Fünf Sonntage mit besonderen Namen
Insgesamt sechs Sonntage fallen in die österliche Bußzeit. Fünf davon tragen besondere Namen. Die Sonntage sind vom Fasten ausgenommen, da der Sonntag als "Tag des Herrn" wie ein kleines Osterfest im Alltag an die Auferstehung Jesu erinnert.
Die ersten fünf Fastensonntage sind nach dem Introitus, also dem Eingangsvers der Heiligen Messe, benannt:
Der 1. Fastensonntag heißt "Invocabit" (lat. "invocabit me" ), das heißt übersetzt "Er ruft mich an".
Am 2. Fastensonntag wird Gott gebeten, sich an seine Güte zu erinnern. Er heißt auch "Reminiscere" (lat. "reminiscere miserationum tuarum" ), das heißt übersetzt "Denke an deine Güte".
Der 3. Fastensonntag heißt "Oculi" (von lat. "oculi mei semperad dominum" ), übersetzt: "Meine Augen schauen immer auf zum Herrn".
Der 4. Fastensonntag ist der sogenannte Laetare-Sonntag (lat. "laetare", "Freue dich" ).
Der 5. Fastensonntag, der Passionssonntag, steht unter dem Wort "Judica" (lat. "judica me, deus" ), übersetzt: "Schaff' Recht mir, Gott". An diesem Sonntag werden alle Kreuze in der Kirche verhüllt.
Der darauffolgende Sonntag heißt Palmsonntag und eröffnet die Karwoche. In dieser Woche, die auch Heilige Woche heißt, gedenken die Christen des Leidens und Sterbens Jesu Christi.
Die Fastenzeit: Vorbereitung auf Ostern
17.02.2026 20:10
Die Fastenzeit: Vorbereitung auf Ostern
17.02.2026 20:10
Die Fastenzeit: Vorbereitung auf Ostern
"Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist" (Apostelgeschichte 13,2-3)
Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern (die österliche Bußzeit). Die Fastenzeit ist eine Zeit der Läuterung, der Buße und der intensiven Vorbereitung auf das Osterfest. Bereits Überlieferungen aus dem 2. Jahrhundert berichten vom Fasten an Karfreitag und Karsamstag. Seit dem 4. Jahrhundert wird die Fastenzeit dann genau 40 Tage lang begangen. Sie geht auf das Vorbild Jesu zurück: Er selbst fastete nach seiner Taufe 40 Tage lang in der Wüste, bevor er öffentlich auftrat. (vgl. Matthäus 4,1–2)
Die katholische Kirche ruft die Gläubigen zum Fasten auf. Alle Freitage des Jahres zählen bereits grundsätzlich als Abstinenztage: „Abstinenz [ist der Verzicht von] Fleischspeisen oder […] einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz […] an allen Freitagen des Jahres“ (vgl. 1251 CIC).
Der Aschermittwoch und der Karfreitag sind zusätzlich auch noch Fasttage. An diesen beiden Tagen nehmen Gläubige meist nur eine Mahlzeit, in der Regel am Abend, zu sich.
Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern (die österliche Bußzeit). Die Fastenzeit ist eine Zeit der Läuterung, der Buße und der intensiven Vorbereitung auf das Osterfest. Bereits Überlieferungen aus dem 2. Jahrhundert berichten vom Fasten an Karfreitag und Karsamstag. Seit dem 4. Jahrhundert wird die Fastenzeit dann genau 40 Tage lang begangen. Sie geht auf das Vorbild Jesu zurück: Er selbst fastete nach seiner Taufe 40 Tage lang in der Wüste, bevor er öffentlich auftrat. (vgl. Matthäus 4,1–2)
Die katholische Kirche ruft die Gläubigen zum Fasten auf. Alle Freitage des Jahres zählen bereits grundsätzlich als Abstinenztage: „Abstinenz [ist der Verzicht von] Fleischspeisen oder […] einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz […] an allen Freitagen des Jahres“ (vgl. 1251 CIC).
Der Aschermittwoch und der Karfreitag sind zusätzlich auch noch Fasttage. An diesen beiden Tagen nehmen Gläubige meist nur eine Mahlzeit, in der Regel am Abend, zu sich.
Kommentare
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Klavierspielerin2 17.02.2026 20:16
Ist Fasten wirklich nur Verzicht?
Mit Fasten verbinden die meisten Menschen Verzicht. Laut einer Umfrage im Jahr 2021 stand Alkohol ganz oben auf der Liste: 73% der Befragten liesen Bier, Wein und Hochprozentiges stehen - und 68% haben auf Süßigkeiten verzichtet. Bei der jährlich durchgeführten Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit rangieren diese beiden Genussmittel seit Jahren auf den ersten Plätzen. Die bewusste Abstinenz - nicht nur, was Genussmittel angeht - führt zu Umkehr und Neuausrichtung auf Gott. Die Gläubigen machen damit ihre Herzen frei für den Dienst an Gott und den Menschen.
Doch Fasten muss nicht immer Verzicht heißen: Gläubige versuchen, täglich zu beten, spenden an Hilfswerke oder schenken ihren Mitmenschen mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Auch außerhalb der österlichen Bußzeit üben sich viele Christen am "Freitagsopfer". Im Gedenken an den Tod Jesu essen Gläubige am Freitag kein Fleisch oder bringen ein anderes kleines Opfer.
Worauf verzichten Sie?
Sie möchten es selbst versuchen und haben sich vorgenommen, auf etwas zu verzichten? Wir geben Ihnen ein paar Ideen an die Hand:
Können Sie auf Süßigkeiten oder Alkohol verzichten?
Lesen und meditieren Sie das Tages-Evangelium
Können Sie "Nein" zu Fleisch sagen?
Nehmen Sie doch einmal den Rosenkranz zur Hand
Handy-Fasten
Gehen Sie mehr zu Fuß
Schenken Sie Familie und Freunden mehr Zeit
Mit Fasten verbinden die meisten Menschen Verzicht. Laut einer Umfrage im Jahr 2021 stand Alkohol ganz oben auf der Liste: 73% der Befragten liesen Bier, Wein und Hochprozentiges stehen - und 68% haben auf Süßigkeiten verzichtet. Bei der jährlich durchgeführten Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit rangieren diese beiden Genussmittel seit Jahren auf den ersten Plätzen. Die bewusste Abstinenz - nicht nur, was Genussmittel angeht - führt zu Umkehr und Neuausrichtung auf Gott. Die Gläubigen machen damit ihre Herzen frei für den Dienst an Gott und den Menschen.
Doch Fasten muss nicht immer Verzicht heißen: Gläubige versuchen, täglich zu beten, spenden an Hilfswerke oder schenken ihren Mitmenschen mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Auch außerhalb der österlichen Bußzeit üben sich viele Christen am "Freitagsopfer". Im Gedenken an den Tod Jesu essen Gläubige am Freitag kein Fleisch oder bringen ein anderes kleines Opfer.
Worauf verzichten Sie?
Sie möchten es selbst versuchen und haben sich vorgenommen, auf etwas zu verzichten? Wir geben Ihnen ein paar Ideen an die Hand:
Können Sie auf Süßigkeiten oder Alkohol verzichten?
Lesen und meditieren Sie das Tages-Evangelium
Können Sie "Nein" zu Fleisch sagen?
Nehmen Sie doch einmal den Rosenkranz zur Hand
Handy-Fasten
Gehen Sie mehr zu Fuß
Schenken Sie Familie und Freunden mehr Zeit
(Nutzer gelöscht) 17.02.2026 20:33
Es freut mich zu sehen, daß Leute die Große Fastenzeit noch ernst nimmt. Oft fühlt man sich wie Außenseiter, was das Fasten angeht, sogar hier in Bayern. Ich wünsche allen, die mitmachen eine erbauliche und gesegnete Fastenzeit!

Jetzt
Den Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit gibt es seit dem 6. Jahrhundert. Seinen Namen hat der Tag von der Asche, mit der die Gläubigen im Gottesdienst bezeichnet werden. Das Aschenkreuz auf der Stirn erinnert den Menschen an seine Vergänglichkeit. Beim Auflegen der Asche spricht der Priester oder Diakon die Worte "Kehre um und glaube an das Evangelium" oder "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst".
Der Brauch des Aschenkreuzes ist seit dem 12. Jahrhundert überliefert. Bis heute wird die Asche durch das Verbrennen der Palmzweige vom Palmsonntag aus dem vergangenen Jahr gewonnen. Die Asche steht dabei stellvertretend für die Vergänglichkeit und die Reinigung der Seele. Asche war bereits im Mittelalter als Mittel der Reinigung gebräuchlich.