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Liebst Du Dich selbst?

Liebst Du Dich selbst?
Matthäus 22:36-40 Hfa
»Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?« 
Jesus antwortete ihm: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.«

Ich habe lange über dieses Wort nachgedacht. Wisst ihr, andere zu lieben, fällt vermeintlich leicht. Jedenfalls solange sie uns sympathisch sind. Schwieriger wird es, wenn sie uns verletzen oder wir sie einfach "nicht riechen" können. 
Doch selbst das bekommt man hin. "Alle Menschen sind meine Geschwister." 
Doch was ist mit dem Endgegner. Was ist mit uns selbst? 
Wie ich eingangs schrieb, habe ich lange darüber nachgedacht. Und ich stellte fest, dass Jesus das tiefgründiger formulierte als ich es zuerst sah. 

... wie Dich selbst 

Kann ich mich lieben? Mit meinen Fehlern? Meinen Schwächen? Meinen teils nervigen Macken? 
Mich? Ich habe viel Leid über meine Familie gebracht. Ich habe die Tränen meiner Kinder gesehen! Die Wut! Die Verzweiflung! Ich habe gesehen, wie sie abstürzten und mir entglitten. Ich sah die Angst in ihren Augen und werde noch heute mit ihrem Schmerz konfrontiert. Sie verstehen nicht, weshalb sie an manchen Stellen leiden. Noch nicht mal, wenn man es ihnen sagt. 
Kann ich jemanden leiden... mögen... lieben, der sowas zu verantworten hat? 
"NEIN" möchte ich rufen, schreien. 
Doch dann höre ich, wie Jesus sagt "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". 
Das eine funktioniert nicht ohne das andere. 

Matthäus 7:16
Wie man einen Baum an seiner Frucht erkennt, so erkennt ihr sie an dem, was sie tun. Kann man etwa Weintrauben von Dornbüschen oder Feigen von Disteln pflücken? Natürlich nicht!

Und plötzlich ändert sich der Fokus. Es geht in erster Linie nicht um Liebe. Es geht um Vergebung! 
Kann ich mir verzeihen, darf ich mir verzeihen, möchte ich es...? 

Jesus sagt nichts ohne Grund. Ihr wisst, wie oft man vergeben soll. So oft, dass man nicht nachzählen kann, wie oft man es überhaupt bereits tat.
Jesus fordert auf, sich selbst zu vergeben (Splitter und Balken, sprich: Fang bei Dir an!). In erster Linie stellt sich für mich nicht die Frage, ob ich meinem Gegenüber verzeihen kann sondern ob ich mir selbst verzeihen kann.

Und wenn ich mir anschaue, wie ich mich gebe, habe ich vielleicht bereits den ersten Schritt getan. 
Und wenn ich den nächsten gehe, wer weiß... Vielleicht schmerzt meine Schuld irgendwann weniger. 

Doch nun zu Dir. Hast Du Dir vergeben? Kannst Du es? Möchtest Du es?
Jesus fordert Dich auf, diesen Schritt zu gehen. Bist Du dazu bereit? 

Aus eigener Erfahrung - es ist ein langer, vielleicht lebenslanger Weg. Ich weiß es nicht. Aber ich gehe ihn. Und ich suche. Jeden Tag. Wie hältst Du es?

Kommentare

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Jeshua 05.12.2025 21:20
Hallo Dschirge 👌☺️
 
dschirge 05.12.2025 21:22
Hallo Jeshua, ich bin mal wieder aufgetaucht. Der Sturm hat sich längst nicht beruhigt. Aber zumindest hat er im Moment etwas an Kraft verloren. 😉
 
Jeshua 05.12.2025 21:26
Habe erst jetzt gelesen. 
So schön von dir zu lesen. 
Küsse mal deine Engelchen
 
Jeshua 05.12.2025 21:28
Heute erst wurde ich gefragt hast du deinen schlimmsten Feind vergeben. 
Ich überlegte und sagte ja hab ich!!!
 
dschirge 05.12.2025 21:30
Das ist sehr gut! Wer auch immer es ist.
 
Katjuscha777 05.12.2025 21:34
Erinnert mich an einen Spruch, den ich sehr gut (und hilfreich) finde: jedes Mal, wenn Satan dich an deine Vergangenheit erinnert, erinnere du ihn an seine Zukunft.  Ich denk, da ist viel dran.
 
dschirge 05.12.2025 21:36
@EineWahl
Richtig. Man kann sich selbst ablehnen und andere lieben. Und Jesus sagt nicht, dass dies verkehrt ist. Er fordert uns "nur" auf, uns selbst zu lieben. Und das fällt... Mir zumindest manchmal schwer. Aber immerhin, ich kann mich mittlerweile akzeptieren. Ich denke, dass ich in Ordnung bin. Weiter geht es nicht.
Man muss auch aufpassen. Zwischen Selbstliebe und Narzissmu ist vermutlich nur ein schmaler Grat. Aber Liebe bedeutet ja auch, sich für andere aufzuopfern. Es muss, wie immer, die goldene Mitte gewahrt sein.
 
beabreyer 05.12.2025 21:40
Selbsterkenntnis Ist ein wichtiger Schritt zur Wahrheit. Du hast es richtig erkannt, wenn einem die Schuld bewusst wird darf man sie unter das Kreuz legen. Jesus Christus hat uns zugesagt, daß er sie vergibt. 
Dann sind wir davon befreit und können wieder durchatmen.
Ich für mich, bitte jeden Abend um Vergebung. Es ist so vieles, woran auch wir Christen schuldig werden und wenn es nur Gedanken sind.
Manchmal kann man auch noch manches wieder gut machen, dann sollte man das tun. 
Ich habe in der Erziehung meiner Kinder auch oft falsch gehandelt. Heute tut mir das sehr leid, aber ich denke Gott hat mir vergeben. Ich habe es unter sein Kreuz gebracht.
Ja, wir haben da viel zu tun . Und wenn wir  im Dialog mit Gott bleiben, führt er uns und gibt die nötige Erkenntnis.
Alles Gute für dich und deine Kinder.🙏🙏🙏
 
(Nutzer gelöscht) 05.12.2025 21:49
Ich kenne das gut, das sich selbst nicht vergeben können. Das hat mich einmal in einem Gottesdienst erwischt. Ich habe viel Vergebung praktiziert, weil ich eben verstanden habe, dass ich mich selbst einsperre, wenn ich das nicht mache, ich hab vergeben und vergeben und vergeben, anderen, denen, die mich verletzt haben und dann sagte Jesus : Du hast dir selbst nicht vergeben. Das hat mich erschüttert, so richtig und getroffen, bis ins Mark. 

Ja, das stimmt. Da bin ich unbarmherzig, unerbittlich, das ist schwer, mit Schuld und Scham umzugehen, Vergebung auch für mich übrig zu haben. Oftmals sind wir uns selbst gegenüber härter, als Jesus es je wäre. 

Unvergebenheit uns selbst gegenüber ist auch eine Form von Stolz. 
Jesus hat auch diese Schuld auf sich genommen und ER hat uns längst vergeben. Wenn wir das nicht tun, dann achten wir IHN nicht. 

Im Moment ist ein Satz für mich sehr wichtig: 

Prüfe, und das Gute behalte. 

Wenn ich mich selbst prüfe, dann darf ich auch das Gute sehen,  annehmen und behalten. Das ist nämlich auch da. Und nicht nur Schuld und Verfehlung. 

Oder eine Schwester im Herrn sagte einmal: Was würdest du deiner besten Freundin sagen?

Den liebevollen, gnädigen und barmherzigen Umgang mit sich selbst kann man üben, genauso wie mit anderen Menschen. 

Also, vergiss dich selbst nicht. 
Und wenn du das nicht kannst, dann frag Jesus und den Heiligen Geist nach Hilfe und Orientierung und Weisheit.
 
Harlekin2 05.12.2025 22:59
dschirge Heute, 21:19
"Liebst Du Dich selbst ?"

Guten Abend

Ein ganz wichtiges Thema, finde ich.
Habe dazu hier auch schonmal Zeugnis gegeben.
Wer es lesen möchte: 👉  hier klicken

Sich selbst anzunehmen/akzeptieren wie man ist,
gehört für mich zur Selbstliebe unbedingt dazu.
Das bedeutet ja nicht,
dass ich alles an mir und meinem Verhalten toll finden muß,
und/oder mich nie mehr ändere.
Nein, das bedeutet es nicht.
Aber es kann m.E. eine wesentlich Voraussetzung zur Veränderung schaffen.
Wenn ich meine Schwächen und Fehler leugne/verdränge,
kann ich sie Jesus gar nicht "hinhalten/geben", damit Er sie wandelt.
Wie soll ich Ihm etwas geben, das quasi gar nicht existiert !?
Wenn ich sie Ihm dann hinhalte und Er wandelt sie nicht sofort,
und das passiert ja des Öfteren,
bin ich herausgefordert dieses "Kreuz" anzunehmen und zu tragen,
und zwar so lange, bis das verwandelt wird,
was da am Kreuz hängt.

Mich selbst lernen anzunehmen, so wie ich tatsächlich bin,
war für mich bis heute die größte Herausforderung während meiner Jüngerschaft.
Warum ?
Weil ich glaubte vollkommen anders zu sein,
als ich es in Wirklichkeit war.
Lest mein Zeugnis, dann wird es verständlicher.

Schöne Grüße
vom Harlekin
 
Angelika1953 05.12.2025 23:23
Genau so ist es WasserundGeist. 
Wenn du nicht kannst,  
frage Jesus und der Geist der Wahrheit, wird dir helfen und Antworten. 
Den Jesus sagte, ich sende euch den Geist der Wahrheit!  
Wenn du zur Ruhe kommst, in der stille wirst du ihn hören, was er dir mitteilen möchte. 
Er lässt dir aber deinen freien Willen. 
Du kannst selbst entscheiden!  
Ob du dich entscheiden möchtest was der Geist der Wahrheit dir sagt,
oder dagegen. 
Dann musst du aber mit den Konsequenzen rechnen und die werden nicht so leicht für dich sein. 
Wenn du auf Ihn hörst, wird es dir besser gehen. Orientierung und Wahrheit, Weisheit wird dir geben werden. 
Denn es ist die Botschaft Gottes und du entscheidest dich dafür auf Jesus zu hören. 
Vergesse aber niemals dich dafür zu bedanken.
 
Angelika1953 05.12.2025 23:30
Auch möchte ich Harlekin zustimmen.
 
dschirge 05.12.2025 23:54
Ich finde es schön, dass sich hier ausgetauscht wird.
Und wie es WasserundGeist mit Paulus so schön ausdrückt: "Prüfe, und das Gute behalte." 
Es ist auch so, EineWahl, dass ich das nicht negativ aufgefasst habe, was Angelika schrieb. Im Grunde haben wir jeden Tag die Wahl, uns dafür zu entscheiden, auf Jesus zu hören und seine Worte anzunehmen, oder nicht.
Jeden Tag bietet er uns die Chance, ihn neu (und hoffentlich besser) kennenzulernen.

Und ja, ich trage meine Wunden mit mir, aber das sollte heute noch nicht mal das Thema sein sondern eher die Frage, wie man mit seinen eigenen Fehlern, der Selbstannahme und Vergebung umgeht. 
Etwas, mit dem ich weiterhin zu kämpfen habe und es vermutlich noch ziemlich lange tun werde.

Ich danke euch allen für eure Rückmeldungen!
 
dschirge 05.12.2025 23:57
@Harlekin2 Ich danke Dir für Deinen Beitrag. Ich habe mir Dein Zeugnis durchgelesen, vielen Dank dafür! Ich glaube, wir alle haben früher oder später den erschütternden Moment der Wahrheit. Oder zumindest ich kenne das Gefühl, wenn man  feststellt, dass man blind für die eigenen Fehler war.
Wie heilsam ist es, wenn man geerdet wird und die Augen öffnet.
 
Angelika1953 06.12.2025 00:17
Eine Wahl, 
Entschuldigung wenn ich jetzt dich darauf aufmerksam mache. 
Bei meinen Kommentaren die ich in den letzten Tagen schreibe. 
Hast du immer edwas auszusetzen. 
Ich bin eben nicht so perfekt wie du!
Okay ich habe es vielleicht in Worden nicht richtig vormontiert. 
Sagte ja ich bin nicht perfekt. 
Meine es so wie WasserundGeist schreibte. 

Ich frage jeden Tag Jesus und den Geist der Wahrheit. 
Und ich habe bei mir selbst erlebt und erfahren. 
Wenn ich auf die Worte höre und mich im freien Willen dafür entscheide dann geht es mir gut. 
Tue ich es nicht, dann muss ich persönlich ganz schön arbeiten bis ich diese Lasten erneut zu Jesus bringe.

Es war von mir keine Androhung!
Habe nur von meinem persönlichen Erfahrungen geschrieben 

Habe heute mittag mir einen Beitrag bei Youtube angehört. 
Über den Heiligen Geist und es wurde im teteil alles geschildert.
 
Angelika1953 06.12.2025 00:23
Dankeschön dschirge, 
ich habe es auch nicht negativ gemeint. 
Du schreibst es ja, wir wir müssen und sollten auf Jesus hören.
 
Angelika1953 06.12.2025 00:29
Ich bin nicht perfekt! EineWahl.
Keiner ist perfekt! 
Nur Jesus ist perfekt. 
Und wir sollten uns an dass Wort halten, was er uns mitteilen möchte
 
Angelika1953 06.12.2025 00:46
Wollte noch sagen, 
höre mir immer Gebete an Gott auf YouTube an. 
Heute hörte ich. 
Gebe den Tag dem Heiligen Geist.
Ich fand das Thema für mich persönlich sehr aufschlussreich. 
Wünsche allen eine gesegnete gute Nacht
 
dschirge 06.12.2025 00:49
Das ist auch der verkehrte Weg. Jesus fordert uns nicht ohne Grund auf, dass wir wie die Kinder werden (bzw. bleiben) sollen.
Gehorsam ist wichtig. Aber genauso wichtig ist es, wenn man weiß, wo man bei Problemen hin soll. Und das zeigen mir die Kinder immer wieder. Wenn es mal knallt oder schwierig wird, wo sind sie? Na? Bei mir. lachendes Smiley
"Papa, ich habe ein Problem..."
Das ist viel wichtiger als sklavisch versuchen, ein 100%iger, perfekter Bibel-treuer Christ zu sein. Natürlich ist das Ziel, darauf hin zu arbeiten. Aber wir werden es nicht schaffen, müssen es auch nicht. Wir müssen wissen, wo wir hingehören. Und darauf vertrauen, dass wir es mit Jesu Hilfe auch schaffen werden. Der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.
 
dschirge 06.12.2025 00:49
Guten Nacht Angelika und EineWahl
 
Angelika1953 06.12.2025 00:53
Gute Nacht lieber Bruder im Herrn
 
Harlekin2 06.12.2025 00:57
dschirge Heute, 00:49
"Wir müssen wissen, wo wir hingehören. Und darauf vertrauen, dass wir es mit Jesu Hilfe auch schaffen werden. Der Rest ergibt sich dann von ganz alleine."
Was für ein schöner Abschluß.
Mit diesem Impuls werde ich sehr gut in die Nacht gehen können.
Dankeschön 🙏
 
Lavendeltee 06.12.2025 01:02
Eine der wertvollsten Blocks seit langer Zeit.
Danke...♥

@dschirge ich hoffe, wir lesen dich wieder öfters! Deine Gedanken und Kommentare,  Blogs waren immer sehr wertvoll.
 
dschirge 06.12.2025 01:13
Sehr gerne, liebe Lavendeltee!
Wenn mein Kopf und das Leben es zulässt, lasse ich gerne von mir weiterhin hören.

Liebe Grüße
 
Sadie 06.12.2025 07:08
Das Thema Selbstliebe bewegt mich selbst sehr.

Wenn Jesus sagt, wir sollen Gott lieben und unseren Mitmenschen wie uns selbst.

Da merke ich, dass ich zuerst lernen muss , Gottes Liebe für mich anzunehmen.

Ich weiß, dass ich früher viele Fehler gemacht habe und Menschen verletzt habe.
Das tut mir heute aufrichtig leid.

Manche von ihnen leben nicht mehr und das kann ich nicht rückgängig machen.

Deshalb lege ich das alles Jesus hin und bitte ihn um Vergebung.
Ich glaube, dass er vergibt, auch wenn es mir manchmal schwer fällt, mir selbst zu vergeben.

Ich versuche, gerade, mit Gottes Augen auf mich zu schauen: Nicht streng, sondern barmherzig.

Vielleicht beginnt Selbstliebe genau dort .

Schritt für Schritt finde ich mehr Frieden mit mir selbst.
 
(Nutzer gelöscht) 06.12.2025 09:10
Danke @dschirge, für deine Offenheit zum dem Thema Selbstliebe und Selbstvergebung.

In einer ganz schweren Zeit, allein mit meinen fünf, damals noch sehr kleinen Kindern, wurde die Situation noch schwieriger. Ich litt, aber meine Kinder noch viel mehr.
Da stand ich dann, wütend auf mich und auch wütend auf Gott.
"Herr das ist nicht fair.
Das ich unter meinen falschen Entscheidungen und Fehlern leiden muss, ist vollkommen okay. Aber das meine Kinder jetzt tragen müssen was ich verbockt habe, das ist nicht in Ordnung."

Es war ganz schrecklich für mich (die ach so tolle Christin) zu erkennen, dass ich mit meiner Schuld für so viel Leid bei den Menschen gesorgt habe, die Gott mir anvertraut hat.
Es war ein langer Weg mir selbst zu vergeben und dem Herrn zu danken, dass er mir (obwohl er wusste was da alles falsch laufen würde) trotzdem meine Kinder anvertraute.

Auch heute noch gibt es Situationen wo diese Wunde schmerzt. Auch wenn meine Kinder nun aus dem Gröbsten raus sind, sind da Narben, die sie noch lange begleiten werden.
Ich darf für sie da sein, auch wenn ich nicht perfekt bin und es Situationen gibt, für die ich bei ihnen entschuldigen darf.
Und ich weiss gewiss, dass der Herr Jesus mit ihnen ist und einen guten Weg für sie hat. Sie sind in seiner Hand!

Und noch etwas ist mir persönlich tatsächlich ein Geschenk, bei all dem Schmerz um meine Schuld.
Ich arbeite heute mit Kindern und Jugendlichen in einem therapeutischen Heim. Die Jungs sind nicht das ganze Jahr bei uns, sondern die Ferien und manche Wochenenden bei ihren Familien.
So arbeiten wir auch eng mit den Eltern zusammen.
Alle Eltern hier tragen diese tiefe Schuld und den Schmerz mit sich herum, bei ihren Kindern versagt zu haben. Ihnen gegenüber schuldig geworden zu sein. Viele können dies sich selbst nicht zugestehen und suchen die Schuld bei anderen. Sie können sich deswegen selbst nicht wirklich annehmen und lieben.
Oh ich weiß sehr genau wie es ihnen geht und kann mit ihnen fühlen.
Dies könnte ich nicht, wenn der Herr Jesus all das nicht zugelassen hätte.
Ich wäre eine arrogante Ziege, anstatt einer mitfühlenden Tochter Gottes.
Danke Herr!!
2. Korinther 1, 3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes,
4 der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.
 
(Nutzer gelöscht) 06.12.2025 10:06
Dschirge und alle anderen,- ich kann die Beweggründe hinsichtlich von Selbstliebe und sich selbst vergeben gut nach vollziehen. Trotzdem möchte ich es hinterfragen: 

Machen wir es uns nicht ein bisschen zu leicht mit dem "sich selbst vergeben und sich selbst lieben, wie man eben ist"? Ist es nicht so, dass nur Gott vergeben kann? Ist's nicht so, dass es eine Wiedergutmachung braucht, - wenn man andere Menschen verletzt, ihnen Verluste zugefügt oder sonstwie schwer geschadet hat. Für manche  Verbrechen gibt's keine Wiedergutmachung. 

Nein, ich liebe mich nicht, "wie ich nun mal bin". Ich möchte auch nicht bleiben wie ich bin. Das wäre aus meiner Sicht selbstgerecht und auch narzistisch. Wobei der Schwerpunkt auf den Worten "wie ich bin" liegt.

 Ein von Gottes Geist getriebener Mensch kann sich gar nicht zufrieden zurücklehnen. Der von Gottes Geist getriebene Mensch ist nie gut genug, um vor Gott gerecht zu sein. "Nie genug" ist für mich nichts abwertendes, sondern Motivation zu Wachstum und Veränderung. 

Die heutzutage propagierte Selbstliebe, auch unter Christen,  tendiert mir einfach zu sehr in Richtung Selbstgefälligkeit.
 
(Nutzer gelöscht) 06.12.2025 10:16
Bei der Aussage Jesu geht es übrigens um die Qualität der Nächstenliebe und nicht um Selbstliebe. Erster Schritt in der Nachfolge Jesu wäre von daher Selbstverleugnung in der Kraft der Auferstehung Jesu. Dann klappt das auch mit der Gottesliebe und mit der damit verbundenen Nächstenliebe.
 
Alleshinterfragen 06.12.2025 10:18
Sich selbst zu lieben ohne arrogant zu wirken.
Sich abgrenzen zu können, ohne dass andere dies als Frechheit oder Überheblichkeit auslegen.
Akzeptieren können, dass man es nicht allen Recht machen kann.

Denke, das ist ein Ziel, was nicht so einfach zu erreichen ist.
Danke für die inspirierenden  Gedanken.
 
(Nutzer gelöscht) 06.12.2025 10:21
Machen wir es uns nicht ein bisschen zu leicht mit dem "sich selbst vergeben und sich selbst lieben, wie man eben ist"?

@Birkenblatt, das kann natürlich passieren und genau deshalb, weil wir selbst nicht wissen, was in diesem Punkt gut und richtig ist, sollten wir um Weisheit bitten und den Heiligen Geist um Führung und da nicht selbst rumdoktorn.
Und genau für die Schuld, die wir nicht mehr wieder gut machen können ist Jesus gestorben.
 
Alleshinterfragen 06.12.2025 12:14
Wer sich selbst liebt und angenommen hat, hat sogar die bessere Basis sich weiterzuentwickeln. Er arbeitet besser mit seinen Kräften und achtet seinen Körper und Geist.
Wer sich dauernd verurteilt, kann nicht offen auf andere Menschen zugehen.
Wahrscheinlich verurteilt er dann auch das bei ihnen, was er selbst an sich nicht mag.
 
dschirge 06.12.2025 16:53
Liebe Birkenblatt2, 
vielen Dank für Deinen Beitrag. Du hast da ein paar gute Fragen gestellt. 

"Ist es nicht so, dass nur Gott vergeben kann?"
Ich überlasse Jesus die Antwort auf diese Frage:
Matthäus 6:14 
Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben

Ein von Gottes Geist getriebener Mensch kann sich gar nicht zufrieden zurücklehnen. Der von Gottes Geist getriebene Mensch ist nie gut genug, um vor Gott gerecht zu sein. "Nie genug" ist für mich nichts abwertendes, sondern Motivation zu Wachstum und Veränderung.
Hm, fordert nicht gerade die beladenen/belasteten/geriebenen Menschen auf, zu ihm zu kommen? "kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid".
Es geht doch darum, dass Jesus für uns eintritt. Natürlich sollen wir wachsen und nicht stehen bleiben. Aber Jesus will doch gerade, dass wir in unserer Schwachheit zu ihm kommen.

Ich zumindest halte mich nicht für perfekt. Ob ich selbstgerecht bin, müssen andere entscheiden. Aber ich weiß, dass ich nicht gut genug bin, nicht für Gottes Ansprüche. Werde ich auch nie sein. Aber dafür ist Jesus da. 
Wenn ich mich nicht annehme, wie ich bin, wieso sollte das Jesus? Es geht doch gerade um seine Annahme, trotz unserer Fehler. Und wenn er mich annimmt, wieso sollte ich es nicht? Das bedeutet nicht, dass ich stehen bleiben und mich auf meine Fehler ausruhe. Ganz im Gegenteil. Wenn ich meine Fehler akzeptiere, habe ich die Ruhe, diese anzugehen.
Liebe Grüße
 
Alleshinterfragen 06.12.2025 16:58
Ist es nicht Voraussetzung für eine Partnerschaft sich selbst zu lieben und nicht nur die Liebe vom Partner zu erwarten?
 
Lavendeltee 06.12.2025 16:59
Ich kann mich nicht lieben,
wenn ich nicht zuvor von Christus geliebt wurde.

Das war und ist noch immer ein Weg und eine Schule für mich.
Ich sage immerzu; ich bin in einer Liebesschule beim Herrn.

Wenn man wie ich, aus einem Elternhaus kommt, das  man etwas  unschön erlebt hat, ist man als Person geneigt, sich Liebe mit Leistung zu verdienen.
Das ist leider ein sehr anstrengender  und schmerzlicher Weg.


Die Grundlage für mein  Leben in meiner neuen Identiät  in Seiner Liebe, durch Seine Gnade zu leben...ändert sich komplett im NT.

es ist Gott selbst, der unser Herz umwirbt und sich nach uns sehnt und uns gut tun will
Er weiß, dass wir es nicht schaffen.
Sprüche 23:26 und der in uns das Wollen und das Vollbringen schenkt, Philipper 2:13, weil er
uns seine Tugenden und göttlichen Herzensfähigkeiten schenkt, 2.Petrus 1:3.

Ein Leben ohne die bleibende Liebesnähe Gottes  und seiner Gnade und ohne die daraus resultierenden Hilfen und Freuden von Gott, führt unaufhaltsam> 

zu Defiziten in unserer Seele, in unserem Herzen und unserer Körperlichkeit, die in weiterer Folge dann unweigerlich zu den verschiedensten Sünden führen, so auch zum Bsp. zur eigenen Verurteilung, Lust und Frust Ersatz, Narzissmus  usw...

Wir können NICHTS, ohne IHN tun. 
Wir müssen kapitulieren am Kreuz.
Das ist der Segen des Kreuzes.

Gott hat Lust an mir; sagte der alttestamentliche König David mehrfach.
Gott hat Lust an Dir!

Letztendlich sind wir ja als ein Gegenüber für Gott geschaffen, weil er sich jemand wünscht,
den er lieben und beschenken und mit dem er herrliche Zeiten der Gemeinschaft, der Freude haben möchte,
und dort ist das Thema: Selbstliebe und Selbstwert nicht ungesund/verkrümmt...sondern von höchster Qualität und Reinheit.

Jesaja 7:15 
Rahm und Honig wird er essen, bis er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu
wählen.
(Rahm und Honig steht für Gottes Gegenwart)

Die Wahrheit  Gottes macht uns frei ...


 
Alleshinterfragen 06.12.2025 17:08
Das ist ja ein tolles Bild. Kannst Du die Quelle nennen?
 
Lavendeltee 06.12.2025 17:23


https://th.bing.com/th/id/R.b847c249c335673d115279456bbd7084?rik=XKm603dyB%2f5fmw&riu=http%3a%2f%2fwww.praise-and-worship.com%2fimages%2fthewordofGod.jpg&ehk=ZHpFcy04IBtd73YrSYNJM92zJhln5JuQ5rDx%2bC5xENk%3d&risl=&pid=ImgRaw&r=0


Im Internet kann man sehr viel kreatives finden.
 
(Nutzer gelöscht) 06.12.2025 18:06
Gottes Liebe können wir nicht annehmen und wollen  ,wenn die Liebe  nicht schon mal beim Mitmenschen erlebt und in der Welt gefunden wurde.

Zuerst die praktische Liebe ,die man von  Menschen erfährt ,was dann auf die Suche nach Gott macht .

Auch eine Sehnsucht nach Liebe kann nur entstehen ,wenn zuvor Liebe mal erfahren wurde.

cherub
 
Alleshinterfragen 07.12.2025 09:04
Vielen lieben Dank für den link.

Ich gehe davon aus, dass in jedem Menschen eine Sehnsucht nach Liebe angelegt wird. Das Baby ist ja darauf angewiesen, dass es geliebt und umsorgt wird. So entwickelt es Urvertrauen. Es lächelt dann sehr früh seine Bezugspersonen an, die sich darüber freuen. Ich denke, dass dies von Gott so angelegt wurde.
 
veilchen30 07.12.2025 10:20
Alleshinterfragen, Gestern, 17:08


https://www.vaterherz.at/DOWNLOAD/BIBELTEXTE/bibeltexte.html
 
Alleshinterfragen 07.12.2025 15:40
Danke für den link.
 
(Nutzer gelöscht) 07.12.2025 18:59
Danke Dschirge für Deine guten Gedanken zu meinem Kommentar.
 
Angelina71 08.12.2025 09:05
@Birkenblatt,
zu deinem Kommentar von 10:06

Echte Selbstliebe, wie der Geist Gottes bewirkt, ist weit entfernt von Arroganz, und Selbstverliebtheit.

Die Liebe Gottes bewirkt eine gesunde Selbstannahme, die auch gleichzeitig Demut und Dankbarkeit mit sich bringt. Das widerspricht sich nicht.

Angst, Schuldgefühle, und Selbstablehnung bis zum Selbsthass sind Waffen Satans, mit denen er die Menschen klein halten will.

Gottes Geist bewirkt immer nur Gutes!
Gottes Geist schenkt uns Menschen Würde, ER erfüllt mit Frieden und Liebe, und bewirkt echte Reue, und den Wunsch immer weiter in dem Prozess der Heiligung zu wachsen
 
(Nutzer gelöscht) 08.12.2025 09:07
Wer sich selbst nicht lieben kann, kann auch keine andere. Lieben 🫶
 
Angelina71 08.12.2025 09:29
Mir persönlich ist es sehr wichtig zur Ruhe zu kommen, trotz meiner Unvollkommenheit.
Das streben nach Perfektionismus sehe ich als ganz gefährlichan.

Zu Jesus kann ich genau so kommen wie ich bin, und ER nimmt mich genauso an wie ich bin, und liebt mich ohne Vorbehalte.

Wie oft ertappe ich mich selbst beim Reden mit Gott, dass ich IHM mein menschliches Denken und Verhalten unterstelle, indem ich sage:
Ich weiß ja Herr, du erwartest von mir, dass ich x/y tue, oder: Ich weiß ich sollte das besser machen, ich hätte da anders sein müssen....
Da ist der Geist Gottes mir immer wieder mit Liebe begegnet. ER hat mich daran erinnert:
Gott schenkt das Wollen und das Vollbringen
Wo ich schwach bin, ist ER in mir mächtig.
 
(Nutzer gelöscht) 08.12.2025 11:35
Angelina 09:05 -Was Du schreibst, - da bin ich ganz bei Dir. Ergänzend nur noch ein Gedanke: 
"Wer mir nachfolgt, verleugne sich selbst....." Diese Aussage von Jesus ist das ganze Gegenteil von Selbstliebe. In der Nachfolge ist Selbstliebe ein großes Hindernis. Selbstliebe macht Nachfolge unmöglich.
 
dschirge 08.12.2025 11:41
Birkenblatt2 Wie würdest Du aber dann Jesu Aufforderung der Nächstenliebe einsortieren? Diese steht meiner Meinung nach im Widerspruch zu Deiner Aussage. Liebe heißt ja schließlich nicht "Blind den Fehler gegenüber und dass alles erlaubt ist."
Ich liebe meine Kinder, dennoch erziehen ich sie.
 
(Nutzer gelöscht) 08.12.2025 11:44
"Wer sich selbst nicht lieben kann, kann auch keine andere. Lieben" 
Ein bekannter Spruch, ja. Dachte ich auch lange. Die Erfahrung lehrt mich das Gegenteil. 
Wer immer nur sich selbst liebt, hat gar keinen Blick für Andere, - eben weil er nur sich selbst sieht. 
"Ich, mich, meine, mir,- Gott segne alle Vier" 

Ich denke, es geht um was Anderes. Es geht darum, die eigene Bedürftigkeit, die eigene Schwachheit, die eigene Sündhaftigkeit, den eigenen Schmerz und die Folgen des Getrenntseins von Gott zu sehen und den Ausweg, - für sich selbst,- und dann auch für Andere. 

Wer die eigene Unvollkommenheit tief im Herzen betrauert, spürt auch ein tiefes Mitgefühl für Andere.
 
dschirge 08.12.2025 11:53
Ich kann Deinen Standpunkt nachvollziehen und teile diesen durchaus. Ich glaube, dass wir vielleicht nur unterschiedliche Begriffe für "Liebe" haben, vermutlich aus unterschiedlichen Lebenserfahrungen heraus. Jemand, der nur sich liebt, liebt nicht. Liebe ist kein Gefühl sondern eine Entscheidung. Ich würde beispielsweise nicht von mir sagen, dass ich mich liebe. Dafür sehe ich zu viele Fehler bei mir selbst. Aber ich bin auch nicht in Selbsthass zerfressen. Ich akzeptiere, das ich Schwächen habe und weiß, dass ich durch Jesu Opfer Vergebung erfahren habe und dass mit Jesus zusammen an meinen Fehlern arbeiten kann.
Aber dazu gehört auch, dass ich an der Selbstakzeptanz arbeite.
"...wie Dich selbst".
Wahre Liebe ist nicht blind und egoistisch. Sie sieht das Gegenüber an und nimmt es wahr. In allen Facetten. Und sagt dennoch "ja".
 
(Nutzer gelöscht) 08.12.2025 13:25
Jetzt klinke ich mich doch noch mal ein.

Um was geht es denn beim Thema "Selbstliebe" für einen echten Nachfolger Jesu?

Ich zitiere mal aus dschirges Eingangstext, weil ich meine, dass das ein entscheidender Schlüsselabsatz ist:
"Kann ich mich lieben? Mit meinen Fehlern? Meinen Schwächen? Meinen teils nervigen Macken? 
Mich? Ich habe viel Leid über meine Familie gebracht. Ich habe die Tränen meiner Kinder gesehen! Die Wut! Die Verzweiflung! Ich habe gesehen, wie sie abstürzten und mir entglitten. Ich sah die Angst in ihren Augen und werde noch heute mit ihrem Schmerz konfrontiert. Sie verstehen nicht, weshalb sie an manchen Stellen leiden. Noch nicht mal, wenn man es ihnen sagt. 
Kann ich jemanden leiden... mögen... lieben, der sowas zu verantworten hat? 
"NEIN" möchte ich rufen, schreien. 
Doch dann höre ich, wie Jesus sagt "liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". 
Das eine funktioniert nicht ohne das andere." (Zitat Ende)

Es geht beim Thema "Selbstliebe" oder auch "Selbstakzeptanz" NICHT um - "Ich will so bleiben wie ich bin.-Du darfst." (Um mal nen alten Werbeslogan zu zitieren.)

Geht es nicht vielmehr darum die Vergebung, die ich vom Herrn Jesus empfangen habe WIRKLICH anzunehmen? NUR deswegen, weil ER meiner Sünde nicht mehr gedenkt, sie abgewaschen hat durch sein kostbares Blut.
Wenn ER mich akzeptiert, angenommen hat, trotz all dieser Schuld, woher nehme ich dann das Recht mich weiter dafür zu verurteilen?

Es geht also nicht um einen Wischiwaschi - Selbstbetrug ala "eigentlich bin ich ja gar nicht so übel", lächle mich jeden Morgen im Spiegel an und sag mir wie toll ich bin, um mein Selbstwertgefühl zu puschen.

Die Schuld, mein Versagen, meine Fehlentscheidungen haben Kreise gezogen, wie ein Stein der ins Wasser geworfen wird Wellen schlägt.
Die Auswirkungen unserer Sünde tragen andere mit.
Eltern werden mit ihrem Versagen knallhart durch ihre Kindern konfrontiert.
Sie sehen wie diese leiden, für das was sie selbst falsch gemacht haben.
Und besonders dann, wenn die Ehe zerbrechen ist und den Kindern ein Elternteil fehlt.
Ich möchte damit nicht sagen, dass es besser gewesen wäre die Ehe aufrecht zu erhalten. Auch ich musste den Weg der Scheidung gehen, um meine Kinder und mich vor noch größerem Leid zu bewahren.
Diese Entscheidung war richtig. Doch bin ich nicht unschuldig am Leid meiner Kinder!
Und das zu erkennen, zu akzeptieren und mir selbst diese Schuld -die der HERR mir vergeben hat- auch zu vergeben und mich anzunehmen, ja zu lieben, ist nur möglich, weil ER mich zuerst geliebt hat!!

Und es gibt immer wieder Situationen in denen meine Sündhaftigkeit mir und anderen schadet.
Bei Selbstliebe geht es für einen Christen nicht darum seine Schuld zu vertuschen und so zu tun als wäre man bereits vollkommen. Das ist Pharisäertum.
Es geht darum mich selbst in meiner Schwachheit anzunehmen und mich so wie ich bin dem Herrn Jesus zur Verfügung zu stellen.
Denn nicht ich kann mich verändern und aus meiner Kraft und Mühe besser werden.

Philipper 1, 6  Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.
 
(Nutzer gelöscht) 08.12.2025 15:23
Guter Text oben, ich würde noch sagen ,daß man sich nie vergleichen sollte ,bei sich bleiben sollte , und sich nicht unter einen Heiligkeitsdruck setzen sollte.
Der Herr hat viele verschieden Gefäße im Gebrauch 😃
 
Alleshinterfragen 08.12.2025 18:18
Ich würde sagen: "in sich ruhen"

Sich selbst verleugnen bedeutet, die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen zugunsten anderer oder einer höheren Bestimmung (z.B. Gott, Ideale) zurückzustellen, also nicht nach dem eigenen „Ich will“ zu handeln, sondern sich für etwas Größeres zu öffnen. Es ist ein Akt der Selbstüberwindung, der im Gegensatz zu Egoismus steht, aber mit Selbstliebe ergänzt werden muss, um nicht in Selbstzerstörung umzuschlagen.

Meines Erachtens trifft diese KI Erklärung zu der Frage: Was bedeutet es, sich selbst zu verleugnen", ins Schwarze
 
Alleshinterfragen 08.12.2025 18:20
Selbstverleugnung ist der Verzicht auf die eigene Führung
Unter Selbstverleugnung versteht das Neue Testament nicht Selbstquälerei. Die Forderung Jesu an seine Jünger, sie sollten sich selbst verleugnen (Matth. 16,24; Mark. 8,34; Luk. 9,23), hat es nicht darauf abgesehen, dass die Jünger sich allerlei Leiden selbst auferlegen oder suchen.
Gemeint ist damit vielmehr: Die Jünger sollen ihr eigenes Ich nicht mehr als massgebend anerkennen. Sie sollen darauf verzichten, den Antrieben ihrer eigenen Person zu folgen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sie sich seiner Führung unterstellen.

https://www.jesus.ch/information/bibel/neutestamentliches_woerterbuch/146386-selbstverleugnung.html#:~:text=Sich%20selbst%20verleugnen%20heisst:%20es,bestimmte%20Weisungen%20von%20ihm%20erh%C3%A4lt.

Matthäus 16,25 ist zu übersetzen: »Wer seine Persönlichkeit retten will, der wird sie verlieren; wer sie aber darangibt um meinetwillen, wird sie gewinnen.« Das heisst: Wer seine eigene Persönlichkeit durchsetzen und ihren Eingebungen folgen will, wird die Würde einer menschlichen Persönlichkeit - und mehr - verlieren. Wer aber seinen persönlichen Ansprüchen, Neigungen, Wünschen und Willenszielen absagt, um sich ganz der Leitung Christi zu unterstellen, der wird richtig eine Persönlichkeit werden.
 
dschirge 08.12.2025 18:21
KatinaStern, Cherub und Alleshinterfragen haben es sehr gut auf den Punkt gebracht. Danke!
 
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