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Bibeltreu und fromm=bildungsferne Ignoranten ?

Bibeltreu und fromm=bildungsferne Ignoranten ?
Geht diese polemische Formel wirklich auf ? Ich denke nicht.

Finde es bedauerlich, dass Begriffe wie „fromm“ oder "bibeltreu" oft als Kampfbegriffe  verwendet werden. Dabei war "fromm" ursprünglich eindeutig positiv konnotiert und  man meinte schlicht einen  gläubigen und anständigen Menschen.
Der Begriff "bibeltreu" entstand als Reaktion und Abgrenzung auf die liberale Theologie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.... ist gerade nicht mein Thema...
Wir sind in der Gegenwart sind...
Warum spricht man nicht miteinander, sondern nur gegeneinander? 
Austausch beginnt damit, das Gegenüber zu fragen, was es unter den Begriffen versteht... nicht damit, ihm Dinge zu unterstellen.... vielleicht erlebt man ja Überraschungen und baut Vorurteile ab...

Klassische Vorurteile
– Bibeltreue lehnen Wissenschaft ab.
– Menschen, die historisch-kritisch unterwegs sind, sind grundsätzlich ungläubig.*
Dies bewegt mich seit einiger Zeit...deshalb hab ich mal in die verschiedenen Schubladen geschaut...

Ist es wirklich so ?
Auch an evangelikalen/bibeltreuen Hochschulen arbeitet man mit den Methoden der Wissenschaft..:
Wissenschaft ist eben nicht beliebig; sie kann jedoch leider beliebig gemacht werden.

Da wäre man bei der Schattenseite...
In Kirche/Theologie werden  aktuell gerne nur noch jene Texte herangezogen,  die den eigenen Vorlieben oder dem aktuellen Weltbild entsprechen... Texte, die diesem Weltbild widersprechen oder sich nicht simpel einordnen lassen, werden einfach als zeitbedingt abgewertet und bewusst ausgeblendet. Auf diese Weise wird die Schrift selektiv zur Bestätigung eigener Überzeugungen instrumentalisiert... ein Irrweg...
Klassiker der Ausblendung : 
Gericht und Hölle

Genauso ist Bibelwissenschaft/Wissenschaft  bekanntlich  nicht unfehlbar und muss/darf immer hinterfragt werden...dennoch sollte man sie nicht einfach ablehnen...all die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte...auch sollte man sich bewusst sein, dass das frühe Christentum echt bildungsorientiert war... all die vielen Schriften...
Auch sollte klar sein, dass es nicht immer Konsens gibt und geben wird.... wer wissenschaftlich solide unterwegs ist, stellt auch immer Gegenpositionen dar, bezieht Stellung und begründet die  eigene Position...  nachvollziehbar...nur so kann sich ein Leser/Hörer ein eigenes Urteil bilden...



Last not least... ohne Bibel als Primärquelle geht es nicht...auch wenn wir wissen, dass die Schrift  nur der Knecht ist...

Die Bibel ist nicht nur Schriftgrundlage, sondern  sie ist eben auch der inhaltliche Maßstab ihrer eigenen Auslegung...eine eigene beliebige Verkürzung oder Verfälschung der biblischen Botschaft ist unzulässig... erforderlich wäre also eine theologisch/biblisch  fundierte Begründung des Umgangs mit der Schrift und  der Schriftkritik..:wichtig: das Wort "Kritik" in dem Fall im ursprünglichem Sinn verstehen...



*Einige Menschen haben sicher ein Problem damit, dass man in bibelwissenschaftlichen Arbeiten keine Berichte über Gotteserfahrungen des Autors liest...kann man auch positiv sehen...wenn man persönliche Gotteserfahrungen als einzigen Maßstab nimmt, kann es sehr exklusiv werden und man läuft Gefahr, dass man selber Gott spielt...

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 16:48
Danke für diese sachliche, unaufgeregte und sachdienliche Aufklärung.
 
Sherezade 20.01.2026 17:55
Finde es erschreckend, wie hier Menschen  abgewertet werden...
Genauso erschreckend ist, dass Antijudaismus gesellschaftsfähig ist...
Diese sehe ich bei Abwertungen von Menschen, die z.B. den Sabbat halten..
Damit es klar ist ...Sabbat ist nicht das Thema...es geht um den Gebrauch von stereoypen  Abwertungen, die den Odeur des Antijudaismus tragen...
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 18:08
Also, die Zeugen Jehovas und ihre Ableger empfinden sich z.B. als äußerst bibeltreu . Nur Jesus Christus selbst kennen sie halt nicht .
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 18:20
Dass der Antijudaismus so gesellschaftsfähig ist, hat doch seine  tiefgreifenden und verfestigten Wurzeln in der Substitutionstheologie, die noch immer nicht ganz ausgemerzt ist. 

Die Abwertung von Menschen geht gar nicht - besonders nicht mit frommen Sprüchen.
 
Sherezade 20.01.2026 19:00
Deshalb habe ich gerade noch mal einen Blog hochgeholt und ergänzt...
 
Komfortzone 20.01.2026 19:00
Genauso schlimm finde ich es, wenn Frömmigkeit bewusst missinterpretiert und pauschaliert wird, nur um sein eigenes verkommenes Weltbild zu rechtfertigen.

Dabei waren Pharisäer genauso fromm, wie Petrus und z.b. Timotheus. Er wurde dazu ermahnt. Fromm heißt lediglich religiös.
 
Sherezade 20.01.2026 19:10
@VonOben,
ich teile die Ansichten der ZJ nicht... jedoch ist es  überheblich anderen Menschen persönliche Gotteserfahrungen abzusprechen...

Dann noch mal Tholuck und Herzenglaube der Erweckungsbewegung... ein Vorbild für den Umgang mit Menschen..

"Evangelische Christen, indem ihr zu diesem Glauben euch bekennt, sprecht ihr eure Einheit aus mit allen Gemeinden Jesu Christi, die unter dem Himmel sind. Wir beklagen es, daß die Eine christliche Kirche in viele christliche Kirchen sich zerspalten hat, aber kraft dieses apostolischen Glaubensbekenntnisses dürfen wir sagen: es sind doch nicht verschiedene Gebäude, sondern nur verschiedene Zimmerabtheilungen in einem und demselbigen großen Gebäude, dessen Eckstein Christus ist. Ich sage, kraft dieses Glaubensbekenntnisses sprechen wir dieses aus; denn wo jemals eine christliche Confession gewesen ist, da hat sie zu diesem Glaubensbekenntnisse sich bekannt, und was auch sonst die Verschiedenheit in Lehren und Gebräuchen seyn mag, zu dem Glaubensbekenntnisse bekennt sich die Christenheit in den katholischen Domen und in den protestantischen Pfarrkirchen, vor dem Altare der Lutheraner und auf der Kanzel der Reformirten, in den Versammlungshäusern der Methodisten und in den Bethäusern der Quäker; ja selbst diejenige protestantische Kirche, welche sich unter allen am weitesten von der Reinheit der apostolischen Lehre entfernt hat, die socianiscche, aus diesem Grunde will auch sie den christlichen Glauben bekennen. Sagt, Theure, ist es nicht unaussprechlich erhebend, daß, während so viele, viele Bande des Glaubens und der Liebe zerrissen sind, welche die Bekenner des Namens Christi zusammenhalten sollten, doch Ein Bekenntniß geblieben ist, auf das sie Alle über die Mauern und Schranken ihrer Confessionen hinweg sich die Hand reichen?..... "
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 19:19
Ich reiche sowieso jedem Menschen die Hand, aber Irrtum wird nicht Wahrheit, indem man ihm warme Windeln anzieht .
 
Sherezade 20.01.2026 19:25
@VonOben
fast vergessen... als Jesustreue und  Bibeltreue nehme ich Worte wie " Judaisier" nicht in den Mund... dies ist unbiblisch und  entspricht auch nicht den Aussagen des Herren und auch nicht den Aussagen von Paulus... ist der Antijudaismus der Kirchenväter...

 Auch hast Du in einem anderen Blog Menschen als Speikobras bezeichnet...las ich zufällig.. 
Ok... in der Bibel ist es nicht so einfach mit der Zoologie und den Tierbezeichnungen...
Aber ganz pragmatisch... es gibt  die heilsame Wirkung von Schlangen... man lese Numeri 21 ff in Verbindung mit Joh 3, 14...


Falls Du sachlich und fachlich etwas zum eigentlichen Thema beitragen kannst...also Bibelwissenschaft... gerne...
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 19:34
Dann dürfen wir also auch nicht mehr auf Schlangen und Skorpione treten . Liebe Leute, die Menschen hungern geradezu nach Jesus Christus selbst; aber wird er den Glauben an ihn selbst noch finden, wenn er kommt ?
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 19:40
Deine eigenen Worte, @Sherezade :

" Last not least... ohne Bibel als Primärquelle geht es nicht...auch wenn wir wissen, dass die Schrift  nur der Knecht ist... "

Das sind wahre Worte; aber wer versteht denn das ?
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 19:51
Lass ihn doch er hat schließlich Wahres zu verteidigen , dazu darf man durchaus Abgrenzungsbegriffe wie Schlangen,Kobras oder Sektenbengel wählen

Was soll mit Leuten auch reden die neben der Bibel Jehovazeugenbuch ,das Mormonenbuch ,oder Ellen Kack White oder andere liehen haben?

Sollen wir etwa diese Schundliteratur lesen,um diskutieren zu können??
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 19:53
7 x24 Stunden Schöpfungszeit nenne ich nicht bildungsfern sondern bekloppt hirnamputiert
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 20:02
Und judaisierende Gruppen ist überhaupt nicht antisemitisch! Denn es bezeichnet nich nicht einmal Juden sondern Menschen  ,die jüdische Gebräuche annehmen.

Judaisierer sind explizit Keine Juden .
 
Sherezade 20.01.2026 20:04
@cherub, 
unterlasse deine Fäkalsprache.
Dann stell dir eine andere Fragen ...ist Jesus so mit Menschen umgegangen? Hat er Gespräche verweigert? Hat er Menschen nicht zugehört?
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 20:04
Judaisierende Sekten ist ein historischer Begriff und legitim - UND richtet sich an Nichtjuden
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 20:18
Man kann mit Leuten nicht reden die täglich im. Armageddon und Weltungergangsstimmung leben ! Solche Irrgläubige sehen und bewerten ALLES destruktiv und toxisch Ballaballa !
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 20:19
Ein Katholik lebt in der Hoffnung und Zuversicht und guckt NIE in die Armageddonglaskugel !
 
Sherezade 20.01.2026 20:26
Nein ist es nicht! Die Worte stehen nicht in der Schrift und gehen auf den Antijudaismus der Kirchenväter/schriftsteller zurück. Wer diese Worte ohne Kontextualisierung  (akademisch = von Sitz in Leben) gebraucht ist antijudaistisch, fern der Botschaft Jesu, fern der Aussagen von Paulus, fern der Bibel und die Worte sind anschlussfähig an Antisemitismus.
Und da bin ich nicht nur bei normaler  Theologie, sondern auch bei Antisemitismusforschung.
 
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 20:38
Ein Protestant wird sicherlich durch Luther eine andere Empfindsamkeit und Betroffenheit  haben diesbezüglich  , M.L. war ja offensichtlich antisemitisch,besser gesagt antijüdisch .

Wenn ich judaisierende Sekten sage dann verstehe ich das als theologische Präzisierung und nicht als Aufruf zur Verfolgung ,ich denke genauso verwendeten duesen Begriff auch die Kirchenväter.( siehe Irenäus)
 
Sherezade 20.01.2026 21:32
@cherub,
falsch! Deine Aussage ist  fern von Wissenschaft.
Genauso ist evangelischer Glaube keine Luther- Identität . 
Nicht umsonst habe ich in meinem Blog über Ersatztheologie bedeutende römisch-katholische und evangelische Alttestamentler benannt...internationale Liga...
Sry, lern Kirchengeschichte und wate durch all das Blut und Leid, was man in 2000 Jahren im Namen des Herren verursacht hat.
Befass dich mit Antisemitismusforschung...
Wenn du dies nicht hinbekommst, dann folge zumindest dem römisch-katholischen Lehramt...das hat  der Ersatztheologie und dem Antijudaismus eine Absage erteilt.

Auch meine Gedanken in diesem Blog sind geprägt von Bibelwissenschaftlern der internationalen Liga...
 
Der Beitrag von VonOben zeigt ein  Problem, welches ich angesprochen habe...rauspicken und andere Teile ausblenden...
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 21:43
Markus Lanz 2026 hätte meinen Beitrag nicht besser kommentieren können . Nun ja, viel Erfolg dann noch ...
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 22:15
Wie Christenfeindlich waren denn die Juden - ??
hier ein Text dazu :


Jedoch gab es antichristliche Jesuslegenden, die durch die
Beschreibung des Lebens Jesu den Juden, welche von Jesus durch die Christen
erfahren hatten, auf erzählerische Weise begreiflich machen sollten, dass dieser
keinesfalls der Messias sei. Diese jüdischen Anti-Evangelien dienten der Stärkung
des Selbstbewusstseins der Juden und sollten diese davon abhalten, zum
Christentum zu konvertieren.96
In dem „Brief an die Jemeniten“ von Moses Maimonides, einem der
bedeutendsten jüdischen Religionsphilosophen, verdeutlicht dieser den Juden des
Jemen, dass Jesus seine Anhänger überzeugt hätte, dass er von Gott gesandt sei,
um Unsicherheiten der Thora zu erklären, diese aber falsch interpretiert.
Daraufhin wären seine Anhänger der falschen Annahme erlegen, dass Jesus der
von den Propheten weisgesagte Messias sei. Glücklicherweise hätten aber die
religiösen Führer des Judentums erkannt, welche Gefahr Jesus darstellte, und ihn
deshalb mit der Hilfe Gottes, bevor der von ihm vermeintlich angerichtete
Schaden zu groß wurde, eliminiert. Somit räumte Maimonides die Ermordung
Jesu ein und stand zur jüdischen Verantwortung hierfür. In diesem
Zusammenhang sprach er einen rabbinischen Fluch gegen Jesus aus.
 
Komfortzone 20.01.2026 23:05
Nein, Maimonides räumte nicht die Ermordung Jesu ein! Das Juden als Mörder Christi beschimpft wurde, ist urkatholischer Judenhass und der Sprech unzähliger nachfolgender Konzile. 

M. lehnte die pseudo-"christliche" Theologie ab und sah sie als Ursache für das Leid der Juden an. Kann man ihm auch nicht verdenken: Das antijudaistische umd unbiblische Konzil 325 n.Chr. proklamierte die Trennung des Christentum vom Judentum, auch wenn Judentum und Christentum zusamnengehören. Nach Nicäa forderten Bischöfe jüdische Christen auf, ihre jüdische Namen abzulegen und christliche Namen anzunehmen. Wie christenfeindlich waren denn sogenannte Katholiken? Das Gift des Konzils von Nicaä gehört daher dem Antichristen, der in der katholischen Kirche eine erste Heimat fand.
 
(Nutzer gelöscht) 20.01.2026 23:41
Johannes (um 100 n. Chr.), der vierte Evangelist, ist in seiner Darstellung am
stärksten antijüdisch eingestellt und laut Heer damit am weitesten vom
historischen Jesus entfernt.56 Nach Gerlach baut Johannes sogar „eine
Choreographie der Feindschaft – nicht mehr nur der Gegnerschaft – zwischen den
Juden und den Anhängern Jesu auf“57, indem er Jesus Folgendes sagen lässt:

„Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der
ist ein Mörder von Anfang und steht nicht in der Wahrheit […] der Vater der
Lüge.“ (Joh. 8,44f.)58
Hier lässt sich der Ursprung für die Betrachtung der Juden als Gefolgschaft des
Antichristen erkennen.


Cherub
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 00:04
Historiker betonen, dass alle die Juden scheinbar pauschal verurteilenden NT-Aussagen von Urchristen jüdischer Herkunft stammen, die sich weiter als Teil des Judentums sahen und ihre Konflikte mit anderen jüdischen Gruppen beim Abfassen der Evangelien in die Zeit Jesu zurückverlegten. Solche Aussagen gelten daher als innerjüdische Polemik im Trennungsprozess beider Religionen, nicht als Ausdruck eines allgemeinen Judenhasses.
 
Donaukiesel 21.01.2026 05:16
Danke für fiesen Blog liebe Sherezade. 
Aber ich nenne mich Bibeltreuen Christen, Versuch es jedenfalls😁, lehne aber Wissenschaft überhaupt nicht ab. Auf der Mehr Konferenz hatten wir einen Stand und nebenan war ein Christlicher Wissenschaftler, der auch einige Bücher, die z.B. Das Alter der Menschheit usw. geschrieben hat. Wir hatten höchst interessante Gespräche. Die Bibel und die Wissenschaft gehören zusammen. Er hat auch gesagt, dass immer mehr Wissenschaftler an Gott glauben, je mehr sie forschen. Hab mir das Buch, dass ich oben erwähnte gekauft
 
Komfortzone 21.01.2026 07:50
Cherub, die x-te. 

Und was haben die Pharisäer mit dem von dir angesprochenen Maimonides zu tun? Gar nichts.  Er wird als eine der wichtigsten Säulen der Orthodoxie gesehen. Wenn du jetzt nicht dement bist, erkennst du außerdem, das über 1100 Jahre dazwischen liegen.
 
Ben78 21.01.2026 08:25
(Zitat) "Die Bibel ist nicht nur Schriftgrundlage, sondern sie ist eben auch der inhaltliche Maßstab ihrer eigenen Auslegung...[..] erforderlich wäre also eine theologisch/biblisch  fundierte Begründung des Umgangs mit der Schrift und der Schriftkritik (positiv konnotiert)"

Ich weiß, das ist meine ewige Schallplatte: Aber aufgrund der Tatsache von inzwischen fast 50.000 christlichen Richtungen weltweit, die die Bibel als Maßstab für ihre eigene Auslegung verwenden, möchte ich widersprechen.

Du Juden, es war ihre Schrift, ihre Sprache, ihr Gott, Rabbiner waren Profis, was Auslegung ihrer eigenen Schrift angeht.

Doch warum haben Sie ihren eigenen Gott in Jesus dann nicht erkannt als er vor ihnen stand?

Warum war Jesus der Einzige, der wusste, was in der Schrift wie zu verstehen ist?

Antwort: Weil er den Vater innig, in und auswendig kannte. Mehr noch war ER (Jesus) selbst es, von dem die Schrift spricht. ER war (IST) selbst der Ursprung all dessen, warum Juden bis heute an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs glauben. 

Außerdem spricht die Bibel an vielen Stellen von Dimensionen, die für einen natürlichen Menschen nicht vorstellbar sind, mehr noch, die in totaler Feindschaft mit dem Verstand des natürlichen Menschen stehen, der eben mit diesem Gott verfeindetem Fleisch seiner selbst die Bibel auslegen möchte. Die Juden konnten es nicht. Christen können es ebenso wenig. Sie haben nur mehr Informationen.

Und Christen - also die Christen, von denen Jesus spricht - die auch mit dessen Heiligem Geist als Lehrmeister und Aufschlüssler und Offenbarer verborgener göttlicher Geheimnisse ausgestattet sind, die können da, wo der Herr es will, die Schrift so verstehen wie der Herr es will.

Alle anderen sind Blindgeborene, die nie Licht und Farben gesehen haben, die nie gestaunt haben über die Schönheit, der für sie verborgenen und dennoch für Sehende sichtbaren Welt, die doch versuchen sich gegenseitig über etwas zu belehren, wovon sie trotz Studium doch keine Ahnung haben. Auch Sehende können Blinden nicht erklären oder begreifbar machen, was Licht und Farben ist. Falls jemand widerspricht, erkläre er einem Blinden die Farbe "grün" und "rot". Es ist unmöglich! Erst wenn der Blinde selbst gesehen hat, wir er wissen, wovon ein Sehender spricht. Bis dahin ist er ein Tor, wenn er glaubt, etwas über das Sichtbare zu wissen.

Bei Gott, dem bereits unter uns befindlichem und doch verborgenem Reich Gottes ist es genauso. Und man kann das Reich Gottes sehen und darin leben!

Doch erkläre das mal Christen, die glauben, sehen zu können, und doch blind sind.

Das klingt hart, aber es ist tatsächlich so. Denn das Geschenk des Evangeliums bringt auch alles an einem persönlichen Herrn Jesus und seinen Offenbarungen, Prophetien, Wundern, Heilungen, Totenauferstehungen mit, wie man es ab der Apostelgeschichte lesen kann.

Offb 3,17 
Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.

Ich kann das nur schreiben, nicht weil ich ein toller Christ wäre (ich bin genau das Gegenteil!!), sondern ich kann das schreiben, weil...

Joh 3,11 
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.

Wer gesehen hätte, was ich gesehen hab, der wüsste, das JEDES Wort dieses Kommentars die Wahrheit ist.

1Kor 2,14 
Der natürliche Mensch (damit auch sein Verstand, Denken usw) aber nimmt nicht an (und vernimmt nichts davon), was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. (geistlich bedeutet hier nicht Verstand, Denkvermögen, Intelligenz usw.) (Wie Augen Licht und Farben sehen, Ohren Schall vernehmen, so ist der beim natürlichen Menschen tote Geist (wie Augen bei einem Blinden tot sind) nicht in der Lage, das zu erkennen, wovon Jesus / Gott spricht. Es ist eine Realität mitten unter uns, die wir nur mit einem von Gott lebendig gemachten Geist sehen können.

Das ist nicht etwas, was bei sich selbst ein- und abschalten kann, wie man es möchte, sondern es ist etwas, womit wir Gott richtig wahrnehmen können, womit auch sein direktes Reden zu uns vernehmen können.

Ohne diesen Geist: Ergebnis: fast 50.000 christliche Richtungen, von denen jede für sich meint, die Bibel besser zu verstehen als die 49.999 anderen.

vG + Segen
 
Komfortzone 21.01.2026 08:54
"Doch warum haben Sie ihren eigenen Gott in Jesus dann nicht erkannt als er vor ihnen stand?
Warum war Jesus der Einzige, der wusste, was in der Schrift wie zu verstehen ist?" Ich vermute: Weil Gott die Herzen der Pharisäer verstocken ließ, wegen ihrem Stolz und ihrem Drang nach Machterhalt. Außerdem hatten sie Angst vor Kontrollverlust. Pharisäer hatten eine andere Vorstellung von Frömmigkeit, die Jesus Christus gesprengt hat. Bibelstellen kann ich nachreichen. 

Dir auch Gottes Segen.
 
Nemrac73 21.01.2026 10:15
DonaukieselHeute, 05:16

War das Dr. Markus Blietz

Von ihm habe ich mal Vorträge gehört und einige DVDs zuhause. Sehr interessant.
 
Donaukiesel 21.01.2026 10:27
Nemrac, von dem ich das Buch habe ist Michael Brandt. Der andere war ein Holländer, vergaß wie er heißt.
 
Donaukiesel 21.01.2026 10:30
 
Donaukiesel 21.01.2026 10:39
Der andere hieß Dr. Peter Borger...der Holländer, er ist auch Christ.
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 10:40
@Sperrzone

Und wenn du nur etwas Hirn hättest könntest du wenigstens dement werden 😂😂😂

Die Feindschaft der Juden gegen die Christen bestand schon in den Evangelien und Johannes der 4 Evangelist gibt dieses Zeitgeschehen vor dem 100 Jdt.nach Chr.wieder.

Es ist vielmehr so ,daß ZUERST die Feindschaft von den Juden ausging.

Chb.
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 10:54
Bibeltreu und fromm und die Bildung ...

Das ist ein ganz spannendes Thema. Danke für das Einstellen des Blogs hier.

Die Menschen die man als bibeltreu und fromm bezeichnet, das ist und war das genaue Gegenteil von dem was manche Teilnehmer hier meinen:

Für diese Teilnehmer hier sind fromme Menschen verbohrt und einfach nur in ihren Augen dumm. Man bekommt es offen oder auch durch die Blume gesagt. Die Schimpfworte wiederhole ich nicht, aber es kann schon weh tun, wenn man auch nicht beteiligt ist. 

Ich frage mich: Was treibt sie dazu? Ist es wirklich so, dass der eigene Standpunkt, der eigene Glaube so dünn ist, dass man so in Abwertung und Angriff gehen muss und einen anderen auf der persönlichen Ebene als dumm, nichtwissend und anderen bösen Ausdrücken beschimpfen muss?

Die Menschen die ich kenne und man gemeinhin als fromm und bibeltreu bezeichnet waren das genau Gegenteil:

Sie haben in der Schulzeit fleißig gelernt, meist gute Noten und hatten sich angestrengt. In der Gemeinde auch Verantwortung übernommen, später Ehrenämter in verschiedensten Bereichen übernommen. Sie waren verlässlich und hilfsbereit und haben ihren Kindern Werte mitgegeben.
Von der Herzlichkeit mit der sie mir oft in Jugendtagen und auch heute noch im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Arme greifen", gegriffen haben, fange ich gar nicht erst an. 
Das ist etwas völlig anderes als hier von einigen Leuten die meinen sie müssten mit ihren Blogs, egal zu welchem Thema, gerade bibeltreue und fromme Leute in die Pfanne hauen. 

Und noch ganz allgemein: Gerade weil Menschen bibeltreu und fromm sind können sie nicht so sein wie die Welt nun mal ist, da eckt man automatisch an, das lässt sich nicht vermeiden. 

Solange Glaube in Jesus Christus verankert ist, hat mein einen Radius, WEIL man verankert ist und man kann andere stehen lassen und braucht sie nicht als fromm und biblisch und ... betiteln.
Und fromme Leute gibt es in allen Kirchen und Gemeinden und ich glaube das hat Gott auch so gewollt, denn nur dann wird auch Evangelium gelegt und verkommt nicht zu einer starren, formellen Zusammenkunft. Dafür bin ich dankbar.
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 10:55
Danke auch an alle Teilnehmer für die Videos und die Buchhinweise bzw. auch links. Ich freue mich, dass sie geteilt werden und man so profitiert.
 
Sherezade 21.01.2026 11:12
Das Thema des Blogs sind Bibelwissenschaft, Vorurteile, Abwertungen und Gespräch mit dem Gegenüber...
Hab gerade nicht viel Zeit... nehme jedoch noch mal zu dem Beitrag von cherub von 0.04h Stellung...gerade weil es ein innerjüdischer Konflikt war ( da ist man beim Sitz im Leben),  ist der Gebrauch des Wort "Judaisier" ( steht nicht in der Bibel) in der heutigen Zeit ohne Kontext schlicht Antijudiasmus.
Die Aussagen über Maimonides kann man so nicht stehen lassen... Komfortzone hat ja schon darauf reagiert...
Zu VonOben kann ich nur eine Sache festhalten... entweder er ist nicht gewillt oder nicht in der Lage sachbezogen auf Themen einzugehen.

Über den Beitrag von Ben sinne ich ein bisserl...muss man es wirklich nur negativ sehen ?  Sicher gibt es auch Gemeinden, wo man besser einen Abgang machen sollte... würde dies jedoch nicht verallgemeinern.

Nur gerade 5 Cents..
Richtig, es gibt viele Denominationen... aber wie unterschiedlich sind sie wirklich? Oftmals sind sie Gemeinden national und international vernetzt und im gegenseitigen Austausch...
Da ist man nun bei Bibel und Wissenschaft und antikes Christentum... es gab Gemeinden die wurden von den Aposteln gegründet, es gab Gemeinden die wurden durch Apostelschüler gegründet und es gab Gemeinden die sich so gebildet haben...einfach Erleben und Begegnung mit dem Auferweckten...die frühen Gemeinden war auch schon untereinander vernetzt... gab es Diskurs in einer Gemeinde hat man bei der Nachbargemeinde nachgefragt..

Zum Nachdenken...
Und einfach Bibel... da steht man vor den Konflikten zwischen Paulus, Petrus, Jakobus und Barnabas...man denke z.B. an die unterschiedlichen Schilderungen über die Ergebnisse im Apostelkonvent...und sie haben alle den Auferweckten erlebt ...
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 11:25
Da muss ich Sherezade einfach Recht geben. Die unterschiedlichen Gemeinden haben doch zu einem großen Anteil die Basics des Glaubens und die Errettung durch Jesus Christus  zum Inhalt.

Und die Erkenntnisse und Glaubenserfahrungen sind nun einmal unterschiedlich.
Nur weil nicht jeder eine krasse Erfahrung mit Jesus gehabt hat, kann man ihm die Nachfolge nicht absprechen.
Schließlich ergibt sich aus den Sendschreiben an die sieben Gemeinden, dass es verschiedene Richtungen gibt.
 
Lapis 21.01.2026 11:30
Ben78 um 8:25 Uhr, die Feststellung, dass es soviele Richtungen gibt, ist natürlich richtig, aber die Schlussfolgerung daraus berücksichtigt m. M. n. zu wenig die damalige Zeit, in ein bestimmter Mangel in anderen Gemeinschaften empfunden wurde o. a. Ich sehe diese Tatsache nicht nur negativ.

Wir schauen mit unserer heutigen Perspektive darauf. Jesus wusste damals schon, dass das einmal das Problem seiner Nachfolger sein wird, daher die Bitte im Hohenpriesterlichen Gebet.
 
Lapis 21.01.2026 11:31
....die damalige Zeit, in der ein bestimmter....
 
Komfortzone 21.01.2026 13:20
Cherub, die komische Erzposaune 

Wie schon erwähnt, aber von dir starrsinnig versucht zu widerlegen, wird an keiner Stelle der Bibel pauschal von Feindseligkeiten von Juden gegenüber Jesus Christus berichtet. 

Im Gegenteil: 
Paulus reagierte verängstigt in Apg auf Jesus Christus. 
Einige Pharisäer suchten sogar die Nähe zu Jesus Christus, verteidigten ihn sogar. 

Und Jesus hatte stets das Verhalten einzelner Pharisäer im Fokus, nie dessen Person oder alle insgesamt. Ganz im Gegensatz zu dir. Du möchtest hier eine Feindschaft hineininterpretieren, damit du dein verkürztes Weltbild rechtfertigen kannst. Das wird dir niemals gelingen! 😎️
 
Komfortzone 21.01.2026 13:48
Herbstprince um 11:25

"Die unterschiedlichen Gemeinden haben doch zu einem großen Anteil die Basics des Glaubens und die Errettung durch Jesus Christus  zum Inhalt." Welche Gemeinde hat deiner Meinung nach nicht Jesus Christus zum Inhalt? 

"Und die Erkenntnisse und Glaubenserfahrungen sind nun einmal unterschiedlich." Wie meinst du das im Kontext der unterschiedlichen Gemeinden? Findest du die Unterschiede gut? 

"Nur weil nicht jeder eine krasse Erfahrung mit Jesus gehabt hat, kann man ihm die Nachfolge nicht absprechen." Um Gotteserfahrungen kann man ja bitten.
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 14:17
@Komfortzone 
Selbst versuche ich immer, teologischen Streitpunkten aus dem Weg zu gehen. Wenn ich selbst Blogs mache, sollen es in erster Linie kleine Impulse für eine ernsthafte Nachfolge sein, unabhängig von Denominationen.
Wenn @Ben78 die viele Splittergruppen anführt, ist das für mich kein Anzeichen für totale Spaltungen, sondern dass gewisse Gemeinderichtungen unterschiedliche Schwerpukte haben und das alte verstaubte, verknöcherte Denken belebt werden sollte.  

In der Offenbarung sind für mich die Send -Schreiben ab Thyatira spannend, da man klar erkennen kann, welche Gemeinden damit gelobt ud getadelt werden.
Thyatira-   versinnbildlicht die katholische Kirche
Sardes-   steht für die protestantische/ evangelische Kirche
Philadelphia-  für die Bibeltreuen Brüdergemeinden
Laodizea-  steht für die Pfingstler, Charismatiker, Freikirchen. 

Also muss es von Jesus vorhergesehene und akzeptierte verschiedene Kirchen/ Gemeinden  geben, die eben auch Lob und Tadel bekommen. 

Eine Begegnung mit Jesus muss es geben, wenn man die Wiedergeburt erlebt - Aber sie muss nicht so krass ablaufen, wie bei Paulus oder einigen Menschen, deren Bekehrung sensationell aufregend gewesen ist.  
Wenn man sich daran orientieren würde und denkt, man selbst ist "nicht richtig", halte ich das für problematisch.
Gott handelt mit jedem Menschen, den er ruft, individuell.
 
Annres 21.01.2026 14:32
Zitat Komfortzone: "Wie schon erwähnt.. wird an keiner Stelle der Bibel pauschal von Feindseligkeiten von Juden gegenüber Jesus Christus berichtet."

"Pauschal" nicht, das ist richtig, aber vielleicht solltest du mal Peter Schäfers „Das Johannesevangelium: Die Juden als Söhne der Finsternis“ lesen.
 
Annres 21.01.2026 14:58
Wir sollten mal auseinanderklabüstern, warum eigentlich "Israel", "Juda" und "Juden" immer gleichgesetzt wird, obwohl Juda gegen Israel Krieg geführt hat und die rabbinischen Juden nichts mehr mit den Israeliten unter Aaron zu tun hatten.

Wir könnten da dann gleich zu Offenbarung 2,9 und 3,9 kommen und die i. d. Z. wichtige Frage stellen, wer denn da mit diesen falschen Juden gemeint ist, "die behaupten, sie seien Juden und sind es nicht".

Das wäre doch bei diesem Thema eine wichtige Frage, oder?
 
Sherezade 21.01.2026 15:22
Schäfer ist anerkannter Wissenschaftler...man muss seine Arbeiten nicht nur lesen, sondern verstehen und eben noch mehr gelesen haben...
Der Blog hat jedoch ein anderes Thema...
Da bin ich jetzt eindeutig.

Die Abwertung von Menschen, die Begriffe "bibeltreu" und "fromm" prinzipiell negativ werten, anderen Menschen Gotteserfahrung abzusprechen,  zu keinem Diskurs bereit und dann noch Beleidigungen raushauen. Dazu die Annahme, dass Evangelikale Hochschulen nicht mit den Methoden der Bibelwissenschaft arbeiten..genau dies möchte ich so nicht stehen lassen...


Dass ich Antijudaismus und Antisemitismus abscheulich finde, ist in dem Blog nur nicht das Thema....auch wenn es wichtig ist..
 
Komfortzone 21.01.2026 15:43
Herbstprince  
"Wenn @Ben78 die viele Splittergruppen anführt, ist das für mich kein Anzeichen für totale Spaltungen, sondern dass gewisse Gemeinderichtungen unterschiedliche Schwerpukte haben und das alte verstaubte, verknöcherte Denken belebt werden sollte."

...die Unterschiede sind dann bei wohl allen Glaubensrichtungen leider so stark geworden, dass es zur Spaltung kam. Gottes Wille war das nicht. Aber er hat es zugelassen..

"In der Offenbarung sind für mich die Send -Schreiben ab Thyatira spannend, da man klar erkennen kann, welche Gemeinden damit gelobt ud getadelt werden.
Thyatira-   versinnbildlicht die katholische Kirche
Sardes-   steht für die protestantische/ evangelische Kirche
Philadelphia-  für die Bibeltreuen Brüdergemeinden
Laodizea-  steht für die Pfingstler, Charismatiker, Freikirchen. "

Ja, die Sendschreiben finde ich tatsächlich auch sehr spannend-an die Empfänger der christlichen Gemeinden aus einer jüdisch-messianischen Perspektive. Habe darüberhinaus auch schon andere Auslegungen gelesen und gehört, nämlich das sie Sinnbilder sind für die geistlichen Haltungen der verschiedenen Glaubensrichtungen, so dass man einer Glaubensrichtung nicht einem Sendschreiben zuordnen kann. Jedes Sendschreiben gilt m.M. für alle Glaubensrichtungen. 
 
Sherezade 21.01.2026 15:53
und janinaj hat es sehr schön auf den Punkt gebracht...

In meinem Eingangspost schrieb ich ja etwas über die Schattenseiten der Theologie und das Ausblenden... genau dieser Gedanke stammt von einem Theologen  der strange historisch-kritisch unterwegs ist...er hat es noch drastischer formuliert...die konsequente Relativierung biblischer Texte als nur zeitbedingt, kommt einen Todesurteil für die Eigenaussagen der Texte gleich...
 
Komfortzone 21.01.2026 15:58
"Peter Schäfers „Das Johannesevangelium: Die Juden als Söhne der Finsternis“ lesen." Ja, wenn ich mal Zeit hab bei den zig anderen Büchern.

So wie ich Offb. 2,9 und 3,9 verstehe, ist damit eine Phase der Christenverfolgung in Israel gemeint durch jene, die nicht an Jesus glauben wollen. Liegt also noch vor uns. Vermutlich ist das die Zeit des Antichristen in Israel. Bedeutet also, wir sollen uns dennoch nicht über Israel erheben. 

Die Zeit der Kriege Judas gegen Israel und umgekehrt, waren auch die Zeiten, in denen die Könige reihenweise das taten, was dem Herrn missfiel: Frauen aus fremden Völkern genommen, Götzendienst usw. Nachzulesen meine ich hauptsächlich in den Königen.
 
Annres 21.01.2026 17:36
"eine Phase der Christenverfolgung in Israel.. durch jene, die nicht an Jesus glauben wollen."

Genau das findet jetzt gerade statt, die Patriarchen von Jerusalem haben in diesem Monat eine Erklärung zu diesem Problem veröffentlicht ->

jerusalemer-patriarchen-warnen-vor-dem-christlichen-zionismus-und-seiner-politischen-agenda-im-heiligen-land

Die Patriarchen und Kirchenführer in Jerusalem veröffentlichten eine Erklärung (17. Januar 2026), in der sie lokale Initiativen, die mit „schädlichen Ideologien“ wie dem christlichen Zionismus assoziiert sind, anprangern, da sie „die Öffentlichkeit täuschen“, Verwirrung säen und die Einheit der Herde schädigen. Die Unterzeichner warnen zudem vor einer möglichen politischen Instrumentalisierung, die die christliche Präsenz im Heiligen Land und im gesamten Nahen Osten gefährden könnte.
 
Sherezade 21.01.2026 17:50
Wie wäre es mal mit dem eigentlichen Thema? Ich lösche selten und blockiere nicht... aber etwas mehr Bezogenheit zum Thema hätte was...
 
Annres 21.01.2026 17:54
Sorry, aber da sowohl hier als auch in deinem anderen Blog öfter das Schlagwort "Antijudaismus" auftaucht (in diesem Blog zuerst von dir gestern um 17:55), überschneidet sich das eben teilweise.
 
Sherezade 21.01.2026 17:57
Hab ja ( für manche Ohren sicher provokant)  die Ausblendung von Gericht und Hölle als Beispiel genannt...
Wie wäre es mal mit einer Analyse ? So brav akademisch...wie geht man da in  seriöser Bibelwissenschaft vor ?
Gibt ja Menschen, die damit ein Problem haben...
 
Annres 21.01.2026 18:04
Deine brav akademische Analyse von Offenbarung 2,9 und 3,9 darfst Du gerne im Blog "die Bibel Israels" darlegen, weil diese Verse für die Beurteilung eines propagierten "Antijudaismus" doch wichtig sind, oder?
 
Sherezade 21.01.2026 18:22
Langsam reicht es:
Synode Weißenensee 1950:
Anerkennung der Schuld und Absage an Ersatztheologie

Synodalbeschlusss der Evangelischen Kirche des Rheinlandes von 1980:

"Einsicht, dass die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind."

EKD von2000:
",dass Gott sich selbst unauflöslich an das jüdische Volk gebunden hat, Bund und Land aber zusammengehören. Auch wo ausdrücklich das verheißene Heil für die ganze Welt in den Blick genommen ist, hält die Bibel an der Besonderheit der Erwählung Israels fest."


Dazu die Barmer Erklärung und die Israeltheologie von Barth... wenn man früher in die Geschichte schaut... Neander... Anfang des 19 jhd... erkennen, dass Israel eben nicht verworfen wurde...

In der Reformation... Heinrich Bullinger fand den Antijudaismus und die Schriften von Luther schmutzig...

Offenbarung ? Da kann ich eine lange Liste der unterschiedlichen Rezeption liefern... auch in der Jetztzeit gibt es massenhaft Auslegungen... ich selber finde die Dissertation von Toth lesenswert...und noch ein paar andere Exegesen...
 
Sherezade 21.01.2026 18:34
Lesetipp:
https://www.mohrsiebeck.com/buch/der-juedische-messias-jesus-und-sein-juedischer-apostel-paulus-9783161538728/
Fuck, einige Autoren hängen in evangelikalen Hochschulen rum und es passt doch glatt in die internationale Forschung zum Thema...
 
Sherezade 21.01.2026 18:38
Und wenn man so gar nix mit Wissenschaft zu tun haben will... ich mag Tholuck...

"Bruder, wie steht es mit deinem Herzen?"
 
Annres 21.01.2026 19:02
Hier kann man reinlesen in "Der jüdische messias Jesus und sein jüdischer Apostel Paulus". Die Seiten ganz unten sind interessant, leider nicht kopier- und zitierbar, aber das nennst du Wissenschaft? 🫢

https://api.pageplace.de/preview/DT0400.9783161538735_A28632142/preview-9783161538735_A28632142.pdf

Kein Wunder, dass du nie was erklären, sondern immer nur auf "Literatur" verweisen kannst, weil gescheiter wird man durch das lesen von so nem Quatsch bestimmt nicht...
 
Sherezade 21.01.2026 20:09
Der Link ist gut.Gibt einen Eindruck! 
Der Rest von Annres ist leider daneben...  einfach das CV der Autoren anschauen...wenn man die alten Sprache kann, kann man es nachvollziehen... und ich weise bewusst auf Literatur hin... da bin ich in der Tradition aller Reformatoren...Bildung!
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 20:23
Analyse zum Wort " Juda " 

Judaisierende .. bezieht sich auf die Epoche zur Zeit des Stammes Juda , das ist ein antiker  Vorläufer zum heute geläufigen  Wort Jude / Judentum .

Judaisierende Sekten / Gruppen bezieht sich auf nicht Juden die Bräuche des damaligen Juda Stammes übernehmen, wie Sabbatkult ,Speisevorschriften und Feiertage .

Judaisierende ist nicht identisch mit jüdische .

Juda , bezieht sich auf die Gesetzesvorschriften des semitischen Stammes Juda vor Christus !

cherub
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 20:27
@Speerzone 13:20 Uhr 

Besser eine koSmische Erzposaune 
  
 als ein komfortzonen Darmflöter
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 20:27
Sperrrrrrrrzone.....! 👆
 
Sherezade 21.01.2026 20:36
Wer zudem an antiken Christentum  und Alter Kirche Interesse hat, der Marschies und Schnelle im Regal..Jens Schröter hat man auch...und noch viel mehr...
Und nun reicht es wirklich... bin kurz vor einem Dieter Nuhr Zitat...

Die gleiche Berechtigung haben die klasse Blogs von Herbsprince...und Wilhelm Busch...er war in der Bekennenden Kirche...genau wie ein   Bonhoeffer...und selbst ein Bultmannn...da wäre man den beim Diskurs.. Bonhoeffer und Barth gegen Bultmann ...Glaubenszeugnisse, Predigt und Wissenschaft  gehören zusammen...auch der Diskurs...
 
Sherezade 21.01.2026 20:51
@cherub,
meine Ansage gilt auch für dich.

Sperrzone passt! Ich hab es satt...all die polemischen und beleidigenden Aussagen... fern von Sachlichkeit...
 
Sherezade 21.01.2026 21:03
Noch ein Zitat von einem meiner Ahnen...

"Wie viele gefall’n sich in eigenen Wegen! die sie doch nicht fördern zum bleibenden Segen! sie sind mit sich selbsten in allem zufrieden, und bleiben vom Glauben und Gnade geschieden. "
 
(Nutzer gelöscht) 21.01.2026 21:19
Ein Zitat von meinen Urahnen:


Auf meinen Segensweg wirst du Dumme nie gelangen
denn der Dumme bleibt auf seinem Irrwege gefangen !
Ein Königskind bin ich gescheit und voller 
Würde
Nur der Dumme läuft gebückt mit schwerer Bürde 
Gott und Glaube wird mir ewig bleiben
drum werden sich unsere Wege ganz sicher 

scheiden !😄

cherub
 
Komfortzone 21.01.2026 21:27
Jo Cherub, deine Schallplatte hängt mal wieder. 😁
 
Komfortzone 21.01.2026 21:29
Erfinderisch im Bösen bist du ja, was man getrost bei dir lassen kann. 😊
 
Sherezade 27.01.2026 18:46
Das Thema liegt mir sehr am Herzen.. auch die Beiträge und Nachrichten... leider, hab ich noch  drei extrem lange Arbeitstage vor mir und hab auch lange Arbeitstage hinter mir... kann also dem Thema nicht gerecht werden... am WE  habe ich die Zeit...
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