#einfachheiraten: Aktion der Evangelischen Kirche startet neu / Paar aus Hanau berichtet über Erfahr
13.02.2026 08:09
#einfachheiraten: Aktion der Evangelischen Kirche startet neu / Paar aus Hanau berichtet über Erfahr
13.02.2026 08:09
#einfachheiraten: Aktion der Evangelischen Kirche startet neu / Paar aus Hanau berichtet über Erfahr
Ellengard und Marc Seitz haben sich am 25. Mai 2025 im Rahmen der Aktion „#einfachheiraten“ kirchlich trauen lassen. Die „unspektakuläre Leichtigkeit“ des niedrigschwelligen Angebots hat das Paar aus Hanau überzeugt. Hier berichten die beiden darüber, wie es war.
Heiraten. Einfach so, spontan, ohne lange Vorbereitung. Das ist die Idee hinter der Aktion „#einfachheiraten“ der Evangelischen Kirche. Sie wurde im vergangenen Jahr erstmals deutschlandweit in verschiedenen Landeskirchen angeboten und hat viele hundert Paare angesprochen. Auch Ellengard und Marc Seitz aus Bischofsheim bei Hanau (Landeskirche Kurhessen-Waldeck) haben die Gelegenheit ergriffen und sich am Schnapszahldatum 25. 05.2025 kirchlich trauen lassen. „Ich dachte zuerst, es wäre ein Scherz“, erinnert sich Ellengard Seitz an den Moment, als ihr Mann Marc mit der Idee zu ihr kam. Doch Marc, ein bodenständig wirkender Mann, der als Bauingenieur den elterlichen Betrieb führt, meinte es ganz ernst. Von der Aktion Wind bekommen hatte der 51-Jährige durch den Konfirmandenunterricht der Tochter. „Bei einem Elternabend machte unsere Pfarrerin darauf aufmerksam, verteilte Flyer“, berichtet er. „Und da dachte ich spontan: Das könnten wir doch eigentlich auch machen.“
Ellengard und Marc kennen sich schon seit der Schulzeit. Bereits 2013 haben sie standesamtlich geheiratet. Es gab eine Feier mit Familie und engen Freunden. Eine kirchliche Trauung haben sie damals nicht folgen lassen, wohl auch, weil die religiösen Hintergründe unterschiedlich waren. Marc ist in einer freien evangelischen Gemeinde groß geworden, während Ellengard aus einer katholischen Familie stammt. Mit ihrer Tochter besuchen sie im Laufe der Jahre verschiedene Kirchen und Gottesdienste. „Sie sollte sich selbst entscheiden“, sagt Ellengard Seitz. Sie geht auch auf eine christliche Schule, kommt schließlich in Kontakt mit der evangelischen Ortsgemeinde, wird dort getauft und konfirmiert. Die Begegnungen dort hinterlassen auch bei den Eltern Eindruck. „Die Pfarrerin, ihre offene Art – das hat mir sehr gefallen“, berichtet Ellengard. Sie singt inzwischen selbst in Kantorei und Gospelchor mit.
Am 25. Mai 2025 sind die Erinnerungen an die Konfirmation der Tochter noch frisch. Und Marc Seitz erinnert seine Frau an seinen Vorschlag: „Was ist jetzt: wollen wir oder nicht?“ Ellengard erkennt, dass es ihm wirklich ernst ist. Sie ruft die Pfarrerin an und verabredet einen Termin. Zu zweit machen sie sich auf den Weg. Im Vorgespräch, beim Aussuchen der Musik „machten wir uns noch einmal Gedanken, warum wir es tun“, sagt Ellengard Seitz. Getraut werden sie auf dem Kirchhof in Dörnigheim, direkt über dem Mainufer gelegen. Sehr persönlich, doch auch getragen von Gemeinschaft. „Es gab die unterschiedlichsten Leute, von der Jeans bis zum Brautkleid war alles vertreten“, erinnert sich Ellengard Seitz. Es habe eine „unspektakuläre Leichtigkeit“ geherrscht. „Es musste nicht perfekt sein.“ Für das Paar war die spontane kirchliche Trauung ein erneutes Bekenntnis zueinander, eine Bestätigung ihrer langen Verbindung, „ein Moment, nur für uns zwei“. Dafür tritt Ellengard Seitz sogar in die evangelische Kirche über - denn Voraussetzung, um sich trauen zu lassen, ist, dass mindestens ein Partner Kirchenmitglied ist. "Für mich eine einfache Sache", sagt Ellengard Seitz. "Inzwischen bin ich in der Gemeinde angedockt."
Jörg Echtler
https://www.ekd.de/spontane-trauung-fuer-paare-94623.htm
Heiraten. Einfach so, spontan, ohne lange Vorbereitung. Das ist die Idee hinter der Aktion „#einfachheiraten“ der Evangelischen Kirche. Sie wurde im vergangenen Jahr erstmals deutschlandweit in verschiedenen Landeskirchen angeboten und hat viele hundert Paare angesprochen. Auch Ellengard und Marc Seitz aus Bischofsheim bei Hanau (Landeskirche Kurhessen-Waldeck) haben die Gelegenheit ergriffen und sich am Schnapszahldatum 25. 05.2025 kirchlich trauen lassen. „Ich dachte zuerst, es wäre ein Scherz“, erinnert sich Ellengard Seitz an den Moment, als ihr Mann Marc mit der Idee zu ihr kam. Doch Marc, ein bodenständig wirkender Mann, der als Bauingenieur den elterlichen Betrieb führt, meinte es ganz ernst. Von der Aktion Wind bekommen hatte der 51-Jährige durch den Konfirmandenunterricht der Tochter. „Bei einem Elternabend machte unsere Pfarrerin darauf aufmerksam, verteilte Flyer“, berichtet er. „Und da dachte ich spontan: Das könnten wir doch eigentlich auch machen.“
Ellengard und Marc kennen sich schon seit der Schulzeit. Bereits 2013 haben sie standesamtlich geheiratet. Es gab eine Feier mit Familie und engen Freunden. Eine kirchliche Trauung haben sie damals nicht folgen lassen, wohl auch, weil die religiösen Hintergründe unterschiedlich waren. Marc ist in einer freien evangelischen Gemeinde groß geworden, während Ellengard aus einer katholischen Familie stammt. Mit ihrer Tochter besuchen sie im Laufe der Jahre verschiedene Kirchen und Gottesdienste. „Sie sollte sich selbst entscheiden“, sagt Ellengard Seitz. Sie geht auch auf eine christliche Schule, kommt schließlich in Kontakt mit der evangelischen Ortsgemeinde, wird dort getauft und konfirmiert. Die Begegnungen dort hinterlassen auch bei den Eltern Eindruck. „Die Pfarrerin, ihre offene Art – das hat mir sehr gefallen“, berichtet Ellengard. Sie singt inzwischen selbst in Kantorei und Gospelchor mit.
Am 25. Mai 2025 sind die Erinnerungen an die Konfirmation der Tochter noch frisch. Und Marc Seitz erinnert seine Frau an seinen Vorschlag: „Was ist jetzt: wollen wir oder nicht?“ Ellengard erkennt, dass es ihm wirklich ernst ist. Sie ruft die Pfarrerin an und verabredet einen Termin. Zu zweit machen sie sich auf den Weg. Im Vorgespräch, beim Aussuchen der Musik „machten wir uns noch einmal Gedanken, warum wir es tun“, sagt Ellengard Seitz. Getraut werden sie auf dem Kirchhof in Dörnigheim, direkt über dem Mainufer gelegen. Sehr persönlich, doch auch getragen von Gemeinschaft. „Es gab die unterschiedlichsten Leute, von der Jeans bis zum Brautkleid war alles vertreten“, erinnert sich Ellengard Seitz. Es habe eine „unspektakuläre Leichtigkeit“ geherrscht. „Es musste nicht perfekt sein.“ Für das Paar war die spontane kirchliche Trauung ein erneutes Bekenntnis zueinander, eine Bestätigung ihrer langen Verbindung, „ein Moment, nur für uns zwei“. Dafür tritt Ellengard Seitz sogar in die evangelische Kirche über - denn Voraussetzung, um sich trauen zu lassen, ist, dass mindestens ein Partner Kirchenmitglied ist. "Für mich eine einfache Sache", sagt Ellengard Seitz. "Inzwischen bin ich in der Gemeinde angedockt."
Jörg Echtler
https://www.ekd.de/spontane-trauung-fuer-paare-94623.htm
Kommentare
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(Nutzer gelöscht) 13.02.2026 11:20
Wenn man verliebt ist, ist man nicht bei Sinnen. In diesem Zustand spontan heiraten, ist riskant.
Alysa 13.02.2026 15:19
Naja, sooooo spektakulär finde ich das nun nicht gerade. Eigentlich geht's ja nur um das spezielle Datum des vergangenen und diesen Jahres. Paare, die sich da kirchlich trauen lassen, müssen ja ohnehin schon standesamtlich verheiratet sein (wie dieses Paar im Beitrag).
Und wer sich segnen lassen möchte, bitte. Das hat dann aber mit heiraten nichts zu tun.
Und wer sich segnen lassen möchte, bitte. Das hat dann aber mit heiraten nichts zu tun.
Klavierspielerin2 13.02.2026 15:27
In den ev.kirchen findet Eheschließung auf dem Standesamt, nicht in der Kirche statt.
" Die kirchliche Trauung ist ein Gottesdienst, in dem zwei Menschen vor der Gemeinde anlässlich einer Eheschließung für ihren gemeinsamen Lebensweg Gottes Segen erbitten. Wichtig: Eine kirchliche Trauung ersetzt nicht die Eheschließung auf dem Standesamt, diese muss vor der kirchlichen Trauung erfolgt sein.
Martin Luther schrieb zur Ehe: „Die Ehe ist ein weltlich Ding.“ Damit meinte er, dass alle zivilrechtlichen und ökonomischen Aspekte, die mit der Ehe verbunden sind, nach weltlichen Gesetzen geregelt sein sollen – und nicht geistlichen Regeln unterliegen. Aufgabe der Kirche ist es, das Paar zu segnen und es in ihrem Glauben auf ihrem gemeinsamen Weg zu stärken. Ehepaare kommen also in die Kirche als bereits verheiratete Menschen. Einige Bundesländer haben mittlerweile entschieden, dass man sich auch ohne Standesamt kirchlich trauen lassen darf. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat jedoch entschieden, auch in diesen Fällen darauf zu bestehen, dass die Ehe zuerst auf dem Standesamt geschlossen wird. Sollten Paare diese Reihenfolge aus irgendwelchen Gründen nicht einhalten wollen oder eine standesamtliche Trauung ablehnen, können sie ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarramt suchen. Die Evangelische Kirche in Deutschland sucht zurzeit nach Wegen, auch für diese Paare einen angemessenen Gottesdienst zu gestalten.
Die Ehe ist nach evangelischem Verständnis eine Gabe Gottes. Gott freut sich mit allen Menschen, die sich lieben und ihr Leben gemeinsam gestalten wollen. Bei einer Trauung sagt Gott „Ja“ zu ihrer Liebe. Die Ehe ist jedoch kein Sakrament wie in der katholischen Kirche. Das bedeutet: Dass Menschen das Heil im Glauben erfahren, steht und fällt nicht damit, dass sie verheiratet sind und bleiben. Unter anderem deswegen können in der evangelischen Kirche auch geschiedene Menschen wieder heiraten....,"
https://www.ekd.de/Trauung-Basiswissen-Glauben-11038.htm
" Die kirchliche Trauung ist ein Gottesdienst, in dem zwei Menschen vor der Gemeinde anlässlich einer Eheschließung für ihren gemeinsamen Lebensweg Gottes Segen erbitten. Wichtig: Eine kirchliche Trauung ersetzt nicht die Eheschließung auf dem Standesamt, diese muss vor der kirchlichen Trauung erfolgt sein.
Martin Luther schrieb zur Ehe: „Die Ehe ist ein weltlich Ding.“ Damit meinte er, dass alle zivilrechtlichen und ökonomischen Aspekte, die mit der Ehe verbunden sind, nach weltlichen Gesetzen geregelt sein sollen – und nicht geistlichen Regeln unterliegen. Aufgabe der Kirche ist es, das Paar zu segnen und es in ihrem Glauben auf ihrem gemeinsamen Weg zu stärken. Ehepaare kommen also in die Kirche als bereits verheiratete Menschen. Einige Bundesländer haben mittlerweile entschieden, dass man sich auch ohne Standesamt kirchlich trauen lassen darf. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat jedoch entschieden, auch in diesen Fällen darauf zu bestehen, dass die Ehe zuerst auf dem Standesamt geschlossen wird. Sollten Paare diese Reihenfolge aus irgendwelchen Gründen nicht einhalten wollen oder eine standesamtliche Trauung ablehnen, können sie ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarramt suchen. Die Evangelische Kirche in Deutschland sucht zurzeit nach Wegen, auch für diese Paare einen angemessenen Gottesdienst zu gestalten.
Die Ehe ist nach evangelischem Verständnis eine Gabe Gottes. Gott freut sich mit allen Menschen, die sich lieben und ihr Leben gemeinsam gestalten wollen. Bei einer Trauung sagt Gott „Ja“ zu ihrer Liebe. Die Ehe ist jedoch kein Sakrament wie in der katholischen Kirche. Das bedeutet: Dass Menschen das Heil im Glauben erfahren, steht und fällt nicht damit, dass sie verheiratet sind und bleiben. Unter anderem deswegen können in der evangelischen Kirche auch geschiedene Menschen wieder heiraten....,"
https://www.ekd.de/Trauung-Basiswissen-Glauben-11038.htm
Nemrac73 14.02.2026 11:44
Du kannst es einfach nicht lassen an allem was nicht katholisch ist rumzukritisieren.
Lass es doch einfach mal so stehen, dass die evangelische Kirche so etwas anbietet, wem es nicht passt der muss es doch nicht machen
Lass es doch einfach mal so stehen, dass die evangelische Kirche so etwas anbietet, wem es nicht passt der muss es doch nicht machen
Klavierspielerin2 14.02.2026 12:00
...du solltest dir endlich abgewöhnen mir sagen zu wollen, was ich lese und interessant finde zu posten!
Klavierspielerin2 14.02.2026 12:02
P.S. in diesem Blog habe mit keinem einzigen Wort MEINE Meinung dazu geäußert! Das sind lediglich offizielle Berichte.
Nemrac73 14.02.2026 12:04
Es ist ein ökumenisches forum, und nicht ein katholischen forum.
Du kannst lesen was du möchtest, du kannst auch posten was du möchtest. Aber es kommt ja immer ein Kommentar dazu, das das in der evangelischen Kirche eben nicht ht richtig ist so wie in der katholischen.
Du schreibst das nicht wortwörtlich so, aber jeder der schon länger hier ist kann das fettgedruckt zwischen den Zeilen lesen.
Du kannst lesen was du möchtest, du kannst auch posten was du möchtest. Aber es kommt ja immer ein Kommentar dazu, das das in der evangelischen Kirche eben nicht ht richtig ist so wie in der katholischen.
Du schreibst das nicht wortwörtlich so, aber jeder der schon länger hier ist kann das fettgedruckt zwischen den Zeilen lesen.
Nemrac73 14.02.2026 12:05
Um 15:27 hast du geschrieben dass in der evangelischen Kirche keine Eheschließung stattfindet sonder auf dem standesamt.
Genau so einen Satz meine ich
Genau so einen Satz meine ich
Nemrac73 14.02.2026 12:59
Ich sage ja nicht, dass es nicht der Tatsache entspricht, aber deshalb ist es nicht schlechter.
0beigens werden die meisten katholiken auch standesamtlich heiraten, da es ja auch gewisse gesetzliche Auswirkungen hat.
0beigens werden die meisten katholiken auch standesamtlich heiraten, da es ja auch gewisse gesetzliche Auswirkungen hat.
Klavierspielerin2 14.02.2026 14:40
Nemrac, die standesamtliche Heirat hat Bismarck eingeführt, um sich von der katholischen Kirche abzugrenzen. Und der hat sich als Protestant natürlich von Luthers Aussage, Ehe sei nur ein weltlich Ding, leiten lassen. Heute haben wir dieser " Akzentverschiebung"gegenüber der katholischen Glaubenslehre die ' Ehe für alle 'zu verdanken.
Klavierspielerin2 14.02.2026 14:41
Warum mich das stört? Weil die katholische Kirche in Deutschland, das nachzumachen im Begriff ist.

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