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Frage: was bedeutet es, wenn Bücher in den Kanon aufgenommen werden.

Frage: was bedeutet es, wenn Bücher in den Kanon aufgenommen werden.
Sind Apokryphen gültig? 
Bitte sachliche Antworten. Jeder darf seine Meinung oder sein Wissen darüber schreiben ohne angegriffen zu werden. Nicht freundliche Kommentare werden gelöscht.😘

Kommentare

 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 08:25
Von einer einer eigenen  favorisierten Kanon Liste will ich bei mir nicht sprechen. Für mich wurde interessant, dass man mit Hilfe antiker hebräischer Texte und Handschriften, beispielsweise das hebräische Evangelium des Matthäus und des Johannes, rekonstruktieren kann. 

Als Laie kann man heute auf einfache Art mehrere Bibelübersetzungen vergleichen. Bei der Feststellung von Unterschieden in Übersetzungen wird man motoviert, selbst in der Schrift zu forschen.

Wir können annehmen, dass die frühen christlichen Schriften ursprünglich in hebräisch verfasst wurden. Griechische Überestzung der Evangelien offenbaren Änderungen. Ein fortwährender Gesamtblick auf mehrere Strömungen von Übersetzungen, ist deswegen wichtig. Grundlagen sind Handschriften wie der Aleppo-Kodex, den Leningrader Kodex und Materialien aus der Vatikanischen Bibliothek. 

Die Makkabäer Bücher habe ich gelesen, sie beinhalten einen Aufstand gegen Besatzer. Die Bücher stehen aus meiner Sicht, mit der Torah inhaltlich in Verbindung.
 
Sadie 09.02.2026 08:44
Wenn ein Buch in den Kanon aufgenommen wird , gilt es offiziell als Teil der Bibel, als maßgeblich für den Glauben.
Apokryphen sind Texte, die nicht dazugehören.
Sie können historisch interessant sein, gelten aber nicht überall als verbindlich je nach Kirche unterschiedlich.
Judith und Tobit sind in der katholischen und orthodoxen Kirche zurBibel sie gehören zum Kanon heißen, dort deuterokanonische Schriften.
Was in der Katholischen Bibel deuterokanonisch ist gilt  im Protesantismus als apokryph.
 
Sherezade 09.02.2026 09:34
Heute spricht man eher von Spätschriften des AT. Der Kanon ist nicht vom Himmel gefallen..über den Umfang des Kanons gibt es je nach Kirche unterschiedliche Entscheidungen.In den lutherischen Kirchen gibt es dazu keinen Bekenntnistext..aber egal… es gibt für keine Schrift ein Leseverbot…
Das 2Makk ist in griechischer Sprache verfasst und man geht bei dem Buch davon aus, dass es keinen aramächen/ hebräischen Grundtext gibt.. für die Forschung ist es von Interesse da man hier eine klare und leibliche Auferstehungshoffnung hat. Das Beschreibung eines Sündopfers für Tote findet man nur dort und nicht anderen jüdischen Schriften. Jedoch sind diese Passagen keine Lehre über ein Fegefeuer so wie es in der RKK gelehrt wird..
Auch sind aus Sicht der lutherischen Kirchen Fürbitten für Verstorbene erlaubt. Es gibt kein Verbot in der Schrift… jedoch immer mit dem Hintergrund, dass nur sein Wille geschehe…
 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 09:35
Die Kirche hat mit der Bibel nichts zu tun. Kirchen verwandeln und verändern Dinge.
 
Sherezade 09.02.2026 11:27
Die Fixierung eines Kanons sind menschengemachte Entscheidungen… dies nach verschiedenen Kriterien.. in der LXX gibt es Schriften, die nicht zum verbindlichen Kanon der RKK gehören.. einige dieser Schriften findet man jedoch im Kanon einiger orientalischer Kirchen… dann gibt es Schriften die nicht in der LXX stehen und dennoch zum Kanon einiger Kirchen gehören
Dazu gibt es zu LXX unterschiedliche Textbestände und es gibt noch die Unterschiede im Text zu den Masoreten..
 
veilchen30 09.02.2026 13:30
Was sind die Apokryphen?


Was sind die Apokryphen? Warum findet man diese Bücher in protestantischen Bibeln nicht?
Heute steht das Wort Apokryphen als Synonym für die vierzehn oder fünfzehn Bücher zweifelhafter Authentizität und Autorität.

Diese Schriften finden sich nicht im hebräischen Alten Testament, sind aber in einigen Manuskripten der Septuaginta enthalten, der griechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments, die um 250 v.Chr. in Alexandria, Ägypten, vollendet wurde.

Die meisten dieser Bücher wurden von der römisch-katholischen Kirche auf dem Konzil von Trient (1545-1563) als zur Schrift gehörig erklärt, während die protestantische Kirche ihnen jede göttliche Autorität abspricht.

Diejenigen, die diesen Büchern göttliche Autorität zusprechen und sie als Schrift verteidigen, argumentieren, daß die Verfasser des Neuen Testaments überwiegend die Septuaginta zitieren, die die Apokryphen enthält. Sie führen auch die Tatsache an, daß einige der Kirchenväter, namentlich Irenaeus, Tertullian und Klemens von Alexandria, die Apokryphen im öffentlichen Gottesdienst benutzt und sie als Schrift anerkannten, wie es auch die Syrische Kirche im vierten Jahrhundert tat.

Augustinus, der bei den Konzilen von Hippo und Karthago den Vorsitz führte, stimmte mit ihrer Entscheidung, die Bücher seien inspiriert, überein: Die Griechische Kirche fügt der Liste derer, die an die Inspiration der Apokryphen glauben, ihr Gewicht hinzu.


Die Befürworter verweisen auch auf die Schriftrollen vom Toten Meer, um ihrem Glauben an die Apokryphen weiteres Gewicht zu verleihen. Unter den Fragmenten aus Qumran waren auch einige hebräisch geschriebene Kopien von apokryphen Büchern. Diese sind zusammen mit anderen alttestamentlichen Werken entdeckt worden.

Die Gründe dafür, die Apokryphen als heilige Schrift einzubeziehen, brechen bei näherer Untersuchung vollständig zusammen. Die Verfasser des Neuen Testaments mögen sich darauf beziehen, aber sie zitieren sie niemals als heilige Schrift oder geben auch nur den geringsten Hinweis, daß diese Bücher inspiriert wären. Wenn die Septuaginta im ersten Jahrhundert diese Bücher enthielt, was keineswegs eine bewiesene Tatsache ist, dann ignorierten Jesus und seine Jünger sie vollkommen.

Sich zum Beweis für die Inspiration der Bücher auf bestimmte Kirchenväter zu berufen, ist ein schwaches Argument, da ebenso viele in der frühen Kirche, besonders Origenes, Hieronymus und andere, ihre angebliche Inspiration leugneten.

Die Syrische Kirche wartete bis zum vierten Jahrhundert n.Chr., um diese Bücher als kanonisch zu akzeptieren. Es ist bemerkenswert, daß die Peschita, die syrische Bibel aus dem zweiten Jahrhundert n.Chr., sie nicht enthielt.

Der frühe Augustinus erkannte die Apokryphen zumindest teilweise an. Aber später reflektieren die Schriften des Augustinus eine klare Ablehnung dieser Bücher als außerhalb des Kanons und minderwertiger als die hebräischen Schriften.

Die jüdische Gemeinschaft lehnte diese Schriften ebenfalls ab. Auf der jüdischen Synode von Jamnia (ca. 90 n.Chr.) wurden neun der Bücher unseres alttestamentlichen Kanons aus unterschiedlichen Gründen diskutiert, ob sie eingeschlossen werden sollten. Schließlich erklärte man nur die hebräischen Bücher in unserem heutigen Kanon des Alten Testaments für kanonisch.

Das Vorhandensein von Apokryphen unter den Fragmenten des Alten Testaments beweist hinsichtlich der Inspiration wenig, da auch zahlreiche Fragmente anderer, nicht zur Schrift gehörender Dokumente gefunden worden sind.

Man kann nicht genug darauf hinweisen, daß die römisch-katholische Kirche selbst diese Bücher nicht vor 1545-1563, auf dem Konzil von Trient, als heilige Schriften erklärt hat.

Die Aufnahme gewisser Bücher innerhalb der Apokryphen als kanonisch durch die römisch-katholische Kirche war zum großen Teil eine Reaktion auf die protestantische Reformation. Durch die Kanonisierung dieser Bücher legitimierte man ihre Verwendung in Fragen der Doktrin.

Diese Argumente zur Verteidigung der Apokryphen als Schrift lassen offensichtlich viel zu wünschen übrig.

Es gibt noch einige andere eindrucksvolle Gründe dafür, daß die Apokryphen von der protestantischen Kirche abgelehnt werden. Einer davon betrifft die unbiblischen Lehren dieser fragwürdigen Bücher, wie das Beten für die Toten.

Für die Verstorbenen zu beten, wie es in 2. Makkabäer 12,45-46 gefordert wird, steht in direktem Widerspruch zu Lukas 16,25-26 und Hebräer 9,27 und anderen Stellen. Die Apokryphen enthalten auch die Episode, in der Gott Judith bei einer Lüge unterstützt (Judith 9,10.13).

Die Apokryphen enthalten außerdem nachweisbare Irrtümer. Tobit soll gelehrt haben, als Jerobeam im Jahre 931 v.Chr. seine Revolte begann und lebte immer noch zur Zeit der assyrischen Gefangenschaft (722 v.Chr.), doch das Buch Tobit sagt, er habe nur 158 Jahre gelebt (Tobit 1,3-5; 14,11).



Schließlich erhebt keines dieser apokryphen Bücher den Anspruch auf göttliche Inspiration. Man braucht nur diese Werke neben der Bibel zu lesen, um den großen Unterschied zu sehen.


Quelle: Aus dem Buch: "Das kann ich nicht glauben!", CLV Verlag, 1997
 
Klavierspielerin2 09.02.2026 13:44
Das ist einfach falsch @veilchen,"Man kann nicht genug darauf hinweisen, daß die römisch-katholische Kirche selbst diese Bücher nicht vor 1545-1563, auf dem Konzil von Trient, als heilige Schriften erklärt hat."

nicht erst "...als heilige Schriften ERKLÄRT "hat.", sondern "  FESTGEHALTEN "!

(Aus was sonst , sollte denn Jahrtausende lang vorgelesen worden sein!)
 
Sherezade 09.02.2026 14:08
Befasst Euch einfach mir Kanonbildung… so einfach ist es nicht… die RKK ( formierte sich auch dort )hat dem Kanon nun mal für sich im Konzil von Trient fixiert…der Ausschluss der Spätschriften als Kanon in der Reformierten Kirche war es eine Folge der Synode von Dordrecht… dazu kommen eben die Kanonentscheidungen anderer Kirchen… orientalische Kirchen oder auch Church of England.. 
Auch gibt es für den Reichen und den armen Lazarus unterschiedliche Auslegungen..
Die Spätschriften stehen selbstverständlich in „Lutherbibeln“

Es gibt kein Leseverbot! Auch nicht von anderen Schriften und in der Forschung eh nicht…und es gibt viele Schriften..

Wie ich schon schrieb…in 2 Makk steht noch keine Lehre vom Fegefeuer wie es die RKK entwickelt hat … dies auch nach Ansicht von Alttestamentlern der RKK…
 
Klavierspielerin2 09.02.2026 14:16
Ich habe mit KEINEM Wort " Fegefeuer" erwähnt! Wie kommst du darauf@sherez?
 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 14:25
Fürchtet euch nicht, die Verbrechen der KK wurden alle protokolliert. Vor allem jene Verbrechen, die den einfachen Menschen daran hindern sollten, eine Heilige Schrift oder ein paar Blätter zu bekommen.
 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 15:06
Fegefeuer wurde mir von einem kath. Pater mit den Apogryhen begründet, weiss die Stelle nicht mehr, ist aber schon über 20 Jahre her. 

Und in meinem Kontext hat Fegefeuer nie eine Rolle gespielt, deshalb habe ich mich weiter nicht damit beschäftigt.
 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 15:13
Zu den Apogryhen als solches:

In früheren Lutherausgaben wurde es wie folgt gehandhabt: 
Eigener Abschnitt zwischen AT und NT mit dem Hinweis Luthers: 
„… Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleichgehalten und doch nützlich und gut zu lesen sind.“
️ enthalten, aber mit besonderem Status.
19. Jahrhundert: Weglassen
Im 19. Jahrhundert (vor allem ab ca. 1820–1880) ließen viele protestantische Bibelgesellschaften die Apokryphen weg, ich habe sie erst in den 1990 in einigen Bibeln entdeckt: 
Gründe:
Kostensenkung
stärkeres „sola scriptura“-Denken
Abgrenzung vom Katholizismus

im 20. Jahrhundert wurde der Ökumene gehuldigt und im Zuge dessen erscheinen jetzt viele Ev. Bibeln wieder mit den Aprogryhen. 
Ich lehne sie ab und werde sie nicht lesen. Ansonsten nur Bibelausgaben welche auf Textus Rezeptus beruhen. 
Ben hat einen Blog dazu gemacht mit guten Hinweisen warum. 
Es wurde in den Nestle-Ahland Ausgaben sehr viel weggelassen. Und wer z.B. die Luther 1545 heranzieht, wird sehr schnell merken, dass in neueren Ausgaben die Sohnschaft Jesu Christi durch weglassen von Versteilen oder ganzen Versen herabgewürdigt ist. 

Den Unterschied bemerkt man freilich nur wenn man ernsthaft vergleicht.

Apogryhen waren für alle gläubigen Pfarrer die ich kenne ein absolutes No Go. Ich könnte noch mehr schreiben, belasse es aber dabei.

Wenn ich ernsthaft in der Nachfolge stehe und leben, dann reicht mir zum Leben und Sterben auch die Bibel ohne Apogryhen, mit der Umsetzung habe ich auch so genug zu tun. 
Ich könnte es nicht verantworten vor Jesus Textgrundlagen als Glaubensgrundlagen heranzuziehen aus denen fatale Irrtümer begründet werden. 
Mehr möchte ich an der Stelle nicht mehr schreiben. Ist für alle besser so. 

Ich möchte ermutigen, vergleicht und betet und dann lebt den Glauben.
 
Shira 09.02.2026 15:21
Es steht im Buch der Weisheit Janinaj, auch Juden beten für die Seele der Verstorbenen.

Das Gebet heißt: El Malei Rachamim

Das bedeutet auf Hebräisch :Gott, voller Barmherzigkeit.
Es ist ein traditionelles jüdisches Gebet, das speziell für die Seele des Verstorbenen gesprochen wird, z. B. bei der Beerdigung, am Grab oder bei Gedenkgottesdiensten während des Jahres.

Gott, voller Barmherzigkeit, der in den Höhen thront,
erteile Ruhe an der richtigen Stätte der Seele von (Name des Verstorbenen)
und gedenke aller Menschen, die aus dieser Welt gegangen sind.
Möge ihre Seele in den Garten Eden eingehen,
und möge man dich, Herr, ewig preisen. Amen.
 
Shira 09.02.2026 15:53
Oder Yizkor

Möge Gott die Seele meines Vaters, meines Lehrers (Name, Sohn/Tochter von Name), gedenken, der in seine Welt gegangen ist. Weil ich - ohne ein Gelübde abzulegen - eine Wohltat (Tzedaka) zu seinen Ehren gebe, möge seine Seele im Bund des Lebens gebunden sein mit den Seelen von Abraham, Isaak und Jakob, Sarah, Rebekka, Rachel und Lea und mit allen übrigen Gerechten und Rechtschaffenen im Garten Eden. 
Amen.
 
(Nutzer gelöscht) 09.02.2026 15:55
Das weiss ich und ist mir wohl bekannt. Aber bei allem Verständnis: Ich fühle mich nicht verpflichtet es zu tun. Und dabei belassen wird es jetzt bitte. 

Dankeschön.
 
Shira 09.02.2026 15:58
Ich habe nie gesagt, dass irgendjemand verpflichtet ist.
 
Klavierspielerin2 09.02.2026 15:59
Merkwürdige Bemerkung, wenn man ' sola scriptura ' folgt .
 
Donaukiesel 09.02.2026 16:18
Vielen Dank ihr lieben für die viele guten Infos. Ich schließe jetzt den Blog und wünsche euch einen gesegneten Abend 🫶
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