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Andacht vom 20. Januar 2026

Andacht vom 20. Januar 2026
Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

1. Mose 2,15


Im Januar 2023 hatte ich bei winterlichen Bedingungen einen Unfall: Ich musste dem Gegenverkehr ausweichen und kam von der Fahrbahn ab.
Als ich versuchte, wieder auf die Straße zu kommen, und leicht einlenkte, reagierte das Auto nicht.
Als ich etwas stärker einlenkte, fuhr es jäh über die Fahrbahn und die Gegenspur, durch den Straßengraben, streifte dabei einen Baum und kam auf dem Feld zum Stehen.
Auch wenn der Motor noch lief, erlitt mein Auto einen Totalschaden.

Monate später erhielt ich vom Umweltamt des Landkreises einen Brief mit einer Zahlungsaufforderung.
Ich war Gott sehr dankbar, dass mir nichts passiert war, aber ich hatte bei diesem Unfall einen Baum beschädigt.
Das Gutachten lautete: ca. 300 Euro Gutachterkosten und etwa 500 Euro Wertminderung des Straßenbaumes.
Dank meiner Haftpflichtversicherung musste ich die Summe nicht selbst aufbringen, aber mir war neu, dass man für beschädigte Straßenbäume zahlen muss.
Wir als Familie nennen diesen Baum seither den Richterbaum.
Er erinnert uns daran, das wir für beschädigte Natur zahlen müssen.
Ist uns das im Alltag bewusst?

Wir fahren mit dem Auto und die Bäume müssen unsre Abgase reinigen.
Wir verbrauchen Papier aus frischem Holz, das jahrzehntelang nachwachsen muss.
Wir nutzen Plastikfolie, die mit der Zeit in Mikrobestandteile zerfällt und den Boden schädigt.
All das ist normal, nichts Außergewöhnliches.
Es gehört in unsere Zeit und Kultur, ja, in unserer Welt zum Alltag.
Es scheint gar nicht anders zu gehen.

Was wäre, wenn Gott uns eine solche Rechnung stellen würde, wie ich sie vom Umweltamt bekam?
Wie viel müssten wir bezahlen, weil wir durch unsere Lebensweise seine Schöpfung beschädigt und belastet haben?

Gott möchte, dass wir diese Erde – oder den Fleck Erde, auf dem wir wohnen – bebauen und bewahren.
Wir dürfen nicht aufhören zu überlegen, wie wir Gottes Natur unterstützen, wie wir Schäden vermeiden und was wir zur Erhaltung der Schöpfung beitragen können.
Es ist eine lebenslange Aufgabe.
Beginnen wir heute damit.


(Armin Richter)

Kommentare

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hansfeuerstein 20.01.2026 22:12
Viele Destruktives resultiert aus dem Übermut des Menschen.
 
einSMILEkommtwieder 21.01.2026 15:34
Wir wissen, wie die Pflanze wächst, aber die Pflanze bleibt ein Wunder.
So geht es uns mit allen Dingen auf dieser Welt.
Wir besitzen viele Kenntnisse, doch die Schöpfung bleibt ein Wunder.

(Albert Schweitzer)
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