Papst: Katholische Soziallehre als Weg zu friedlicher Koexistenz
23.01.2026 18:45
Papst: Katholische Soziallehre als Weg zu friedlicher Koexistenz
23.01.2026 18:45
Papst: Katholische Soziallehre als Weg zu friedlicher Koexistenz
Papst Leo XIV. hat daran erinnert, dass die Soziallehre der Kirche den Gesellschaften einen Weg zu authentischem Respekt und friedlicher Koexistenz aufzeige. Er äußerte sich anlässlich einer von der Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice in Luxemburg organisierten Konferenz zum Thema „Peace Building in Europe".
Lesen Sie auch
Papst Leo würdigt Marsch für das Leben in Washington
23/01/2026
Papst Leo würdigt Marsch für das Leben in Washington
21/01/2026
Papst an Medienvertreter: In Zeiten der KI auf die „Stimme des Herzens“ hören
Devin Watkins - Vatikanstadt*
Der vollständige Titel der Konferenz diesen Freitag lautet: „Peace Building in Europe: What Role for Catholic Social Thought and Universal Values?” (Friedensstiftung in Europa: Welche Rolle spielen die katholische Soziallehre und universelle Werte?).
In der Botschaft an die Konferenz-Teilnehmer betont das katholische Kirchenoberhaupt, das Thema sei in der heutigen Welt besonders relevant, in welcher Gesellschaften sich weigerten, über die von der Religion vorgeschlagenen universellen Werte und ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu diskutieren. „Dieser Widerstand hat zwar verschiedene Gründe, aber die zugrunde liegende Krise ist die Verbreitung des Relativismus und die Reduzierung der Wahrheit auf Meinung“, heißt es in der päpstlichen Botschaft, die Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete. Kein Kontinent und keine Gemeinschaft könne „in Frieden leben und gedeihen ohne gemeinsame Wahrheiten, die ihre Normen und Werte prägen“, ist ebenfalls zu lesen.
„Aufbau eines friedlicheren und gerechteren europäischen Kontinents“
Papst Leo äußert die Hoffnung, dass die Konferenz in Luxemburg dazu beitragen werde, Europa an seine tiefen christlichen Wurzeln zu erinnern und die Rolle der katholischen Werte „beim Aufbau eines friedlicheren und gerechteren europäischen Kontinents“ zu stärken.
Lob der Soziallehre
Die katholische Soziallehre, so Papst Leo XIV. an die Konferenz-Teilnehmer, sei in den Worten und Taten Jesu Christi verwurzelt, der sich als der Weg, die Wahrheit und das Leben offenbart habe. Die Soziallehre der katholischen Kirche „hat viel zu bieten, da sie Grenzen überschreitet und eine Plattform für kollektive Interessen und Lebensweisen bietet und so ein friedliches Zusammenleben ermöglicht“.
Papst Leo erinnert auch daran, dass der Mensch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sei. Er verweist zudem auf die Worte von Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Centesimus Annus", in der es heißt: „Ohne die Achtung des natürlichen Grundrechtes, die Wahrheit zu erkennen und nach ihr zu leben, gibt es keinen echten Fortschritt.“
Die Konferenz in Luxemburg veranstaltet die Centesimus Annus Pro Pontifice Foundation (FCAPP) in Zusammenarbeit mit der Kommission der Europäischen Bischofskonferenzen (Comece) und der Luxembourg School of Religion & Society (LSRS) diesen Freitag (23.1.) in Luxemburg.
* Übersetzung und Adaption: Stefanie Stahlhofen
(vatican news - sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
Lesen Sie auch
Papst Leo würdigt Marsch für das Leben in Washington
23/01/2026
Papst Leo würdigt Marsch für das Leben in Washington
21/01/2026
Papst an Medienvertreter: In Zeiten der KI auf die „Stimme des Herzens“ hören
Devin Watkins - Vatikanstadt*
Der vollständige Titel der Konferenz diesen Freitag lautet: „Peace Building in Europe: What Role for Catholic Social Thought and Universal Values?” (Friedensstiftung in Europa: Welche Rolle spielen die katholische Soziallehre und universelle Werte?).
In der Botschaft an die Konferenz-Teilnehmer betont das katholische Kirchenoberhaupt, das Thema sei in der heutigen Welt besonders relevant, in welcher Gesellschaften sich weigerten, über die von der Religion vorgeschlagenen universellen Werte und ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu diskutieren. „Dieser Widerstand hat zwar verschiedene Gründe, aber die zugrunde liegende Krise ist die Verbreitung des Relativismus und die Reduzierung der Wahrheit auf Meinung“, heißt es in der päpstlichen Botschaft, die Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete. Kein Kontinent und keine Gemeinschaft könne „in Frieden leben und gedeihen ohne gemeinsame Wahrheiten, die ihre Normen und Werte prägen“, ist ebenfalls zu lesen.
„Aufbau eines friedlicheren und gerechteren europäischen Kontinents“
Papst Leo äußert die Hoffnung, dass die Konferenz in Luxemburg dazu beitragen werde, Europa an seine tiefen christlichen Wurzeln zu erinnern und die Rolle der katholischen Werte „beim Aufbau eines friedlicheren und gerechteren europäischen Kontinents“ zu stärken.
Lob der Soziallehre
Die katholische Soziallehre, so Papst Leo XIV. an die Konferenz-Teilnehmer, sei in den Worten und Taten Jesu Christi verwurzelt, der sich als der Weg, die Wahrheit und das Leben offenbart habe. Die Soziallehre der katholischen Kirche „hat viel zu bieten, da sie Grenzen überschreitet und eine Plattform für kollektive Interessen und Lebensweisen bietet und so ein friedliches Zusammenleben ermöglicht“.
Papst Leo erinnert auch daran, dass der Mensch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sei. Er verweist zudem auf die Worte von Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Centesimus Annus", in der es heißt: „Ohne die Achtung des natürlichen Grundrechtes, die Wahrheit zu erkennen und nach ihr zu leben, gibt es keinen echten Fortschritt.“
Die Konferenz in Luxemburg veranstaltet die Centesimus Annus Pro Pontifice Foundation (FCAPP) in Zusammenarbeit mit der Kommission der Europäischen Bischofskonferenzen (Comece) und der Luxembourg School of Religion & Society (LSRS) diesen Freitag (23.1.) in Luxemburg.
* Übersetzung und Adaption: Stefanie Stahlhofen
(vatican news - sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

Jetzt
Katholische Soziallehre
"Eine Zusammenstellung der Aussagen der kath. Kirche über die Grundlagen und Normen des Zusammenlebens der Menschen innerhalb der Gesellschaft bzw. zu Problemen der sozialen Gerechtigkeit. Die Katholische Soziallehre beruht auf den drei Grundsätzen: Personalität, Solidarität und Subsidiarität.
Z.B.:
' Bund katholischer Unternehmer '
" Katholische Soziallehre
Die Sozialverkündigung der Kirche gehört zu den besten Traditionen der Kirchengeschichte. Im 19. Jahrhundert erhält diese Sozialgeschichte eine neue Ausprägung, auf die Papst Leo XIII. im Jahre 1891 in der ersten Sozialenzyklika „Rerum novarum“ antwortet.
Der Bund Katholischer Unternehmer sieht sich den Prinzipien der Christlichen Gesellschaftslehre – Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung – verpflichtet. Sie prägen unser Handeln und bilden das Fundament, auf denen wir unsere Positionen entwickeln.
Auch in Zeiten rasanter gesellschaftlicher Veränderungen bleibt die Gesellschaftslehre bedeutsam, weil ihre Begründungslinien und Werthaltungen auch in digitalen Zeiten Halt und Orientierung geben. Die Christliche Gesellschaftslehre bleibt demnach ein wichtiger Gradmesser. Sie muss allerdings mit Blick auf soziale, wirtschaftliche und technische Entwicklungen beständig fortgeschrieben werden."
https://www.bku.de/positionen/katholische-soziallehre/