Vergebung muss tatsächlich aufhören,die Missetaten zu zählen. Dennoch scheint mir ratsam,mit sich selbst u anderen achtsam umzugehen u gnädig zu sein,wie Jesus es lehrte.
Schwieriger wird's bei sehr schwerwiegenden Dingen,die erschüttern u zur Verzweiflung führen können.Es ist ein Prozess,solches zu vergeben u wir brauchen den Beistand des Hlg Geistes. Wirklich heilen kann man nur,wenn man selbst die schlimmen Angriffe vergeben kann u diesen Menschen vergeben u sie loslassen kann
Ansonsten bleibt man im Herzen an diese Verletzungen gebunden,d.h. man quält sich weiterhin.
Immer wieder wichtig,sich das zu vergegenwärtigen,wie Pieter sagt,man braucht ja selbst auch oft genug Vergebung,weil wir nicht perfekt sind u so sollte man sich auch damit auseinandersetzen zu vergeben,wenn jmd an uns schuldig wurde.
Danke Vera für das Einstellen.
Und schließlich vergab uns der Herr bestimmt schon mehr als 490 mal od war es nur 405× ?
Vergebung muss tatsächlich aufhören,die Missetaten zu zählen. Dennoch scheint mir ratsam,mit sich selbst u anderen achtsam umzugehen u gnädig zu sein,wie Jesus es lehrte.
einSMILEkommtwieder 19.02.2026 17:18
Liebe Paloma,
auch DIR ein DANKESCHÖN für DEINE ausführlichen Gedanken zur Vergebung.
LG Vera
auch DIR ein DANKESCHÖN für DEINE ausführlichen Gedanken zur Vergebung.
LG Vera

Jetzt
Nobody is Perfect !
Hauptthema ist Vergebung !!
Und die Frage von Petrus: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder oder meiner Schwester vergeben, wenn sie mir unrecht tun ?
Die Antwort vom Herrn Jesus ist uns bekannt und können wir im Eingangstext klar und deutliche Lesen... !!
Wichtig ist auch wie wir es verstehen und Leben ...!?
JA, und was ist Los in der aktuelle Christenheit ??
Wir finden im Blog von @einSMILEkommt wieder, klare und deutliche Antworten !
Ein herzliches Dankeschön liebe Vera !!